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Informationen zu Corona

Informationen zur Maskenpflicht

Seit dem 06.12.2021 gilt an der BBS Betzdorf-Kirchen die 13. überarbeitete Fassung des Corona-Hygieneplans. Alle Änderungen zur 12. Version finden Sie gelb markiert.

Die Maskenpflicht im Unterricht wird fortan mit einem Warnstufensystem verbunden. Die jeweils geltende Warnstufe, inklusive der damit einhergehenden Regelungen, werden wir tagesaktuell vor Ort kommunizieren.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Umgang mit Erkältungssymptomen (Stand: 30.08.2021)

13. Hygieneplan-Corona Schulen RLP (Stand: 06.12.2021)


BF 1-Workshops legen Grundstein

Am 30.08. begann das Schuljahr 2021/22. Viele Schülerinnen und Schüler verbinden dieses Datum mit einem Neustart. Auch für die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule 1 (BF 1) ging es in einer neuen Klasse mit neuen Herausforderungen und Chancen wieder los.

Ein wichtiger Baustein, um diese Herausforderungen selbstbewusst angehen zu können und die sich bietenden Chancen zu nutzen, ist speziell in diesem Alter die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Neben der engen und täglichen Begleitung der verantwortlichen Lehrerinnen und Lehrer an der BBS Betzdorf-Kirchen, setzen dafür auch die Workshops von Mentaltrainerin Antje Reeh immer wieder wichtige externe Impulse, welche die Schülerinnen und Schüler in diesem Bereich unterstützen.

„Sinnhaftigkeit & Zukunftsbild“ sowie „Wertschätzung & Respekt“ lauteten in jenen Tagen die Titel der beiden Workshops in den Klassen BF 1 H und BF 1 G. Inhaltlich standen im ersten Workshop die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler, ihre Träume, Berufswünsche etc. im Fokus. Der zweite Workshop stellte die Wertschätzung sich selbst und anderen gegenüber in den Vordergrund (vgl. Bericht „Be your best friend“). Zentrales Element beider Workshops bildete ein roter Faden. Diesen hat Antje Reeh als Symbol auch stets in physischer Form dabei. Er hilft nicht nur in der gemeinsamen Arbeit mit den Berufsfachschülerinnen und –schülern, die sich jeweils auf zwei Doppelstunden erstreckte, sondern zieht sich auch sinnbildlich durch das ganze Leben.

Den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern gefiel diese Art des Unterrichts sehr. „Man konnte sich selbst und die anderen noch einmal besser kennenlernen“, resümierter einer von ihnen den Workshop.

Aber nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der beiden Workshops tatsächlich auch langfristig etwas aus den intensiven Teamarbeiten, Interviews, Rollen- und Interaktionsspielen mit? Diese Frage überlässt Antje Reeh ebenfalls nicht dem Zufall. „Nachhaltigkeit ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Deswegen ist in beiden Lerngruppen ein Aufbauworkshop im Januar geplant“, erläutert die Mentaltrainerin, die ihre Schülerinnen und Schüler bis dahin mit kleinen Hausaufgaben versorgt, um in Kontakt zu bleiben und die angestoßenen Prozesse zu festigen.

„Es ist eine gute Basis für die Klasse, um weiterzuarbeiten“, zog auch Heike Weber aus dem Klassenleitungsteam der BF 1 G ein zufriedenes Fazit. Christine Krüger lobte an dieser Stelle ihre Schülerinnen und Schüler ausdrücklich für die gute Mitarbeit während des Vormittags.

Unter dem Strich muss sich jede und jeder selbst ihren / seinen Herausforderungen stellen und die daraus entstehenden Chancen wahrnehmen. Wenn die Begleitung von Antje Reeh dazu beiträgt, dass genau das geschieht, ist die Zeit für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr gut investiert.


Was macht mich stark...

…in Zeiten der Pandemie? - So lautete die Ausgangsfragestellung des Workshops von Egbert Otto vom „Trainings-, Beratungs- & Kompetenzzentrum e.V.“ im Berufsvorbereitungsjahr der BBS Betzdorf-Kirchen.

Diese Frage lässt sich weder in einem Satz, noch in einer Doppelstunde klären – eine Universalantwort gibt es darauf ohnehin nicht. Vielmehr ist es ein individuelles Thema, dessen Zugang jede Schülerin und jeder Schüler nur selbst finden kann. Eine wichtige Unterstützung und hilfreiche Impulse dazu gab Egbert Otto am 16.09. den Schülerinnen und Schüler des Berufsvorbereitungsjahres an der BBS. In Interaktion mit drei unterschiedlichen Lerngruppen feilte der Resilienzcoach an einer Struktur für persönliche Zielsetzungen. 

Warum seid ihr hier? Was sind unsere / meine Ziele? Wie kann ich meine Ziele in kurz-, mittel-, und langfristige Ziele unterteilen und vor allem: Was muss ich dafür tun? Diese Fragen bildeten das Gerüst für die Entstehung einer gemeinsamen Auseinandersetzung innerhalb der Klasse, aber im besten Fall auch für persönliche Selbstreflexionen im Nachgang zu dieser Veranstaltung. „Es ist bei einigen Teilnehmern auch viel im Hintergrund passiert“, war sich Egbert Otto nach dem Workshop bereits sicher. Dies bestätigte auch eine Schülerin, die nach dem offiziellen Abschluss des Workshops noch einmal persönlich auf Herrn Otto zuging, um ihm für seine Impulse zu danken.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, Eigenverantwortung zu übernehmen.

Den weiteren Werdegang kann jeder mit seinen eigenen Entscheidungen aktiv beeinflussen. Ausreden, die einen vom eigenen Weg abbringen könnten, werden nicht mehr zugelassen. Die Zukunft hält zahlreiche Chancen bereit. Diese gilt es zu nutzen.

Inwiefern die Schülerinnen und Schüler ihre nächsten Chancen nutzen werden, wird die Sozialarbeiterin der BBS Betzdorf-Kirchen, Karola Böhmer, in einer geplanten Besprechung mittel- und langfristig reflektieren, sodass die wichtige Ausgangsfragestellung auch zukünftig im Fokus bleibt.


89 Jahre Kompetenz in der beruflichen Bildung

Das Ende eines Schuljahres bringt leider auch immer Abschiede mit sich. So hieß es für das Kollegium der BBS Betzdorf-Kirchen nun ebenfalls, vier Kollegen in den Ruhestand zu verabschieden.

Helmut Braun, Olaf Lieps, Wolfgang Mies und Andreas Müller bringen insgesamt 89 Jahre Kompetenz in der beruflichen Bildung mit.  In dieser Zeit haben sie viele Erfahrungen gesammelt und an ihre Schülerinnen und Schüler weitergegeben. Dafür dankte Schulleiter Michael Schimmel ihnen bei einer Verabschiedungsfeier im – situationsbedingt - kleinen Rahmen ausdrücklich. Gemeinsam hatten die nun ehemaligen Kollegen aus dem Metall- und Elektrobereich über 90.000 Schulstunden gehalten und dabei ihre Schüler nie aus dem Auge verloren. „Junge Menschen sollten uns immer am Herzen liegen“, fasste es Wolfgang Mies bei der Übergabe seiner Urkunde, die ihn in den Ruhestand versetzt, zusammen.

Nach dem offiziellen Teil ließen alle Beteiligten die Feierstunde in einem liebevoll dekorierten Rahmen ausklingen.

Wir sagen auf Wiedersehen und alles Gute!


Vier Abschlussklassen 2021


41-mal allgemeine Hochschulreife an der BBS Betzdorf-Kirchen

„Sie sind der Abitur-Jahrgang 2021. Sie sind kein Corona-Jahrgang“, stellte Schulleiter Michael Schimmel die Leistung der nun ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Technik bei der diesjährigen Zeugnisvergabe heraus.

Dass es in diesem Jahr leider nur eine Zeugnisvergabe und keine übliche Abiturfeier in festlichem Rahmen werden konnte, bringen die eingeschränkten Rahmenbedingungen zwar noch einmal zum Ausdruck, aber es schmälert nicht die Leistungen der frischgebackenen Abiturienten – ganz im Gegenteil! „Die letzten 1,5 Jahre fanden unter verschärften Bedingungen statt. Ihr habt sie gemeistert und darauf könnt ihr stolz sein“, resümierte der Stammkursleiter für das Fach Umwelttechnik, Thomas Bredenbröker. „Ihr wart eine angenehme Gruppe und es war ein angenehmes Arbeiten mit euch“, ergänzte er zum Abschied. Sein Pendant des Metalltechnik-Stammkurses, Holger Schollmeyer pflichtete dem bei. Außerdem gab er seinen Schülerinnen und Schülern den Appell mit auf den Weg, dass sie sich für ihren zukünftigen Werdegang etwas aussuchen sollen, das ihnen Spaß macht.

„Wähle einen Job, den du liebst und du wirst nie wieder arbeiten müssen“, zitierte damit einhergehend Christoph Tietz, der Leiter des Beruflichen Gymnasiums Technik, den chinesischen Philosophen Konfuzius in seiner Rede. Bezogen auf die nächsten Schritte machte er den jungen Erwachsenen zusätzlich Mut. „Ihr habt allen Grund, ohne Angst in die Zukunft zu gehen“, bilanzierte er seinen Eindruck der Gruppe und wies dabei auch auf die überwundenen Hürden der vergangenen Wochen hin. „Ihr habt die verschiedenen Herausforderungen ausnahmslos angenommen und jetzt habt ihr alle es geschafft“, hob er die Einstellung der Schülerinnen und Schüler bei der diesjährigen Reifeprüfung lobend hervor. Dieser Ehrgeiz zahlte sich aus und machte sich in beeindruckenden Abiturprüfungen bemerkbar.

Viele Umstände kann man nicht beeinflussen. Diese Tatsache bestätigt die aktuelle Pandemie nicht exklusiv. Wichtig ist jedoch, was man daraus macht. „Sie haben sich auf alle neuen Situationen eingestellt und ihre Schulzeit gut genutzt. Dabei haben Sie viele kreative Talente gezeigt“, fasste es Michael Schimmel zusammen. Außerdem wies er abschließend darauf hin, dass trotz der fehlenden offiziellen Feier heute für jeden Abiturienten ein Feiertag ist.

Dabei wünscht die gesamte Schulgemeinschaft der BBS Betzdorf-Kirchen den 41 Abiturientinnen und Abiturienten ganz viel Spaß. Die jungen Erwachsenen haben es verdient, diesen Tag zu genießen, bevor sie mit Optimismus ihre nächsten Ziele ins Auge nehmen können.


Projekt Prüfung

Mehr Knowhow, mehr Verantwortung, mehr Einfluss, mehr Entfaltungsspielraum, aber auch mehr Sicherheit und mehr Geld. Das alles sind mögliche Motive, um die eigene Berufsausbildung oder einen schulischen Bildungsgang so gut es geht abzuschließen. Die letzte Hürde für erfolgreiche Abschlüsse stellen naturgemäß die Prüfungen dar.

Diese stehen in diesen Wochen wieder einmal an. Nachdem erst im Januar der letzte Prüfungszyklus endete, ging es bereits im März schon wieder in die nächste Runde. Die gewerblich-technischen Abschlussprüfungen machten den Start. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler legten in den Bereichen Metall, Elektro, IT, Holz, Produktdesign und Mode ihre theoretischen Prüfungen Teil 1 ab.

Der Hauptprüfungszeitraum findet turnusmäßig jedoch in den Monaten Mai und Juni statt. Speziell in diesem Jahr stellt das nicht nur die Prüflinge selbst vor große Herausforderungen. Neben den erstmalig angesetzten zweiwöchigen Pfingstferien -mitten im Prüfungszeitraum - machen es auch die Corona-Bedingungen in diesem Jahr unmöglich, die Planung und Durchführung der Prüfungen in gewohnter Weise zu realisieren. Die Hygieneregeln sehen es u. a. vor, dass zwischen den Prüflingen ein Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten ist. Dadurch können sich maximal 15 Schülerinnen und Schüler in einem Klassenraum aufhalten. Um dies gewährleisten zu können, ist ein außerordentlicher Aufwand nötig, der sich laut Studiendirektor Marco Orthen, dem Hauptorganisator der Prüfungsabläufe in der BBS Betzdorf-Kirchen, jedoch komplett auszahlt: „Wir ermöglichen allen Schülerinnen und Schülern, ihren Abschluss im regulären Prüfungszeitraum zu machen. Somit ist die Arbeit für alle gewinnbringend“, fasst es Orthen zusammen. Außerdem hebt er die gute Zusammenarbeit und Kommunikation mit allen Beteiligten hervor. Die Haustechnik, das Sekretariat, das Kollegium, die Schülerschaft, die Schulleitung und die Kammern dienen, laut Orthen, fortwährend als offene Ansprechpartner und sorgen gemeinsam für reibungslose Abläufe. Dafür notwendig ist verwaltungstechnisch u. a. die Umstellung von Vertretungs- und Stundenplänen oder die Anfertigung von zusätzlichen Dokumentationen. Außerdem bedarf es durch die beschriebenen Abstandsregelungen in diesem Jahr zusätzlich fast doppelt so viele Aufsichtspersonen wie in den Vorjahren. In den sieben Prüfungswochen ab Anfang Mai sind insgesamt 165 Prüfer und Aufsichten für 67, teils mehrtägige, Prüfungen im Einsatz. „Dies leisten die Kolleginnen und Kollegen neben ihrer eigentlichen Arbeitsbelastung, die durch die Umstände in diesem Schuljahr auch außergewöhnlich hoch ist“, erklärte Marco Orthen. Die durchgehende Unterstützung der Haustechnik stellte er ebenfalls noch einmal explizit heraus: „Dort wurde hervorragend gearbeitet. Die Beschilderung des Hauses und das Vorbereiten der benötigten Klassenräume funktionierten Tag für Tag punktgenau.“

Viele kleine Schritte waren und sind also nötig, damit die Prüfungen so geräuschlos ablaufen, wie es aktuell passiert. Wenn es aber dazu führt, dass die jungen Menschen der Region ihre kurz-, mittel- und langfristigen Ziele auf dem Arbeitsmarkt, der Schule oder der Universität schneller umsetzen können, hat sich jeder Schritt gelohnt.


Berufliches Gymnasium Technik

Perspektiven an der BBS Betzdorf-Kirchen / Teil 1

Ein außergewöhnliches Schuljahr 2020/21 nähert sich in diesen Tagen den Halbjahreszeugnissen. Vieles ist derzeit ungewiss. Fest steht jedoch, dass Ende August das nächste Schuljahr startet. Viele Schülerinnen und Schüler stehen vor einem Übergang auf eine weiterführende Schule. Der Anmeldezeitraum dazu beginnt bereits am 01. Februar.

Die schulischen Optionen an der BBS Betzdorf-Kirchen sind mit insgesamt neun unterschiedlichen Bildungsgängen breit gefächert und bilden Chancen, Bildung und Perspektiven.

Um allen Interessenten einen Überblick über ihre Perspektiven an unserer Schule zu geben, stellen wir einige unserer Schulformen in den nächsten Tagen vor.

 

Wir starten in Teil 1 mit dem „Beruflichen Gymnasium Technik“.

Das „Berufliche Gymnasium Technik“ ist ein dreijähriger Bildungsgang. Dieser Bildungsgang ist seit 2009 ein wichtiger Bestandteil des schulischen Angebots der BBS Betzdorf-Kirchen:

Ø     Chancen bildet das Berufliche Gymnasium für Schülerinnen und Schüler mit mittlerer Reife (Sekundarabschluss I).

 

Ø     Die Bildung innerhalb dieser Schulform kennzeichnet sich durch folgende Besonderheiten:  

 

o   Der Unterricht in der 11. Klasse findet im Klassenverband statt.

o   Deutsch, Mathematik und Englisch sowie andere bekannte Fächer werden fortgeführt.

o   Start in den beruflichen Fächern Umwelttechnik und Metalltechnik. Sie werden insgesamt 6 Stunden pro Woche unterrichtet und bilden den beruflichen Schwerpunkt.

o   Der Unterricht in den abiturrelevanten Grund- und Leistungskursen erfolgt erst ab Klasse 12.

o   Abschluss: Allgemeine Hochschulreife (Abitur)

 

Ø     Folgende Perspektiven ergeben sich nach dem erfolgreichen Abschluss des Beruflichen Gymnasiums an der BBS Betzdorf-Kirchen:

 

o   Studium in allen Fachrichtungen an allen Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland.

o   Qualifizierter Eintritt in die Berufsausbildung.

 

Die Aufnahmevoraussetzungen für das Berufliche Gymnasium sind:

Qualifizierter Sekundarabschluss 1

Durchschnitt des Abschlusszeugnisses von mindestens 3,0

Ø                Mindestens ausreichende Leistungen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik

 

Weitere Informationen finden Sie…

…entweder auf unserer Homepage: www.bbs-betzdorf-kirchen.de ; Schulformen ; Berufliches Gymnasium Technik.

…oder in einem persönlichen Informationsgespräch mit dem Leiter des Beruflichen Gymnasiums:

Ø     Christoph Tietz

o   Telefon:         02741 9597-0

o   E-Mail:           ctietz@bbs-betzdorf-kirchen.de

 

Anmeldungen zu dieser Schulform…

…sind ab dem 01.02.21 mit folgenden Unterlagen möglich:

ü        Aufnahmeantrag für weiterführende Bildungsgänge

o   Erhältlich in unserer Verwaltung (Mo. – Do. 8 – 15 Uhr; Fr. 8 – 14 Uhr)

oder

o   auf unserer Homepage www.bbs-betzdorf-kirchen.de ; Anmeldung/Links ; Aufnahmeantrag für weiterführende Bildungsgänge (außer Teilzeit-BS) 

ü        Halbjahreszeugnis Klasse 10

ü        Zeugnis mit Qualifiziertem Sekundarabschluss I (nachreichen)


Höhere Berufsfachschule für Informationstechnik

Perspektiven an der BBS Betzdorf-Kirchen / Teil 2

Ein außergewöhnliches Schuljahr 2020/21 nähert sich in diesen Tagen den Halbjahreszeugnissen. Vieles ist derzeit ungewiss. Fest steht jedoch, dass Ende August das nächste Schuljahr startet. Viele Schülerinnen und Schüler stehen vor einem Übergang auf eine weiterführende Schule. Der Anmeldezeitraum dazu beginnt bereits am 01. Februar.

Die schulischen Optionen an der BBS Betzdorf-Kirchen sind mit insgesamt neun unterschiedlichen Bildungsgängen breit gefächert und bilden Chancen, Bildung und Perspektiven.

Um allen Interessenten einen Überblick über ihre Perspektiven an unserer Schule zu geben, stellen wir einige unserer Schulformen in den nächsten Tagen vor.

 

In Teil 2 unserer Vorstellungsreihe informieren wir Sie über die „Höhere Berufsfachschule für Informationstechnik“.

 

Die „Höhere Berufsfachschule für Informationstechnik“ ist ein zweijähriger Bildungsgang, der mit zwei Abschlüssen endet und für alle IT-interessierten Schülerinnen und Schüler zu einem Sprungbrett in Beruf oder Studium werden kann.

 

Der Bildungsgang weist außerdem folgende Besonderheiten auf:

ü       Es wird in beruflichen Handlungssituationen gearbeitet, um den Einstieg in den beruflichen Alltag bestmöglich vorzubereiten.

ü       Der berufsbezogene Unterricht unterteilt sich in fachrichtungsbezogenen und standortspezifischen Unterricht.

ü       Folgende Bereiche werden im berufsbezogenen Unterricht im Mittelpunkt stehen:

o   Aufbau, Konfiguration und Administration von IT-Systemen

o   Strukturiertes + objektorientiertes Programmieren

o   Netzwerktechniken

o   Datenbanksysteme

o   Lösungsfindung für technische Problemstellungen

o   IT-Sicherheit

ü       Folgende Bereiche werden im standortbezogenen Unterricht im Mittelpunkt stehen:

o   Projektmanagement

o   Wirtschafts- und Geschäftsprozesse

o   Naturwissenschaftliche Grundlagen

ü       Hoher Praxisanteil: Insgesamt sind 16 Wochen Praktikum in diesen Bildungsgang integriert.

ü       Berufsübergreifender Unterricht findet in den Fächern Deutsch, Englisch, Sport, Sozialkunde und Religion statt

ü       Abschluss: Staatlich geprüfter Assistent für IT-Systeme

ü       Abschluss: allgemeine Fachhochschulreife (schulischer Teil)

ü       Perspektiven nach dem Bildungsgang:

o   Studium in allen Fachrichtungen an allen Fachhochschulen in Deutschland.

o   Qualifizierter Eintritt in das Berufsleben.

 

Die Aufnahmevoraussetzungen für die Höhere Berufsfachschule für Informationstechnik sind:

Qualifizierter Sekundarabschluss I

 

Weitere Informationen finden Sie…

…entweder auf unserer Homepage: www.bbs-betzdorf-kirchen.de ; Schulformen ; Höhere Berufsfachschule für Informationstechnik.

…oder in einem persönlichen Informationsgespräch mit dem Leiter der Höheren Berufsfachschule für Informationstechnik:

Ø     Marco Orthen

o   Telefon:         02741 9597-0

o   E-Mail:           morthen@bbs-betzdorf-kirchen.de

 

Anmeldungen zu dieser Schulform…

…sind ab dem 01.02.21 mit folgenden Unterlagen möglich:

ü       Aufnahmeantrag für weiterführende Bildungsgänge

o   Erhältlich in unserer Verwaltung (Mo. – Do. 8 – 15 Uhr; Fr. 8 – 14 Uhr)

oder

o   auf unserer Homepage www.bbs-betzdorf-kirchen.de à Anmeldung/Links à Aufnahmeantrag für weiterführende Bildungsgänge (außer Teilzeit-BS)

ü       Halbjahreszeugnis Klasse 10

ü       Zeugnis mit Qualifiziertem Sekundarabschluss I (nachreichen)

Die Anmeldungen können unter den angegebenen Öffnungszeiten in unserer Verwaltung erfolgen oder per E-Mail an verwaltung@bbs-betzdorf-kirchen.de gesendet werden. (in diesem Fall bitte Originalunterlagen nachreichen)


Berufsfachschule Maßschneider/in

Perspektiven an der BBS Betzdorf-Kirchen / Teil 3

Ein außergewöhnliches Schuljahr 2020/21 nähert sich in diesen Tagen den Halbjahreszeugnissen. Vieles ist derzeit ungewiss. Fest steht jedoch, dass Ende August das nächste Schuljahr startet. Viele Schülerinnen und Schüler stehen vor einem Übergang auf eine weiterführende Schule. Der Anmeldezeitraum dazu beginnt bereits am 01. Februar.

Die schulischen Optionen an der BBS Betzdorf-Kirchen sind mit insgesamt neun unterschiedlichen Bildungsgängen breit gefächert und bilden Chancen, Bildung und Perspektiven.

Um allen Interessenten einen Überblick über ihre Perspektiven an unserer Schule zu geben, stellen wir einige unserer Schulformen in den nächsten Tagen vor.

 

In Teil 3 unserer Vorstellungsreihe informieren wir Sie über die „Berufsfachschule Maßschneider/in“.

 

Die „Berufsfachschule Maßschneider/in“ ist…

... eine dreijährige Ausbildung im Maßschneider-Handwerk mit dem Schwerpunkt Damenschneider/in. Es wird traditionell handwerkliche Schneiderkunst mit modernen, kreativen Gestaltungsmöglichkeiten und innovativen Techniken von Meisterinnen bzw. Technikerinnen vermittelt. Diese Kombination bildet hervorragende Grundlagen für Berufschancen im Bereich der Mode- und Textilbranche wie auch im Mode-Design. Vorkenntnisse im Nähen oder Umgang mit Maschinen sind nicht erforderlich. Am Ende einer erfolgreichen Ausbildung winken der Gesellenbrief und mindestens ein selbst entworfenes, anspruchsvoll maßgeschneidertes Damenoberbekleidungsstück.

 

Der Bildungsgang weist außerdem folgende Besonderheiten auf:

o      Systematisch aufbauende Ausbildung in den Bereichen Praxis und Theorie

o      Berufliche und sozialpädagogische Begleitung durch qualifiziertes und fachlich ausgebildetes Lehrpersonal

o      Einblicke in verschiedene Betriebe im Rahmen zweier 4-wöchiger Pflicht-Praktika

o      Jahrgangsübergreifender Erfahrungsaustausch unter den Auszubildenden aller drei Lehrjahre

o      Exkursionen zu verschiedenen Stätten der Mode- und Textilbranche

Die Aufnahmevoraussetzungen für die Berufsfachschule Maßschneider/in sind:

Berufsreifeabschluss

 

Weitere Informationen finden Sie…

…entweder auf unserer Homepage: www.bbs-betzdorf-kirchen.de ; Schulformen ; Berufsfachschule Maßschneider/in.

…oder in einem persönlichen Informationsgespräch mit der Leiterin der Berufsfachschule Maßschneider/in:

Ø     Ulrike Peters

o   Telefon:         02741 9597-0

o   E-Mail:           upeters@bbs-betzdorf-kirchen.de

 

Anmeldungen zu dieser Schulform…

…sind ab dem 01.02.21 mit folgenden Unterlagen möglich:

ü       Aufnahmeantrag für weiterführende Bildungsgänge

o   Erhältlich in unserer Verwaltung (Mo. – Do. 8 – 15 Uhr; Fr. 8 – 14 Uhr)

oder

o   auf unserer Homepage www.bbs-betzdorf-kirchen.de ; Anmeldung/Links ; Aufnahmeantrag für weiterführende Bildungsgänge (außer Teilzeit-BS)

ü       Halbjahresinformation Klasse 9

ü       Abschlusszeugnis der Berufsreife (nachreichen)

Die Anmeldungen können unter den angegebenen Öffnungszeiten in unserer Verwaltung erfolgen oder per E-Mail an verwaltung@bbs-betzdorf-kirchen.de gesendet werden. (in diesem Fall bitte Originalunterlagen nachreichen)


Berufsfachschule 1

Perspektiven an der BBS Betzdorf-Kirchen / Teil 4

Ein außergewöhnliches Schuljahr 2020/21 nähert sich in diesen Tagen den Halbjahreszeugnissen. Vieles ist derzeit ungewiss. Fest steht jedoch, dass Ende August das nächste Schuljahr startet. Viele Schülerinnen und Schüler stehen vor einem Übergang auf eine weiterführende Schule. Der Anmeldezeitraum dazu beginnt bereits am 01. Februar.

Die schulischen Optionen an der BBS Betzdorf-Kirchen sind mit insgesamt neun unterschiedlichen Bildungsgängen breit gefächert und bilden Chancen, Bildung und Perspektiven.

Um allen Interessenten einen Überblick über ihre Perspektiven an unserer Schule zu geben, stellen wir einige unserer Schulformen in den nächsten Tagen vor.

 

In Teil 4 unserer Vorstellungsreihe informieren wir Sie über die „Berufsfachschule 1“.

 

Die „Berufsfachschule 1“ …

 

 

führt zu einer fachrichtungsbezogenen beruflichen Grundbildung. Sie fördert berufsbezogene und allgemeine Kompetenzen und unterstützt die Schülerinnen und Schüler beim Erkennen und Stärken individueller Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Der Unterricht in der BF 1 trägt insbesondere dem Anspruch auf Ganzheitlichkeit, der Stärkung von Leistungswillen und Selbstwertgefühl, dem Erwerb von Arbeitstechniken und der Förderung von Kompetenzen Rechnung.

Die BF 1 wird im Vollzeitunterricht geführt und dauert ein Schuljahr.

Sie gliedert sich in 3 Fachrichtungen:   

  • Ernährung und Hauswirtschaft/Sozialwesen
  • Gesundheit und Pflege
  • Gewerbe und Technik

 

Der Bildungsgang weist außerdem folgende Besonderheiten auf:

o      Sozialpädagogische Begleitung

o      Regelmäßig stattfindende Beratungsgespräche mit Zielvereinbarungen mit den Klassenleitungen

o      Die Kompetenzwerkstatt ist eine stärkenorientierte Methode. Sie fördert die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung von Jugendlichen und unterstützt sie dabei, die eigenen Stärken zu erkennen

o      Zwei Pflicht-Praktika zur Berufsorientierung von jeweils 4 Wochen

 

 

Aufnahmevoraussetzungen für die Berufsfachschule 1 sind:

o     9-jährige Vollzeitschulpflicht mit Hauptschulabschluss und ohne Ausbildungsverhältnis

 

Weitere Informationen finden Sie…

…entweder auf unserer Homepage: www.bbs-betzdorf-kirchen.de ; Schulformen ; Berufsfachschule 1.

…oder in einem persönlichen Informationsgespräch mit der Leiterin der Berufsfachschule 1:

Ø     Ulrike Peters

o   Telefon:         02741 9597-0

o   E-Mail:           upeters@bbs-betzdorf-kirchen.de

 

Anmeldungen zu dieser Schulform…

…sind ab dem 01.02.21 mit folgenden Unterlagen möglich:

ü       Aufnahmeantrag für weiterführende Bildungsgänge

o   Erhältlich in unserer Verwaltung (Mo. – Do. 8 – 15 Uhr; Fr. 8 – 14 Uhr)

oder

o   auf unserer Homepage www.bbs-betzdorf-kirchen.de ; Anmeldung/Links ; Aufnahmeantrag für weiterführende Bildungsgänge (außer Teilzeit-BS)

ü       Halbjahreszeugnis Klasse 9

ü       Abschlusszeugnis mit Berufsreife oder ein gleichwertiges Zeugnis (nachreichen)

Die Anmeldungen können unter den angegebenen Öffnungszeiten in unserer Verwaltung erfolgen oder per E-Mail an verwaltung@bbs-betzdorf-kirchen.de gesendet werden. (in diesem Fall bitte Originalunterlagen nachreichen)


Berufsfachschule 2

Perspektiven an der BBS Betzdorf-Kirchen / Teil 5

Ein außergewöhnliches Schuljahr 2020/21 nähert sich in diesen Tagen den Halbjahreszeugnissen. Vieles ist derzeit ungewiss. Fest steht jedoch, dass Ende August das nächste Schuljahr startet. Viele Schülerinnen und Schüler stehen vor einem Übergang auf eine weiterführende Schule. Der Anmeldezeitraum dazu beginnt bereits am 01. Februar.

Die schulischen Optionen an der BBS Betzdorf-Kirchen sind mit insgesamt neun unterschiedlichen Bildungsgängen breit gefächert und bilden Chancen, Bildung und Perspektiven.

Um allen Interessenten einen Überblick über ihre Perspektiven an unserer Schule zu geben, stellen wir einige unserer Schulformen in den nächsten Tagen vor.

 

In Teil 5 unserer Vorstellungsreihe informieren wir Sie über die „Berufsfachschule 2“.

 

Die „Berufsfachschule 2“ …

verbindet berufsübergreifende Lerninhalte mit berufsbezogenen Projekten aus den einzelnen Fachrichtungen und fördert die berufliche Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler durch Erfahrungs- und Lernsituationen, die den individuellen Lernprozess unterstützen. Der Unterricht in dem Pflichtfach "Berufsbezogener Unterricht" wird projektorientiert in zwei Fachrichtungen erteilt: 

o      Ernährung und Hauswirtschaft/Sozialwesen/Gesundheit und Pflege

o      Gewerbe und Technik

 

Der Bildungsgang weist außerdem folgende Besonderheiten auf:

o      Vorbereitung auf einen Wechsel in das Berufliche Gymnasium oder die Höhere Berufsfachschule Informationstechnik an der BBS Betzdorf-Kirchen

o      Möglichkeit von Bewerbungspraktika für eine Ausbildungsstelle

o      Sozialpädagogische Begleitung

Die Aufnahmevoraussetzungen für die Berufsfachschule 2 sind:


In allen Praxismodulen der Berufsfachschule 1 mindestens ausreichende Leistungen.

In der Dokumentation der Leistungen in den berufsübergreifenden Fächern einen Notendurchschnitt von 3.0.

In wenigstens zwei der Fächer Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache und Mathematik befriedigende oder bessere Leistungen.

Weitere Informationen finden Sie…

…entweder auf unserer Homepage: www.bbs-betzdorf-kirchen.de à Schulformen à Berufsfachschule 2.

…oder in einem persönlichen Informationsgespräch mit der Leiterin der Berufsfachschule 2:

Ø     Ulrike Peters

o   Telefon:         02741 9597-0

o   E-Mail:           upeters@bbs-betzdorf-kirchen.de

 

Anmeldungen zu dieser Schulform…

…sind ab dem 01.02.21 mit folgenden Unterlagen möglich:

ü       Aufnahmeantrag für weiterführende Bildungsgänge

o   Erhältlich in unserer Verwaltung (Mo. – Do. 8 – 15 Uhr; Fr. 8 – 14 Uhr)

oder

o   auf unserer Homepage www.bbs-betzdorf-kirchen.de à Anmeldung/Links à Aufnahmeantrag für weiterführende Bildungsgänge (außer Teilzeit-BS)

ü       Halbjahresinformation BF 1

ü       Zertifikat über den Erwerb beruflicher Grundkompetenzen (nachreichen)

ü       Dokumentation der Leistungen in den berufsübergreifenden Fächern (nachreichen)

Die Anmeldungen können unter den angegebenen Öffnungszeiten in unserer Verwaltung erfolgen oder per E-Mail an verwaltung@bbs-betzdorf-kirchen.de gesendet werden. (in diesem Fall bitte Originalunterlagen nachreichen)


Fachschule Technik

Perspektiven an der BBS Betzdorf-Kirchen / Teil 6

Ein außergewöhnliches Schuljahr 2020/21 nähert sich in diesen Tagen den Halbjahreszeugnissen. Vieles ist derzeit ungewiss. Fest steht jedoch, dass Ende August das nächste Schuljahr startet. Viele Schülerinnen und Schüler stehen vor einem Übergang auf eine weiterführende Schule. Der Anmeldezeitraum dazu beginnt bereits am 01. Februar.

Die schulischen Optionen an der BBS Betzdorf-Kirchen sind mit insgesamt neun unterschiedlichen Bildungsgängen breit gefächert und bilden Chancen, Bildung und Perspektiven.

Um allen Interessenten einen Überblick über ihre Perspektiven an unserer Schule zu geben, stellen wir einige unserer Schulformen in den nächsten Tagen vor.

 

In Teil 6 unserer Vorstellungsreihe informieren wir Sie über die „Fachschule Technik“. 

Die „Technikerschule“ ist ein vierjähriger Bildungsgang in Teilzeitform. Dieser Bildungsgang ist ein wichtiger Bestandteil des schulischen Angebots der BBS Betzdorf-Kirchen:

Seit vielen Jahren werden an der BBS Betzdorf-Kirchen Techniker ausgebildet. Seit vielen Jahren in Teilzeitform. Lassen Sie uns kurz darauf eingehen, welche Bedeutung diese Schulform für die Fachschüler hat.

 

Der Bildungsgang weist außerdem folgende Besonderheiten auf:

Erstens – natürlich - die Anstrengungen der Fachschülerinnen und Fachschüler, die gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern ein Ziel haben und dieses konsequent verfolgen. Erfolg hängt immer von Personen ab. So ist das auch hier.

Zweitens - dass, was einerseits die Anstrengungen ausmacht, ist gleichzeitig auch ein Erfolgsfaktor für diese Ausbildung. Es ist eine große Chance in vier Jahren berufsbegleitend diese anspruchsvolle Ausbildung machen zu können. Was wäre die Alternative. Sie, die Fachschüler, müssten zwei Jahre aus Ihrem Beschäftigungsverhältnis aussteigen, um sich weiter zu qualifizieren.

Wer will dieses Risiko schon eingehen, wie will man die Einkommensverluste kompensieren ... und, welcher Betrieb und welches Unternehmen will zwei Jahre auf motivierte und engagierte Mitarbeiter verzichten, in der Hoffnung, dass die dann wiederkommen.

Kaum ein Arbeitnehmer würde aufs Geratewohl für die Weiterbildung zum Techniker ein sicheres Arbeitsverhältnis unterbrechen oder kündigen, um innerhalb von zwei Jahren die Ausbildung in Vollzeitform zu absolvieren.

Die Fachschüler und die Betriebe brauchen zwingend die Ausbildung in Teilzeitform, wo die große praktische Erfahrung mit den theoretischen Kenntnissen verknüpft wird.

Kommen wir zum dritten Erfolgsfaktor – eine weitere Voraussetzung dafür, dass Sie diese Ausbildung erfolgreich absolvieren können ist die, dass sie hier in Kirchen angeboten wird! Das wir hier in der Region ausbilden, in Kirchen auf dem Molzberg und Sie für diese Ausbildung nicht nach Koblenz, Mainz oder Kaiserslautern pendeln müssen, bietet vielen erst die Möglichkeit diese Ausbildung aufzunehmen. Die Techniker arbeiten und qualifizieren sich in der Region, für die Region. Eine "win-win"-Situation für die Schülerinnen und Schüler und für die Betriebe.

Techniker werden nachgefragt, gebraucht und beschäftigt. Und auch wir als Schule werden nachgefragt. Wir sind attraktiv mit unserem Angebot.

Wir leben in der Zeit des Wandels, in der die Wissens- und Innovationszyklen immer kürzer werden. Die Anforderungen werden gleichzeitig immer anspruchsvoller. Wir brauchen dieses anspruchsvolle Bildungsangebot in der Region, wir brauchen vielseitige Bildung und Ausbildung hier im Kreis Altenkirchen. Die Berufsbildende Schule Betzdorf-Kirchen ist in der Lage, gemeinsam mit den Betrieben, mit der Universität, mit den Instituten und mit den Schulen vor Ort diese Bildungsangebote zu bieten und zu liefern - zu Ihrem Nutzen!

 

Die Aufnahmevoraussetzungen für die Fachschule Technik sind:

Berufsreifeabschluss

Abschluss der Berufsschule

 

Weitere Informationen finden Sie…

…entweder auf unserer Homepage: www.bbs-betzdorf-kirchen.de ; Schulformen ; Fachschule Technik.

…oder in einem persönlichen Informationsgespräch mit dem Leiter der Fachschule Technik:

Ø     Harald Alzer

o   Telefon:         02741 9597-0

o   E-Mail:           halzer@bbs-betzdorf-kirchen.de

 

Anmeldungen zu dieser Schulform…

…sind ab dem 01.02.21 mit folgenden Unterlagen möglich:

ü       Aufnahmeantrag für weiterführende Bildungsgänge

o   Erhältlich in unserer Verwaltung (Mo. – Do. 8 – 15 Uhr; Fr. 8 – 14 Uhr)

oder

o   auf unserer Homepage www.bbs-betzdorf-kirchen.de ; Anmeldung/Links ; Aufnahmeantrag für weiterführende Bildungsgänge (außer Teilzeit-BS)

ü       Abschlusszeugnis der Berufsschule

ü       Gesellen- bzw. Facharbeiterbrief

ü       Nachweis der Berufspraxis

Die Anmeldungen können unter den angegebenen Öffnungszeiten in unserer Verwaltung erfolgen oder per E-Mail an verwaltung@bbs-betzdorf-kirchen.de gesendet werden. (in diesem Fall bitte Originalunterlagen nachreichen)


Zukunft mit Plan

Fachhochschulreife, Abitur oder eine Berufsausbildung – die Perspektiven nach der Berufsfachschule 2 (BF 2) sind breit gefächert. Umso wichtiger ist es für die Schülerinnen und Schüler in diesem Bildungsgang, einen individuellen Plan zu entwickeln, wie es nach diesem Schuljahr weitergeht.

„Nur wer sein Ziel kennt, kann es auch treffen“, heißt es in den Unterlagen von Mentaltrainerin Antje Reeh, die mit ihrem Workshop „Ziele und Werte“ nun schon das zweite Mal in diesem Schuljahr die BBS Betzdorf-Kirchen besuchte. Abteilungsleiterin Ulrike Peters hatte gemeinsam mit Klassenlehrerin Eva Fricke-Schmidt den Bedarf für einen externen Impuls dieser Art ermittelt und mit Antje Reeh erneut professionelle Unterstützung gefunden.

Sein Ziel zu kennen, ist jedoch nur einer von vielen Schritten, um es am Ende auch zu erreichen. Was sonst noch alles auf dem Weg dorthin nötig ist, erfuhren die 28 Schülerinnen und Schüler der BF 2 am vergangenen Dienstag.

Aufgeteilt in zwei jeweils gleich große Gruppen, beschäftigten sich die 16 – 18-Jährigen damit, wie sie ein Ziel für sich formulieren, wodurch sie sich selbst motivieren können, mit Hilfe welcher Strukturen sie in ihren Vorhaben am Ball bleiben und womit sie abschließend das Erreichen ihres Ziels überprüfen und evaluieren können.

Antje Reeh ist es dabei in der Durchführung ihrer Workshops stets ein Anliegen, ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchweg aktiv in die Gestaltung der gemeinsamen Zeit mit einzubeziehen und sie dort abzuholen, wo sie stehen. Ausgehend vom Ist-Zustand der Schülerinnen und Schüler regen ihre Aufgabenstellungen und vorbereiteten methodischen Hilfsmittel, wie beispielsweise einem Visionboard, zur Mitarbeit in unterschiedlichen Sozialformen an. Nachhaltigkeit gewinnen die drei investierten Schulstunden pro Gruppe jedoch vor allem durch das „Handwerkszeug“, das alle Teilnehmer für ihre persönliche Zukunft an die Hand bekommen, um selbstverantwortlich an ihren Zielen zu arbeiten.

„Ich nehme heute viel mit“, „Man muss auch einmal seine Seele öffnen, um weiterzukommen“ oder „Meine Sicht ist klarer geworden“ lauteten einige der Schülerrückmeldungen nach dem Workshop in „chilliger und angenehmer Atmosphäre“. Antje Reeh beschrieb die Gruppe ihrerseits als „bodenständig und gut reflektiert“. Außerdem bescheinigte sie ihnen gute Mitarbeit und eine schnelle Auffassungsgabe.

Schlussendlich wird es bei niemandem auf der Welt so sein, dass er jedes seiner Ziele erreicht, doch der Appell „Wenn du alles gibst, hast du dir nichts vorzuwerfen“ ist es sicherlich wert, beherzigt zu werden und gibt begründeten Anlass, den eigenen Plan für die Zukunft optimistisch in Angriff zu nehmen.


Safety first – und Spaß dabei!

Junge Menschen sammeln jeden Tag viele neue Erfahrungen. Auf eine können sie sicherlich alle verzichten – den ersten Autounfall. Das Fahrsicherheitstraining des ADAC möchte genau dabei helfen.

Grund genug für 20 Auszubildende aus dem KFZ-Bereich, gemeinsam mit ihrem Lehrer Christoph Tietz, das Verkehrssicherheitszentrum in Olpe anzusteuern. Der Umstand, dass die angehenden Gesellen dabei schon alle vor Ort und bereits in Gruppen eingeteilt waren, als ihr Lehrer um 7:30 Uhr auf dem Trainingsgelände vorfuhr, freute nicht nur diesen sehr, sondern zeugte ebenso für eine große Vorfreude seitens der Schülerschaft. Und diese sollte nicht enttäuscht werden:

Schleuderplatte, Wasserfontänen, eine Geschwindigkeitsmessanlage, plötzlich auftretende Hindernisse, die Simulation von glatten Flächen und vieles mehr wartete in den folgenden 7 Stunden auf die motivierten Fahranfänger. Der eigentlich vorgesehene Theorieteil im Schulungsraum wurde coronabedingt abgesagt und so hieß es den ganzen Tag: Action!

Dabei absolvierten die Schüler der BBS Brems- und Ausweichübungen, erprobten Gegenmaßnahmen beim Über- und Untersteuern, entdeckten die Fliehkräfte beim Kurvenfahren und lernten, ihr ins Schleudern gebrachte Fahrzeug wieder zu stabilisieren. Neben ihrem eigenen Können, verbesserten sie dabei auch ihr Know-How über die Funktionalität der elektronischen Unterstützungen ihrer Autos (z. B. ABS und ESP).

Die Berufsgenossenschaft Holz + Metall sorgte dafür, dass der gesamte Tag für die Auszubildenden kostenlos blieb. Die Betriebe unterstrichen mit dem Freistellen ihrer Lehrlinge an einem Arbeitstag ebenfalls die Relevanz dieses Trainings, das Christoph Tietz nun insgesamt schon zum zehnten Mal organisierte. „Die beiden Trainer waren sehr angetan und haben unsere Schüler als eine angenehme Gruppe beschrieben. Die Schüler selbst meldeten zurück, dass sie das Training interessant fanden und es ihnen viel Spaß bereitete“, bilanzierte Tietz zufrieden. Außerdem fügte er hinzu, dass sich verschiedene Aspekte der gesammelten Praxiserfahrungen in den nächsten Wochen sehr gut in den Unterricht integrieren lassen.

20 junge Autofahrer können jetzt jedenfalls viele Risiken des Straßenverkehrs besser einschätzen und haben das richtige Verhalten in Gefahrensituationen trainiert. Deswegen bleibt die Präventionsveranstaltung in Olpe auch zukünftig fester Bestandteil im Jahreskalender der BBS-Exkursionen.


Be your best friend!

„Gegenseitiger Respekt ist bei uns die wichtigste Klassenregel“, antwortet Stephanie Flug, Klassenleiterin der Berufsfachschule 1 mit der Fachrichtung Hauswirtschaft (BF 1 H), auf die Frage nach dem Grund eines Workshops zum Thema „Wertschätzung und Respekt“.

Umso erfreulicher war es, dass sie mit Antje Reeh eine professionelle Mentaltrainerin für die Leitung des Workshops mit eben jenem Schwerpunkt gewinnen konnte. „Mir ist es wichtig, dass die Schülerinnen einen roten Faden im Leben entwickeln. Das ist die Grundlage, anderen, aber auch sich selbst gegenüber Wertschätzung zu zeigen“, erklärte Frau Reeh die Intention der ausnahmsweise etwas anderen Schultagsgestaltung. „Bedeutend ist mir bei der Durchführung außerdem, nicht die „Vortänzerin“ zu sein, sondern die Teilnehmer/innen so aktiv wie möglich in die Gestaltung des Workshops zu integrieren“, betonte sie ergänzend.

Das gelang ihr in besonderer Art und Weise. „Die Schüler/innen haben unglaublich gut mitgemacht“, waren sich die betreuenden Lehrerinnen Stephanie Flug, Barbara Kessel-Pung und die Schulsozialarbeiterin Christa Gürke einig. Die unzähligen Post-its auf den vorbereiteten Flipcharts bestätigten sie dabei eindrucksvoll. Den Grund für die gute Mitarbeit sah Frau Flug vor allem in der Tatsache begründet, dass es den Schüler/innen gelang, die Aufgabenstellungen auf den eigenen Lebensbereich zu übertragen. Die Schüler/innen selbst wiederum lobten die angenehme Atmosphäre während des gesamten Workshops und waren teilweise selbst überrascht, wie fokussiert sie alle gearbeitet haben, da sie eigentlich eine „eher laute Klasse“ seien.

Aber warum ist es überhaupt nötig, sich mit Werten wie Aufrichtigkeit, Empathie, Dankbarkeit, Freundlichkeit, Loyalität etc. auseinanderzusetzen? Wieso soll man sich Gedanken darum machen, wie sehr man sich selbst und sein Umfeld akzeptiert? Was bringt es jemandem, seine eigenen Stärken einmal zu reflektieren? Alle diese Fragen sind schon auf Seite 1 des Konzeptpapieres zur Veranstaltung schnell beantwortet: Du bist 24 Stunden am Tag mit dir zusammen! – und dass ein Leben lang. Der Slogan „Be you! Be your best friend!“ bedeutet also keineswegs, dass man alleine sein muss. Ganz im Gegenteil bringt er vielmehr zum Ausdruck, dass man mit sich im Reinen sein sollte, um auch seinen Mitmenschen Wertschätzung und Respekt entgegenbringen zu können.

Den teilnehmenden Schülerinnen gefiel der investierte Vormittag durchweg. Für sie war diese Auseinandersetzung teilweise „etwas komplett Neues“. Außerdem lobten sie die offene Art von Workshopleiterin Antje Reeh explizit. „Sie ist eine sehr gute Ansprechpartnerin“, fasste es eine Schülerin zusammen. Als Anerkennung und verdienten Lohn erhielten alle Berufsfachschüler/innen am Ende noch ein personalisiertes Zertifikat für die erfolgreiche Workshopteilnahme.

Dabei soll es jedoch nicht bleiben. Ein Reflexionsbogen, der in einigen Wochen die Nachhaltigkeit des Erlernten evaluieren soll und sogar ein weiterer aufbauender Workshop sind bereits angedacht. Bis dahin – Be your best friend!


BGY bezwingt Eiger Nordwand

Gemeinsam kommt man weiter als alleine. Ein guter Teamgeist macht vieles leichter. Die Schülerinnen und Schüler der Grundstufe des Beruflichen Gymnasiums haben nun drei gemeinsame Jahre vor sich. Zusammenhalt und eine intakte Stufengemeinschaft machen diese Zeit sicherlich nicht nur erfolgreicher, sondern auch schöner. Eine teambildende Maßnahme kann dazu beitragen.

Eine Exkursion zur echten Eiger Nordwand nach Bern hätte den Rahmen für eine Halbtagesfahrt jedoch sicherlich in vielerlei Hinsicht gesprengt. Deswegen überlegten sich die beiden Stammkursleiter Thorsten Schneider und Markus Löcherbach, gemeinsam mit ihren 32 Schülerinnen und Schülern, eine Alternative. Mit dem Kletterwald in Bad Marienberg war diese schnell gefunden. Hier war es möglich, innerhalb von 3 Stunden bis zu 12 Kletterparcours zu absolvieren. Diese werden u. a. „Großer Wolfstein“, „Hohe Acht“, „Matterhorn“ oder eben „Eiger Nordwand“ genannt und bilden insgesamt 5 verschiedene Schwierigkeits-Level ab.

Nach dem Anlegen der Kletter-Ausrüstung und einer professionellen Einweisung ging es dann für die angehenden Abiturienten endlich los. „Es war gut, dass man sich von den leichten zu den schweren Parcours steigern konnte“, berichtete eine teilnehmende Schülerin, während andere direkt einen schwierigeren Einstieg wählten.

Besonders in Erinnerung blieb den Neu-Gymnasiasten speziell der Partnerparcours. Dieser konnte ausschließlich zu zweit bewältigt werden und förderte zusätzlich das Teamwork. Vor allem aber lernten sich alle Schülerinnen und Schüler an diesem Tag noch einmal von einer anderen Seite kennen. Sie alle kamen von verschiedenen Realschulen, Gesamtschulen, Gymnasien oder der unterschiedlichen Berufsfachschulen erst vor wenigen Wochen zusammen und kannten sich bislang größtenteils aus dem Unterricht.

Die abschließende Frage, ob der Klettertag auch für kommende Jahrgänge zu empfehlen sei, bejahten die Schüler mit dem Zusatz, dass sie dann auch noch einmal mitkämen.

So ist es schlussfolgernd erleichtert festzustellen, dass sich die unterschiedlichen gefährlichen Alpenriesen in diesem Fall nicht als Ende, sondern als Teil eines schönen Starts entpuppten.


Mit Leidenschaft zum Erfolg

„Sie hat alle Angebote während der Bäckereifachverkäuferinnen-Ausbildung angenommen und war eine herausragende Klassenpersönlichkeit.“ Mit diesen Worten beschreibt Marion Pfeiffer, Lehrerin an der BBS Betzdorf-Kirchen, ihre nun ehemalige Schülerin Chiara Reuber. Die Abiturientin hatte während ihrer Ausbildung u. a. ein Praktikum in Frankreich und einen dreimonatigen Irland-Austausch mitgemacht, der von Schule und HWK vermittelt wurde.

Im Berufsschulunterricht der Bäckereifachverkäufer/innen werde sehr viel Wert auf Kreativität und Gestaltung gelegt, berichtet Frau Pfeiffer. Chiara habe sich dabei immer sehr gewinnbringend eingebracht.

Umso mehr freut es die Schulgemeinschaft, dass dieser Einsatz für den Beruf nun auch durch den Titel der rheinland-pfälzischen Landessiegerin im Bäckerhandwerk ausgezeichnet wurde.

Die RZ berichtete am 01.10.2020 wie folgt…

 

Chiara Reuber verkauft leckere „Natur“ am besten

Koblenz/Wissen. Chiara Reuber hat den Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks gewonnen und ist frischgebackene rheinland-pfälzische Landessiegerin der Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei. Beim Wettbewerbsthema „Natur“ mit sechs Einzeldisziplinen brillierte sie und holte die meisten Punkte. Die 23-Jährige kommt aus dem nordrhein-westfälischen Morsbach und wurde in Rheinland-Pfalz ausgebildet, trat entsprechend beim hiesigen Landeswettbewerb für den Kammerbezirk Koblenz an. Ausbildungsbetrieb war „Schneider’s Backshop“ in Wissen.

Ein Wettbewerb, das zentrale Thema „Natur“ und tausend Möglichkeiten, das kreativ und fachlich professionell umzusetzen – so lässt sich das Rheinland-Pfalz-Finale in den Bildungswerkstätten des Zentrums für Ernährung und Gesundheit der Handwerkskammer (HwK) Koblenz mit wenigen Worten zusammenfassen. Insgesamt sahen sich die Finalistinnen und Finalisten sechs Aufgabenbereichen gegenüber, dafür hatten sie acht Stunden Zeit. Das Spektrum deckte die ganze Palette des Berufsalltags ab – vom „fachkundigen Beraten und Verkaufen“, über das „Verpacken eines Gugelhupf als Präsent“, „Belegen eines Frühstückstellers“ und die „Herstellung von Snacks“ bis hin zur „Kreidetafelgestaltung“ und dem Aufbau eines „Präsentationstisches zum Thema Natur“.

Rechnen, Schneiden, Gestalten, Verpacken, Warenkunde und Lebensmittelrecht, Hintergrundinformationen zur Herstellung der Backwaren und ihrer Inhaltsstoffe, Kreativität und Werbewirksamkeit – das waren einige der Bewertungskriterien. In einer Pressemitteilung der Handwerkskammer fasst die glückliche Landessiegerin die Ausbildungsinhalte zusammen: „Unser Beruf verbindet komplexes Wissen und kreatives Denken. Und natürlich den Kundenkontakt. Das macht es so abwechslungsreich und auch anspruchsvoll.“ Denn zwar isst das Auge bekanntermaßen mit, doch nicht nur die Optik spielt im Lebensmittelhandwerk eine wichtige Rolle, sondern auch die Inhalte.

Chiara Reuber hat mit dem Landessieg nun das Ticket für den Bundesentscheid gelöst. Dieser soll Mitte November im baden-württembergischen Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis, nordöstlich von Mannheim) stattfinden . Spannung ist garantiert, die Vorfreude ist groß. Darüber hinaus hat die junge Frau klare Vorstellungen von ihrer beruflichen Zukunft und möchte sich sowohl zur „Geprüften Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung HwO“ (= Handwerksordnung) weiterbilden wie auch die Schulung „Ausbildung der Ausbilder“ bei der HwK Koblenz absolvieren. Dann kann Chiara Reuber ihr fundiertes Wissen weitergeben an den künftigen fachlichen Nachwuchs. Und wer könnte das besser, als die beste Fachverkäuferin in ganz Rheinland-Pfalz …!?


Abschlüsse 2020


Corona bremste keinen aus

Eine Pandemie verhindert Vieles. Das weiß seit März dieses Jahres so ziemlich jeder. Aber erfolgreiche Schulabschlüsse an der BBS Betzdorf-Kirchen hat sie nicht verhindert! Ganz im Gegenteil – die Erfolgsquoten in den sieben Vollzeitbildungsgängen, die im Schuljahr 2019/20 unterrichtet wurden, können sich mehr als sehen lassen.

Insgesamt 221 Schülerinnen und Schüler erreichten in diesem besonderen Schuljahr ihr Ziel in den unterschiedlichen Vollzeit-Schulformen der BBS. Das war – speziell im zweiten Halbjahr des laufenden Schuljahres – nur auf neuen und bislang unbetretenen Wegen möglich. Schüler wurden zu Followern ihrer Lehrer, die YouTube-Videos zu mathematischen Vorgehensweisen hochluden, auf den Smartphones lief statt TikTok nun häufiger Live-Unterricht und die Kommunikationszeiten zwischen Lehrern und Schülern weiteten sich unbegrenzt aus. Zusammengefasst lässt sich attestieren, dass von allen handelnden Personen viel Kreativität, Disziplin, Flexibilität, Geduld und Offenheit gefragt war, um diese Ausnahmesituation zu meistern. Das gelang durchgängig.

Im Berufsvorbereitungsjahr erlangten insgesamt 23 Schülerinnen und Schüler ihre Berufsreife. Erstmalig sogar mit dem neu kreierten Fach „Leben und Beruf“, das die BBS Betzdorf-Kirchen in diesem Schuljahr als Pilotschule einführte.

In den aktuell größten Vollzeitbildungsgängen, den Berufsfachschulen 1 und 2 (120 Schülerinnen und Schüler) freute sich Abteilungsleiterin Ulrike Peters besonders über die überdurchschnittlich vielen „Finisher“. „Es haben fast alle Schülerinnen und Schüler ihr persönliches Ziel erreicht und sich für ihren geplanten weiteren Werdegang, egal ob schulisch oder beruflich, qualifiziert“, berichtete sie freudig.

Genau das können auch die angehenden Maßschneiderinnen der dreijährigen Berufsfachschule für Maßschneider/innen von sich behaupten. Bei dieser Schulform fungiert die BBS Betzdorf-Kirchen als schulischer sowie betrieblicher Ausbildungspartner. Die entsprechenden Lehrer freuten sich, acht von neun ihrer „Auszubildenden“ in dieser Konstellation zur Freisprechung vor der Kammer gratulieren zu dürfen.

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlugen auch fast alle Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule für IT-Systeme. 21 von ihnen können sich von nun an Staatlich geprüfte Technische Assistenten für IT-Systeme nennen, 18 haben gleichzeitig den schulischen Teil der Fachhochschulreife in der Tasche.

Die allgemeine Hochschulreife in der Tasche haben dieses Jahr 15 Abiturientinnen und Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums Technik. Ein Schüler schloss auch hier mit der Fachhochschulreife ab. „Die Schülerinnen und Schüler haben bis zum Ende durchgezogen und auch alle freiwilligen Herausforderungen bei den mündlichen Abiturprüfungen angenommen“, erklärte Christoph Tietz, Leiter des Gymnasiums.

Die dienstältesten Schülerinnen und Schüler pendelten nunmehr vier Jahre lang auf den Molzberg und besuchten die Fachschule Technik. 34 von ihnen sind nun Staatlich geprüfte Techniker und bleiben glücklicherweise größtenteils mit ihrem Know-How in der Heimat.

Es war zusammengefasst ein anderes letztes Schuljahr für die gesamte Schulgemeinschaft. Sicherlich bleibt zu hoffen, dass im neuen Schuljahr wieder etwas mehr Normalität einkehrt. Sollte das jedoch nicht der Fall sein, wird es ebenfalls niemanden aus der Bahn werfen.


Wettbewerb sensibilisiert

Am Ende stand für die Auszubildenden im dritten Lehrjahr des SHK-Bereichs (Sanitär, Heizung, Klimatechnik) der BBS Betzdorf-Kirchen um ihren Lehrer André Kraft – genau wie im vergangenen Schuljahr - der 2te Platz beim bundesweit durchgeführten Kreativwettbewerb „Jugend will sich erleben“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Die dabei gemachten Erfahrungen wiegen aber deutlich schwerer.

„Suchtprävention“ lautete das diesjährige Thema der turnusmäßig stattfindenden Konkurrenz im Rahmen des Präventionsprogramms DGUV. so wie im letzten Jahr nahm Religionslehrer André Kraft die Herausforderung mit seiner Klasse an und widmete insgesamt 5 x 2 Wochenstunden Religionsunterricht diesem Projekt. Doch in dieser Zeit war es nicht möglich, die Informationsbroschüre zu erstellen, die letztendlich eingesendet wurde. „Die Schüler haben auch zu Hause sehr zielführend gearbeitet. So konnten die Unterrichtsstunden häufig für sehr leidenschaftlich geführte und ergiebige Diskussionen genutzt werden“, erklärte Kraft. Als einen Schlüssel zum Erfolg sah der Studienrat vor allem in dem hohen Selbststeuerungsgrad der angehenden Anlagenmechaniker. Kraft: „Durch die Freiheit bei der Themenwahl, konnte sich jeder Schüler individuell entscheiden, wo er mitarbeitet. Teilweise bestand somit auch die Möglichkeit, eigene Erfahrungen mit einfließen zu lassen.“

Das Spektrum der gewählten Bereiche war breit gefächert und erstreckte sich von Rauschmittelproblemen über Alkohol- und Zigarettenabhängigkeit bis hin zu Spiel- und Mediensucht. Dabei beließen es die Auszubildenden in ihrer erstellten Broschüre jedoch nicht bei allgemeinen Informationen, sondern entwarfen kurze, aber eingängige Geschichten von Jugendlichen, die ihren ersten Kontakt mit den unterschiedlichen potenziellen Suchtbereichen beschrieben. Anschließend entwickelten sie jeweils einen Selbsttest mit insgesamt 10 Fragen inklusive Auswertung, der jedem Leser das eigene Gefährdungspotenzial der unterschiedlichen „Drogen“ aufzeigt.

„Über viele Dinge denkt man nicht richtig nach und so rutscht man dann eben ab, ohne es zu merken“, schlussfolgerte einer der teilnehmenden Schüler. „Wir haben bei der Bearbeitung gemerkt, wann und auf was man aufpassen sollte. Das persönliche Umfeld spielt fast immer eine entscheidende Rolle. Außerdem verhindert die extrem negativ belegte Wahrnehmung von Sucht in der Öffentlichkeit häufig die Inanspruchnahme von Hilfe der Betroffenen. Aufklärung ist deswegen enorm wichtig“, ergänzte er.

Die Klasse und ihr Lehrer werden mit den 400 Euro Preisgeld zusammen in den Kletterwald fahren und Pizza essen. Der eigentliche Gewinn dieser Unterrichtsreihe liegt aber sicherlich in der tiefen Auseinandersetzung mit einem Thema, dass in seinen zahlreichen Ausprägungen wohl so aktuell ist wie nie.


20 Stunden Gesellenprüfung

Verfügt der Prüfling über die berufliche Handlungsfähigkeit seines Berufes? Diese Frage steht bei der Gesellenprüfung im Fokus. In einer detaillierten Simulation der Berufswelt stellen die Auszubildenden im Malerhandwerk ihre erlernten Fähigkeiten im praktischen Teil der Prüfung, die jährlich an der BBS Betzdorf-Kirchen durchgeführt werden, unter Beweis.

Sechs angehende Maler und zwei Bauten- und Objektbeschichter standen in der letzten Maiwoche vor dieser Herausforderung. Mittwochmorgen wurden sie mit einem komplexen Kundenauftrag konfrontiert. Eine ehemalige Lagerhalle mit Hochregallager und Nebenräumen aus den 1960er Jahren wird in eine kommunale Kulturhalle umgebaut. Sie beinhaltet u. a. eine Galerie, einen multifunktionalen Veranstaltungssaal sowie ein kleines Café. Für die Auftragnehmer in diesem fiktiven Fall ergaben sich daraus zahlreiche Aufgaben: Innen mussten Decken- und Wandflächen sowie Geländer und Türen beschichtet, Bodenbeläge verlegt, Wandflächen tapeziert und zusätzlich dekorativ gestaltet werden. Außerdem sollten die „Fast-Gesellen“ ein mehrfarbiges Logo aufbringen und gemäß den Vorgaben auslegen. Außen galt es, die Fassade zu beschichten, Schadstellen im Eingangsbereich instand zu setzen und die Parkplatzfläche mit Fahrbahnmarkierungen zu versehen.

Für alle diese Aufgaben hatten die Prüflinge insgesamt 20 Stunden, verteilt auf 3 Arbeitstage, Zeit. Dies ist sicherlich knapp bemessen, doch die Praxis sieht nicht anders aus. Planung, Organisation und Zeitmanagement besitzen im Malerhandwerk eine hohe Relevanz und spielten demnach auch in der Gesellenprüfung eine entscheidende Rolle. „Es sind ohnehin umfangreiche Prüfungen, doch in diesem Jahr waren sie besonders aufwändig. Es musste viel abgezeichnet und geklebt werden“, schilderte Monika Pisalla, Lehrerin an der BBS Betzdorf-Kirchen ihre Eindrücke. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Claudia Böhm, sowie den vier Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern Frank Weitz, Ekkehard Neuhoff, Peter Ortel und Sven Steigemann, bildete sie das diesjährige Prüfungskomitee. Neben einer reibungslosen Durchführung der Prüfung und der Gesamtbeurteilung ist es u. a. die Aufgabe der Komitee-Mitglieder, zum Abschluss des Auftrages den Kunden zu spielen, der sich in einem ca. 15-minütigem Abnahmegespräch die Arbeiten des Handwerkers erklären lässt. Die angehenden Gesellen mussten dabei nicht ausschließlich Verständnisfragen ihres „Kunden“ beantworten, sondern konnten auch die eigenen kreativen Entscheidungen begründen. Der Kundenauftrag implizierte nämlich neben der Umsetzung von genauen Vorgaben auch in einigen Bereichen den Spielraum für Eigeninterpretationen – eben auch, wie in der Praxis.

„Die Prüflinge hatten zu Beginn leichte Planungsschwierigkeiten und wussten nicht immer genau, womit sie beginnen sollten“, bilanzierte Ekkehard Neuhoff kurz vor Ende der Prüfung. „Aber sie haben in diesem Jahr auf jeden Fall sehr ordentlich gearbeitet“, ergänzte er sein Fazit.

Folgende Fotoauswahl dokumentiert die verschiedenen Phasen dieser eindrucksvollen Gesellenprüfung:

 

25 Jahre an der BBS Betzdorf-Kirchen

„Ich gehe jeden Morgen gerne in die Schule. Seit ich das erste Mal die BBS Betzdorf-Kirchen betreten habe, hat sich daran nichts geändert“, beschreibt Jürgen Strüder, stellvertretender Schulleiter, seine positive Einstellung, während er die Urkunde zum 25-jährigen Dienstjubiläum und den obligatorischen Blumenstrauß des Kollegiums in Empfang nimmt.

Als maßgeblichen Grund für sein positives Zwischenfazit nannte der Studiendirektor aus Herkersdorf die gute Atmosphäre an der BBS, die mit den hilfsbereiten, herzlichen und offenen Menschen dort zu erklären sei.

Die hohe Wertschätzung füreinander beruht auf Gegenseitigkeit. „Am 2. Mai 1995 entschieden Sie sich, Lehrer zu werden. Das war eine erste großartige Entscheidung. Eine zweite folgte 2013, als Sie sich entschlossen, mein ständiger Vertreter zu werden“, fasste Schulleiter Michael Schimmel die beiden richtungsweisenden beruflichen Entscheidungen von Jürgen Strüder an der BBS Betzdorf-Kirchen zusammen.

Aus seinen zahlreichen Aufgaben, die er in den vergangenen 25 Jahren wahrgenommen hat, sind die Abteilungsleitung und die Leitung des Beruflichen Gymnasiums Technik hervorzuheben. Aktuell bringt man die Bereiche „Schüler“ und „Statistik“ mit Jürgen Strüder in Verbindung. „Sie arbeiten kooperativ, sehr pädagogisch, eindeutig, vorausschauend, belastbar und exakt. Außerdem zeigen Sie allen Schülerinnen und Schülern immer eine Perspektive auf“, formulierte es Schulleiter Michael Schimmel, bevor er stellvertretend die von Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig unterschriebene Urkunde überreichte.

„Lieber Herr Strüder, es ist mir eine Freude, mit Ihnen zusammenarbeiten zu können“, fügte der Oberstudiendirektor hinzu und sprach damit sicherlich nicht nur für sich, sondern für unzählige Kolleginnen und Kollegen an der BBS Betzdorf-Kirchen in den Jahren 1995 – 2020.


Gute Nachrichten aus dem Kollegium

Der 18. Mai ist seit nunmehr 73 Jahren ein freudiger Tag. 1947 hatten die Bürgerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz in einer Volksabstimmung der Verfassung des neuen Bundeslands zugestimmt und den ersten Landtag gewählt.

In der BBS Betzdorf-Kirchen sorgte der diesjährige Verfassungstag ebenfalls für strahlende Gesichter. Johannes Sebastian Hamdorf (links im Bild) erhielt nach erfolgreich abgelegtem 2. Staatsexamen seine Ernennungsurkunde zum Studienrat. Johannes Faber (Bildmitte) wurde vom Studienrat zum Oberstudienrat befördert und André Kraft (rechts im Bild) realisierte durch den Erwerb einer zweiten Fakulta einen Laufbahnwechsel, der mit einer Neueinstellung des langjährigen Kollegen als Studienrat an der BBS Betzdorf-Kirchen verbunden war.

Die Schulgemeinschaft gratuliert herzlichst zu diesen Erfolgen!


Platz 6 beim Metro-Rheinland-Pokal

Daria Breitenbücher, Schülerin der BBS Betzdorf-Kirchen und angehende Köchin in der Klostergastrnomie Marienthal, belegte einen Spitzenplatz beim Metro-Rheinland-Pokal in Köln, obwohl sie aktuell erst das zweite Lehrjahr besucht.

Ihr Ausbilder, Uwe Steiniger, der ebenfalls in Köln vor Ort war, hat uns freundlicherweise folgenden Artikel dazu bereitgestellt:

 

 

„Bock auf den Blick nach vorn"

Trotz aller Nachwuchssorgen ist die Kölner Stadtmeisterschaft, bzw. der Metro-Rheinland-Pokal immer noch ein Magnet des Kräftemessens angehender Köchinnen und Köche. So waren in diesem Jahr erneut rund 90 Bewerberinnen und Bewerber aus der gesamten Region bereit dazu, ihr bis dato erlerntes Wissen und Können unter Beweis zu stellen.

Ins Finale schaffen es lediglich 10 Bewerber, die sich vorab durch schriftliche und mündliche Prüfungen für die Teilnahme an der Endrunde qualifizieren. Dieses Prozedere orientiert sich dabei an den Abschlussprüfungen für den zukünftigen Beruf. Obwohl Daria Breitenbücher erst ihr zweites Ausbildungsjahr in der Klostergastronomie Marienthal absolviert, wollte sie unbedingt an diesem Wettbewerb teilnehmen. Sie schaffte es tatsächlich ins Finale. Mit einem viergängigen Menü für 10 Personen musste sie nicht nur ihre Handfertigkeiten aufzeigen. Alles musste bis ins kleinste Detail strukturiert dargestellt werden: Menüplanung nach vorgegebenem Warenkorb, Kalkulation sowie ein Arbeitsablaufplan. Auf Materialeinsatz und Hygiene wird zudem besonders geachtet. Ernst Vleer, Vorsitzender des Colonia Kochkunstvereins, gab vor der Siegerehrung an, dass sich alle Finalteilnehmer hierbei vorbildlich einbrachten: „Kaum Reste, korrekter Umgang mit den Lebensmitteln und vorbildliches Verhalten in punkto Hygiene“. Der Jury gefiel in diesem Jahr besonders, dass die jungen Leute den gesamten Tag über sehr konzentriert arbeiteten, dementsprechend ihre Menüs perfekt auf die Teller brachten. Sie mussten Kabeljau filetieren, Lammkeulen auslösen, sowie saisonale Gemüse und Beilagen nach ihren Rezepturen zubereiten. „Da war kein Ausrutscher dabei. Das hat uns die Punkteverteilung allerdings nicht leicht gemacht“, so Küchenmeisterin Eva Eckardt. Letztlich seien es Nuancen gewesen, welche über die jeweilige Platzierung entschieden hätten.

Darias Menü durften neben der Jury dann auch ihre Ehrengäste genießen. Sie hatte hierzu die stellvertretende Schulleiterin der BBS Betzdorf-Kirchen, Ulrike Peters und Bürgermeister Dietmar Henrich eingeladen. Weiterhin zählten ihr Ausbilder Uwe Steiniger und Yasemin Sezer, Küchenchefin der Klostergastronomie Marienthal, zu ihren Gästen. Bürgermeister Henrich wurde dabei ein Blick hinter die Kulissen gewährt. Begeistert über den Einsatz aller Beteiligten, freute ihn besonders, dass sich in den letzten Jahren immer wieder Nachwuchskräfte aus der Gastronomie „seiner Verbandsgemeinde Hamm/Sieg“ erfolgreich für die Endrunden solcher herausragenden Wettbewerbe qualifizierten. „Auch wenn wir nicht über das Hotel- und Gaststättenspektrum des städtischen Raums verfügen, unsere Betriebe sind qualitativ echt gut aufgestellt. Deshalb bin ich gerne nach Köln gekommen, um Engagement und Mut zu würdigen“. Dass es dann der sechste Platz wurde, bewerteten sowohl Berufsschullehrerin als auch Ausbilder als vollen Erfolg: „Daria hat hier eine Top-Leistung abgeliefert. Die absolut gelungenen Raffinessen der Erstplatzierten muss sie sich noch erarbeiten, hierfür hat sie ja noch ein Jahr Zeit“. Yasemin Sezer, die selbst schon erfolgreich an diesem Wettbewerb teilnahm, will Daria dabei weiterhin unterstützen: „Wir arbeiten zusammen am Erfolg, es gilt der Blick nach vorn. Da haben wir alle richtig Bock drauf!“  

 

 


Katschberg 2020

„Paradise isn’t tropical“ – Diesen Schriftzug auf dem Rücken einer Ski-Jacke werden seit Februar 2020 wohl einige junge Menschen mehr unterschreiben.

Eine insgesamt 47-köpfige Delegation der BBS Betzdorf-Kirchen war nämlich erneut zur alljährlichen Ski-Exkursion ins österreichische Skigebiet „Katschberg“ gefahren und erwischte dabei größtenteils mal wieder Traumbedingungen.

Die seit 2019 für alle Schülerinnen und Schüler der BBS geöffnete Skifahrt wurde in diesem Jahr neben den angehenden Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums auch von Schülerinnen und Schülern der Höheren Berufsfachschule für Informationstechnik, Schülern aus der Berufsfachschule 2 und Auszubildenden aus fünf unterschiedlichen Berufsschulklassen wahrgenommen. Betreut wurden sie dabei von ihren Lehrern Christoph Tietz, Uwe Schmegner, Patrick Saul und Dennis Ferfort.

„Es war eine sehr harmonische Gruppe, die sich nicht nur untereinander, sondern auch mit den ebenfalls anwesenden Schülerinnen und Schüler der Carl-Benz-Schule Koblenz sehr gut verstanden hat“, lobte Christoph Tietz das angenehme Miteinander. „Dies habe sogar der Hotelmanager bestätigt“, ergänzte er.

Aber nicht nur das Zwischenmenschliche, sondern auch der Ehrgeiz und die Motivation auf der Skipiste ließen den Leiter des Beruflichen Gymnasiums ein positives Resümee ziehen. Insgesamt stand die Gruppe fünf Tage am Stück jeweils sechs Stunden auf den Skiern und verbesserte sich dabei teilweise erheblich. In vier verschiedenen Leistungsgruppen ging es jeden Tag um 9 Uhr auf den 1.650 m hohen Katschberg. Die Gruppenzusammensetzung wurde dabei flexibel gestaltet, was einige Vorteile mit sich brachte. Geübte Skifahrer aus den Reihen der Schüler nahmen sich sogar extra Zeit, um den blutigen Anfängern zunächst eine individuellere Betreuung zu ermöglichen. Am Ende konnte Christoph Tietz allen Teilnehmern klare Fortschritte bescheinigen. Besonders freute er sich über die „Wiederholungstäter“, die bereits zum 2. oder sogar 3. Mal bei der Skifahrt mitmachten und sich in dieser Zeit enorm entwickelt haben.

Nach den anstrengenden Skitagen stand jeweils ein gemeinsames Beisammensein auf dem Programm. Dazu holte Uwe Schmegner auch das eine oder andere Mal seine Gitarre hervor und rundete die ereignisreichen Tage musikalisch ab.


Technikerpräsentationen 2020

„Alles, was wir in den letzten 3,5 Jahren hier gelernt haben, bekam durch die Abschlussarbeit ihren Sinn. Wir konnten unser gesamtes Know-How in unser Projekt stecken“, beschrieb Yannik Brücksken, Schüler des 2016er-Jahrganges der Technikerschule, seine gesammelten Erfahrungen der vergangenen sechs Monate.

So lange dauerte die Arbeit von 29 angehenden staatlich geprüften Technikern, die insgesamt elf unterschiedliche Projekte planten und umsetzten. Die öffentliche Präsentation am 11.02.2020 - inklusive der Ausstellung aller Projekte - bildete nun die Ziellinie ihrer Bemühungen.

Als die „Kür“ beschrieb Schulleiter Michael Schimmel die externe Darstellung am Dienstagabend, nachdem vergangenen Samstag durch die bewerteten internen Präsentationen die „Pflicht“ absolviert wurde. „Die Fachschüler können stolz auf das Erreichte sein“, fuhr Michael Schimmel fort, der die Fachschule Technik, deren Abschluss mit dem universitär zu absolvierenden „Bachelor“ gleichgesetzt ist, als „Weiterqualifizierung auf hoher Ebene“ herausstellte. Nicht zuletzt deswegen freute sich der Schulleiter über die vielen vertretenen regionalen Politiker, durch die der Abend eine besondere Wertschätzung erfahre.

Einer von ihnen war Landrat Dr. Peter Enders, der damit zum ersten Mal in dieser Funktion zu Gast an der BBS Betzdorf-Kirchen war und auch gerne bereit war, ein Grußwort zu sprechen.

Dabei betonte er den immer deutlicher werdenden Fachkräftemangel in der „Metallregion“ des Landkreises. Gerade deswegen sei er froh, dass sich die Fachschule Technik zu einer Ideenschmiede entwickelt hat. „Die BBS war schon immer nah dran an dem, was wichtig ist“, führte er aus und wandte sich mit den Worten „Sie sind als Techniker wichtig für die Region“ direkt an die Protagonisten des Abends.

Daran konnte auch Harald Alzer, Leiter der Fachschule Technik, in seiner Rede anschließen. Innovation und Fortschritt gäbe es nicht ohne Neugier nach Wissen, gepaart mit der Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, beschrieb Alzer den anstrengenden Weg zum Erfolg, den die jungen Erwachsenen nun seit knapp vier Jahren in der Teilzeitschulform zurücklegen.

Anschließend übergab er das Wort an den oben zitierten Yannik Brücksken, der gemeinsam mit René Salverius und Carsten Schneider, stellvertretend für alle weiteren Schüler der Technikerschule, das Abschlussprojekt „Neukonstruktion einer Rundbiegemaschine“ vorstellte. Die Rundbiegemaschine sollte sowohl elektrisch gesteuert als auch angetrieben sein. Dafür stand der Gruppe ein Budget von 25.000 € zur Verfügung. „Es galt während des Projektes, viele Lösungen zu finden“, fasste René Salverius ihre Herausforderungen zusammen.

Die Art und Weise, wie sie diese Lösungen fanden und ihren Zuschauern auf der Großbildleinwand darstellten, war beeindruckend.

Im Anschluss an die exemplarisch vorgestellte Präsentation lud Harald Alzer die Zuschauer auch an die weiteren zehn Projektstände im Foyer der Schule ein, an denen noch lange Zeit viele interessante und informative Gespräche stattfanden.


Safer Internet Day an der BBS

Wenn eine App in der Bestenliste für die am häufigsten heruntergeladenen Anwendungen steht, dann wird sie wohl auch in Ordnung sein. Diese Einschätzung wird wohl Millionen von Smartphone-Nutzern in Deutschland nicht allzu fremd sein.

Grund genug für die Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule für Informationstechnik, diesbezüglich Aufklärung zu betreiben und ihr Know-How zur sicheren Nutzung von Apps zu multiplizieren.

Als Anlass nahmen sie dazu den bundesweit stattfindenden „Safer Internet Day“. Seit 2008 findet dieser am zweiten Tag der zweiten Woche des zweiten Monats im Jahr statt und möchte eine langfristige Sensibilisierung und Medienkompetenz für die Gefahren im Internet für Lehrer, Eltern und Kinder schaffen.

Der Aktionstag wird u. a. vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz mitgetragen. Umgesetzt wird er in Deutschland über den Verbund „Safer Internet DE“. Dort bezogen die Nachwuchsinformatiker, gemeinsam mit ihrem Lehrer Timo Kötting, auch das Gros ihrer Informationen. Insgesamt zehn Klassen besuchten sie in ihrer Mission und stellten dabei folgende Tipps zum sicheren App-Download in den Fokus ihres Vortrags:

1. Bestenliste und Topdownloads sind kein Sicherheitsmerkmal

2. Nutzerkommentare durchlesen

3. Alternative App Stores meiden

4. Nutzungsbedingungen lesen

5. Berechtigungen beachten

6. App-Updates bedenken

Neben dem Beantworten von Nachfragen stellten sie ihren Zuhörern außerdem abschließend einen QR-Code zur Verfügung, durch den diese an ein PDF-Dokument von klicksafe.de gelangten, das Hintergrundinformationen in allen Bereichen lieferte.

Hier der Link dazu: https://www.klicksafe.de/fileadmin/media/documents/pdf/klicksafe_Materialien/Lehrer_Always_On/SaferSmartphone.pdf


Abi – und dann?

Ob Studium, Ausbildung oder Gap-Year – auf der größten Berufswahlmesse im Rheinland, der „Einstieg Köln“, waren in diesem Jahr wieder 230 Aussteller vertreten und informierten insgesamt 23.000 Interessierten über ihre mannigfaltigen Perspektiven.

Unter den Besuchern befanden sich auch 56 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Technik an der BBS Betzdorf-Kirchen. Gemeinsam mit ihren beiden Lehrern Burkhard Hensel und Markus Löcherbach nutzten sie die Chance, die nächstgelegene „Einstiegs-Messe“ in der Domstadt anzusteuern.

Im Vorfeld ihres Besuches führten die angehenden Abiturienten zunächst einen Berufswahltest durch, der auf der offiziellen Homepage des Veranstalters online gestellt war. Die Auswertung empfahl ihnen Unternehmen, die für sie als potenzielle Arbeitgeber in Frage kommen und die sie damit gezielt ansprechen konnten. Dadurch war eine für sie bestmögliche Gestaltung des Messetags möglich. Unter den Ausstellern befanden sich u. a. die Bundeswehr, Daimler, die Polizei, die Flugsicherheit, die Berufsfeuerwehr, aber auch die nahegelegenen Universitäten Siegen, Köln, Bonn, Aachen, Darmstadt oder Kaiserslautern. „Die Messe war sehr informativ aufgezogen“, bilanzierte Markus Löcherbach. Außerdem sei deutlich geworden, wie sehr sich auch die großen Unternehmen um ihre Auszubildenden bemühen, ergänzte er. Das spiegelte sich u. a. in zahlreichen „coolen“ Aktionen zum Ausprobieren von Berufsbildern wider, mit denen sie den Jugendlichen spannende und echte Einblicke in den Berufsalltag ermöglichten.

Wie jedes Jahr erhielten die Schülerinnen und Schüler außerdem Unterstützung in Bewerbungsfragen, konnten ein Bild für den Lebenslauf machen und ihre Unterlagen von Experten checken lassen.

All diejenigen, die vor ihrem Start ins Berufs- oder Uni-Leben zunächst noch ein Gap-Year im Ausland einlegen möchten, kamen ebenfalls auf ihre Kosten. Es wurden zahlreiche Work&Travel-Angebote vorgestellt.

Doch unabhängig davon, wohin der nächste Schritt im Leben der jetzigen Schülerinnen und Schüler führen wird, ist es wichtig, sich mit der Zukunft auseinanderzusetzen. Dafür war die Fahrt zur Messe „Einstieg Köln“ auch in diesem Jahr wieder ideal.


Berufsausbildung: Check!

Insgesamt 155 junge Menschen erhielten am vergangenen Freitag in einer Feierstunde ihr IHK-Abschlusszeugnis im Wissener Kulturwerk. 110 von ihnen waren Schülerinnen und Schüler der BBS Betzdorf-Kirchen. Sie alle können stolz auf das Erreichte sein und sich gleichermaßen auf ihre neuen Aufgaben als Fachkraft freuen.

Der AK-Kurier berichtete hierzu wie folgt:

Wissen. Nomen est omen: Das Kulturwerk Wissen trägt seinen Namen nicht von ungefähr. Vor vielen Jahren trug die altehrwürdige Halle auch ihren alten Namen zu Recht: Es war die Ausbildungshalle des Walzwerkes Wissen. Dieser Aspekt – Ausbildung - knüpfte am Freitagmorgen an die Feier an, als 155 junge Frauen und Männer in dem rustikal-gediegenen Ambiente des Kulturwerks die Zeugnisse als Fachkräfte ausgehändigt bekamen. 109 Absolventinnen und Absolventen haben im gewerblich-technischen Bereich ihr Fundament für den weiteren Lebensweg in zwölf unterschiedlichen Berufen gelegt. Bei den 46 Fachkräften, die im kaufmännischen Bereich, und da sind die Gastronomieberufe mit vertreten, haben ihre theoretischen und praktischen Fähigkeiten in neun Berufen unter Beweis gestellt.

An dieser Schwelle zwischen Ausbildungs- und Arbeitswelt begrüßte Oberstudiendirektor Michael Schimmel, seines Zeichens Leiter der Berufsbildenden Schule (BBS) Betzdorf/Kirchen, die Absolventinnen und Absolventen, Ausbilder und Lehrer und Ehrengäste. „Tolle Musik, schöne Halle und sehr entspannte und gut gelaunte Menschen“, freute sich Schimmel beim Blick in die volle Halle. Für die neuen Fachkräfte sei es ein besonderer Tag, den man in einer besonderen Weise und Form begehe. Hier spannte er den Bogen zur IHK-Regionalgeschäftsstelle Altenkirchen, die auch diesmal wieder zum Abschluss der Winterprüfung eingeladen hatte. Dank galt den IHK-Mitarbeiterinnen Linda Weitz und Silke Baudendistel, die alles vorbereitet und organisiert hatten.

Zufrieden auf das Erreichte zurückschauen

Dass die IHK es ermögliche, dass alle, die an der Ausbildung beteiligt sind, zu einer Feier zusammen kommen, das sei mehr als nur ein schönes Zeichen, betonte Schimmel. Er begrüßte auch seinen Wissener BBS-Schulleiterkollegen Oberstudiendirektor Reinhold Krämer sowie Oliver Rohrbach, Geschäftsführer der Regionalgeschäftsstelle, und Heinz-Günter Schumacher. Der Geschäftsführer des Unternehmens EWM.Eichelhardter Werkzeug- & Maschinenbau GmbH (Eichelhardt) ist zugleich Beiratsmitglied der IHK-Regionalgeschäftsstelle Altenkirchen – und er sprach bei der Feier. Es sei ein weltweit operierendes Unternehmen, merkte Oberstudiendirektor Schimmel an.

Alle, die Lehrer und Ausbilder in den Betrieben könnten zufrieden zurückschauen, was erreicht wurde, und zwar „ihre“ Auszubildenden zu diesem wichtigen Ziel führen zu können. Die Absolventinnen und Absolventen wiederum hätten erfolgreich im Landkreis Altenkirchen ihre Ausbildung beendet, gratulierte Schimmel den Protagonistinnen und Protagonisten des Tages. Bevor sie die Zeugnisse in Empfang nehmen konnten, gab es noch gute und ermutigende Worte. Dabei ging Schimmel der Frage nach dem Ziel nach. Ein wirklich großes hätten sich die jungen Frauen und Männer damals gesetzt. Für Schimmel ist jedoch nicht der Weg das Ziel. Auf diesem mache jeder wichtige Erfahrungen, wie Schimmel anführte. Für ihn ist das Ziel jedoch der Berufsabschluss. Dessen Bedeutung hob er heraus: „Der Berufsabschluss ist ihr persönlicher Startblock in das Berufsleben.“

Das beste aus Theorie und Praxis

Er skizzierte auch, welche Perspektiven Berufe bieten würden. Seiner Meinung nach ist es das beste aus Theorie und Praxis. Man komme schnell zu seinem Ziel, die Aufstiegsmöglichkeiten seien gut. Die 155 jungen Leute hätten die „beste und umfassendste Form der Berufsausbildung“ gewählt. In die Tiefe gehende Erfahrungen, das eröffne eine Ausbildung. Die Persönlichkeit werde gefördert, Auszubildenden etwas zugetraut. Die neuen Fachkräfte hätten gezeigt, dass sie es können, ein Ziel zu erreichen. Sie hätten neue Standards gesetzt. Diese würden nicht nur im Landkreis Altenkirchen oder der Bundesrepublik gelten: „Der erreichte Standard gilt europaweit.“

Zum Abschluss der Ausbildung hätten die jungen Menschen mit der theoretischen und praktischen Prüfung ihr Können unter Beweis gestellt. Das wiederum belege das Zeugnis. Für Schimmel ist das die „belastbare Eintrittskarte in die Arbeitswelt“. Das Ziel erreicht, und nun fertig?, fragte Schimmel in den Saal und gab gleich die zu erwartende Antwort: ein klares Nein. Hier knüpfte er an: Wenn es momentan ein Megathema gebe, so der Oberstudiendirektor, dann sei es die Digitalisierung der Arbeitswelt. Er sprach an, dass sich Produktions- und Arbeitsprozesse wandeln würden. „Sie werden diese Veränderungen in naher Zukunft erleben“, gab er den Fachkräften mit auf den Weg. Als Stichworte fielen Qualität, Quantität und Schnelligkeit. Umso wichtiger sei ein lebenslanges Lernen, aber auch die Vermittlung der Fähigkeit, sich auf neue Situationen einstellen zu können. Wandel sei überall, sagte Schimmel: „Sie sind mittendrin.“ Die Absolventinnen und Absolventen könnten nun auf einem soliden Fundament aufbauen, bescheinigte der Schulleiter. Er wünschte eine spannende Zukunft und einen spannenden Einstieg in das Berufsleben.

„Es ist geschafft“

Das Kulturwerk ist prädestiniert, um ehemalige Auszubildenden gebührend zu verabschieden. Nicht nur, weil die ehemalige Werkshalle Charme hat. Sie war auch Ausbildungsstätte, wie Heinz-Günter Schumacher bei seiner Ansprache erinnerte. Schumacher, Beiratsmitglied der IHK-Regionalgeschäftsstelle Altenkirchen, muss es wissen. War er doch selbst als Lehrling in der Ausbildungshalle des Wissener Walzwerks. Es war der 1. August 1972, als er die Lehre begann, um Maschinenschlossers zu werden. An diesem Ort, wo bis in die 1990er-Jahre junge Menschen ihren Beruf erlernten, endete nun die Ausbildung von 155 neuen Fachkräften mit der Übergabe der Zeugnisse. „Es ist geschafft“, sagte Schmumacher und begrüßte die Fachkräfte zu deren Ehrentag. Dieser steht am Ende der Dualen Ausbildung. Zu dieser würden auch Ausbildungsbetriebe und Berufsbildende Schulen gehören, spannte Schumacher den Bogen und stellte ein Zitat von Bertold Brecht an: „Nicht nur die technische Ausbildung ist von Bedeutung, auch die geistige muss Beachtung finden“.

Der Geschäftsführer des Eichelhardter Unternehmens ging in seiner Ansprache auch darauf ein, dass bei der Winterprüfung wieder viele Prüfer tätig waren - ehrenamtlich. Für das Beiratsmitglied steht fest, dass ohne dieses ehrenamtliche Engagement die Duale Ausbildung nicht umgesetzt werden könnte. Dafür entrichtete er seinen Dank an die Unternehmen. Er verknüpfte dies mit dem Appell, dieses wichtige Ehrenamt auch weiterhin zu ermöglichen, denn es trage dazu bei, Fachkräfte zu gewinnen. Die Betriebe würden den praktischen Teil der Ausbildung sicherstellen, hob er hervor. Bei den Ausbildungsbemühungen dürfe man nicht nachlassen. Schumacher griff in seiner Ansprache auch Stichworte wie Digitalisierung, Umbruch und Weiterbildung auf. Das Beiratsmitglied attestierte den frisch gebackenen Fachkräften, dass sie nun die Basis für künftige Erfolge gelegt hätten. Sein Appell war eindeutig: „Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten.“ Das zielte auch auf Weiterbildung ab. Für diese und den Beruf wünschte er den jungen Menschen viel Freude und Erfolg und gratulierte zur bestandenen Abschlussprüfung.

Glückwünsche und Zeugnisse

Zur Übergabe der Zeugnisse kamen die jungen Frauen und Männer in den jeweiligen Berufen nach vorne auf die Bühne. Hier gratulierten Michael Schimmel, Heinz-Günter Schumacher, Oberstudiendirektor Reinhold Krämer, Leiter der BBS Wissen und Oliver Rohrbach, Geschäftsführer der IHK-Regionalgeschäftsstelle Altenkirchen. Neben den Glückwünschen gab es die Zeugnisse, die Kenntnisse und Fähigkeiten in Theorie und Praxis belegen und 155 junge Menschen offiziell zu Fachkräften machen.

Zwölf unterschiedliche Berufe vereinen die 109 Absolventinnen und Absolventen, die im gewerblich-technischen Bereich ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Die Berufe und die Anzahl der Absolventinnen beziehungsweise Absolventen: Anlagenmechaniker (6), Elektroniker für Betriebstechnik (11), Fachkraft für Metalltechnik (1), Industriemechaniker (33), Konstruktionsmechaniker (9), Maschinen- und Anlagenführer (1), Mechatroniker (10), Technische Produktionsdesigner (10), Technische Systemplaner (5), Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik (1), Werkzeugmechaniker (4) und Zerspannungsmechaniker (18). Im kaufmännischen Bereich, bei dem die Gastronomieberufe eingeschlossen sind, wurde in neun verschiedenen Berufen die Prüfung abgelegt, von 46 jungen Frauen und Männern. Auch hier der Überblick über Berufe und Zahl der erfolgreichen Absolventinnen beziehungsweise Absolventen: Bankkaufleute (9), Fachkräfte für Lagerlogistik (3), Fachlagerist (1), Fachpraktiker Küche (1), Industriekaufleute (20), Kaufleute für Büromanagement (5), Kaufleute im Groß- und Außenhandel (3), Kaufleute im Einzelhandel (2) und Verkäufer (2).

Die Feier war wieder von der Lehrerband „Paedpur“ musikalisch umrahmt worden, unter anderem mit „Time After Time“. Nach den Worten der Redner und der Aushändigung der Zeugnisse blieb man noch eine gute Zeit bei einem Stehempfang zusammen. Es gab reichlich Gelegenheit, um sich auszutauschen. Außerdem bestand die Möglichkeit, sich an einer Fotobox ablichten zu lassen – sicher eine schöne Erinnerung an eine gelungene Feier an der Schwelle von der Ausbildungswelt in die Arbeits- und Berufswelt.


Umweltbewusst ins neue Jahrzehnt

Wie kommt es zur Verschmutzung der Weltmeere? Betrifft uns das hier in Deutschland auch? Was ist überhaupt so schlimm an Plastik? Diese und viele weitere Fragen gaben den Startschuss zu einem Kosmetik-Projekt an der BBS Betzdorf-Kirchen, bei dem sich insgesamt 61 Schülerinnen und Schüler von Statisten zu Protagonisten wandelten.

Biologielehrerin Isabell Rosenbauer hatte dazu im Vorfeld nach einer geeigneten Möglichkeit gesucht, ihren Schülerinnen und Schülern aus dem Beruflichen Gymnasium (BGY) und der Berufsfachschule 1 (BF 1) die Relevanz von nachhaltigem Handeln zu verdeutlichen. Diese fand sie in den täglich verwendeten Kosmetik- und Hygieneartikel der Heranwachsenden. Duschgel, Salben, Lippenpflegestift etc. Überall fanden die Lerngruppen gemeinsam mit ihrer Lehrerin bei mehreren Filtervorgängen Mikroplastikteile. Da diese in der Regel meistens kleiner als ein Millimeter sind, bedienten sie sich hierbei erfolgreich einer Strumpfhose als Filter.

Doch wo genau kommen diese Mikroplastikteilchen eigentlich her und warum stellen sie ein Problem dar? Die interessierte Schülerschaft lieferte die Antwort: „Da Plastik künstlich hergestellt wird, ist es nicht natürlich abbaubar. Es zerfällt mit der Zeit zu immer kleineren Teilen, die dann auf unterschiedlicher Weise in den menschlichen Körper gelangen. Für Tiere kann das Mikroplastik, dessen Oberfläche als Krankheitserreger fungiert, nachweislich das Todesurteil bedeuten. Doch auch für Mensch und Umwelt ist es definitiv schädlich.“

Es waren also mehr als genug Gründe gefunden, aktiv zu werden und zu handeln. Kurzerhand funktionierte Isabell Rosenbauer - gemeinsam mit ihren Lerngruppen - die Räumlichkeiten der Hauswirtschaft an der BBS zur Produktionsstätte für Kosmetik- und Hygieneartikel um. In mehreren Gruppen stellten die Schülerinnen und Schüler mithilfe ausgewählter Rezepte die unterschiedlichen mikroplastikfreien Alternativprodukte her. Unterstützt wurden sie dabei von Tierheilpraktikerin Petra Lüder - Expertin auf diesem Gebiet. „Die Zutaten für die verschiedenen Produkte sind leicht zu besorgen und auch die Herstellung an sich ist problemlos zu Hause nachzustellen“, erklärte Isabell Rosenbauer die zusätzlichen Anreize für ihre Schülerinnen und Schüler. Diese hatten sich zur Freude ihrer Lehrerin schon während dem Projekt dazu entschlossen, ihr neu erworbenes Know-How auch privat weiterhin nutzen zu wollen.

Aber dabei soll es nicht bleiben. „Die Schüler möchten in Zukunft u. a. vermehrt auf Einwegbecher verzichten, Stofftragetaschen nutzen und keine unnötig eingeschweißten Äpfel mehr kaufen“ berichtete Frau Rosenbauer zufrieden. Ihr war es wichtig, dass der Blick für nachhaltiges Handeln geschärft wird und sich ein Umweltbewusstsein entwickelt.

Neben den direkt teilnehmenden Schülerinnen und Schülern des BGY und der BF 1 konnten auch die von Sebastian Hamdorf betreuten angehenden technischen Assistenten für Informationstechnik der Höheren Berufsfachschule in das klassenübergreifende Projekt integriert werden. Sie werden u. a. die Kalkulation für den Verkauf der hergestellten Produkte vornehmen. Den Abschluss der Unterrichtsreihe bildet nämlich der Absatz der diversen Kosmetik- und Hygieneartikel innerhalb der BBS. Der Verkauf erfolgt an einem von den Schülerinnen und Schülern erstellten Informationsstand. Somit multiplizieren sie ihr Wissen noch einmal zusätzlich und können völlig zu Recht stolz auf ihren aktiv beeinflussten Umweltschutz sein.


Nesrin Sezer bei DEHOGA-Pokal

Wieder einmal beweist eine Schülerin der BBS Betzdorf-Kirchen Mut und tritt bei den DEHOGA-Regionalmeisterschaften Nord an. Ihr Ausbilder, Uwe Steiniger von der Gastronomie Marienthal, war bei dem renommierten Wettbewerb in Koblenz vor Ort und verfasste folgende Pressemitteilung, die er uns gerne zur Verfügung stellte:

Die angehende Restaurantfachfrau Nesrin Sezer aus der Klostergastronomie Marienthal hatte sich Ende letzten Jahres erfolgreich für die Teilnahme an der DEHOGA-Regionalmeisterschaft Nord im GBZ Koblenz qualifiziert. Am 27. Januar 2020 war es dann soweit: Unter den Bedingungen einer Abschlussprüfung, durften die teilnehmenden Auszubildenden einer fachkundigen Jury ihre Stärken in Theorie und Praxis aufzeigen.

Marienthal/Koblenz. Während die Küche ein dreigängiges Menü aus vorgegebenen Zutaten erstellen, zubereiten und ansprechend anrichten musste, ging es im Service nicht bloß um Getränke- und Warenkunde, auch das geschmackvolle Eindecken festlicher Tafeln ist ein wichtiger Bestandteil. Hier werden Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich des Serviettenbrechens, der Wäschekunde, dem Erstellen von Blumengestecken und vieler weiterer Details bewertet. Der Höhepunkt ist dann der Service am Gast.

Die Gästeschar des Abends war ein durchaus erlesener Kreis, denn neben den Vertretern mehrerer Berufsbildender Schulen und Ausbildungsbetrieben der Region, waren die Koblenzer Bürgermeisterin, Ulrike Mohrs, der Kreisbeigeordnete des Kreises Ahrweiler, Friedhelm Münch, die Geschäftsführerin des Gastronomischen Bildungszentrums, Dr. Sabine Diaz, sowie der Vorsitzende dieser Einrichtung, Olaf Gstettner, der Tourismus-Referent der IHK Koblenz, Christian Dübner und auch die Präsidentin der IHK Koblenz, Susanne Szczesny-Oßing zugegen. Natürlich ließ es sich Gereon Haumann als Präsident des DEHOGA-Landesverbands nicht nehmen, die Siegerehrung persönlich vorzunehmen. Neben ihm waren weitere Vertreter des DEHOGA-Landesvorstands und DEHOGA-Kreisvorsitzende zahlreich erschienen.

Nesrin Sezer wurde dabei die Aufgabe zugetraut, „Tisch Nr.1“ zu bedienen. Und hier bekam sie sehr viel Lob für ihre Servierkünste und ihre angenehme Ausstrahlung. Trotz allem „schrammte“ die einzige Vertreterin aus dem Landkreis Altenkirchen nur knapp an einem Platz auf dem Siegertreppchen vorbei und erreichte den 4. Platz. Der zunächst gefühlten Enttäuschung folgte der felsenfeste Wille, jetzt erst recht durchzustarten: „Ich hätte hier heute mehr erreichen können, muss aber erkennen, dass dies nicht mal so nebenbei möglich ist. Die Theorie war der Knackpunkt, da muss ich einfach einen Gang zulegen. So gesehen, war dieses tolle Erlebnis auch ein erkenntnisreicher Tag für mich. Ich will mehr, ich kann mehr! Die verdienten Siegerinnen und Sieger haben mir das deutlich aufgezeigt. Ich gratuliere ihnen daher nicht nur von Herzen, ich danke ihnen auch, dass sie mir das klar gemacht haben.“

Für diese ehrliche Selbsteinschätzung gab es daher nicht nur aufmunterte Worte von Ulrike Peters (stellvertretende Schulleiterin der der BBS Betzdorf-Kirchen) und ihrem Ausbilder Uwe Steiniger, vielmehr bescheinigten ihr die Gäste ihres „VIP-Tischs“, ihre hervorragenden Fähigkeiten im direkten Umgang mit dem Gast. „Nesrin hat heute einen tollen Service am Gast geboten,“, so ihre Berufsschullehrerin Ulrike Peters, „den Rest wird sie sich erarbeiten, davon bin ich überzeugt“. Und auch ihr Ausbilder Uwe Steiniger, sowie die ebenfalls eingeladene Küchenchefin der Klostergastronomie Marienthal, Yasemin Sezer, sind sich einig: „Nesrin hat das Zeug dazu, sie wird ihren Weg gehen. Wir werden sie dabei mit all unseren Möglichkeiten unterstützen. Klasse, dass sie überhaupt den Mut aufgebracht hat, sich solch einem Wettbewerb zu stellen, denn das ist eigentlich der Hauptgewinn!“

 


Michael Wäschenbach besucht die BBS

Chancen und Herausforderungen der beruflichen Bildung im Kreis Altenkirchen bestimmten den konstruktiven Austausch von Michael Schimmel, Schulleiter der BBS Betzdorf-Kirchen, und Michael Wäschenbach, seit 2012 Mitglied des Landtags in Rheinland-Pfalz.

Der ständige Dialog zwischen Politik und Schule ist wichtig. Aus diesem Grund freute es Schulleiter Michael Schimmel sehr, dass mit Michael Wäschenbach ein weiterer Spitzenpolitiker unserer Region der Einladung der BBS folgte und sich insgesamt zwei Stunden für seinen Besuch auf dem Molzberg Zeit nahm.

Dabei diskutierte der gelernte Diplom-Verwaltungswirt gemeinsam mit Michael Schimmel zunächst einmal anhand der unterschiedlichen Schulstatistiken die quantitative Entwicklung der Ausbildungsbetriebe und Schülerzahlen von der Vergangenheit bis hin zum Status Quo.

Mit Blick auf die Zukunft stand nun die Frage im Fokus, welche Notwendigkeiten die Schulgemeinschaft der BBS aktuell sehe, um ihren Part bei der Begleitung ihrer Schülerinnen und Schüler im Beruf - oder in Vorbereitung darauf - weiterhin bestmöglich erfüllen zu können.

Das dominierende Thema in diesem Zusammenhang stellt ohne Frage die Digitalisierung dar. Gerade in einer gewerblich-technischen Schule ist es alternativlos, die Veränderungen der Arbeitswelt im Zuge von „Industrie 4.0“ mitgehen zu können. Auf dem im vergangenen Jahr durch die Bundesregierung initiierten „Digitalpakt Schule“ ruhen daher auch für die BBS viele Hoffnungen. Die Kupferkabel im Haus sollen durch Glasfaser ersetzt und die Netzwerkstruktur des Gebäudes auf den neuesten Stand gebracht werden, um größere Datendurchsätze zu ermöglichen und somit ein schnelles, störungsfreies und zukunftssicheres Arbeiten gewährleisten zu können. Des Weiteren bedarf es selbstverständlich auch einer Modernisierung bzw. Neuausstattung verschiedener Labore, um den stetigen Veränderungen der beruflichen Wirklichkeit und den angepassten Lehrplänen verantwortungsbewusst entgegentreten zu können. Ein eigens zusammengestelltes Team der BBS Betzdorf-Kirchen hat alle diese Maßnahmen in einem fortlaufend aktualisierten Medienkonzept beschrieben, welches Schulleiter Michael Schimmel dem Landtagsabgeordneten gerne aushändigte.

Bei der konkreten Planung und Umsetzung von Veränderungen innerhalb der beruflichen Bildung ist das ständige Gespräch mit den Ausbildungsbetrieben besonders relevant. Die BBS Betzdorf-Kirchen kann dazu aktuell auf über 400 duale Kooperationspartner zählen, deren Rückmeldungen in die Überlegungen der Schule mit einfließen. Parallel dazu weiteten das Bildungsministerium und die ADD in den letzten Jahren die Handlungsspielräume und Verantwortungsbereiche der Schulen aus.

Gerade für ländlich gelegene Schulen ist diese Art der Selbstständigkeit von großer Bedeutung, um die eigene Expertise nutzen zu können und somit leistungsfähig, flexibel sowie innovativ zu arbeiten – hier waren sich Schulleiter Michael Schimmel und Direktmandatsträger Michael Wäschenbach einig.

Ebenfalls d‘accord waren sie sich beim zweiten großen Themenkomplex des gestrigen Gespräches – dem notwendigen Ausbau der Schulsozialarbeit. Insgesamt 1700 junge Menschen besuchen derzeit die BBS Betzdorf Kirchen. Für viele von ihnen ist eine Begleitung neben dem Unterricht eine unentbehrliche Ergänzung ihrer persönlichen Entwicklung. Neben individuellen Beratungsgesprächen mit Schülern und Eltern, leistet die Schulsozialarbeit auch durchgehend professionelle Präventionsarbeit in diversen Gebieten. Zusammengefasst: Jede Minute, die an einer BBS die Schulsozialarbeit ausgeweitet wird, ist wertvoll investiert, sehr bedeutsam und vor allem nachhaltig.

Nach einem intensiven, ertragreichen, aber vor allem positiven Gespräch, brach der CDU-Abgeordnete Michael Wäschenbach zum nächsten Termin auf. Viele neue Informationen und Erkenntnisse im Gepäck nahm er dabei mit und wird sie in seinen unterschiedlichen Funktionen sicherlich positiv nutzen können.


„KlarSicht“ durch den Mitmachparcours

Zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr machen die meisten Jugendliche ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol und/oder Zigaretten. Grund genug für die Schulsozialarbeiterin Christa Gürke und Lehrer Jürgen Nocker, diesbezügliche Präventionsarbeit an der BBS Betzdorf-Kirchen zu forcieren.

Im Jahr 2018 hatten die beiden Initiatoren eine vom Jugendamt organisierte Multiplikatorenschulung für einen interaktiven Alkohol- und Zigarettenparcours besucht, die sie vollends überzeugte. Kurz darauf liehen sie sich die auf fünf Station aufgeteilten „KlarSicht“-Materialien aus und setzten sie erstmalig an der Schule zu Aufklärungszwecken ein. (siehe Bericht „Interaktiver Alkohol- und Zigarettenparcours an der BBS“)

In diesen Tagen kam es also bereits zur Zweitauflage dieser erfolgreichen Unterrichtsergänzung, die in diesem Jahr allen 82 Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschule 1 zu Teil wurde. Ein Slalom mit Rauschbrille, das Erlernen von Faktenwissen zu Alkohol, Zigaretten und deren Auswirkungen sowie der gezielte Perspektivenwechsel bei Alkoholwerbung, führten zu angeregten Diskussionen der Teilnehmer und hoffentlich auch zu einem geschärften Blick und einem neu gewonnenen Bewusstsein in Bezug auf die beiden populärsten Suchtmittel der Republik.

Darüber würden sich neben Frau Gürke und Herr Nocker auch die Lehrkräfte Frau Flug, Herr Saul, Herr Arnold und Frau Weber freuen. Ihre Überzeugung von diesem Projekt - verbunden mit der Bereitschaft, es gerne zu begleiten, machten die erfolgreiche Fortsetzung der Alkohol- und Tabakaufklärung an der BBS möglich.


Vielen Dank an alle Pfandspender!

Unterkunft, Ernährung, Schule und Hygiene – die Kosten für diese Lebensnotwendigkeiten belaufen sich auf ca. 40 € pro Monat für jedes ehemalige Straßenkind auf den Philippinen, das im Kinderheim von „Wir bringen Zukunft e. V“ einen Platz gefunden hat.

Exakt diese 40 € findet Norbert Rink, Lehrer an der BBS Betzdorf-Kirchen und 1. Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins, jeden Monat in Form von gespendeten Pfandflaschen und –dosen im Foyer der Schule. „Jeder gespendete Euro wird zu 100 % in unsere Projekte investiert. Der Verein hat keine Verwaltungskosten“, erklärt Norbert Rink, der seit nun insgesamt knapp 15 Jahren mit viel Zeit und Mühe Entwicklungshilfeprojekte in Kenia und auf den Philippinen steuert.

Dabei hat er und sein ehrenamtlich agierendes Team schon viel erreicht. Es wurden u. a. Brunnen, Schulen und Waisenheime in Afrika und Asien erbaut und fortwährend betreut. Seit 2010 steht dabei vor allem ein Kinderheim auf den Philippinen im Blickpunkt, das aktuell elf ehemalige Straßenkinder beherbergt. Die 6 – 16-Jährigen waren aufgrund extremer familiärer Notlagen schon in ganz jungen Jahren ohne Dach über dem Kopf perspektivlos auf sich alleine gestellt. Die Crew um Norbert Rink gab ihnen eine Zukunft und versucht auch weiterhin mit viel Hingabe und Einsatz, die Biografien dieser Schicksale positiv zu beeinflussen. Strahlende Kinderaugen sind für die Helfer der einzige Lohn, der zählt.

Diesen erhielten sie auch in diesem Jahr (2019), als sie Rommel Pareja, einem 6-jährigen Bewohner des Kinderheims, eine wichtige Operation in Deutschland ermöglichten. Mit Rommel meinte es das Schicksal besonders schlecht. Sein Vater befindet sich im Gefängnis in Surigao und seine Mutter ließ den kleinen Jungen eines Tages einfach zurück. Dieser war zusätzlich an einer Wirbelsäulentuberkulose erkrankt und wäre ohne eine am Ende 7,5-stündige Operation in Leipzig definitiv im Rollstuhl gelandet. Neben dem unbeirrbaren Einsatz der handelnden Personen, die alle bürokratischen Hürden überwanden und nach langer Suche einen Arzt fanden, der sich die komplizierte OP zutraute, kostete der essentielle Eingriff mehr als 45.000 €. Aber die ganze Mühe sollte sich lohnen. Rommel überstand die Strapazen und erholte sich vergleichsweise schnell. In wenigen Wochen wird er auch das aktuell noch notwendige Korsett ablegen können und in ca. einem Jahr steht sogar dem Ausüben von leichten Sportarten nichts mehr im Wege.

Vielleicht kann er die dann sogar auf dem zurzeit geplanten Multifunktionsfeld betreiben, das u. a. auf der Agenda des Vereins „Wir bringen Zukunft e. V.“ für 2020 steht. „Wir möchten den etwas älteren Kindern auf einer 14 x 7 m großen Fläche die Möglichkeit geben, Sportarten wie Basketball, Volleyball oder Fußball spielen zu können“, erklärte Norbert Rink das Vorhaben. „Für die jüngeren Kinder wollen wir den mittlerweile vermoderten Holzspielplatz renovieren“, ergänzt er entschlossen. Außerdem seien dringend notwendige Renovierungsarbeiten an Wänden, Fliesen und Bädern im Haus zu verrichten, die teilweise durch ein Erdbeben hervorgerufen wurden. Des Weiteren müsse eine defekte Klarwasserpumpe ersetzt werden, die den Alltag im Kinderheim massiv erleichtern würde.

Neben den vielen materiellen Investitionen ist es selbstverständlich auch das ständige Ziel von Norbert Rink und seinen Helfern, dass noch mehr Kinder im Heim aufgenommen und nachhaltig unterstützt werden können.

Dafür sind Eure Pfandflaschen wichtig! Bevor Ihr sie in den Müll werft oder irgendwo stehen lasst, sucht bitte den Behälter von „Wir bringen Zukunft e. V.“ im Foyer unserer Schule auf.

Vielen Dank dafür!

Weitere Informationen zum Thema unter www.wir-bringen-zukunft.de


Berufsfachschule 2 ON AIR

„1LIVE mit Olli Briesch und dem Imhof“ ertönt es regelmäßig aus einer Million Radioempfänger, die der Kultsender im Schnitt jede Stunde mit seinen Sendungen erreicht. Immer locker wirken die wechselnden Moderatoren dabei und versprühen somit vermeintlich spielerisch gute Laune.

Wie viel professionelle Arbeit, Organisation und Teamwork dazu jedoch nötig ist, vermuten die wenigsten Hörer. Die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule 2 wagten sich in diesen Tagen einmal hinter die Kulissen der WDR-Radioredaktion und blieben dabei nicht nur in der Zuschauerperspektive.

18 Schülerinnen und Schüler machten sich, gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Silke Groß und Katrin Odendahl, am 13.12.19 auf den Weg nach Köln. Angekommen im WDR-Komplex stand dort zunächst einmal ein 30-minütiger Rundgang durch die Räumlichkeiten eines der erfolgreichsten Radiosenders Deutschlands auf dem Programm. Die beeindruckten BBS-Schüler wirkten dabei zunächst etwas schüchtern. Wenig später blieb ihnen aber keine andere Wahl, als ihre Zurückhaltung abzulegen, denn plötzlich standen sie selbst im Fokus. Ein spezielles Radiomodul des Senders machte es möglich. Unter Anleitung und in Teams bereiteten die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Radiosendung vor. Dafür nutzten sie Musik, Jingles und Klangbetten aus dem 1LIVE-Programm. Sie wählten aktuelle Nachrichten aus, die sie für ihre Sendung texteten und sprachen. Außerdem bereitete das Team „Kollegengespräch“ und das Team „Korrespondenten-Schalte“ ein Thema für die Sendung vor, das die Schülerinnen und Schüler besonders interessierte. Pop-Nachrichten, Comedy und die Musikauswahl rundeten die Sendung ab. Ein bis zwei Schülerinnen oder Schüler moderierten die Sendung, andere beteiligten sich als Studiogäste oder Nachrichtensprecher. Vier Jugendliche bedienten unter Anleitung die Sendetechnik und „fuhren“ die Produktion.

Mit viel Freude und Enthusiasmus gingen die Besucher aus dem Westerwald dabei zu Werke und blühten in ihren Aufgaben teilweise richtig auf. Am Ende stand eine eigene 15-minütige und sehr gelungene Radiosendung. Neben ihrer großen Motivation und der professionellen Betreuung durch das WDR-Team, sahen die BBS'ler ihre gute Kommunikation untereinander als Schlüssel zum Erfolg. „In einer Radioproduktion greift alles ineinander. Hier ist sehr viel Abstimmung nötig“, bestätigte Deutschlehrerin Frau Groß diese Eindrücke.

Aber nicht nur die Förderung der Sozialkompetenz „Arbeiten in Teams“ stand bei der nun insgesamt schon zum dritten Mal absolvierten Tagesexkursion im Blickpunkt. Im Deutschunterricht von Frau Groß setzten sich die Schülerinnen und Schüler differenziert mit journalistischen Textformen auseinander und beschäftigten sich in diesem Zusammenhang auch mit den essentiellen Merkmalen der Radiosprache. „Es ist etwas Anderes, ob ich etwas zeigen kann oder ob ich eine Nachricht ausschließlich über das Ohr vermitteln muss“, erklärt Silke Groß die Herausforderung dieser Art der Kommunikation.

Zurück im Klassenzimmer in Betzdorf-Kirchen angekommen, wird die Gruppe die Impulse aus der Praxis in die weitere Auseinandersetzung mit der Thematik mit einfließen lassen. Vielleicht lohnt sich das für die Schülerinnen und Schüler auch einmal beruflich. Der Sender warb nämlich offensiv um neuen Nachwuchs.


„read & eat“ – Experiment zündet

Auf die Idee, ein Abendessen mit einer Vorlesestunde zu verbinden, muss man erstmal kommen. Passt das überhaupt oder stört es eher? Ein gewisses Risiko besteht immer, wenn ein neuer Weg eingeschlagen wird, doch die innovative Kreativität des Gastronomiebereiches der BBS Betzdorf-Kirchen sollte sich mal wieder auszahlen.

Der jährlich stattfindende bundesweite Vorlesetag, an dem sich die BBS in den letzten drei Jahren aktiv beteiligte, ließ den Grundgedanken „essen mit lesen zu verbinden“ bei Abteilungsleiterin Ulrike Peters überhaupt erst einmal entstehen. Kurzum besprach sie eine mögliche Umsetzung dieser Kombination mit ihren Schülerinnen und Schülern aus dem zweiten und dritten Ausbildungsjahrgang der Hotelfachleute (Klassenbezeichnung: BSHF 17+). Dort fiel die Idee auf fruchtbaren Boden und so wurde es sofort im Anschluss an die Herbstferien konkret und die Vorbereitungen liefen an.

Zunächst suchte der engagierte Nachwuchs selbstständig Bücher und Texte aus, zu deren Inhalt anschließend die passenden Speisen und Getränke gewählt wurden. „Die Verbindung von read & eat lässt Bilder im Kopf entstehen und bringt noch einmal einen weiteren Sinnesanspruch mit sich“, erklärte Schülerin Viktoria Benfer aus der BSHF 17+. „Wir haben das Essen genau auf die Geschichte angepasst“, ergänzte sie.

Diese Anpassung wurde durch die gute Absprache mit der verantwortlichen Küchenchefin Yasemin Sezer aus der Klostergastronomie Marienthal möglich, die für die kulinarische Umsetzung der Speisen sorgte. Somit wurden die Gäste beispielsweise mit Leber Berliner Art, Berliner Weisse mit Schuss und dem dazugehörigen Text „Berliner Luft“ von Irmin Burdekat problemlos aus dem Westerwald in die Bundeshauptstadt befördert. Die „Neu-Berliner“ zeigten sich davon sehr beeindruckt und lobten die Gestaltung des Abends sehr.

Insgesamt 17 Gäste wurden von den 14 Schülerinnen und Schülern der BBS Betzdorf-Kirchen im Talentrestaurant VIA der Klostergastronomie Marienthal bewirtet und profitierten dabei neben der ausgiebigen Planungsphase der vorangegangenen Wochen im Unterricht auch von vier Stunden Aufbau und Vorbereitung vor Ort. Unter den Gästen befand sich u. a. der pensionierte BBS-Lehrer Uwe Schmegner, der mit Gitarre und Gesang zusätzlich für die musikalische Untermalung des Abends sorgte.

Außerdem konnte Marein von der Osten-Sacken als Schirmherrin des Abends gewonnen werden, die gemeinsam mit ihrem Mann den OSSOLit.Verlag führt und allen Teilnehmern passend zum Thema eine zigarettenschachtelgroße Box mit Lesematerial aus der Region schenkte – eine sogenannten „Lesarette“.

Zurück in der Schule stand der für die Gäste rundum gelungene Abend natürlich weiter im Fokus der BSHF 17+ mit ihren beiden Lehrerinnen Ulrike Peters und Astrid Fischer. Eine ausgiebige Reflexion beleuchtete nicht nur die einzelnen Projektphasen und die Teamarbeit, sondern auch mehrere Fachkompetenzen, deren Entwicklung durch das Projekt gefördert wurden.

Schlussendlich lässt sich bilanzieren, dass die „read & eat“-Aktion ein weiteres gelungenes Beispiel der guten Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieb im Bereich der Gastronomie war und bereits jetzt die Planungen für weitere gemeinsame Vorhaben angestoßen sind.


BBS‘ler in Grundschule festgehalten

Diese Überschrift kann ruhigen Gewissens mit einem Augenzwinkern gelesen werden – beschreibt sie doch lediglich das positive Feedback der Erst- bis Viertklässler aus der benachbarten Michael-Grundschule für ihre „Vorleser“ aus der BBS Betzdorf-Kirchen beim diesjährigen bundesweiten Vorlesetag.

„Sport und Bewegung“ lautete das Jahresmotto der seit 2004 stattfindenden Vorleseaktion, an der sich dieses Mal insgesamt 693.484 Menschen in Deutschland beteiligten. 40 von ihnen besuchen in unterschiedlichen Bildungsgängen die BBS Betzdorf-Kirchen und pilgerten zu diesem Anlass – gemeinsam mit ihrer Deutschlehrerin Silke Groß - gerne in die 20 Meter entfernte Grundschule. Initiiert und koordiniert wird die Kooperation der beiden Schulen einerseits durch das SV-Team der BBS um Verbindungslehrer Timo Kötting und den Schülersprechern Jasmin Losen, Joshua Daniel Weber sowie Deniz Hundhausen. Von Seiten der Grundschule organisiert Lehrer Steffen Höse die Aktion. Dieser nahm – zusammen mit seinem Schulleiter Lars Lamowski – auch die Begrüßung seiner „Nachbarn“ vor und stellte dabei die positive Entwicklung der nun schon im dritten Jahr stattfindenden Zusammenarbeit beider Schulen heraus.

Anschließend sollte es dann aber endlich losgehen. Neben den vier dreizügigen Klassenstufen auf dem Standort „Molzberg“ waren die beiden Lerngruppen aus „Herkersdorf-Offhausen“ ebenfalls vor Ort. Somit verteilten sich die 40 Vorleserinnen und Vorleser der BBS auf insgesamt 14 Grundschulklassen. Die eingesetzten Bücher wurden im Vorfeld nach Interesse der 6 – 10-jährigen Schülerinnen und Schüler ausgewählt und beinhalteten u. a. das Bewegungsspiel „Obstsalat“, bei dem jedem „Zuhörer“ eine Frucht zugeordnet wurde, deren Nennung ein Umsetzen der Teilnehmer zur Folge hatte.

Obligatorisch war zum Ende der Vorlesestunde der gemeinsame Text „Zirkus im Wald“. Hier wurden sämtliche Fortbewegungsmöglichkeiten diverser tierischer Waldbewohner durch die Grundschüler eifrig nachgestellt.

Die Schülerinnen und Schüler der BBS waren von der Begeisterung ihrer jungen Zuhörer sichtlich angetan und werden – nachdem man sie dann doch hat gehen lassen - auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederkommen.


Dijon begeistert auch beim 4. Mal

„Wir haben den Anspruch an uns selbst, jedes Jahr ein komplett neues Programm für unsere Dijon-Fahrt zu erstellen“, beantwortete Ulrike Peters, die Organisatorin des Austausches, die Frage, ob es noch immer die eine oder andere Ausflugspremiere beim Frankreichbesuch 2019 gegeben habe.

Insgesamt neun Schülerinnen und Schüler aus den Gastronomieklassen der BBS Betzdorf-Kirchen profitierten also auch bei der nun schon vierten Fahrt zu ihrer Partnerschule Lycée Le Castel in der Region Burgund von der beherzten Planung ihrer stellvertretenden Schulleiterin.

Dieses Mal stand unter anderem die international agierende Gewürzbrotfabrik “Mulot & Petitjean” in Dijon auf dem Besichtigungsplan. Bei einer anschaulichen Führung durch die Produktionshallen fiel den Besuchern dort vor allem der vergleichsweise große handwerkliche Fertigungsanteil auf. Eine abschließende Verkostung rundete diesen Programmpunkt schmackhaft ab.

Ein gewisses Risiko barg sicherlich die Entscheidung in sich, das Kunstmuseum in Dijon in die Agenda für dieses Jahr aufzunehmen. Auch dieses Risiko sollte sich lohnen. “Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert und haben zwei Stunden am Stück interessiert zugehört”, gab Ulrike Peters beeindruckt zu Protokoll. Eine spezielle Führung durch das Museum hatte sich nämlich nicht auf alle 130.000 ausgestellten Werke bezogen, sondern auf zehn ausgewählte Gemälde, in denen die Esskultur von der Antike bis zur Gegenwart thematisiert wurde.

Erstmalig steuerte die Delegation aus dem Westerwald dieses Jahr auch einmal die französische Region “Jura” an. In einem ehemaligen Fort Saint Antoine in Malbuisson erlebten die BBS-Schüler einen Käse-Sommelier bei seiner Arbeit. Mit einem speziellen Stab prüft er den Reifegrad des für die Region typischen Comtés. Mit unzähligen Hör- und Geschmacksproben überwacht er auch die Entfaltung des Aromas der in Hochregalen gelagerten Laibe. Die dort in den Fokus genommenen vielen Kriterien, wie z. B. fruchtig, milchig oder blumig, erstaunten nicht nur die jungen Auszubildenden.

Diese waren sich im Nachgang der Frankreichfahrt jedenfalls einig, dass die Partnerschaft mit Dijon unglaublich gewinnbringend für die Schülerinnen und Schüler aus dem Gastronomiebereich der BBS sei und nicht nur die vielen Impressionen der Tagesauflüge dafür der Grund sind. “Wir können jedem, der die Chance hat, nur empfehlen, die Fahrt nach Dijon mitzumachen. Man lernt ein komplett neues System der Ausbildung kennen und erfährt sehr viel Gastfreundschaft”, schilderten Pia Mockenhaupt, Marvin Kölzer und Lara Schramm ihre Eindrücke. Letztgenannte war sogar schon zum zweiten Mal dabei.

Die Gastfreundschaft hoben die Drei in ihren Ausführungen immer wieder hervor. Der Umstand, dass sie mittlerweile schon einige der französischen Schülerinnen und Schüler aus vorherigen Treffen kannten, nährte die durchweg gute Atmosphäre der Fahrt noch zusätzlich. “Hier wird die Gastfreundschaft erlebt. Dadurch werden indirekt ebenfalls Kompetenzen gefördert”, stellte auch Ulrike Peters heraus. “Das alles sind auch Belege für die Nachhaltigkeit der regelmäßigen Treffen mit den Nachwuchsgastronomen aus Dijon”, ergänzte sie.

Nachhaltig wird der Ausflug auch auf Daria Breitenbücher wirken. Die angehende Köchin im 2. Ausbildungsjahr der Klostergastronomie Marienthal verlängerte ihren Aufenthalt nämlich um weitere vier Wochen für ein Praktikum im französischen Restaurant „Le Bistrot de I’Hotel“ in Beaune. Das Bistrot rangiert auf Platz 14 in den „Top 100+ European Heritage Restaurants“. Ihr Ausbilder und Mitgründer der Dijon-Partnerschaft, Uwe Steiniger, der eigens für das traditionelle Abschlussessen nach Frankreich gereist war, stellte die 19-Jährige dafür frei. An dieser Stelle sei einmal erwähnt, dass die von der ADD und dem Förderverein der BBS Betzdorf-Kirchen unterstützte Fahrt nicht möglich wäre, wenn die Ausbildungsbetriebe der Region nicht ebenfalls mitspielen würden.

Aber das tun sie hoffentlich noch lange! Denn schon Ende März erfolgt dann der bereits fünfte Besuch der Franzosen an der BBS Betzdorf-Kirchen. Die Vorbereitungen des Treffens laufen bereits jetzt und auch Ulrike Peters blickt ob der “sehr netten und harmonischen Schülergruppe”, die mit in Frankreich war und auch im März wieder in die Planungen eingebunden ist, voller Vorfreude auf das nächste


BBS-Schüler auf der Bestenehrung

Mit der Note 1 schlossen insgesamt 21 Auszubildende aus dem Landkreis Altenkirchen ihre Kammerprüfung in diesem Sommer ab. Zehn der "Besten" besuchten während ihrer Ausbildung die BBS Betzdorf-Kirchen. Diese machten sich nun auf den Weg nach Koblenz, um in einer Feierstunde für ihre tollen Leistungen geehrt zu werden.

Die IHK berichtete wie folgt:

Rund 300 frisch Ausgebildete sind von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz für herausragende Leistungen in ihren Abschlussprüfungen ausgezeichnet worden. Bei der Bestenehrung Ausbildung am Mittwoch in der Rhein-Mosel-Halle gratulierte Susanne Szczesny-Oßing, Präsidentin der IHK Koblenz, vor gut 1.000 Gästen den jungen Fachkräften zu ihren „sehr guten“ Abschlüssen und bestärkte sie darin, diesen erfolgreich eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Das Comedy-Duo Willi & Ernst sorgte bei der Moderation für kurzweilige Unterhaltung und einige Lacher zwischen den einzelnen Ehrungen, die nach Landkreisen geordnet vorgenommen wurden.

„Kein Bildungs- und Qualifizierungsweg ist so gut geeignet, um die Menschen auf die betrieblichen Anforderungen von morgen vorzubereiten, wie die duale Ausbildung“, unterstrich Szczesny-Oßing. „Es liegt jetzt an Ihnen, liebe ehemalige Auszubildende, durch konsequente Weiterbildung und Qualifizierung einen erfolgreichen beruflichen Weg zu gehen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten!“

Dass sehr gute Abschlussergebnisse möglich seien, habe zuvorderst natürlich mit den Auszubildenden selbst und ihren Ausbilderinnen und Ausbildern zu tun, „aber ohne unsere mehr als 2.800 ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer wäre das auch nicht möglich“, so die IHK-Präsidentin. „Von daher gilt auch allen Prüferinnen und Prüfern mein Dank und ich richte damit verbunden meinen ausdrücklichen Appell an unsere Unternehmen, diesem Ehrenamt die erforderlichen Freiräume einzuräumen.“ Auch die Berufsschulen würdigte Szczesny-Oßing in ihrer Rede – denn ohne den Partner Berufsschule sei die duale Ausbildung weder dual noch denkbar.

Bei der Bestenehrung werden jährlich Auszubildende ausgezeichnet, die ihre Ausbildung mit der Gesamtnote „Sehr gut“ abgeschlossen haben. Die Besten unter ihnen werden, gemeinsam mit den Besten aus den anderen Bundesländern, nach Berlin zur Bundesbestenfeier des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) im Dezember eingeladen. Insgesamt haben in diesem Jahr über 5.000 junge Menschen ihre Prüfung in den 174 anerkannten IHK-Ausbildungsberufen abgelegt, 412 Absolventen haben mit der Note „Sehr gut“ abgeschlossen.


Mit acht Klassen zur IAA

Elektroantrieb, autonomes Fahren, künstliche Intelligenz – keine andere Branche verkörpert die immer kürzer werdenden Innovationszyklen und den damit einhergehenden Wandel besser als die Automobilindustrie.

Viele Erfindungen sind nicht unumstritten und werden in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Unumstritten ist jedoch die Tatsache, dass sich die Akteure des Arbeitsmarktes von heute und morgen intensiv mit den Entwicklungen auseinandersetzen muss.

Dieser Meinung sind auch die beiden Techniklehrer der BBS Betzdorf-Kirchen Burkhard Hensel und Markus Löcherbach. Insgesamt 87 Schülerinnen und Schülern aus acht Schulklassen (drei Klassen des Beruflichen Gymnasiums, vier Klassen der angehenden Produktdesigner und die Klasse der Industriemechaniker in Ausbildung) boten die beiden Begleiter die Möglichkeit, gemeinsam mit ihnen die IAA zu besuchen und dabei wertvolle Impulse für ihr weiteres berufliches Leben zu sammeln.

Außerdem integrieren sie die Inhalte und Eindrücke der Messe geschickt in ihren Unterricht – und das nicht nur im Bereich Technik. Burkhard Hensel wird beispielsweise die Veränderungen der Arbeitswelt durch die künstliche Intelligenz im Fach Gemeinschaftskunde behandeln. Um sich von den Entstehungen neuer Forschungsfelder zu überzeugen, machte er auf der IAA mit Hilfe einer VR-Brillen-Simulation auch einmal den Selbsttest (siehe Foto). Dabei verglich er seine eigenen Handlungsmöglichkeiten am Steuer mit denen einer Software. Hier fielen ihm nicht nur die schnelleren Reaktionszeiten des Computers, sondern auch das verbesserte Sichtfeld auf.

Dies war nur eines von unzähligen Beispielen, welche die zahlreichen Hersteller unter dem Motto „Driving tomorrow“ auf Europas führender Plattform für Mobilität darstellten. „Informativ und zukunftsorientiert“, beschrieb Markus Löcherbach die Messe in zwei Schlagworten. Außerdem zeigte er sich beeindruckt vom technischen Detailwissen der Automobilzulieferanten, mit denen er als ehemaliger Konstrukteur ins Fachsimpeln geriet.

Den Schülerinnen und Schüler aus Betzdorf-Kirchen imponierten in erster Linie die professionellen Perfomances der großen Hersteller auf der Messe. Sie hatten teilweise ganzen Hallen gemietet, um ihre Luxusboliden vorzustellen. „Hier wird die Zukunft visualisiert“, fasste es Burkhard Hensel zusammen.

Eventuell wird die Zukunft ja in ein paar Jahren auch durch die Besucher der BBS aktiv mitgestaltet. Auffallend war nämlich in diesem Jahr auch das offensive Werben der Unternehmen um Nachwuchskräfte. Außerdem war der zum größten Teil aus Fahranfängern bestehenden Schülergruppe aus dem Westerwald bei all‘ den Innovationen wichtig, dass sie auch zukünftig selbst fahren können.

Eventuell bestimmt dieser Ansatz ja dann die IAA 2029.


BBS-Schüler rocken „the kitchen“

„Ihr Sterneköche von morgen, beweist euer Können auf unseren Messen“, heißt es auf der offiziellen Homepage von CHEFS CULINAR, einem der namhaftesten Lebensmittel-Großhändler für Gastronomie, Hotellerie, Betriebsgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.

Damit appelliert das Foodservice-Unternehmen an alle Koch-Azubis in ganz Deutschland, sich in ihrem neu inszenierten Live-Cooking-Wettbewerb „Young Chefs Battle“ mit anderen Berufsschulteams zu messen. Konkret ist es in dieser Challenge die Aufgabe, mit einem vorgegebenen Warenkorb und einem Schülerteam in vier Stunden ein 3-Gang-Menü zu kreieren, welches eine aus Teambetreuern und Fachleuten bestehende Jury anschließend bewertet.

Der Teamgedanke war es auch, der Ulrike Peters, stellvertretende Schulleiterin der BBS Betzdorf-Kirchen, besonders gefiel. Nach Rücksprache mit ihren Schülern aus dem dritten Ausbildungsjahr der Köche und einer begeisterten Reaktion auf die Frage einer möglichen Teilnahme war die Anmeldung zum Wettbewerb im Frühjahr 2019 schnell verfasst. Doch die eigentliche Arbeit begann erst jetzt. Regelmäßig wurde in der Schule für das große Event geübt. Insgesamt traf sich das aus Panagiotis Wittmann (LaKö Betzdorf), Kai Schmittenhelm (Hotel Glockenspitze), Mahdi Zada Schnittenhelm (Breidenbacher Hof) und Maurice Dinges (Romantikhotel Alte Vogtei) bestehende Schülerteam sogar zweimal während den Sommerferien mit ihrer betreuenden Lehrerin Ulrike Peters in der Schule. Unterstützung bekamen die Jungköche außerdem von Michael Wenke, Gebietsverkaufsleiter und Mitorganisator bei CHEFS CULINAR, der das Team an der BBS Betzdorf-Kirchen besuchte, an der Erstellung von Trainingsplänen mitwirkte und die Schüler schon einmal auf ihren großen Tag einstimmte. Sollte spätestens nach diesem Termin die Nervosität der Teilnehmer gestiegen sein, so ließen sie es sich nach den Worten von Ulrike Peters nicht anmerken: „Die Schüler standen mutig vor der Aufgabe und waren dabei die ganze Zeit über völlig unbekümmert.“

Diese Einstellung war sicherlich nicht von Nachteil, als es dann am 14 – 16.09.19 auf das Messegelände in Düsseldorf ging. Zahlreiche wertvolle Impulse sammelten die BBS-Schüler hier in allen für sie relevanten Bereichen (z. B. Berufsbekleidung, Zutaten, Büffetpräsentationen usw.). Über den gesamten Messezeitraum hatten sie dabei alle Speisen und Getränke frei und wurden am Samstagabend sogar noch auf eine Galaveranstaltung eingeladen. „Die Wertschätzung den Teilnehmern gegenüber war durchgehend zu spüren“, beschrieb Ulrike Peters ihre Eindrücke.

Am Montag wurde es dann allerdings ernst: Team Gelnhausen gegen Team Betzdorf-Kirchen stand auf dem Messeprogramm. Dazu war sogar eigens ein 40-köpfiger Azubi-Fanclub aus Betzdorf-Kirchen angereist, um ihre Mitschüler anzufeuern. Nach einem vierstündigen, spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem die BBSler ein gelungenes Menü aus Seezunge, Rehrücken mit Urrüben und dunkle Kuvertüre mit Heidelbeeren gezaubert hatten, setzten sich allerdings die Gelnhausener am Ende knapp durch und erreichten mit ihrer Gesamtpunktzahl sogar den Gesamtsieg in Düsseldorf und ein Ticket zum Finale in Berlin. „Es war ein abenteuerlicher Weg. Unsere Schüler haben ihr Bestes gegeben und schmackhaft gekocht“, fasste Ulrike Peters die dennoch tolle Leistung ihres Teams, das am Ende Platz 3 in Düsseldorf holte, zusammen.

Auch die eigentlichen Protagonisten waren ob des einmaligen Erlebnisses regelrecht „geflasht“: „Wir haben viel gelernt“, „Wir können uns alle Gewinner nennen“, „Der Wettbewerb hat uns zusammengeschweißt“ oder „Wir sind stolz, unserer Schule gut vertreten zu haben“, lauteten nur einige der durchweg positiven Resümees.

Ein Dank gilt auch wieder einmal dem Ausbilder Uwe Steiniger und seiner Köchin Yasemin Sezer von der Klostergastronomie Marienthal, die viel Zeit aufwendeten, um mit dem BBS-Team in der Vorbereitung zu trainieren und es zu supporten.


Feedback im Blickpunkt

Auf die Rückmeldung der Kunden legen die Unternehmen weltweit immer größeren Wert, um beispielsweise ihre eigenen Verhaltensweisen überdenken zu können oder keine Nachfrageänderungen zu verschlafen.

Doch nicht nur in der Wirtschaft ist das „Feedback“ ein großes Thema. In sämtlichen Umfeldern und auf allen Ebenen, in denen verbal oder nonverbal kommuniziert wird, ist es wichtig, die eigene und die fremde Wahrnehmung abzugleichen.

Für das Wirken im Kontext „Schule“ ist die intensive und dauerhafte Auseinandersetzung mit den Entwicklungen und Möglichkeiten von Feedback damit essentiell.

Eine Maßnahme dieser Auseinandersetzung stellte nun eine schulinterne Lehrerfortbildung (SchiLF) zur Thematik dar. Mit insgesamt 14 Kolleginnen und Kollegen der BBS Betzdorf-Kirchen tagte man gemeinsam mit den beiden externen Fachfrauen Claudia Pochlatko und Christine Schmück im Haus Arche Noah in Katzwinkel. Neben der gründlichen Auseinandersetzung mit neuen theoretischen Ansätzen, konnte die Zeit auch für einen sehr ertragreichen Erfahrungsaustausch untereinander und mehrere Übungsrunden inklusive Auswertungsphase, in denen zahlreiche Methoden ausprobiert wurden, genutzt werden.

Damit von den dadurch verbesserten Kompetenzen auch alle übrigen Kolleginnen und Kollegen profitieren können, wird das LLK-Team (Lehr-Lern-Kultur) der Schule Anfang 2020 wieder die in diesem Jahr ins Leben gerufene Feedbackwoche anbieten.


Duale Studenten an der BBS schließen „Schritt 1“ ab

„13 Abschlüsse in 13 Monaten“ lautet die Bilanz der dualen Studenten an der BBS Betzdorf-Kirchen. Elf Industriemechaniker, ein Anlagenmechaniker und ein Mechatroniker schlossen damit den schulischen Teil ihrer Ausbildung ab.

Dabei erzielten die nun ehemaligen Schülerinnen und Schüler durch die Bank hervorragende Leistungen. Jürgen Strüder, der stellvertretende Schulleiter der BBS, sprach während der gemeinsamen Feierstunde von einem „schönen Tag“ für die dualen Studenten, die damit „Schritt 1“ ihrer insgesamt vier Jahre und neun Monate andauernden Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben.

Aber auch alle weiteren an der Ausbildung beteiligten Kooperationspartner schloss er in seine Rede mit ein. „Sowohl die handelnden Personen der Betriebe und der Kammern als auch die Lehrer an der BBS Betzdorf-Kirchen können stolz auf diese Zeugnisse sein, die wir gleich ausgeben dürfen“, stellte Jürgen Strüder heraus. Des Weiteren wiederholte er das Angebot an die Abgänger, die BBS jederzeit wieder besuchen zu können.

Abteilungsleiter Harald Alzer hatte in seinen Worten bereits ebenfalls darauf hingewiesen, dass „wir an der BBS“ auch weiterhin gerne als Ansprechpartner für jegliche Fragen zur Verfügung stehen. Außerdem appellierte er an die jungen Erwachsenen, gleichermaßen untereinander den Kontakt zu halten und wünschte ihnen viel Erfolg für das nun anstehende Studium.

Klassenleiter Holger Schollmeyer, der die Gruppe seit ihrer Einschulung am 06.08.2018 eng begleitete, teilte im Anschluss die Abschlusszeugnisse aus und verabschiedete sich noch einmal etwas ausgiebiger bei einem gemeinsamen Abschlussgrillen.


Der Grundstein für Digitale Klassenzimmer im Landkreis ist gelegt

Spatenstich an der BBS Betzdorf Kirchen bildet den Startschuss zum Schulausbauprojekt Landkreis Altenkirchen

Die fortschreitende Digitalisierung ist nicht mehr aus dem Wirtschaftsgeschehen und der Arbeitswelt wegzudenken. Digitale Systeme und Werkzeuge durchdringen die Gesellschaft und bringen viele Veränderungen mit sich. So findet auch ein enormer Wandel bei den Bildungseinrichtungen statt: die Schulen sind auf schnelles Internet und zuverlässige Bandbreiten angewiesen.

Der Spatenstich an der Berufsbildenden Schule in Kirchen ist nun der Startschuss für das neue Ausbauprojekt in Sachen Digitale Infrastruktur im Landkreis Altenkirchen. Das Schulausbauprojekt wird für stabile Bandbreiten von mindestens 30 Mbit/s pro Klassenzimmer sorgen – und das an 38 Schulstandorten.

Landrat Michael Lieber lud zu diesem erfreulichen Ereignis in die Berufsbildende Schule Betzdorf-Kirchen ein, um gemeinsam mit Vertretern des Bundes und Landes, der kommunalen Familie sowie Vertretern der Deutschen Telekom den Beginn der Bauarbeiten einzuläuten. „Der heutige Spatenstich an der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen ist ein Grund zur Freude. Denn ein Glasfaserhausanschluss bildet die Grundlage für eine leistungsfähige Netzanbindung an Schulen und ist in Zeiten von zunehmender Digitalisierung unabdingbar. Ich freue mich, dass wir mit dem nun stattfindenden Schulausbauprojekt den Grundstein für den weiteren Weg in Richtung Digitales Klassenzimmer legen“, so Landrat Michael Lieber.

Das aktuelle Breitbandprojekt, das im Herbst 2019 endet, umfasst ein Fördervolumen von rund 13,2 Millionen Euro. Darauf aufsattelnd kommen nun nochmals 1,3 Millionen Euro für den Ausbau der regionalen Schulen hinzu. Insgesamt mehr als 14,5 Millionen Euro werden in den Ausbau der Digitalen Infrastruktur im Landkreis Altenkirchen investiert, wobei die Hälfte durch Bundesmittel und 40 Prozent durch Landesfördermittel gedeckt werden.

Die ateneKOM GmbH betreut deutschlandweit als offizieller Projektträger des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur die Koordination und Abwicklung des Bundesförderprogramms zum Breitbandausbau. Beim Spatenstich im Landkreis Altenkirchen betonte Herr Pitruzzella, stellvertretender Regionalleiter der ateneKOM GmbH, den Fokus nicht allein auf die Privathaushalte zu legen. Krankenhäuser, Gewerbegebiete, Schulen, soziale Einrichtungen, die gesamte Breite öffentlicher Institutionen würden in Altenkirchen vom Ausbau profitieren. Ziel ist die wirtschaftliche Erschließung unterversorgter Gebiete durch zukunfts- und hochleistungsfähige Gigabitanschlüsse. Pitruzzella lobte zudem die zielgerichtete Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Altenkirchen, dem Bundesland Rheinland-Pfalz und dem Bund. Die flächendeckende Verbreitung von Glasfaserinfrastruktur ist ein wichtiger Meilenstein für die Region, wie Pitruzzella abschließend zusammenfasst: „Auch die Schulen profitieren vom Breitbandausbau, sodass dem Digitalpakt nichts im Wege steht“.

Margarita Dvorina vom Breitband-Kompetenzzentrum des rheinland-pfälzischen Innenministeriums ist ebenfalls der Einladung nach Altenkirchen gefolgt, um gemeinschaftlich mit allen Akteuren diesen wichtigen Meilenstein zu feiern: „Der Breitbandausbau ist erklärter Schwerpunkt der Landesregierung, die ihn fokussiert vorantreibt. Dabei ist die Versorgung mit leistungsfähigem Internet nicht nur ein grundlegender Standortfaktor für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, sondern eben auch Grundlage für die digitale Weiterentwicklung der Schulen und damit für einen modernen Unterricht der Schülerinnen und Schüler.“

Die Deutsche Telekom wird auch im aktuellen Schulausbauprojekt als Kooperationspartner auftreten und den Ausbau der Netzinfrastruktur vornehmen. Dazu Frank Bothe, Leiter der für den Ausbau verantwortlichen Telekom-Niederlassung: „Wir danken dem Kreis und seinen Kommunen für das erneute Vertrauen in unsere Expertise beim Netzausbau. Wir freuen uns darüber, den Kreis nun auch dabei unterstützen zu dürfen, die digitale Leistungsfähigkeit der Schulen zukunftssicher auszubauen.“

In den kommenden Monaten werden die weiterführenden Kreisschulen sowie Grund- und Förderschulen mit sogenannten FTTB-Anschlüssen (Fibre-To-The-Building) versorgt. Hierbei handelt es sich um direkte Glasfaserzuleitungen vom Hauptverteilerkasten bis ins Gebäudeinnere der Schulen. Dadurch können Bandbreiten von mindestens einem Gigabit generiert werden. Mehr als 14.000 Schülerinnen und Schüler profitieren von dem bevorstehenden Breitbandprojekt.

„Die Digitalisierung wird alle Lebensbereiche, also auch den sehr wichtigen der Schule, besonders den der beruflichen Bildung, grundlegend verändern. Für die Schülerinnen und Schüler der BBS Betzdorf-Kirchen werden sich von heute an völlig neue Möglichkeiten des Lernens im Unterricht und in der dualen Ausbildung ergeben. Die Lehrerinnen und Lehrer der BBS Betzdorf-Kirchen haben sich auf diesen Tag sehr gefreut. Sie sind bereit“, so abschließend Michael Schimmel, Schulleiter der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen.

Das Schulausbauprojekt gliedert sich in insgesamt sieben Bauabschnitte, wobei der erste Bauabschnitt die Verbandsgemeinde Kirchen umfasst. Noch im Laufe dieses Jahres werden die ersten fünf Schulen an die neue Netzinfrastruktur angeschlossen. Das gesamte Projekt soll dann bis Anfang 2022 vollends fertiggestellt sein.


110 Stadionrunden für guten Zweck

Unter der Überschrift „1. Spendenlauf der BBS Betzdorf-Kirchen“ lud das SV-Team um Verbindungslehrer Timo Kötting sowie die Schülersprecher Jonas Gelhausen und Pascal Sachtleben am letzten Schulmontag 2018/19 ein.

Schon in den vergangenen Jahren sorgte das kreative Trio stets für gelungene Abschlussveranstaltungen. Letztes Jahr wurde ein Faustballturnier durchgeführt, in den Jahren 2016 und 2017 spielte die Schule Völkerball.

Diese Mal sollte jedoch ein guter Zweck die Veranstaltung bestimmen und so entstand die Idee des Spendenlaufs im Molzbergstadion. Das Prinzip sah es vor, dass sich jeder Teilnehmer zunächst einen Spender suchte, der für jede gelaufene Runde seines Schützlings einen ausgemachten Betrag entrichtete. Das SV-Team entschied sich für das Frauenhaus in Hachenburg als Spendenempfänger.

Ca. 35 Schülerinnen und Schüler, vorwiegend aus dem Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), der Berufsfachschule I (BF I) und der Berufsschulklasse Bau (BS Ba), kamen der SV-Einladung nach und trafen sich zum vereinbarten Zeitpunkt auf der 400 Meter langen Tartanbahn des Stadions. Bei gefühlten 40 Grad schafften die motivierten Jugendlichen insgesamt 110 Runden und erliefen dadurch zusammen 300 €.

„Es hat Spaß gemacht und uns Freude bereitet, durch den Spendenlauf etwas für andere Menschen tun zu können“, hieß es aus den Reihen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Auch Verbindungslehrer Timo Kötting freute sich nach dem Event und zog eine positive Bilanz: „Ich habe sowohl bei den Organisatoren als auch bei den Schülern eine hohe Motivation für die Sache feststellen können.“

Ob im Jahr 2020 der 2. Spendenlauf folgen wird oder die SV erneut eine weitere Idee realisiert, ist noch entschieden, aber um es mit Mark Fosters optimistischem Songzitat zu formulieren: „Egal was kommt, es wird gut, sowieso.“


Abitur 2019

Nach drei gemeinsamen Jahren ist es für 33 Schülerinnen und Schüler des beruflichen Gymnasiums an der BBS Betzdorf-Kirchen geschafft. Sie haben die Allgemeine Hochschulreife erlangt und sich damit die Türen für eine erfolgreiche Zukunft weit aufgestoßen. „Make Abi great again“ lautete dabei ihr Motto, das auch die Rhein-Zeitung in folgendem Bericht vom 22.06.19 aufgriff:

Von RZ-Mitarbeiterin Regina Müller Betzdorf.

„Make Abi great again!“ Unter dieses Motto hat der Abiturjahrgang 2019 der BBS Betzdorf-Kirchen (Fachrichtung Technik) seine Reifeprüfung gestellt. „Wenn man zu denken anfängt, kann man das auch gleich groß machen“, zitieren die Moderatoren Jörg Peter Lukas Kleinfeld und Lukas Schmidt mit einer dicken Portion Ironie die bekannten Phrasen des umstrittenen US-Präsidenten. Wie hartnäckig die Schüler auf dem Weg zu ihrem Abitur waren, davon kann Christoph Tietz, Leiter des Beruflichen Gymnasiums, berichten: „Alle 33 Abituranwärter haben die Prüfung auch tatsächlich bestanden.“

Einige Schüler konnten mit besonderen Leistungen glänzen, und das wurde nun auch anerkannt: Niklas Quarz ist der erste Abiturient an der BBS Betzdorf-Kirchen, der den VDI-Preis für den besten Abiturienten im Bereich Metalltechnik bekommt. Als Jahrgangsbester hat Silas Alhäuser die Allgemeine Hochschulreife mit einem Notendurchschnitt von 1,4 abgeschlossen. Vom Landrat erhält er einen Buchpreis für sein besonderes soziales und gesellschaftliches Engagement. Aufgrund hervorragender Leistungen im Fach Physik erhält Kaan Sol eine Mitgliedschaft bei der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Rebecca Brenner erhält eine Mitgliedschaft sowie einen Buchpreis. „Natürlich hat auch das Kollegium einen Anteil an diesem Erfolg“, meinte Schulleiter Michael Schimmel. „Sie haben die Schüler zum Abitur hingeführt, teilweise geschoben und gezogen. Ein Jahr voller Veränderungen war es für die Welt, die Zeitungen berichteten von 5 G-Frequenzversteigerungen und Greta Thunberg, die junge Leute für Klimaschutz sensibilisierte. Für unsere Abiturienten hat 2019 nun eine ganz besondere Bedeutung in ihrer Biografie.“

Stellvertretend für alle Abiturienten bedankte sich auch Schülersprecher Jonas Gelhausen bei Eltern und Lehrern. Mit viel Einsatz haben alle Schulabgänger einen Tanz choreografiert. Sophie Eggert und Madeline Schäfer führten gesanglich durch den Abend. Den emotionalen Höhepunkt bildete die Zeugnisvergabe durch Christoph Tietz, Thorsten Schneider (Stammkursleiter Metalltechnik) und Burkhard Hensel (Stammkursleiter Umwelttechnik).

Folgende Schüler erlangten die allgemeine Hochschulreife (Abitur) an der BBS Betzdorf-Kirchen:

Gerhard Cristian Odenthal (Bad Marienberg), Sophie Eggert im Kampe, Ümit Karadeniz, Dennis Nagel (alle Betzdorf), Niklas Quarz (Bruchertseifen), Michelle Marie Stumpf (Daaden), Martyna Niespor (Dickendorf), Rebecca Brenner, Umut Kaan Yaprak (beide Elkenroth), Jonas Gelhausen (Forst), Leonie Marie Flender (Herdorf), Jan Sören Büdenbender, Lukas Schmidt (beide Kirchen), Chantal Hertzel (Nauroth), Elly Schuppener (Neunkhausen), Felix Klein, Max Klein (beide Niederfischbach), Niclas Woelki (Obererbach), Robin Dahnke (Pracht), Daniel Christian Schmidt (Scheuerfeld), Thilo Eggert im Kampe (Selbach), Silas Alhäuser, Louisa Sophie Kober, Ruth Madeline Schäfer, Melvin Schlösser, Louisa Marie Stühn (alle Weitefeld), Marlon Radermacher (Windeck), Jan Althoff, Christian Schläger, Kaan Sol, Can Sol (alle Wissen), Jörg Peter Lukas Kleinfeld (Woldert).


Ehrgeiz wird belohnt

„Andere befinden sich in eurer Situation schon im „chill-mode“, aber ihr seid nochmal angetreten“, „Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun“ oder „Eure Zielstrebigkeit neben der Ausbildung hat euch ans Ziel gebracht.“ Diese und viele andere Aussagen und Zitate in den Abschiedsreden der jeweiligen Klassenlehrer hatten eins gemeinsam: Den hohen Respekt vor den Leistungen aller Absolventen der unterschiedlichen Wahlschulen an der BBS Betzdorf-Kirchen.

Die Schülerinnen und Schüler der Berufsoberschule I (BOS I) waren ein Jahr lang gemeinsam “Auf dem Molzberg” unterwegs, bei der Dualen Berufsoberschule (DBOS) und der Höheren Berufsfachschule für IT-Systeme (HBFI) waren es zwei und die Fachschüler im Bereich Technik (FSTM, Maschinenbau und Mechatronik) drückten sogar noch einmal vier Jahre die Schulbank. Am Ende hatten sie eins gemeinsam: Die Fachhochschulreife - und das insgesamt gleich 57-mal. „Mit diesem Schulabschluss haben Sie hervorragende Voraussetzungen, die Veränderungen der Zukunft mitgehen zu können“, formulierte es Schulleiter Michael Schimmel in seiner Begrüßungsrede. „Lebenslanges Lernen und Weiterbildungen werden immer wichtiger. Sie haben eine Investition in sich selbst getätigt“, bekräftigte er anschließend.

Ob sich diese Investition schon unmittelbar oder erst in zehn Jahren auszahlt, hängt sicherlich von den unterschiedlichen Biografien und Situationen der einzelnen Individuen ab. Fest steht aber, dass sie alle an diesem Tag mit Recht stolz auf sich sein können.

Die Zeugnisausgabe an die – nun ehemaligen – Schülerinnen und Schüler erfolgte durch die jeweiligen Klassenleiter Katrin Odendahl (DBOS), Oliver Rademacher und Kerstin Mohr (BOS I, HBFI) sowie Michael Hofmann und Silke Groß (FSTM).

Neben den schulischen Leistungen gab es in diesem Jahr erstmalig auch eine Ehrung für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz in der Schule. Dieser ging in Form eines Buchpreises vom Bildungsministerium an BOS-Schüler Sezer-Ahmet Bayrak.

Die Lehrerband PädPur umrahmte die abendliche Feierstunde wieder einmal mit insgesamt fünf ausgewählten Stücken ihres umfassenden musikalischen Repertoires und trug damit ebenfalls zu einem schönen Schulabschluss von 57 gereiften Persönlichkeiten bei.

Alle Absolventinnen und Absolventen im Überblick:

Berufsoberschule I Technik und Höhere Berufsfachschule:

Tobias Aman (Betzdorf), Nico Jung (Kirchen), Jonas Heuzeroth (Marzhausen), Sezer-Ahmet Bayrak, Julian Solbach (beide Scheuerfeld), Jens Schneider, Niklas Scholz (beide Wissen), Justin Langenbach (Bitzen), Fynn Benoît (Kreuztal).

Duale Berufsoberschule I Technik:

Lena Freund (Burbach), Aaron Aurand (Derschen), Nils Becker (Friedewald), Jann-Philipp Schröder (Haiger), Till Klein (Hamm), Moritz Jung (Harbach), Maurice Fey (Herdorf), Juliane Wöhrmann(Katzwinkel), Fritz-Julius Ebener, Jan Silas Schmidt, Ralf Christian Seibel (alle Neunkirchen), Daniel Gergel, Till Schütz (beide Niederdreisbach), Sarah Lehmkuhl (Wallmenroth), Hannah Porr (Wilnsdorf).

Fachschule Technik:

Thomas Parker (Altenkirchen), Steffen Hirsch (Dreisbach), Minh Phuc Tran (Eichen), Marvin Brenner (Fensdorf), Thomas Weber (Friedewald), Lars Dietershagen (Friesenhagen), Johannes Brenner (Gebhardshain), Artem Borisov, Tim Kämpf (beide Hachenburg), Alexander Eickhoff, Florian Höfer, Mirko Muhl (alle Herdorf), Marcel Stähler, Jonas Wagner (beide Irmtraut), Sven Kölzer (Katzwinkel), Alexander Klose, Alexander Kohlhaas (beide Kirchen), Kamil Jaworski (Mittelhof), Andreas Neumann (Morsbach), Caine Wolf (Neunkhausen), Nico Majert (Obererbach), Andreas Wiebe (Roth), Jonas Metzger, Maxim Nowokowski (beide Siegen), Patrick Uwe Unger (Steinebach), David Vor (Steineroth), Jonas Dielmann, Maurice Gläser, Woldemar Heinrich, René Schmidt (alle Weitefeld), Marvin Pletz (Wilnsdorf), Stefan Brenner (Wissen)


Mit eigenem Comic auf den zweiten Platz

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat Berufsschulen und Auszubildende aus Rheinland-Pfalz für ihre erfolgreiche Präventionsarbeit ausgezeichnet. Platz 2 ging dabei an die Schülerinnen und Schüler der Fachrichtung Sanitär-Heizung-Klima der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen (Klassenbezeichnung: BS HZ 16).

Richtig falsch machen – Fehler helfen lernen: Unter diesem Motto informierte das bundesweite Präventionsprogramm „Jugend will sich-er-leben“ der DGUV im aktuellen Schuljahr über den Umgang mit Fehlern und Fehlerkultur bei der Arbeit. Aus Rheinland-Pfalz haben insgesamt 51 Berufsschulen und knapp 23.100 Schülerinnen und Schüler an dem dreiteiligen Wettbewerb teilgenommen.

Im Rahmen des Kreativpreises hat die Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen den zweiten Platz in ihrem Bundesland gewonnen. Genauer gesagt: die Azubis der Fachrichtung Sanitär-Heizung-Klima. Sie hatten in ihrem Comic „Der Kundenauftrag“ eine typische Situation aus ihrem Alltag und einen häufig in der Ausbildung auftretenden Fehler beleuchtet. Vor allem die Reflexion über den richtigen Umgang mit dem Fehler hat die Jury überzeugt. „Man merkt, wie intensiv sich die Klasse mit dem Thema beschäftigt hat. Sie haben ihre eigenen Erfahrungen und persönlichen Anteile an den Fehlerursachen sehr gut auf den Punkt gebracht sowie ausführlich überlegt, wie man sich nach Auftreten eines Fehlers am besten verhält. Echt super!“, lobt Jury-Mitglied Ulrich Zilz, der als Ausbildungsreferent der Berufsgenossenschaft Holz und Metall und Koordinator von JWSL bei der DGUV tätig ist.

André Kraft, betreuender Lehrer der teilnehmenden Auszubildenden, schloss sich mit seinem Lob an: „Die Schülerinnen und Schüler waren an der Aufgabenstellung sehr interessiert. Sie haben komplett autark geplant und gearbeitet. Die Kommunikation untereinander war ebenfalls sehr gut.“

Inhaltlich gelang es Herrn Kraft, dieses Projekt in alle seine Unterrichtsfächer innerhalb der BS HZ 16 einzubringen. Zunächst einmal wurden gängige fachliche Fehler innerhalb des berufsbezogenen Unterrichts besprochen. Das falsche Öffnen eines Heizungsventils stand hierbei abschließend im Fokus. Der Umgang mit diesem Fehler im Nachhinein war dann Gegenstand des Religion- und des Sozialkundeunterrichts.

Welche Versicherungen kommen für welche Schäden auf? Soll ich den Vorfall besser verschweigen oder die Wahrheit sagen? Wie soll mit uns umgegangen werden, wenn wir Fehler machen? Wie gehen wir mit Fehlern anderer um? - Diese Fragen standen im Zentrum der Projektbearbeitung und wurden kreativ beantwortet.

Dass die beteiligten Schülerinnen und Schülern Spaß bei der Arbeit hatten, zeigt am Ende nicht nur der zweite Platz, sondern auch das festformulierte Vorhaben, den Erfolg im nächsten Jahr zu wiederholen. Doch zunächst einmal dürfen sie sich am diesjährigen Preisgeld erfreuen, welches sie gemeinsam für einen Besuch im Kletterwald und in der Pizzeria verwenden werden.

Neben den angehenden Anlagenmechanikern für Sanitär- Heizung- und Klimatechnik durfte sich auch die restliche BBS-Gemeinschaft freuen. Der Schulpreis für die höchste Beteiligung am diesjährigen DGUV-Wettbewerb ging erneut an die BBS Betzdorf-Kirchen. Christoph Moog hatte diese Teilnahme wiederholt initiiert und koordiniert.


BerufsschülerInnen bauen sich ihre CNC-Fräsen selbst

„Wenn 3D-Druck auf CNC-Technik trifft, wird es spannend“, dachten sich acht angehende Holzmechaniker und TischlerInnen der Klasse BS HO 17 an der BBS Betzdorf-Kirchen und nahmen das Angebot einer Arbeitsgemeinschaft zum Bau von CNC-Fräsen mit 3D-gedruckten Teilen wahr.

Zusammen mit ihren Lehrern Thomas Staß und Thomas Bredenbröker setzen die Auszubildenden gegenwärtig das Konzept „Mostly Printed CNC“ um. Hierbei bestehen die Führungen der Maschine aus Edelstahl-Rohren, während alle weiteren benötigten Teile aus Kunststoff gedruckt werden. Dieses Verfahren führt zwar nicht zu einer Fräse in Industriequalität, reicht aber dennoch ohne Weiteres dazu aus, Sperrholz und Aluminium in Zehntel-Millimeter-Genauigkeit zu bearbeiten. Zudem ist der Bau einer solchen Fräse mit den Mitteln einer Auszubildendenvergütung realisierbar.

Das Projekt selbst kam eher zufällig zu Stande. Thomas Bredenbröker hatte seiner Klasse davon erzählt, dass er gerade dabei ist, für eine CNC-Fräse Teile auf seinem 3D-Drucker (für die Experten: ein Prusa i3 Mk3) zu drucken. Daraufhin fragte einer seiner Schüler, ob es möglich sei, auch für ihn Teile mit zu drucken. Jetzt wurden auch weitere Schülerinnen und Schüler hellhörig und wenige Wochen später war die neue AG auf freiwilliger Basis geboren. Seitdem treffen sich die Hobbybastler regelmäßig nach Unterrichtsende und lassen in Summe acht neue CNC-Fräsen entstehen, von denen eine sogar am Ende der Schule zu Gute kommt.

Aber wie gingen sie dabei vor?

Zunächst einmal mussten sie satte sechs Kilometer Kunststoff-Faden zu 43 verschiedenen Teilen pro Fräse verarbeiten. Diese Teile wurden anschließend verschraubt und teilweise mit Rollenlagern für die Führungen versehen. Dabei ist feinfühliges und genaues Arbeiten enorm wichtig, wird jedoch am Ende mit einem exakten Lauf der Fräse belohnt. Den Antrieb dafür besorgen fünf Schrittmotoren, die über ein Arduino-Bord angesteuert werden.

Trotz der Tatsache, dass die verfügbare Zeit der Arbeitsgruppe wie im Flug vergeht, ist die erste Fräse fast schon zum Verkabeln bereit. Einige ganz ehrgeizige Projektteilnehmer haben sich sogar das Ziel gesetzt, ihre Fräse noch vor Beginn der Sommerferien in Betrieb zu nehmen. Ob dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden kann, werden wir in einem Abschlussbericht auflösen.

Unbestritten ist aber jetzt schon, dass die TeilnehmerInnen am Ende des Projektes nicht nur eine eigene CNC-Fräse besitzen, sondern auch viel über den Aufbau und die Bedienung einer derartigen Maschine gelernt haben. Des Weiteren können mit Hilfe des im Unterricht erlernten CAD-Programms „Vectorworks“ alle Werkstücke konstruiert und danach gleich auf der Fräse hergestellt werden.


1. Platz beim „Europäischen Wettbewerb“

„Es ist uns heute wichtig, immer „Up-to-Date“ zu sein, auch wenn wir dabei gelegentlich die Zeit vergessen.“ Diese These ist Teil des Ausgangspunktes eines Filmprojekts der Klasse BS MN 16+ an der BBS Betzdorf-Kirchen, in dessen Mittelpunkt der Social-Media-Einfluss auf die vorwiegend heranwachsende Generation steht.

„Social Media – ein Demokratiekiller?“ lautete die offizielle Modulbeschreibung des über die Bundesgrenzen hinweg organisierten 66. Europäischen Wettbewerbs mit dem Slogan „YOUrope – es geht um dich!“. Insgesamt 70.057 Schülerinnen und Schüler aus 1.131 Schulen nahmen an der diesjährigen Wettbewerbsrunde teil, deren Schirmherr kein Geringerer als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war. Unter den Teilnehmern befanden sich auch Jasmin Kexel, Katharina Nix, Katja Ruhbaum, Johanna Schneider und Marie-Theres Weber. Die fünf angehenden Modeschneiderinnen kamen im Rahmen des Sozialkunde-Unterrichts, gemeinsam mit ihrem Lehrer und Schulleiter Michael Schimmel, auf die Idee, bei diesem renommierten Wettbewerb an den Start zu gehen.

Bereits nach einem ersten Schreibgespräch im Klassenverband, in dem die wichtigen Fragen rund um die Umsetzung des Projektes geklärt wurden, ist das Feuer bei den fünf Schülerinnen entfacht. „Es fand eine tiefe Auseinandersetzung mit sozialen Medien und deren Wirkung statt. In diesem Zusammenhang setzten sich die Schülerinnen auch mit verschiedenen Demokratiemodellen und deren aktuellem Anwendungsbezug auseinander“, beschrieb Michael Schimmel seine Eindrücke aus dem Unterricht.

Doch nicht nur innerhalb der Schule waren die 17 – 22-Jährigen fleißig. „Wir sind für dieses Projekt auch in unserer Freizeit sehr aktiv gewesen. Wir waren einfach voll drin“, beschrieb Katharina Nix die vergangenen Wochen. Außerdem seien die gute Kommunikation untereinander und die Unterstützung durch Herrn Schimmel die Schlüssel zum Erfolg gewesen.

Die viele Arbeit sollte sich jedenfalls lohnen. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Ein 3:10 Min.-langes Video in elf Szenen plus dementsprechender Ausarbeitung stellten schlussendlich das Handlungsprodukt dar. Darin zu sehen ist eine zunächst sorgenfreie junge Frau, die selten soziale Medien nutzt und weder mit ihrem Äußeren noch mit ihrer Ernährung unzufrieden ist. Dies ändert sich im Laufe des Videos mit der verstärkten Nutzung der gängigen Plattformen in den virtuellen Gefilden. Die Selbststeuerung der Protagonistin im Video nimmt fortwährend ab. Sie orientiert sich immer mehr an den vermeintlichen Vorbildern einer scheinbar perfekten und erstrebenswerten Welt. Durch ständige Anpassung der Kleidung und kostspielige Nahrungsergänzungen sinken dabei nicht nur die finanziellen Mittel, sondern auch die Lebensqualität der ursprünglich zufriedenen Frau. Sie wird in ihrem Handeln immer fremdbestimmter und gerät dadurch in einen hektischen Alltag, in dem sie verzweifelt versucht, ihren Lifestyle an den ihrer „Influencer“ anzupassen. Hierbei gerät sie in einen Kreislauf, aus dem es irgendwann keinen Ausweg mehr gibt.

Bei der technischen Umsetzung des Videos bedienen sich die fünf Schülerinnen u. a. sogar einer Drohnenkamera, um bei Außenaufnahmen im Molzberg-Stadion die für ihre Aussage wichtige Vogelperspektive einnehmen zu können. Aber nicht nur technisch schöpften die Auszubildenden aus den Vollen. Jedes Detail in ihrem Video wurde durchgeplant und auf den Punkt gebracht. In einer geschickten Auswahl von metaphorischen Darstellungen innerhalb der Szenen, Schnitt und Hintergrundgeräuschen gelingt es der Gruppe, dem Zuschauer ihre Message zu vermitteln.

Die Aufklärung über den Einfluss und die Gefahren der sozialen Medien in unserer Zeit muss verstärkt stattfinden.

Die hohe Relevanz dieses Appells an Politik und Gesellschaft wurde auch den Schülerinnen erst während ihrer Bearbeitungsphase so richtig deutlich. „Wir hatten die Vermutung, dass die Social Media-Nutzung problematisch sein kann, aber so richtig eingestanden haben wir es uns zunächst nicht“, beschreiben die angehenden Modeschneiderinnen ihren Standpunkt vor dem Projekt im Nachgang. Sie selbst nutzen ebenfalls die sozialen Medien und beschrieben ihre Arbeit sogar teilweise als „Selbstexperiment“.

Mittlerweile achten sie verstärkt auf die profilbezogene Werbung in den sozialen Netzwerken. „Man hinterfragt das eigene Interesse jetzt wieder mehr“, geben sie geschlossen an. Sie wurden durch ihre reflexive Auseinandersetzung mit dem Thema für die damit einhergehenden Gefahren sensibilisiert. Nicht zuletzt deswegen sind sie geschlossen der Meinung, dass Aufklärung für alle Nutzer enorm wichtig ist!

Diese Erkenntnis wiegt für die Schülerinnen sogar weitaus schwerer als der 1. Platz in ihrer Kategorie beim 66. Europäischen Wettbewerb. Gefreut haben sie sich natürlich dennoch darüber und verbrachten abschließend - gemeinsam mit ihrem Lehrer Michael Schimmel - einen „lustigen Tag“ auf der Preisverleihung im pfälzischen Germersheim. 


Die BF I feiert Muttertag

Zwölf Mütter fanden vergangene Woche den Weg in die BBS – und das, obwohl weder ein Elternsprechtag noch ein Informationsabend angesetzt wurde. Eingeladen wurden sie zu diesem Termin von ihren Töchtern und Söhnen, die aktuell die Berufsfachschule I mit Fachrichtung Hauswirtschaft besuchen. Die Idee dazu entstand im Praxismodul 3 „Planung einer Feier“, das von den beiden Lehrerinnen Barbara Kessel-Pung und Stephanie Flug unterrichtet wird. In einem ersten Brainstorming, dessen Ergebnisse in Form einer gemeinsamen Mindmap präsentiert wurden, erteilten sich die Berufsfachschülerinnen und –schüler ihre Arbeitsaufträge selbst. Einladungskarten schreiben, kleine Präsente für die Mütter, Rezepte- und Kuchenauswahl, Tisch- und Raumdekoration sowie die Tagesablaufplanung bildeten hierbei die Themenschwerpunkte. Diese wurden anschließend in konkrete Arbeitspakete und dementsprechende Verantwortlichkeiten unterteilt und bearbeitet. „Den Schülern wurde in Vorbereitungs- und Durchführungsphase die Fülle der Aufgaben einer solchen Feier bewusst. Aber sie nahmen die Sache ernst“, schilderte Barbara Kessel-Pung ihre Eindrücke. Als es dann am 14.05. letztendlich soweit war und die Mütter der zwei Tage vorher erhaltenen Einladung folgten, war die Aufregung der „BF‘ler“ anfangs schon zu spüren. Doch sie sollte sich lohnen. Die Mütter zeigten sich von dem geschaffenen Rahmen ihrer Kinder „begeistert“ und freuten sich „einmal in lockerem Umfeld, Einblicke in die Schule erhalten zu haben.“ Stephanie Flug zog ebenfalls ein positives Resümee und gab an, dieses Projekt in der Art sicherlich nicht das letzte Mal durchgeführt zu haben. Auch Abteilungsleiterin UIrike Peters freute sich über den Besuch der Mütter, welcher die Leistungen ihrer Kinder wertschätze. Unter dem Strich bleibt eine gelungene Veranstaltung, die durch eine schöne Idee und viel gemeinsamer Teamarbeit der Schülerinnen und Schüler möglich wurde.


The taste of Europe

“Es ist wichtig, Grenzen zu überschreiten und sie zu erweitern”, erklärte Michael Schimmel, Schulleiter der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen in seiner Begrüßung zur großen Abschlussfeier der französisch-polnisch-tschechisch-deutschen Schülerbegegnung im 4er-Netzwerk des Partnerschaftsverbandes Rheinland-Pfalz.

Viele namhafte Gäste aus Politik, Gastronomie, Kammern und Schule waren in die Klostergastronomie Marienthal gekommen, um dem Finale der Europawoche 2019 mit dem Motto “The taste of Europe” einen würdigen Rahmen zu geben.

Gastgeber Uwe Steininger sprach von einem ergreifenden Gefühl, mit so vielen jungen motivierten Menschen kochen und servieren zu dürfen. Es sei eine Ehre, der Ausrichter dieser Begegnung zu sein.

Eine Woche lang hatten die Schülerinnen und Schüler aus den vier genannten Nationen zusammen verbracht und dabei sowohl die Region als auch das Land gemeinsam erkundet. Neben dem Besuch der BBS Betzdorf-Kirchen und dem Wildparkhotel Bad Marienberg standen hierbei die Landesjugendakademie in Altenkirchen, die Birkenhof-Brennerei in Nistertal, der Landtag in Mainz und die Staatliche Weinbaudomäne in Oppenheim auf dem Programm.

Nach diesen zahlreichen Ausflügen und Besichtigungen stand der Tag der Abschlussfeier dann unter dem Motto “Do it yourself”. Von 9 Uhr morgens an standen die Nachwuchsgastronomen zusammen in der Küche, um den Abend vorzubereiten. Jeweils vier Gänge mit landestypischen Speisen bereiteten die Schülerinnen und Schüler der vier Nationen vor. Die Franzosen bildeten dabei sogar zwei Gruppen.

Der erste Gang wurde den begeisterten Gästen im Gewölbekeller der Klostergastronomie gereicht. Er erstreckte sich von Sauerkrautstrudel über Heringssalat, Roastbeef und Käsemadeleine bis hin zur Erbsencremesuppe mit Senfeis.

Der zweite Gang wurde im langen und hellen Flur des Hauses als sogenanntes “Flying Büfett” gereicht. Hier bereiteten die Projektteilnehmer nicht nur Currywurst, Cupcake, Schinkenröllchen, Frühlingsrolle und Kartoffel-Käsecreme vor, sondern auch wunderschön dekorierte Informationsstände zu ihren Regionen. Die sich dadurch bietenden Möglichkeiten des kulturellen Austausches wurden von den Gästen durchgängig genutzt.

Zu Guter Letzt zog die Karawane in den Eventsaal des alten Klosters weiter, um dort die letzten zehn Gänge (5 Hauptspeisen, 5 Desserts) serviert zu bekommen. Die deutsche Delegation steuerte dazu Westerwälder Krüstchen und Westerwälder Eierkrone hinzu. Polen überzeugte mit Schweinekotelett und Erdbeer-Mohn-Creme. Die tschechischen Schüler präsentierten Rindfleisch und “Kolaches” und die französischen Teilnehmer servierten Schweinemedaillons, Huhn in Weißwein, Windbeutel und gebrochene Macarons mit Erdbeere.

“Die Schülerinnen und Schüler waren für alles selbst verantwortlich”, hob Ulrike Peters, 2. stellvertretende Schulleiterin der BBS Betzdorf-Kirchen und Mitorganisatorin des Austausches hervor. “Ein 4-Stunden-Event dieser Art eigenständig zu planen und durchzuführen, war für die Jungköche sicherlich ein Novum”, ergänzte sie. Das gilt in besonderem Maße für die Teilnehmer unserer Nachbarländer Polen, Tschechien und Frankreich, deren Ausbildungen im gastronomischen Metier fast ausschließlich vollschulisch erfolgen.

Doch nicht nur fachlich sollte sich die Woche für die Jungköche lohnen. “Die Schülerinnen und Schüler haben eng zusammengearbeitet. Sie mussten sich dabei immer wieder auf neue Menschen einlassen und die gesamte Kommunikation über die Woche fand in englischer Sprache statt”, beschrieb Peters. Dabei seien kommunikative und soziale Kompetenzen gefördert und die erwähnten inneren Grenzen spürbar verschoben worden.

Als sich gegen 22 Uhr der offizielle Teil der Freitagveranstaltung dann allmählich dem Ende zuneigte, ergriff Thomas Linnertz, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier, das Wort. Er bedankte sich bei allen Teilnehmern in besonderem Maße und wünschte ihnen eine gute Zukunft in Europa.

Zum Abschluss des Abends empfingen die Protagonisten der Veranstaltung unter großem Applaus kleine Präsente von der Koordinatorin für interregionale Zusammenarbeit bei der ADD, Bettina Münch-Rosenthal.

Ins Bett ging danach allerdings niemand in der Marienthaler Klostergastronomie. Nach dem gemeinsamen Aufräumen startete eine lange und wohlverdiente After-Work-Party eines neuen gastronomischen Netzwerkes auf freundschaftlicher Basis.


Europäisches Netzwerktreffen an der BBS

„Junge Menschen für Europa durch Begegnungen zwischen den Regionen begeistern und ein Netzwerk europäischer Zusammenarbeit aufbauen.“ So lautet das Ziel des Partnerschaftsverbandes Rheinland-Pfalz/4er-Netzwerk e. V. Dieser fungiert als Dachorganisation für Kommunen, Verbände, Institutionen, Kammern und Schulen in Rheinland-Pfalz, die eine Partnerschaft in Burgund-Franche-Comté, in der polnischen Partnerregion Oppeln und im tschechischen Mittelböhmen pflegen.

Das Land Rheinland-Pfalz wird dabei dieses Mal von der BBS Betzdorf-Kirchen repräsentiert. Über ein erstes Zusammentreffen an der Schule berichtete die Rhein-Zeitung vom 08.05.19 wie folgt:

Eine kleine Europapremiere wurde gestern an der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen gefeiert: Die BBS war ein wichtiger Programmpunkt beim einwöchigen Besuch von Berufsschülern aus Polen, Frankreich und Tschechien im AK-Land, die zu Hause im Fachbereich Gastronomie/Nahrungsgewerbe ausgebildet werden und nun im Rahmen eines Begegnungsprojekts zu Gast in Rheinland-Pfalz sind. Der Partnerschaftsverband „4er-netzwerk“ führt junge EU-Bürger regelmäßig unter einem jeweils anderen Motto zusammen. Ging es 2018 um Medien, heißt es jetzt „The Taste Of Europe“ – angehende Köche und Gastronomen von hier zeigen den Besuchern ihre Künste. So auch an der BBS, wo die Azubis einen Teil ihrer Ausbildung erfahren.

Je fünf Schüler und einige ihrer Lehrer aus den Regionen Burgund-Franche-Comté (Frankreich), Oppeln (Polen) und Mittelböhmen (Tschechien) sind am Montag in Marienthal angekommen, wo sie in der Klostergastronomie nicht nur untergebracht sind, sondern auch gleich den „taste“, den Geschmack der Region aufs Leckerste kosten dürfen. Gestern gab es an der BBS dann Frühstück und später Mittagessen – mit weiterem typischen Kostproben des „Taste of Europe“, von der Köche-Klasse zubereitet.

Im Mittelpunkt indes stand ein Programm zum Thema Europa, das die Lehrer Isabell Rosenbauer (Ernährung, Biologie), Steffen Plicht (Englisch, Sozialkunde), Marco Orthen (Elektrotechnik, Gemeinschaftskunde) und Burkhard Hensel (Technik, Gemeinschaftskunde) organisiert hatten. Federführend an der BBS war die stellvertretende Schulleiterin Ulrike Peters.

Klar, dass Englisch die einzige Chance ist, die Nationen ins Gespräch zu bringen. Dabei halfen gestern gewisse „Eisbrecher“, die in einigen Klassen vorbereitet wurden: Gruppenspiele, bei denen ein Problem ohne Zusammenarbeit nicht gelöst werden kann. So muss man etwa den „Amazonas“ überqueren und hat dafür nur einige wenige Holzbalken – der Fußboden als Fluss voller Piranhas darf nicht berührt werden...

Mit einer Ausstellung im BBS-Foyer hatte die Jahrgangsstufe 11 des beruflichen Gymnasiums Technik zudem einige Aspekte der EU in Form von – natürlich englischsprachigen – Präsentationen erarbeitet. Per Beamer oder auf Infotafeln setzen sich die Schüler mit bedeutenden Zukunftsthemen auseinander, die alle EU-Länder betreffen: Von den Zielen und Chancen der Union (inklusive der anstehenden Parlamentswahl) über historische Aspekte bis hin zu aktuellen Problemen wie Müllentsorgung und Plastik in den Meeren. Klar, dass Schulleiter Michael Schimmel und sein Team die Gäste durch die Schule führten und ihnen auch den Unterricht bei uns zeigten.

Heute ist die Gruppe zu Gast in der Landjugendakademie in Altenkirchen, besucht dann das Wildparkhotel im Tierpark Bad Marienberg (als gastronomischer Ausbildungsbetrieb) und fährt zur Birkenhof-Brennerei in Nister. Am Donnerstag empfängt im Mainzer Landtag Landtagspräsident Hendrik Hering als Schirmherr der Aktion die Gäste, bevor es weitergeht zur Weinbaudomäne Oppenheim mit einem Gang durch die Weinberge. Freitag folgt die Abschlussfeier in Marienthal – mit ländertypischen Speisen und einem Empfang mit geladenen Gästen. Samstag ist die Rückreise. Organisiert wurde der Besuch in Kooperation mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Koblenz.


Leistungskurs Technik in der Verzinkerei Freudenberg

Über 120 Tonnen Zink werden jeden Monat in der Verzinkerei Freudenberg verarbeitet. Bei einem Zinkpreis von ca. 3.000 € pro Tonne wird die Tragweite des Traditionsunternehmens deutlich. Davon konnten sich die Schülerinnen und Schüler des beruflichen Gymnasiums an der BBS Betzdorf-Kirchen in diesen Tagen vor Ort überzeugen.

Studienrat Markus Löcherbach hatte die Exkursion seines Leistungskurses Technik organisiert. In den vergangenen Wochen hatte er sich gemeinsam mit seinen Schülerinnen und Schülern den theoretischen Grundlagen des Oberflächenschutzes von Stahl gewidmet, um darauf basierend die sechs Hauptgruppen der Fertigungsverfahren zu untersuchen.

Eine dieser Hauptgruppen umfasst das Spezialgebiet der Verzinkerei Freudenberg – die Beschichtung. Grund genug für Markus Löcherbach, den Kontakt zu dem Betrieb mit 10.000 qm Produktionsfläche herzustellen und Möglichkeiten der praktischen Unterrichtsergänzung abzusprechen. Die Initiative sollte sich lohnen. „Es war eine fachkompetente Führung, die unseren Schülern tiefe Eindrücke in die Verzinkerei gewährte“, fasste Löcherbach seine positiven Eindrücke zusammen.

Der Geschäftsführer der Verzinkerei, Frank Moos, und sein Betriebsleiter, Herr Schmidt, erklärten den Besuchern aus Betzdorf-Kirchen zunächst ihre Firmengeschichte und die Struktur des Traditionsunternehmens, bevor sie nach einer anschließenden Sicherheitsunterweisung mit der eigentlichen Betriebsbesichtigung begannen. Die Schülerinnen und Schüler bekamen dabei - am Beispiel einiger zu Veredelung bereitstehender Bauteile - Einblicke in den gesamten Prozess. Darunter fielen u. a. die Bestückung der Traversen, die Vorbehandlung der Bauteile, das eigentliche Verzinken und die nötige Nachbehandlung. Die bislang in der Theorie erlernten konstruktiven Grundregeln wurden für die interessierte Schülergruppe somit greifbar.

„Die Erwartungen der angehenden Abiturienten an diesen Tag wurden weit übertroffen. Wir möchten uns sowohl bei Herrn Moos als auch bei Herrn Schmidt, die unseren Schülern gegenüber sehr offen auftraten, herzlich bedanken. Auf das Angebot, diese Führung auch für andere interessierte Schülerklassen wahrnehmen zu können, kommen wir sicherlich zurück“, bilanzierte Löcherbach zufrieden.


Girls' Day 2019

Bereits zum sechsten Mal beteiligt sich die BBS Betzdorf-Kirchen nun an der bundesweiten Veranstaltung "Girls' Day". Die LehrerInnen der Schule stellen dabei zum wiederholten Male das größte Angebot im nördlichen Rheinland-Pfalz. Besonders großer Beliebtheit erfreute sich der Workshop "Mädchen üben sich in Farben- und Spachteltechniken" mit 15 Teilnehmerinnen.

Die Eindrücke dieses Workshops führten u. a. zur Überschrift dieses schönen Artikels der Rhein-Zeitung vom 29.03.19:

 

Kreative Maltechniken beim Girls' Day

BBS Betzdorf-Kirchen gewährt praktische Einblicke in viele Berufsfelder – Viele Handwerker suchen Auszubildende

Kreis Altenkirchen. Andere Zeiten, neue Wege. Um die breit gefächerte Berufswahlmöglichkeit zu erkunden, ist es sinnvoll, mal aus dem Schulalltag auszubrechen, um sich ein Bild über die Möglichkeiten zu machen, die nach dem Abschluss auf die Schüler warten. Gestern fand der bundesweite Girls' Day zum sechsten Mal an der BBS Betzdorf-Kirchen statt. Die Schule stellt das größte Angebot im nördlichen Rheinland-Pfalz, sagt Organisatorin Marion Pfeiffer. 39 Mädchen aus dem achten bis zehnten Schuljahr der umliegenden Schulen hatten die Möglichkeit, Einblicke zu erhalten. In fünf Workshops rund um Männerberufe konnten sich die Interessierten informieren. Am häufigsten gefragt waren die Berufe Malerin und Lackiererin (15) und Köchin (12).

Im Workshop „Mädchen lernen Produktdesign per CAD und CNC“ zum Beruf Industriemechanikerin und Zerspanungstechnikerin erschienen sogar spontan zwei Besucherinnen mehr. Um beide Berufsfelder zu integrieren, teilte Lehrer Timo Heine seinen Workshop auf: In der ersten Phase kamen alle Begeisterten am Produktdesign auf ihre Kosten. Mit dem 3-D-Computerprogramm SolidWorks wurde ein Herz in einen Rohling eingearbeitet und außerdem der Name der Teilnehmerin eingezeichnet. Im Berufsfeld Zerspanungsmechanikerin präsentierte Heine die Arbeit an der 3-Achs CNC-Maschine. Damit wurde ein Werkstück als Erinnerung an die herzliche Einladung zur Berufsorientierung ausgearbeitet. Unter dem Motto „Mädchen kochen alles From Leaf to Root“ wurde von Astrid Fischer, Lehrerin im Bereich Gastronomie, der Trend zur Nachhaltigkeit im Workshop aufgegriffen. Ein gern angenommenes Konzept, das mit einer freundschaftlichen Atmosphäre und großem Interesse belohnt wurde. Denn hier durfte der Kochnachwuchs der BBS zusammen mit den jungen Gästen schmackhafte Häppchen in der Schulküche kreieren. Abschließend wurden bei einem gemeinsamen Essen die Rezepte besprochen und natürlich auch probiert.

Bei den Lehrerinnen Claudia Böhm und Monika Pisalla konnten sich die Mädchen an Farben- und Spachteltechniken üben. Praktische Aufgaben wie Holz anstreichen, Schablonieren und das Anfertigen einer Rastervergrößerung, bildeten das vielseitige Programm und gaben einen Einblick in Techniken, die auch Gegenstand der Prüfungen im Ausbildungsberuf sind. Zum Beruf Schreinerin wurden, mit Lehrer Thomas Staß als Betreuer, schmucke Insektenhotels aus Fichtenholz angefertigt und mit den Naturalien Schilf und Tannenzapfen gefüllt. Organisatorin Marion Pfeiffer lud zum „Experimentieren mit allen Sinnen“ ein, um das Berufsfeld Chemielaborantin und chemisch-biologische Assistentin vorzustellen. Hier untersuchten die Mädchen unter anderem Waschpulver und Putzmittel aber auch diverse Lebensmittel sowie Wasser aus dem Klingelsbach für den Tätigkeitsbereich Ver- und Entsorgung.


BBS meets FAF

Ob neue Farben, Lacke, Abklebetechniken oder sonstige Materialien, die man zum Malen und Lackieren benötigt – auf der europäischen Fachmesse für Fassadengestaltung und Raumdesign, kurz FAF (Farbe, Ausbau, Fassade), erhielten die angehenden Maler und Lackierer der BBS zahlreiche Impulse, die wirklich jeden Bereich ihrer Ausbildung betreffen.

Nur alle drei Jahre versammelt sich die gesamte Branche für jeweils vier Tage in Deutschland. Die Städte München und Köln wechseln sich dabei als Austrageort ab. 2019 war Köln wieder an der Reihe.

Diese Chancen nutzten die drei Lehrerinnen der BBS Betzdorf-Kirchen Monika Pisalla, Claudia Böhm und Natalie Glenske, um gemeinsam mit den Schülern der Maler- und Fahrzeuglackierer-Klassen den Berufsschulunterricht in die Domstadt zu verlegen. Die Malerinnung Altenkirchen hatte den Azubis ihre Freikarten überlassen, die sie von der Siegener Firma Würth zur Verfügung gestellt bekommen hatten. Dietmar Tereick, Vorstandsmitglied der Innung, übergab der BBS-Delegation die Eintrittskarten und begleitete die Gruppe anschließend auch auf die Fachmesse.

„Die Schülerinnen und Schüler haben viele neue Techniken und Entwicklungen kennengelernt. Es hat ihnen dort sehr viel Spaß gemacht. Sie mögen einfach ihren Beruf“, schilderte Monika Pisalla ihre Eindrücke vom Messebesuch. „Die Azubis hatten eine solche Veranstaltung bis zu diesem Tag noch nie gesehen“, ergänzte Claudia Böhm.

Neben den technischen Innovationen und Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit bildeten sicherlich die neun Mitmach-Werkstätten ein Highlight für den Malernachwuchs. Hier konnte man sich nicht nur den einen oder anderen Kniff der Profis abschauen, sondern auch selbst einmal viele spannende Techniken ausprobieren.

Der Ertrag für die Schülerinnen und Schüler an jenem Tag ging jedoch noch über die neuen fachlichen Impulse hinaus, denn außer den unzähligen Herstellerunternehmen waren auch ausnahmslos alle Meisterschulen in Deutschland auf der Messe vertreten. Hier konnten die Azubis viele informative Gespräche über ihre mögliche Zukunft führen.

„Super“, lautete das einstimmige Resümee von Monika Pisalla, Claudia Böhm und Natalie Glenske, die beim nächsten Termin wieder mit dem kommenden Maler- und Lackierernachwuchs dabei sein werden.


Sandra Weeser an der BBS

„Bildung ist die Chance zum sozialen Aufstieg“ heißt es in einer von Sandra Weeser formulierten Position auf ihrer Homepage. Über die Strategien, Initiativen und Möglichkeiten der BBS Betzdorf-Kirchen, diese These zu belegen, kam die Bundestagsabgeordnete mit dem Schulleiter der BBS, Michael Schimmel, bei ihrem Besuch auf dem Molzberg ins Gespräch.

Sehr interessiert zeigte sich die stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Rheinland-Pfalz an der komplexen Struktur der Schule, der Heterogenität des Schülerklientels und der damit einhergehenden Herausforderungen für die unterrichtenden Lehrer. „Man merkt überall die Wertschätzung, die hier den Schülerinnen und Schülern entgegengebracht wird“, fasste Sandra Weeser ihre Eindrücke nach einem Schulrundgang an der BBS zusammen.

Gleichwohl schrieb die gebürtige Siegenerin aufmerksam denkbare Unterstützungsmöglichkeiten der Politik in ihren Notizblock, mit Hilfe derer den Problemen einer ländlich gelegenen berufsbildenden Schule begegnet werden könnte.

Eine positive Begegnung und ein fruchtbarer Austausch über die berufliche Bildung in Betzdorf-Kirchen endete schließlich bei bestem Wetter am Eingangsschild der BBS (siehe Foto).


Impressionen des Frankreichaustausches

 

Vom Austausch zur Freundschaft

„From nose to tail – from leaf to root” lautete das Motto des diesjährigen Frankreichaustausches der BBS Betzdorf-Kirchen mit der gastronomischen Fachschule Lycée Le Castel (Region Burgund). „Von der Nase bis zum Schwanz – vom Blatt bis zur Wurzel“ liest sich die deutsche Übersetzung. Der Slogan beschreibt das Prinzip der Nachhaltigkeit, welches in diesen Tagen in vielerlei Hinsicht verinnerlicht wurde.

Zum mittlerweile dritten Mal stand vergangene Woche Besuch aus Dijon vor den Toren der BBS Betzdorf-Kirchen. Insgesamt 14 Gastschüler waren diesmal gemeinsam mit ihren begleitenden Lehrern Francois Strangier und Geoffrey Moingeon in den Westerwald gekommen. In Frankreich liegt die Kochausbildung komplett in der Hand solcher Fachschulen und wird nicht wie in Deutschland im dualen System durchgeführt. Neben diversen Praktikumsphasen ist der Trip ins Nachbarland dabei nun zum dritten Mal hintereinander integraler Bestandteil dieser Ausbildung und bot den angehenden Köchen auch 2019 wieder einmal zahlreiche neue Impulse für ihr berufliche Handeln rund um die Kunst des Kochens. Um die Stippvisite für die Franzosen wieder so ertragreich wie möglich zu gestalten, stellte das verantwortliche Lehrerteam der BBS, bestehend aus Ulrike Peters, Astrid Fischer, Marion Pfeiffer, Johannes Faber und Uwe Schmegner, wieder ein straffes Wochenprogramm zusammen.

Nach dem obligatorischen Schulbesuch an der BBS Betzdorf-Kirchen am Dienstagmorgen stand direkt am Nachmittag noch eine Hotelbesichtigung der „GERMANIA“ in Wissen und eine Fahrt zum Bauernhof in Hagdorn auf der Tagesordnung. „Die Hotelbesichtigung in der GERMANIA wurde von sieben unserer Schülerinnen und Schüler ausgeführt, die dort ihre Ausbildung machen und uns Einblicke in Hotel, Restaurant und Küche gewährten. Bei der Biolandführung im Hagdorner Bauernhof Euteneuer, die einen Siegel für ihre nachhaltig ökologische Arbeit innehat, bekamen die französischen Gäste u. a. Einsicht in die Rinderhaltung und Bullenmast“, beschrieb Astrid Fischer die ereignisreichen Stunden in Wissen. Von dort aus führte der Weg der Franzosen allerdings nicht direkt zurück in ihre Unterkunft - das von Projektbegleiter Uwe Steiniger betriebene Kloster Marienthal – sondern zunächst nach Daaden in die Metzgerei Schmidt. „Ein Betrieb mit eigener Schlachtung ist in Deutschland selten, in Frankreich sogar komplett verboten, da hier zentralisiert geschlachtet wird“, erklärte Fischer und unterstrich damit die Exklusivität dieses Programmpunktes für die angehenden Köchinnen und Köche aus Dijon, die sich abschließend noch über ein von Metzgermeister Dirk Schmidt zubereitetes 6-Gang-Grill-Tasting-Menü freuen durften, in dem sogenannte unedle Fleischteile mit dem richtigen Know-How verarbeitet wurden.

Am Mittwoch stand dann nach einer kurzen Besichtigung der Stadt Siegen die Vorbereitung für die öffentliche Abendveranstaltung an der BBS Betzdorf-Kirchen im Fokus. Gleich in zwei Großraumküchen wurden zahlreiche Vor-, Haupt-, und Nachspeisen von den Nachwuchsköchen kreiert. Gemäß dem Motto wurden dabei tatsächlich so gut wie alle Bestandteile von Tier und Pflanze genutzt und in köstliche Kreationen verwandelt. Die Verständigung unter den französischen Gästen und den Schülerinnen und Schülern aus Deutschland, die sich teils aus der Köche- und teils aus der Hotelfachklasse zusammensetzten, funktionierte trotz der Sprachbarrieren mal wieder einwandfrei. Ob mit Englisch, Spanisch, Französisch, Händen oder Füßen – am Ende kamen sie immer gemeinsam zu Ziel. „Die französischen Schülerinnen waren zwar etwas zurückhaltend, aber sehr nett und vor allen Dingen offen für Neues“, hieß es aus den Reihen ihrer Pendants aus Betzdorf-Kirchen.

Die Mühe sollte sich jedenfalls lohnen. Den Gästen am Abend schmeckte es. Unter ihnen befanden sich Landrat Michael Lieber, Maik Köhler (Bürgermeister VG-Kirchen), Joachim Brenner (Beigeordneter VG Betzdorf-Gebhardshain) und Oliver Rohrbach (IHK Altenkirchen) sowie zahlreiche Vertreter aus der regionalen Gastronomie und der Schule. „Die Vielfalt der Gäste passt zum Programm“, spannte der Schulleiter der BBS Betzdorf-Kirchen, Michael Schimmel, bei seiner Begrüßung den Bogen zur Veranstaltung. Französischlehrerin Lena Momper übersetzte an diesem Abend für die französische Delegation, die sich am Ende des Tages noch über einige tolle Gastgeschenke der anwesenden Politiker freuen durfte.

Die gute Laune der 14 Gastschüler sollte auch am darauffolgenden Tag weiterhin Bestand haben. Hier hatten sie die Möglichkeit, das Unternehmen Rabenhorst – eine der wenigen Saftfirmen, bei der man die Produktion noch sehen darf - und das Weingut Scheidgen in Hammerstein zu besichtigen. Neben vielen neuen Eindrücken, nahmen die angehenden Köche zusätzlich viele Flaschen Saft und Wein mit auf den nun anstehenden Heimweg nach Dijon.

„Es ist eigentlich kein Austausch mehr. Es ist mittlerweile eine nachhaltige Freundschaft geworden, die sich immer weiter intensiviert“, waren sich Ulrike Peters und Astrid Fischer am Ende einig.

Das Motto „From nose to tail – from leaf to root“ wird ebenfalls weiterhin an der BBS Betzdorf-Kirchen im Blickpunkt stehen, denn Nachhaltigkeit sollte kein temporärer Slogan sein, sondern im Jahr 2019 gelebt werden – und das nicht nur in der Gastronomie.


BBS-Schüler beweisen Börsenhändchen

Handelskrieg zwischen China und Amerika, bevorstehender Brexit, Reduzierung der Erdölförderung oder Dieselskandal – die Liste von Gründen für eine nervöse DAX-Entwicklung war lang. Zwei Teams der BBS Betzdorf-Kirchen widersetzten sich dem allgemeinen Negativtrend beim Planspiel Börse 2018/19 allerdings mit Bravour.

Nur acht von insgesamt 110 teilnehmenden Schülerteams im Geschäftsgebiet der Sparkasse Westerwald-Sieg hatten es in der diesjährigen Ausgabe des Planspiels überhaupt geschafft, mit ihrem virtuellen Startkapital von 50.000 € Gewinn zu erwirtschaften. Eines davon nannte sich „HAAAA“ und bestand aus Tobias Schneider, Kai Bechheim, Jan Erlenbusch, Enrico Fischer und Clarissa Angermüller aus der Höhere Berufsfachschule für Informationstechnik (HBFI) an der BBS Betzdorf-Kirchen. Ihr Depotkonto wies am Ende des Planspiels einen Betrag von 50.735,09 € auf. Über die Spieldauer von elf Wochen hatte das Quintett ihre Wertpapiertransaktionen vorgenommen und landete damit in der Gesamtwertung auf dem dritten Platz, der mit einem Gewinn von 150 € verbunden war.

Andreas Kinkel, BWL-Lehrer der angehenden IT-Spezialisten, hatte die Teilnahme seiner Schüler an dem jährlich stattfindenden Planspiel in diesem Schuljahr bereits zum 25. Mal initiiert. Er verbindet mit dieser Unterrichtssequenz allerdings nicht nur die betriebswirtschaftlichen Elemente von Aktiengesellschaften, sondern auch das immer wichtiger werdende Thema „private Altersvorsorge“. Fast alle Teilnehmer kamen diesbezüglich mit den Optionen des Wertpapiergeschäfts im Planspiel Börse erstmalig in Kontakt. „Für das Handeln mit den Aktien hatten die Schülerinnen und Schüler nur drei Doppelstunden während des Unterrichts Zeit. Den Rest haben sie von zu Hause aus gemacht“, freute sich Andreas Kinkel. „Die mittlerweile eingeführte Möglichkeit, auch über eine App seine Börsengeschäfte vorzunehmen, wurde dabei von den Schülern sehr gut angenommen und war dem privaten Engagement sicherlich zuträglich“, ergänzte er.

Neben den gewonnenen Erfahrungen und dem geweckten Interesse durch das Planspiel Börse, bei dem dieses Jahr weltweit knapp 30.000 Teams am Start waren, sprang sogar noch ein zweiter Gewinn für die Schüler der BBS heraus. Leonie Bender, Melanie Ermert und Miriam Ruß sind angehende Einzelhändlerinnen. Ihr BWL-Lehrer heißt ebenfalls Andreas Kinkel, auch sie nahmen am Planspiel teil und auch sie belegten einen dritten Platz. Unter dem Teamnamen „FlashMLM“ waren sie in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ erfolgreich. Hier fließen ausschließlich Erträge von nachhaltig eingestuften Wertpapieren in die Wertung mit ein. 100 Euro wurden dabei für den Bronzerang von der Sparkasse ausgelobt.

Am 11.03.19 fand dann schlussendlich die Siegerehrung im Tertiärum des Stöffelparks statt. Die beiden Studienreferendare der BBS Steffen Plicht und Isabell Rosenbauer, die das Projekt ebenfalls mitbetreuten, waren als Vertreter der Schule vor Ort und nahmen die Urkunden und Geldpreise entgegen. (siehe Foto)


Wasseraufbereitung für Profis

„Hier fehlt noch ein Filter“, lautet eine simpel klingende Empfehlung von Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik (SHK) an die Endkunden der Region.

Doch um diesen Rat aussprechen zu können, benötigt man nicht nur Erfahrung, sondern auch spezifisches und aktuelles Know-How bezüglich der geltenden Normen im Bereich Heizwasserqualität. Genau aus diesem Grund hatten die Berufsschüler des zweiten Lehrjahres in diesem Ausbildungsberuf am 11.03.19 Besuch in ihrem Klassenzimmer. Handwerksmeister Daniel Jansen von der Firma „Haustechnik Jansen GmbH“ aus Altenkirchen und Michael Schmitz von „Perma-Trade“, einem Unternehmen, das sich der chemiefreien Wasserbehandlung verschrieben hat, waren zu Gast an der BBS Betzdorf-Kirchen. Jansen hatte eine Testanlage mitgebracht, an der er den interessierten Zuhörern eine praktische Ideallösung für jeden Hauswirtschaftsraum von Endkonsumenten erläuterte. Schmitz sattelte anschließend darauf auf und belegte die Ausführungen seines Vorredners mit der Erklärung der zurzeit geltenden Regeln und Normen für Wasserbehandlung.

Die Idee, sich für die Lernfelder 5 „Trinkwasserinstallation“ und 7 „Wärmeverteilungsinstallation“ externe Profis aus der Praxis zur Unterstützung ins Haus zu holen, war am vorletzten Ausbildersprechtag an der BBS entstanden. André Kraft, Klassenleiter der angehenden Anlagenmechaniker für SHK, führte seine Ausbildergespräche im SHK-Labor der Schule. Dort fiel Daniel Jansen auf, dass hier eigentlich nur noch eine Wasseraufbereitungsanlage zur Komplettierung des Labors fehlte. Kurzerhand beauftragte er seinen Auszubildenden Thorge Kirchhof mit der Aufgabe, eine solche zu installieren, um sie anschließend der Schule als gemeinsame Spende mit „Perma-Trade“ der BBS Betzdorf-Kirchen zur Verfügung zu stellen.

Diese Aufgabe erledigte Thorge Kirchhof mit Bravour. Doch es wird nicht das einzige Mal bleiben, dass für oder an der Anlage gearbeitet wurde. „Die Schüler werden mit den theoretischen Grundlagen zukünftig die Funktionen der Wasseraufbereitung an der Testanlage erklären und sie zusätzlich direkt im Labor praktisch ausführen können“, beschreibt André Kraft die Einbindung der Spende in seinen Fachunterricht. „Es ist generell ein wichtiges Thema, das am Ende nicht nur die Haltbarkeit der Anlagen, sondern auch die Gesundheit betrifft“, ergänzt Kraft.

Für die Azubis des zweiten Lehrjahres ist diese gelungene Art der Verzahnung von Theorie und Praxis durch die enge Kooperation der dualen Ausbildungspartner jedenfalls ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg der Professionalisierung zu einem Anlagenmechaniker, der seine Kunden fachmännisch und normengerecht beraten und unterstützen wird.


Nathan der Weise an der BBS

Humanismus und Toleranz – zwei Themenfelder, die aktuell genauso wichtig sind wie schon im 12. Jahrhundert n. Chr. Das Wiener Forum-Theater schaffte es, den Bogen zu spannen und genau diese These für die Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Technik (BGYT) an der BBS nachvollziehbar zu belegen.

Deutschlehrerin Rebecca Rödder hatte das Ensemble auf den Molzberg geholt. Durch ein Rundschreiben war sie auf das „Theater für Schulen“ aufmerksam geworden und sah darin eine schöne Gelegenheit, das im Fach Deutsch lehrplanrelevante Thema „Aufklärung“ einmal alternativ einzuführen. Schnell hatte die Studienrätin die anderen Deutschlehrer im Beruflichen Gymnasium Klaus Arnold und Kerstin Mohr sowie Religionslehrer Hansjörg Weber ebenfalls von der Idee überzeugt, sodass sich am 6. März insgesamt 80 Schülerinnen und Schüler aller drei Jahrgangsstufen des BGYT auf das zur Zeit der Kreuzzüge spielende Theaterstück freuen konnten.

In dem von Gotthold Ephraim Lessing geschriebenen Ideendrama gerät der Jude Nathan in die Situation, dem muslimischen Herrscher Jerusalems, Sultan Saladin, die Frage beantworten zu müssen, welche der drei monotheistischen Religionen „die wahre Religion“ sei. Nathan antwortet geschickt mit einem „Märchen“ - der sogenannten Ringparabel - auf diese Frage. In ihr steht ein Ring symbolisch für das Erbe eines Vaters. Die Tradition verlangte es, dass diesen Ring nur ein Sohn erhalten kann. Anstatt sich jedoch zu entscheiden, welcher von den Dreien das sein soll, lässt er exakte Duplikate des Ringes erstellen und händigt jedem seiner Söhne einen Ring aus. Der Vater wollte niemanden begünstigen oder kränken, da er seine Söhne genau gleich viel liebte und somit keine Entscheidung für einen Erben treffen konnte und wollte.

„Der Theatergruppe ist es durch ihre tolle Schauspielerleistung sehr gut gelungen, mit wenig Utensilien und trotz alter Sprache die Aussage des Stücks schülernah zu transportieren“, lobte Rebecca Rödder die Darsteller. Aber auch ihnen selbst war die Quintessenz und der Gegenwartsbezug ein wichtiges Anliegen. Sie beschränkten sich nicht nur auf ihre Aufführung, sondern rückten den Humanismus- und Toleranzgedanken zunächst einmal ins heutige Licht. Zum Ende hin sprachen sie dann zusätzlich noch die aktuelle politische Situation in den arabischen Ländern an, um abschließend die BBS Betzdorf-Kirchen mit dem Appell zu verlassen, dass man sich stets bemühen sollte, mehr auf Gemeinsamkeiten statt Unterschiede zu achten.

Bei den Schülerinnen und Schülern kam diese Art Unterricht sehr gut an. „Lehrreich und unterhaltsam“ lautete ihr Credo für den Vormittag mit den Österreichern, die mit Sicherheit nicht zum letzten Mal an der BBS Betzdorf-Kirchen zu Gast waren.


DEHOGA-Meisterschaft als wertvolle Horizonterweiterung

Elf intensive und anstrengende Stunden zwischen „Vorstellungsrunde“ und „Küche aufräumen“ liegen am Ende des Tages hinter dem angehenden Koch Louis Helzer bei der diesjährigen Jugendregionalmeisterschaft des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes. Doch der Schüler der BBS Betzdorf-Kirchen ist dennoch froh, diesen Tag erlebt zu haben.

In seinem Ausbildungsbetrieb, dem Hotelpark Westerwald Treff in Oberlahr erfuhr Louis Helzer von diesem Wettbewerb und entschloss sich, gemeinsam mit seinem Ausbilder seine Bewerbung für die diesjährigen Meisterschaften einzureichen. Diese Entscheidung war zwar verbunden mit zeitlichem und organisatorischem Mehraufwand, doch dieser sollte sich auszahlen. „Der gesamte Ablauf simuliert den in wenigen Monaten anstehenden Prüfungstag exakt und dient somit als beste Vorbereitung dafür“, schildert Helzer seine Erfahrungen. Der Azubi des dritten Lehrjahres hatte im Vorfeld zum Veranstaltungstag ein Menü zusammengestellt und den dafür notwendigen Warenkorb angefordert. Forellen-Karotten-Terrine mit Steckrüben-Granatapfel-Kompott gab es zur Vorspeise. „Gebratene Maispoulardenbrust gefüllt mit Schwarzwurzeln und geschmorten Maispoulardenschenkeln auf Salbei-Sahne-Sauce, dazu Spinat und Tagliatelle“ lautete die Beschreibung des Hauptgerichts. Den Schlusspunkt des Menüs bildete eine Birnen-Mascarpone-Creme mit in Honig karamellisierten Walnüssen. Für alle diese Kompositionen hatte der 18-Jährige insgesamt vier Stunden Zeit, bevor die einzelnen Gänge am Veranstaltungsabend im Gastronomischen Bildungszentrum Koblenz nacheinander der Jury und dem Testpublikum serviert wurden. Erschwert wurde diese Aufgabe für Louis Helzer zusätzlich und unplanmäßig durch fehlende Materialien. „Es war sehr ärgerlich, dass ich nicht alles vorgefunden hatte, was ich angefordert habe. Somit war sehr viel Improvisation nötig. Beispielsweise musste ich Rote Beete statt Granatapfel verwenden. Aber umso stolzer bin ich, dass ich alles geschafft habe“, berichtete der Nachwuchskoch.

Neben der Praxis stand am Wettbewerbstag auch die Theorie auf dem Programm. In einem ersten schriftlichen Test wurden zahlreiche relevanten Bereiche des Berufsbildes Koch abgefragt. Jeder Teilnehmer musste sein Wissen über Rezepte, Begriffe und Abläufe in der Küche dabei genauso beweisen wie zu rechtlichen Hintergründen oder angewandter Mathematik. Im Anschluss daran wurde mit Hilfe von Seh-, Geruchs- und Fühltests die Fähigkeiten der Warenerkennung überprüft. Auf alle diese Herausforderungen fühlte sich Louis Helzer sowohl durch seine Ausbilder im Betrieb als auch durch die Lehrkräfte an der BBS Betzdorf-Kirchen bestens präpariert und hatte somit keine Probleme.

Am Ende stand für ihn ein vierter Platz bei der Regionalmeisterschaft in Koblenz zu Buche. Aber nicht nur die Urkunde, die jeder etwaigen zukünftigen Bewerbung sicherlich mehr Aussage verleiht, sondern vor allem eine perfekte Prüfungsvorbereitung und enorm wichtige Erfahrungen für sein zukünftiges Handeln machten diesen Tag so wertvoll für Louis Helzer. Auf die Frage nach einer Weiterempfehlung dieser freiwilligen Veranstaltung für die Azubis des ersten und zweiten Lehrjahres antwortete er ohne Zögern mit „Ja, auf jeden Fall!“


Erster Praxistag der Tischler an der BBS

Wenn ein Hocker nicht nur ein lehnenloses Sitzmöbelstück ist, sondern auch die Verbindung von Theorie, Praxis und ganzheitlicher Kompetenzförderung, dann muss diese Funktionserweiterung einen Grund haben.

Diesen hatte sie durch die Premiere des Praxistages für die angehenden Tischler an der BBS Betzdorf-Kirchen. Die Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen hatte im September des vergangenen Jahres zu einer Sondersitzung eingeladen, in der ein gemeinsamer Austausch zur Optimierung der Tischler-Ausbildung im Fokus stand. Neben Obermeister Wolfgang Becker waren u. a. noch zahlreiche weitere Innungsvertreter verschiedener Ausbildungsbetriebe sowie die in diesem Segment unterrichtenden Lehrer der BBS Betzdorf-Kirchen Thomas Staß, Thomas Bredenbröker und Christoph Ambroziak zur Innungsversammlung gekommen. Letztgenannter versetzte sich bei der Frage nach Verbesserung noch einmal selbst in die Situation der Auszubildenden und fragte sich, was ihm damals in seiner Ausbildung zusätzlich zum bestehenden Angebot geholfen hätte. Projektorientiertes und selbstständiges Arbeiten an konkreten Kundenaufträgen unter Prüfungsbedingungen lauteten die ersten Ideen für einen Praxistag und bildeten die Grundlage weiterer Planungen.

Bereits Ende Februar sollte das Vorhaben an der BBS dann schon umgesetzt werden. Lernfeldübergreifend stellten die Auszubildenden des zweiten Lehrjahres ihr Können unter Beweis. So entstanden mittels handwerklicher und maschineller Verbindungen die erwähnten Hocker. „Es wurde mehrere Stunden zielstrebig und konzentriert an den jeweiligen Werkstücken gearbeitet“, beschrieb Christoph Ambroziak seine Beobachtungen während des Tages. „Ich bin froh, dass die Tischler-Innung des Kreises dieses Vorhaben unterstützt. Die Durchführung solcher Praxistage stellen Höhepunkte der Ausbildung dar, auf die man hinarbeiten kann. Wir möchten diese Tage jedem Jahrgang im Laufe der Lehre zweimal ermöglichen“, ergänzte der Studienrat.

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ihrerseits waren überrascht, wie schnell die Stunden an diesem Tage verflogen. „Warum fängt der schon an zu sägen, während ich noch zeichne?“, fragte sich der ein oder andere Azubi und bemerkte somit gleichzeitig, wie wichtig Organisation und Zeitmanagement ist. Am Ende waren sich alle angehenden Tischler einig, dass die Installation eines solchen Praxistages in das Programm der Ausbildung sehr sinnvoll sei. Vor allem der Austausch über die unterschiedlichen Wege zum Ziel „Hocker“ erschien ihnen dabei außerordentlich ertragreich.


Skifahrt 2019 bei Traumbedingungen

Blauer Himmel und weiße Pisten – was will ein Skifahrerherz mehr? Vielleicht noch ein schönes Hotel und 36 weitere Gleichgesinnte der BBS Betzdorf-Kirchen, mit denen man diese perfekten Rahmenbedingungen erleben und nutzen kann?! Kein Problem…

„Ich würde alles wieder genauso machen“, sagte der Hauptorganisator der Fahrt, Christoph Tietz, im Nachhinein zufrieden. Mit insgesamt 33 Schülerinnen und Schülern und den weiteren drei betreuenden Lehrkräften Holger Schollmeyer, Natalie Glenske und Dennis Ferfort war Tietz Anfang Februar für acht Tage nach Zederhaus im Salzburger Lungau gestartet. Die Fahrt war erstmalig nicht als reine Stufenfahrt des Beruflichen Gymnasiums geplant, sondern wurde auch für alle anderen interessierten „BBSler“ geöffnet. So bestand die Gruppe am Ende also nicht nur aus angehenden Abiturienten der Unter- und Mittelstufe des Beruflichen Gymnasiums, sondern auch aus Schülern der Höheren Berufsfachschule und Auszubildenden diverser Berufsschulklassen. Letztere waren für ihre Teilnahme auf die Kooperation ihrer Ausbildungsbetriebe angewiesen, doch diese reagierten ausnahmslos positiv und ermöglichten ihren Schützlingen so den Trip in die Alpen.

„Mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler hatte im Vorfeld noch nie auf Skiern gestanden“, verriet Tietz, der aber bei allen Mitfahrern eine enorme Motivation und dementsprechende Verbesserungen innerhalb der sechs Skitage wahrnahm. „Egal, ob es bei einer Gruppe etwas schneller oder etwas langsamer voran ging, es hatten alle Spaß am Ski fahren“, ergänzte er in diesem Zusammenhang. Gelegenheit dazu hatten sie genug. Die beschriebenen Traumbedingungen wurden vollends ausgenutzt. Insgesamt 36 Stunden bearbeitete die Gruppe die Pisten des Katschbergs. In verschiedenen Leistungsgruppen genossen die Schülerinnen und Schüler täglich von 10 – 16:30 Uhr Skiunterricht mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Allerdings wurden die Gruppen in diesem Jahr sehr flexibel gehalten und auch häufiger mal verändert. Dies hatte nicht nur den Hintergrund von unerwarteten Leistungssprüngen, sondern auch von neu entstandenen Freundschaften unter den Schülerinnen und Schülern.

Alle betreuenden Lehrkräfte waren sich im Nachgang einig darüber, dass die Fahrt durch eine homogene Gruppe sehr harmonisch abgelaufen sei. Bei einem von Holger Schollmeyer initiierten Karaokeabend übertrug sich diese tolle Stimmung auch auf den Rest des Hotels, sodass sich am Ende sogar weitere Schülergruppen und das Hotelpersonal zu den Betzdorf-Kirchenern gesellten.

Am Ende bilden also nicht nur 36 hervorragend abgeleistete Sportstunden und die damit verbundene entfachte Ski-Begeisterung das Fazit der Fahrt, sondern auch das Zusammenwachsen des gesamten Teilnehmerkreises, deren weitere gemeinsame Schulzeit dadurch sicherlich noch einmal positiv beeinflusst wurde.


Fit für die Industrie 4.0...

...und die digitale Welt. So lautete in dieser Woche die Überschrift der Rhein-Zeitung anlässlich der öffentlichen Präsentation der angehenden Staatlich geprüften Techniker an der BBS Betzdorf-Kirchen.

Der vollständige Artikel der RZ von Claudia Geimer vom 14.02.2019 zum Thema:

Fit für die Industrie 4.0 und die digitale Welt

Absolventen der Fachschule für Technik der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen präsentieren ihre Projektarbeiten

Betzdorf/Kirchen. Ein Dauerschlagprüfstand ist eine Maschine, die in der Werkstofftechnik eingesetzt wird. Wie die Maschine funktioniert, das erläuterten vier junge Konstrukteure bei der Projektpräsentation der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen. Eingeladen hatte die Fachschule für Technik. Vier Jahre Ausbildung liegen bald hinter Steffen Hirsch aus Bad Marienberg (25), Florian Höfer aus Herdorf (24), Sven Kölzer aus Katzwinkel (26) und Jonas Metzger (25) aus Niederschelden. Ihre Projektarbeit zum Thema „Weiterentwicklung und Konstruktion eines Dauerschlagprüfstandes“ im Auftrag der Firma BGH Edelstahl aus Siegen ist der praktische Teil ihrer Abschlussarbeit.

Und es ist schon Tradition, dass die BBS die Abschlussarbeiten der Absolventen dann der Öffentlichkeit präsentiert. In diesem Jahr sind es 36 Fachschüler, die 13 Projekte aus der Welt der Metalltechnik im Foyer der Schule vorstellten. Gekommen sind Eltern, Lehrer, Vertreter von heimischen Firmen, der IHK, der Handwerkskammer sowie Bürgermeister und Beigeordnete aus umliegenden Städten und Gemeinden. Schulleiter Michael Schimmel begrüßt die Gäste. In seinem Grußwort lobt er die Qualität der Arbeiten. „Sie sind vom Niveau her Bachelorarbeiten einer Hochschule gleichgestellt.“

Eine wichtige Rolle spielten die Unternehmen, die den jungen Leuten Aufgaben stellen, die herausfordernd seien. Eine Herausforderung sei auch die Ausbildung selbst, da sie neben der Berufstätigkeit erfolge. Dies bedeute, auch am Wochenende die Schulbank zu drücken. An die Adresse der Politik gerichtet, betont Schimmel: „Berufliche Bildung kann nicht anders als teuer sein.“ Die Schule müsse sehr gut ausgestattet sein, um für die Anforderungen der Digitalisierung und der Industrie 4.0 gerüstet zu sein. Die BBS sei ein leistungsfähiger Standort für die Wirtschaft. Sie bereite die Schüler auf die Anforderungen der Berufswelt vor: „Das wird in den Projektarbeiten sichtbar und deutlich.“

Für Landrat Michael Lieber ist es vermutlich der letzte offizielle Besuch an der BBS. Die Schule sei ihm stets „lieb und teuer“ gewesen, wobei er „teuer“ im Sinne seiner Wertschätzung verstanden wissen möchte. Bei der Beurteilung des Qualitätstandards blickt Lieber über den Fachbereich Technik hinaus: „Sie haben auch hervorragende Köche.“ Harald Alzer, Leiter der Fachschule, betont in seinem Grußwort, dass die technische Entwicklung immer schneller voran schreite. Die vorgestellten Projektarbeiten hätten einen Bezug zur Praxis und erfüllten Anforderungen von Kunden – so wie beispielsweise der bereits erwähnte Dauerschlagprüfstand. Mit dieser Maschine werden die wichtigsten Werkstoffkennwerte geprüft, erläutern die vier Konstrukteure. Mit diesen Kennwerten lasse sich beispielsweise feststellen, wie „zäh, hart und stabil“ Stahl ist. Die jungen Techniker bekamen von der Firma BGH Siegen die Aufgabe gestellt, einen 1990 entwickelten Prüfstand neu zu konstruieren und dabei die Probleme des in die Jahre gekommenen Gerätes zu beheben. Ihre Ergebnisse haben die Absolventen in einer Facharbeit dokumentiert, die sie den Besuchern des Projekttages in Auszügen vorstellten.


"Wir hinterlassen Spuren"

...titelte die Siegener Zeitung anlässlich der IHK-Zeugnisvergabe für die Absolventinnen und Absolventen im Frühjahr 2019 und zitierte damit den Schulleiter der BBS Betzdorf-Kirchen, Michael Schimmel, in seiner Begrüßungsrede vor der feierlichen Übergabe.

Der SZ-Bericht vom 01.02.2019 in voller Länge:

 

„Wir hinterlassen Spuren“

 

Der Beruf prägt das Wesen des Menschen und er beeinflusst sein Denken und Handeln.

 

153 Auszubildende, die im Winter 2018/2019 ihre Abschlussprüfung bei der IHK bestanden haben, erhielten gestern im Rahmen einer Feier in Wissen ihre Zeugnisse – erstmals im Kulturwerk. Nicht nur der größte Teil der Absolventen verfolgte die von der Lehrer-Band „Paedpur“ musikalisch umrahmte Feier, auch viele Eltern und Angehörige begleiteten sie und schließlich dürften sich auch etliche vertraute Lehrer- und Arbeitgeber-Gesichter in den Reihen befunden haben, die sie durch die Schul- und Lehrzeit gelotst haben.

 

Die Festrede hielt Oberstudiendirektor Michael Schimmel, der Leiter der BBS Betzdorf-Kirchen. Er begrüßte u. a. seinen Kollegen von der BBS Wissen, OStD Reinhold Krämer, Thomas Imhäuser, den Geschäftsführer der Firma AMS in Elkenroth, der bei der IHK verschiedene Ämter wahrnimmt, sowie Oliver Rohrbach als IHK-Regionalgeschäftsführer Altenkirchen.

 

Zunächst einmal nannte er es eine gute Entscheidung, dass die 153 sich für eine Berufsausbildung entschieden hätten. Das tue jeder nach seiner Neigung und sicherlich orientiere der eine oder die andere sich auch nach der Popularität eines bestimmen Berufs.

 

„Der Beruf prägt das Wesen des Menschen“, war sich Schimmel sicher. „Er beeinflusst unser Denken und Handeln.“ Wie das? Nun, im Team lerne man das Arbeiten mit und die Rücksichtnahme auf andere. Zwar habe jeder eigene Vorstellungen und bringe sein eigenes Talent ein, „aber wir werden von anderen beeinflusst und wir wiederum beeinflussen andere und wir beeinflussen Arbeitsprozesse.“

 

Schimmel brachte das auf einen Nenner: „Wir hinterlassen Spuren.“ Ganz praktisch: Wenn ein Mensch gut gelaunt zur Arbeit gehe und sich hilfsbereit zeige, dann habe das ganz konkrete Auswirkungen auf das Klima im Laden. Schimmel bezog darin auch die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Ausbilder mit ein. „Auch die haben Spuren hinterlassen.“

 

In einem emotionalen Moment erinnerte der Pädagoge an Matthias Söhngen und Bernhard Best. „Die beiden würden heute auch gern hier gestanden und Ihnen gratuliert haben“, meinte er betroffen. „Aber das Leben hatte leider einen anderen Plan.“ Die beiden Kollegen waren vergangenen Jahr überraschend verstorben.

 

An die Ehemaligen gewandt, appellierte der Direktor: „Seien Sie offen für neue Bildungschancen.“ Es sei ein großer Vorteile, Fachmann bzw. Fachfrau für etwas zu sein. Die Aneignung von Kenntnissen höre indes nie auf. Schimmel: „Wir sind nicht auf der Welt, um nützlich zu sein, aber nützlich ist es, vorbereitet zu sein.“

 

Schimmel schloss auch Kollegen und Ausbilder mit ein. Es sei zwar „unser Job“, die jungen Menschen für den Beruf fit zu machen. Aber die Berufe veränderten sich und damit das Anforderungsprofil. Nur ein Stichwort: Digitalisierung. Die Lehrer und Ausbilder müssten immer den neuesten Stand der Entwicklung an die jungen Menschen weitergeben.

 

Die 153 jungen Damen und Herren, die anschließend ihre Zeugnisse entgegennahmen, ehe bei einem Stehempfang mit Imbiss Zeit zum Austausch bestand, entstammen insgesamt 19 Berufen. Im Sektor „Gewerblich-technische Berufe“ gab es elf Berufsbilder (110 Absolventen). Am beliebtesten war der Beruf Zerspanungsmechaniker (22), jeweils einer/eine wurde Fachkraft für Metalltechnik bzw. Verfahrenstechniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik.

 

Bei den „Kaufmännischen Berufen inklusive Gastronomie-Berufe“ verzeichnete man acht Werdegänge. „Spitzenreiter“ von der Zahl her waren die Industriekaufleute (23); es gab aber nur je einmal Koch, Fachlagerist bzw. Fachkraft für Lagerlogistik.

 

Die Band „Paedpur“ wurde einmal mehr ihrem Ruf als beste Lehrer(Schüler)band des Kreises Altenkirchen gerecht. An Stücke wie „Listen to the Music“ von den Doobie Brothers, „Gimme Some Lovin „ (Spencer Davis Group) oder „Hey Joe“ von Jimi Hendrix wagt sich nicht jeder heran und bringt es vor allem nicht in dieser Qualität auf die Bühne.

 


Kooperationsvertrag zum Dualen Studium

Schulleiter Michael Schimmel unterzeichnet im Namen der BBS Betzdorf-Kirchen als einer von fünf Kooperationspartnern die neue Rahmenvereinbarung zum dualen Studium. Dazu haben die IHK Koblenz und die Hochschule Koblenz folgende offizielle Pressemitteilung verfasst:

 

Hochschule Koblenz, IHK Koblenz und berufsbildende Schulen bekräftigen ihre Kooperation im dualen Studium

KOBLENZ/NEUWIED/BETZDORF-KIRCHEN. Die Hochschule Koblenz, die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz und die Carl-Benz-Schule – BBS Technik Koblenz haben ihre Kooperation im Bereich des dualen Studiums durch eine neue Vereinbarung bekräftigt. Zu diesem Zweck unterzeichneten die Partner eine Kooperationsrahmenvereinbarung, die den bestehenden Kooperationsvertrag ersetzt. Diese Vereinbarung regelt vor allem die Pflichten der fünf Partner innerhalb des dualen Studiums. Zudem schreibt sie fest, dass mit Beteiligung der Kooperationsunternehmen ein Koordinierungsausschuss eingerichtet wird, welcher einen regelmäßigen Austausch sowie die inhaltliche und organisatorische Verzahnung in den vier Studiengängen sicherstellt.

Seit 2004 bieten Hochschule Koblenz, IHK Koblenz und Carl-Benz-Schule die Möglichkeit eines dualen Studiums im Bereich Maschinenbau an. Mittlerweile ist das Angebot auf vier Bachelorstudiengänge im Fachbereich Ingenieurwesen ausgeweitet worden. Außerdem konnten mit der David-Roentgen-Schule – BBS Gewerbe und Technik in Neuwied und der BBS Betzdorf-Kirchen zwei weitere berufsbildende Schulen (BBS) als Kooperationspartner gewonnen werden.

Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, betonte: „Das Angebot des dualen Studiums im IHK-Bezirk Koblenz hat sich seit 2004 sehr positiv entwickelt und bildet für die Unternehmen in der Region eine zusätzliche Möglichkeit, ihre Fachkräfte bedarfsgerecht auszubilden.“ Die IHK Koblenz zeigt ihr Engagement unter anderem mit einer Stiftungsprofessur im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Koblenz. Der Präsident der Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, bestätigte die stabile Kooperation der Hochschule Koblenz mit der IHK Koblenz auch über das duale Studium hinaus: „Das duale Studium ist ein attraktives Angebot für Studieninteressierte und Unternehmen und zeigt auch die steigende Nachfrage nach nicht-traditionellen und innovativen Studienformaten.“

Auch die Schulleiter der berufsbildenden Schulen sehen im dualen Studium ein attraktives Angebot für besonders leistungsstarke Auszubildende. Die Lehrkräfte der drei berufsbildenden Schulen sind in diesem Bereich mit viel Engagement tätig. Die Oberstudiendirektoren Rainer Probst von der Carl-Benz-Schule in Koblenz, Dirk Oswald von der David-Roentgen-Schule in Neuwied und Michael Schimmel von der BBS Betzdorf-Kirchen waren sich zusammen mit den anderen Anwesenden einig, dass mit dem dualen Studium auch ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung vor Ort geleistet wird.

Im Fachbereich Ingenieurwesen ist ein duales Bachelorstudium in Maschinenbau, Elektrotechnik, Informationstechnik und Mechatronik möglich. Rund 100 dual Studierende werden derzeit zusammen mit den Kooperationsunternehmen ausgebildet. Jeder dieser Studiengänge ist mit einer Berufsausbildung verknüpft, so dass die Absolventen und Absolventinnen am Ende des Studiums zwei Abschlüsse in den Händen halten können: Berufsabschluss und Bachelorabschluss. Ein ausbildungsintegriertes Studium ist unter anderem mit den Ausbildungen zum/zur Industriemechaniker/in, Elektroniker/in für Betriebstechnik, Fachinformatiker/in und Mechatroniker/in kombinierbar.

Die Hochschule Koblenz bietet insgesamt 13 duale Bachelorstudiengänge an ihren Standorten in Koblenz, Remagen und Höhr-Grenzhausen an. An der größten Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) studieren aktuell mehr als 9.800 Studierende, von denen knapp 800 in den dualen Studiengängen eingeschrieben sind.

Weitere Informationen zum dualen Studium sind abrufbar unter www.ihk-koblenz.de/duales-studium. Informationen und Ansprechpartner zum dualen Studienangebot der Hochschule Koblenz finden sich unter www.hs-koblenz.de/duales-studium.


Interaktiver Alkohol- und Zigarettenparcours an der BBS

„Don’t be a maybe“ lautet eine erfolgreiche Werbekampagne eines führenden Zigarettenherstellers. Sie suggeriert, nur dann ein Macher zu sein, wenn man zur Kippe greift. Ein großer Bierhersteller verspricht sogar, dass die Party mit dem hauseigenen Colabier ausgelassener und das Leben reicher wird – #tastetuned.

Die Schülerinnen und Schüler des Berufsvorbereitungsjahres und der Berufsfachschule I an der BBS Betzdorf-Kirchen sind zwischen 15 und 17 Jahr alt. Demnach fallen sie genau in die umworbene Zielgruppe der führenden Alkohol- und Zigarettenkonzerne, deren Fokus nicht darauf liegt, die unzähligen negativen Konsequenzen des Konsums ihrer Produkte zu thematisieren. Für Christa Gürke, Sozialarbeiterin an der BBS, und Lehrkraft Jürgen Nocker ist die Aufklärung darüber jedoch eine Herzensangelegenheit. Beide besuchten gemeinsam eine vom Jugendamt organisierte Multiplikatorenschulung, die sie sowohl durch die Qualität der Materialien als auch durch die vorgeschlagene Herangehensweise begeisterte. Der Entschluss, den entsprechenden Parcours zu Aufklärungszwecken an die BBS zu holen, war schnell gefasst. Mit Herr Arnold, Herr Kretschmer, Frau Flug, Frau Böhmer und Frau Schmidt wurden dankenswerterweise noch weitere fünf Kolleginnen und Kollegen gefunden, die einen teilweise enormen zeitlichen Mehraufwand für die Mitarbeit am Alkohol- und Zigarettenparcours gerne in Kauf nahmen.

Dieses Engagement sollte sich schlussendlich für insgesamt acht Schulklassen an fünf unterschiedlichen Stationen als enorm gewinnbringend herausstellen.

So war es u. a. eine Aufgabe, mithilfe zweier sogenannter Rauschbrillen, die Alkoholwerte von 0,4 – 1,5 Promille simulieren, einen kurzen Slalom um mehrere Hütchen zu absolvieren und am Ende ein kleines Vorhängeschloss zu entriegeln. „Die simulierten Wahrnehmungsveränderungen der Teilnehmer führten vor allem zu Problemen beim Slalom“, erklärte der betreuende Lehrer Herr Kretschmer, der zum Abschluss der Aktion immer wieder die Frage in den Raum stellte, ob man bei jemandem mit diesem Promillewert tatsächlich ins Auto steigen würde.

An zwei weiteren Stationen erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler zusätzlich ein fundiertes Faktenwissen zum Thema. Wie viel Gramm Alkohol befinden sich in welchem Getränk? Wie ist die Größe und Form der entsprechenden Gläser einzuordnen? Welche körperlichen und psychischen Auswirkungen hat Aktiv- und Passivrauchen? Diese Fragen wurden hierbei alle beantwortet. Darüber hinaus entstand aber auch immer wieder ein angeregter Dialog über die Gründe des Rauchens und Trinkens, in denen sich die Jugendlichen sehr reflektiert zeigten.

Genau diese Fähigkeit war auch für die Herangehensweise an die beiden letzten Stationen „Talkshow“ sowie „Werbung und Wirkung“ gefragt. Hier wurden die Heranwachsenden u. a. in die Situation von Werbemachern versetzt. Dieser geschickte Perspektivenwechsel half ihnen vor allem dabei, die Perfidität der großen Werbekampagnen von Alkohol- und Zigarettenhersteller erkennen zu können.

„Hilft Alkohol beim Flirten?“ lautete abschließend eine Frage, zu der am Ende des Parcours ein Stimmungsbild eingeholt wurde, welches mit dem abgeglichen wurde, das sich vor dem Absolvieren der Stationen ergeben hatte. Dabei ergaben sich teils große Differenzen zu Ungunsten von Schnaps und Bier.

Aber nicht nur dieser messbare Erfolg war für die beiden Organisatoren alleiniger Indikator für ein positives Resümee. „Die Schülerinnen und Schüler machen ausnahmslos toll mit und sind sehr aktiv“, beschrieb Frau Gürke ihre Eindrücke. Herr Nocker zeigte sich ebenfalls sehr positiv überrascht. Speziell die Ernsthaftigkeit, mit der die Teilnehmer den Parcours absolvierten, imponierte ihm.

Ein Macher, der ein reiches Leben und ausgelassene Partys mag, benötigt dafür weder Alkohol noch Zigaretten. Das Bewusstsein darüber wird den 140 Schülerinnen und Schülern zukünftig helfen, einen geschärften Blick für jegliche Manipulationsversuche in eine andere Richtung zu wahren – alleine dafür haben sich diese Tage gelohnt.


Je ne parle pas francais…

…aber bitte red‘ weiter, heißt es in einem der Chartstürmer von 2018. Während der vierwöchigen Praktikumsphasen von Yasemin und Nesrin Sezer sowie Tim Zantis war die Verständigung zwar eine kleine Hürde, doch diese wurde mit viel gutem Willen, Englisch, aber vor allem einer bemerkenswerten Gastfreundschaft der Franzosen ohne Probleme genommen.

Fast den gesamten Oktober dauerte das Abenteuer der drei Nachwuchskräfte in der ostfranzösischen Region Burgund und alle drei Praktikanten waren sich einig, dass es eine Erfahrung fürs Leben war.

Yasemin Sezer, im Kloster Marienthal beschäftigt und seit diesem Jahr ausgebildete Köchin, absolvierte ihr Praktikum im Restaurant „Le Bistrot de I’Hotel“ in Beaune. Dort arbeitete sie in einer gehobenen und von den Gästen frei einsehbaren Küche. Die enorme Ordnung und das exakte Zeitmanagement dieser Organisation beeindruckten Yasemin genauso wie der sogenannte Amuse-Bouche, ein Gruß aus der Küche, bei dem sich die Franzosen sehr viel Mühe gaben. Die junge Köchin erhielt jedenfalls zahlreiche neue Impulse, aus denen sie schon jetzt neue Ideen für ihren Betrieb in Deutschland entwickelt.

Mit neuen Vorschlägen für die tägliche Arbeit hat auch die angehende Restaurantfachfrau Nesrin Sezer ihren Chef im Kloster Marienthal, Uwe Steiniger, schon jetzt überrascht. Das können auch Kleinigkeiten beim Eindecken der Tische oder der Präsentation von Speisen sein. Doch es beweist, mit welcher Motivation ein solches Praktikum absolviert wurde und wie nicht nur die jeweiligen Praktikanten in ihrer persönlichen Entwicklung, sondern auch die abgebenden Betriebe von den neuen Erfahrungen profitieren. Trotz dieses Zugewinns ist es aber nicht selbstverständlich, wenn Gastronomieunternehmen ihre Mitarbeiter wochenlang freistellen, um ihnen einen solch inspirierenden Auslandsaufenthalt zu ermöglichen.

In diesem Zusammenhang ist auch das Hotel Hammermühle zu nennen. Der Westerwälder Ausbildungsbetrieb beurlaubte Tim Zantis, den dritten Praktikanten im Bunde, für insgesamt drei Wochen und sorgte somit dafür, dass Tim im „Le Jardin des remparts“, einem Michelin-Sterne Restaurant in Beaune lernen und mitarbeiten durfte. „Hier wird viel auf Steinen angerichtet und statt 3-Gängen werden hier häufig 8 – 9-Gang-Menüs serviert“, berichtete der Azubi. Außerdem sei der rege Austausch während dem gemeinsamen Essen in Frankreich eher zu beobachten als in Deutschland, ergänzte er. Außer dutzenden Rezepten nimmt Tim auch eine Erkenntnis mit nach Hause, die er zu folgendem Appell an potenzielle Nachahmer formuliert: „Jeder, der die Möglichkeit bekommt, ein solchen Praktikum machen zu können, sollte sie ergreifen!“

Neben den erwähnten Ausbildungsbetrieben zeigten sich dafür auch die handelnden Personen der beiden Partnerschulen BBS Betzdorf-Kirchen und Lycée Le Castel in Dijon verantwortlich. Für die Lehrkräfte Ulrike Peters, Astrid Fischer, Marion Pfeiffer, Uwe Schmegner und Markus Becker auf deutscher Seite sowie Francois Stragier und Renaud Mourgues vom französischen Kooperationspartner sind die gegenseitigen Kontakte mittlerweile viel mehr als ein Schüleraustausch. Es ist zu einer Herzensangelegenheit und einem Beispiel deutsch-französischer Freundschaft geworden.

Dank den sozialen Medien ist es auch für die Schülerinnen und Schüler nicht mehr schwer, den Kontakt nach Frankreich zu halten und somit wird diese schöne Geschichte auch auf neuen Ebenen weitergeschrieben – in welcher Sprache auch immer.


Religionsunterricht in Hadamar

15.000 kranke und behinderte Menschen, Frauen, Männer und Kinder wurden im Rahmen der NS-Euthanasie-Verbrechen während des zweiten Weltkrieges in Hadamar ermordet. Mittlerweile ist dort eine Gedenkstätte entstanden, die sich in ihrem Auftrag der historischen Aufklärung und politischen Bildung gerade an Heranwachsende richtet.

Religionslehrer Hansjörg Weber nahm dieses Angebot nun innerhalb des Religionsunterrichts mit den angehenden BäckerInnen und BäckereifachverkäuferInnen wahr und verlagerte den Lernort von Raum D246 der BBS Betzdorf-Kirchen in die mittelhessische Fürstenstadt Hadamar. Somit erhielten seine Schülerinnen und Schüler wichtige Eindrücke der Geschehnisse vor Ort, die das theoretische Wissen zu dieser Thematik sicherlich nachhaltig ergänzen.


Weihnachtsfeeling im Foyer

Die Weihnachtszeit beginnt in diesen Tagen. Was darf da nicht fehlen? Ein neuer Baum natürlich! Den hat die BBS Betzdorf-Kirchen nun bekommen und dank den fleißigen Helfern aus dem Berufsvorbereitungsjahr ist er jetzt auch schon geschmückt.

Seyma, Eda, Vanessa, Eslam, Asghar, Antonia und Raman sorgten aber nicht nur für das Anbringen der Dekoration, sondern sie stellten die Sterne und kleinen Nikoläuse im Vorfeld auch selbst her.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Danke für euren Einsatz!


Heißer Draht zur und an der Uni Siegen

Mitte der 90er Jahre wurde erstmalig in der Samstagabendunterhaltung auf ein Geschicklichkeitsspiel gesetzt, bei dem eine Drahtöse so schnell wie möglich über einen gebogenen Draht zu führen ist, ohne diesen dabei zu berühren: Der heiße Draht.

Beim Exkursionstag der Höheren Berufsfachschule für IT-Systeme (HBFI) sollte dieser Miniwettbewerb noch einmal im Fokus stehen. Insgesamt acht Schülerinnen und Schüler der BBS Betzdorf-Kirchen hatten sich gemeinsam mit ihren begleitenden Lehrern Herr Radermacher und Herr Schneider auf den Weg an die Universität Siegen gemacht. Dort trafen sie sich mit Dr. Steffen Jaschke und drei seiner studentischen Hilfskräfte vom Lehrstuhl für die „Didaktik der Informatik“, die im Rahmen eines Projektes einen „heißen Draht“ aus Blech in der Form der Siegener Skyline gelasert hatten.

Um dieses Kunstwerk allerdings in einen spielbereiten Zustand zu versetzen, brauchte es noch eine Auswertungseinheit, die es ermöglicht, die benötigten Zeiten der Spieler aufzunehmen und zu speichern. Bei dieser Aufgabe zeigten sich die angehenden Informatiker aus Betzdorf-Kirchen dann in ihrem Element. In relativ kurzer Zeit fanden und programmierten sie die dementsprechenden Softwarelösungen, um anschließend alle einmal die schnellste und ruhigste Hand untereinander ermitteln zu können.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es dann weiter zu den nächsten Terminen. Neben dem Lehrstuhl für die „Didaktik der Informatik“ wurden nämlich zusätzlich auch die Labore der Steuer- und Regelungstechnik sowie der „Medizinischen Informatik“ besichtigt. Die Vielzahl neuer Impulse an beruflichen und universitären Möglichkeiten beeindruckte die Schülerinnen und Schüler der HBFI sehr. Gleichermaßen wurde ihr Interesse am sogenannten eLab geweckt. Hierbei handelt es sich um ein elektronisches Labor von Studierenden für Studierende, das innerhalb einer Initiative für mehr Praxis in der Universitätsausbildung entstanden ist und in dem technikinteressierte Tüftler ihre eigenen Projekte umsetzen können.

Doch bis zu einer eventuellen Hochschulzeit wollen die Betzdorfer Besucher damit nicht warten. Gerade ein eigener „heißer Draht“ mit der im Schullogo integrierten Skyline der BBS muss schneller realisiert werden, lautete der Tenor der Schüler.

Am Ende des Tages wurde jedenfalls wieder einmal auf unterschiedliche Weise unter Beweis gestellt, wie wichtig, vielseitig und gewinnbringend der gute Draht zur Universität Siegen ist.


Wenn angehende Abiturienten noch einmal die Geschichte vom Sams lesen…

Der Deutschunterricht einer Berufsbildenden Schule kann doch wirklich nicht betroffen sein, wenn das Sams seine blauen Wunschpunkte verbraucht oder die Olchis angeflogen kommen – sollte man zumindest meinen. Im Rahmen einer wirksamen Kooperation mit der benachbarten Michael Grundschule ist das allerdings sehr wohl möglich.

Die Grundschüler lauschten, wie bereits vergangenes Jahr, gebannt den Vorleserinnen und Vorlesern ihrer Nachbarschule, der BBS Betzdorf-Kirchen. In gemütlichen Sitzkreisen entfaltete sich an diesem Tag eine ganz besondere Lesesituation.

Am diesjährigen Bundesweiten Vorlesetag 2018 war es draußen kalt und windig. Was gibt es Schöneres als dann im warmen Klassenzimmer und lauschiger Atmosphäre zu lesen oder etwas vorgelesen zu bekommen? Zwölf Schülerinnen und Schüler der BBS engagierten sich bei diesem Projekt in der 40 Meter entfernten Michael Grundschule.

Der Bundesweite Vorlesetag wird seit 2004 von der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung initiiert. Vorort ins Leben gerufen wurde der Leseprojekttag von einer BBS-Delegation, bestehend aus der Schülervertretung, den Lehrkräften Herrn Kötting und Frau Rödder sowie Herrn Höse von der Grundschule. Mit dieser Veranstaltung möchten die Lehrer den Spaß und die Motivation am Lesen fördern. „Die Lernenden können an diesem Aktionstag in die Welt des Lesens mitgenommen werden und in die Abenteuer und Erlebnisse der Figuren eintauchen“, erklärte Frau Rödder.

Vorgelesen wurden in den Klassen 1 - 4 u. a.: Paul Maar: Das Sams, J.K. Rowling: Harry Potter, Erhard Dietl: Die Olchis fliegen in die Schule, Kirsten Boie: Ein Hund spricht nicht mit jedem und vieles mehr.

Die Erst- bis Viertklässler durften im Anschluss auch selbst aktiv werden, indem sie ein eigenes Buch zum vorgelesenen Werk anlegten und die Geschichte beispielsweise weiterschrieben oder -malten.

Die Buchvorlagen hierzu wurden von dem Schüler Kevin Althoff (Berufliches Gymnasium) erstellt und gestaltet. Mit großer Begeisterung stellten die Kinder anschließend ihre eigenen Buchkreationen im Klassenraum vor. Darüber hinaus kamen die Vorleserinnen und Vorleser mit den Grundschülern über die Literatur ins Gespräch. Auch hier zeigten sie sich sehr interessiert und wissbegierig. Kommentare der Marke „Haben wir das Buch auch in der Bibliothek und kann ich es mit nach Hause nehmen?“ oder „Wie geht die Geschichte denn jetzt weiter?“ zeigten, dass das Ziel, Neugier auf Bücher und Freude am Lesen zu wecken, erreicht wurde.

Auch die angehenden Abiturienten der BBS Betzdorf-Kirchen sahen in dem Projekttag einen vollen Erfolg. „Ich lese gerne und für mich war die Teilnahme am Vorlesetag eine tolle Erfahrung. Besonders die Begeisterung der Kinder zu sehen, hat Spaß gemacht“, berichtete die Schülerin Jasmin Losen.

Alles in allem war der diesjährige Vorlesetag eine schöne Abwechslung zum klassischen Unterricht - und wer weiß, vielleicht greifen die Nachwuchsleser nun auch häufiger zum Buch statt zur Fernbedienung.


Kulinarische Weltreise

Mit dem Privatjet in zwei Stunden nach Spanien, Griechenland, Iran, Philippinen, Kolumbien, Ägypten, Russland, Südkorea und Deutschland. Bei diesem Zeitfenster kann hier wohl von einem ambitionierten Vorhaben gesprochen werden. Doch es sollte gelingen.

Neben der Schulleitung waren Vertreter der Ausbildungsbetriebe Klostergastronomie Marienthal, Hotel Glockenspitze, Hotelpark Westerwaldtreff, Lakö und dem Brauhaus Marienstatt gekommen, um dem gemeinsamen Projekt der angehenden Köche und Hotelfachleute einen ansprechenden Rahmen zu bieten. Die Berufsschülerinnen und –schüler der BBS Betzdorf-Kirchen hatten zu einer Reise um die Welt eingeladen und diese in den vergangenen Wochen akribisch vorbereitet. Die Idee dahinter ist schnell erklärt: Jeder Azubi sucht sich selbstständig ein Land aus, zu dem er anschließend ein typisches Gericht zubereitet und zusätzlich passende Informationen, Bilder sowie entsprechende Hintergrundmusik in einer Präsentation zusammenstellt. Bei 9 Ländern ergibt das also ein 9-Gang-Menü für alle dankbaren Passagiere des Fluges.

Leicht gesagt, doch wie in so vielen Bereichen des Lebens stecken auch hier die Arbeit und der Erfolg im Detail. Arbeitsablaufpläne wurden angefertigt, Warenanforderungen antizipiert, Rohstoffe mit Bedacht ausgewählt und eine finanzielle Kalkulation durchgeführt. Dazu kamen die koordinativen Herausforderungen mit den anderen Köchen und dem Service, die es zu meistern galt.

„Bombe!“ Ein Wort, das man eigentlich nicht im Flugzeug sagen sollte. Die projektbetreuende Lehrerin Frau Astrid Fischer tat es trotzdem und brachte damit ihren Stolz auf die gezeigten Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler zum Ausdruck. „Das Essen war eine Topleistung für Azubis im zweiten Lehrjahr. Außerdem war die extrem gut funktionierende Teamarbeit beeindruckend“, fügte sie hinzu. Auch Ulrike Peters, die zweite verantwortliche Lehrkraft, lag mit ihrer Einschätzung, dass die Schüler „geflasht“ gewesen seien, goldrichtig. „Es war der coolste Schultag überhaupt! Wir würden so etwas gerne nochmal machen“, lautete deren Fazit. Auf die Frage nach ihrem Erfolgsrezept hin, erklärten sie geschlossen, dass sie sich gegenseitig blendend verstehen und sich während des gesamten Projektes gegenseitig halfen. Nur so sei es möglich, alles aufeinander abzustimmen und Pannen zu vermeiden. Gleichzeitig wurde ihnen in diesem Zusammenhang noch einmal bewusst, wie extrem wichtig eine exakte zeitliche Planung in ihrem Beruf ist.

Es kommt wohl nicht allzu häufig vor, dass auch nach der Landung noch so viel über den Flug gesprochen wird und erst Recht nicht, wenn dabei die Verpflegung und Betreuung an Bord eine so positive Rolle spielt.


Brotprüfung an der BBS

Wenn Landrat Michael Lieber sowie die VG Bürgermeister Maik Köhler und Bernd Brato dem Duft von Brot und Brötchen folgen, landen sie wahrscheinlich normalerweise in ihren Stammbäckereien und nicht an der BBS Betzdorf-Kirchen.

Am 06.11.2018 sollte das aber ausnahmsweise einmal anders sein. Die Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald hatte ihre öffentliche Brotprüfung nach 15 langen Jahren wieder nach Betzdorf-Kirchen und erstmals an die BBS gelegt. Den Weg dorthin fand sie durch Lehrerin Marion Pfeiffer, die am diesjährigen Tag des Brotes in einer gemeinsamen Aktion mit ihren Azubis und Bäckermeister Dirk Müller 500 Brote in der Betzdorfer Innenstadt verschenkte. Dabei entwickelte sie nebenbei die schöne Idee einer Brotprüfung an der BBS Betzdorf-Kirchen.

Aber was passiert eigentlich bei einer solchen Brotprüfung? Diese Frage stellte sich sicherlich nicht nur Schulleiter Michael Schimmel, der in seiner Begrüßungsrede zugab, bisher gar nicht gewusst zu haben, dass es so etwas überhaupt gibt. Vielleicht gerade deswegen, aber vor allem wegen der angehenden Bäcker/innen und Bäckereifachverkäufer/innen sei es ein großer Gewinn für die Schule, eine solche Prüfung einmal vor Ort zu haben. Sie biete großartige Lernchancen für die Azubis, die sich in dieser Art nicht simulieren lassen.

Hubert Quirmbach, Obermeister der Bäckerinnung, unterstrich die Relevanz dieses Tages. „Es ist die Chance, den jungen Leuten zu zeigen, dass auch Brot schmeckt“, erklärte er mit dem Hinweis auf die aktuell vorherrschenden Fast-Food-Essgewohnheiten. Außerdem sei es die auf freiwilliger Basis beruhende Chance für alle Bäckereibetriebe, ihr Brot auszeichnen zu lassen und/oder sich wertvolle Tipps bzw. Hilfestellungen einzuholen. Ca. 40 % aller Betriebe nehmen Jahr für Jahr diese Gelegenheit wahr.

Wie genau eine solche Prüfung nun abläuft und welche Hinweise für die teilnehmenden Bäcker sich daraus ergeben, erklärte im Anschluss Karl Ernst Schmalz. Herr Schmalz ist einer von nur insgesamt drei Brotprüfer bundesweit und lässt das aus Politikern, Lehrern, Bäckereimeistern und Schülern bestehende Publikum seine Leidenschaft spüren. Mit insgesamt 3.200 Brotvarianten ist Deutschland Weltrekordhalter. Das sei jedoch bei den vielen unterschiedlichen Regionen und Essgewohnheiten auch nötig und deswegen sei jedes Brot individuell zu betrachten und zu beurteilen. Die Beurteilung der Brote erstrecke sich über die Krusteneigenschaften, das Krumenbild, die Elastizität und nicht zuletzt über den Geruch sowie den Geschmack. Herr Schmalz erklärte den interessierten Zuhörern weiterhin, dass auch Einflussfaktoren wie Temperatur oder Trockenheit des Weizens den Herstellungsprozess beeinflussen sollten. Spätestens jetzt wurde auch wieder jedem Laien bewusst, wie viel Know-How dieses Handwerk bedarf. „Brot und Brötchen aus Discountern sehen den regionalen Produkten zwar auf den ersten Blick sehr ähnlich, doch es sind zwei verschiedene Paar Schuhe“, stellte Herr Schmalz an dieser Stelle noch einmal heraus.

Die vielen anwesenden Azubis aus den jeweiligen Bäckereifachklassen waren jedenfalls beeindruckt. Nicht nur die Vielfalt der Brote imponierte ihnen, sondern auch die Tatsache, dass so viele Bäckereien aus der Region an dieser Brotprüfung teilnehmen, um ihre Qualität noch weiter steigern zu können. Diese Leidenschaft, die auch sie selbst an diesem Beruf entwickeln, lässt erahnen, dass auch in Zukunft noch viele Kunden den Weg am Automaten vorbei zu einer Landbäckereitheke finden.


„Chancen und Risiken gehen Hand in Hand“

Wer diese Finanzweisheit im Hinterkopf hat, schließt schon die meisten Fehler bei seiner Vermögensanlage aus. Bernd Heitkamp von der DEKA-Bank Luxemburg brachte komplex scheinende Fragestellungen immer wieder auf den Punkt.

BWL-Lehrer Andreas Kinkel hatte den erfahrenen Abteilungsdirektor einen Tag lang für die BBS Betzdorf-Kirchen gewinnen können. Beim Bundesverband für Investment und Asset Management (BVI) bewarb er sich für das erfolgreiche Schülerprojekt „Finanzexperten in den Schulen.“ Dieser Bewerbung wurde relativ schnell entsprochen und Herr Heitkamp übernahm die Rolle des Experten. Im Nachhinein kann hierbei von doppeltem Glück für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler gesprochen werden.

Der Banker kam nicht einfach an Tag X mit einer allgemeingehaltenen PowerPoint-Präsentation zur BBS, sondern war vielmehr an einem interessensbezogenen Dialog interessiert. Also bat er die Schülerinnen und Schüler in der Vorbereitung auf seinen Besuch einen Fragekatalog zu verschiedenen Schwerpunktthemen anzulegen. Dieser Bitte kamen die Azubis im Einzelhandel sowie die angehenden Informatiker der HBFI gerne nach. Sie formulierten insgesamt knapp 60 Fragen zur Vermögensanlage, zur Entwicklung der aktuellen wirtschaftlichen Lage, zu Karrierechancen und zum offen gehaltenen Punkt „Verschiedenes“. Herr Heitkamp bereitete sich akribisch auf alle Fragen vor und clusterte diese sogar, um wirklich alle Anliegen seiner Zuhörer in den acht Stunden seines Besuches beantworten zu können.

Das gelang ihm in beeindruckender Art und Weise. Er schaffte es durchweg, kompliziert wirkende Zusammenhänge schülergerecht und nachhaltig zu erklären. „Jeder wird hellhörig, wenn er hohe Gewinne ohne eigenes Risiko versprochen bekommt, aber so funktioniert das Finanzsystem eben nicht. Rendite, Verfügung, Sicherheit und Nachhaltigkeit bedingen sich gegenseitig und stehen somit bei jeder seriösen Vermögensanlage in einem vernünftigen Verhältnis“, stellte er heraus.

Besonderes Interesse zeigten die Schülerinnen und Schüler beim Aktienhandel an der Börse. Hierbei verstand es Herr Heitkamp geschickt, auch sein Insiderwissen mit einfließen zu lassen. Er sprach in Bezug auf den Umgang mit einer Aktie von der sogenannten „German Angst“, die dazu führt, dass viele Anleger hierzulande ihre Wertpapiere bei kleinen Kursverlusten häufig zu früh verkaufen. Durchhaltevermögen sei wichtig und dieses Credo lasse sich auch auf die eigene Karriere beziehen. Siebenmal habe er sich vergeblich auf unterschiedliche Stellen bei verschiedenen Banken beworben bis es endlich mit seiner aktuellen Position als DEKA-Abteilungsleiter geklappt hätte. Jeder habe Rückschläge zu verkraften, aber man dürfe nicht zu leicht beigeben. Das beziehe sich auch auf Gehaltsverhandlungen, fügte Herr Heitkamp hinzu.

Die Rückmeldung der BBSler für ihren Finanzexperten fiel dementsprechend aus: „Er konnte gut und verständlich erklären.“ „Die Art und Weise seiner Vorstellung war super.“ „Sein Insiderwissen war sehr interessant.“ lautete das Feedback. Abschließend bleibt zu hoffen, dass die Schülerinnen und Schüler diese wertvollen Tipps fürs Leben auch anwenden können und sie ihre Chancen nutzen, weil sie die Risiken kennen.


Westerwälder Gastronomienachwuchs holt sich in Frankreich kulinarische Tipps

Jugendaustausch zwischen BBS Betzdorf-Kirchen und Fachschule in Dijon intensiviert die Zusammenarbeit

Erstmals haben gastronomische Ausbildungsbetriebe der Region gemeinsam Auszubildende für ein vierwöchiges Praktikum nach Frankreich entsendet. In Beaune in der Region Burgund vermitteln ihnen Spitzenrestaurants und -hotels landestypische Kulinarik. Mit Inspirationen sowie neuen Kenntnissen und Fertigkeiten werden die Nachwuchskräfte ihre Betriebe im Westerwald bereichern und umgekehrt steigern diese ihre Attraktivität als Ausbildungsstätte.

Das Angebot ist das Ergebnis eines mittlerweile dreijährigen Austauschs zwischen den Gastronomie-Abteilungen der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen und der Fachschule „Lycée Le Castel“ in Dijon. Das von Studiendirektorin Ulrike Peters und Unternehmer Uwe Steiniger (Klostergastronomie Marienthal) auf deutscher Seite sowie Renaud Mourgues und François Stragier auf französischer Seite ins Leben gerufene Projekt gilt mittlerweile als beispielgebend. Es geht dabei über gelegentliche Besuche weit hinaus. Von Anfang an steckte man sich das Ziel, den Auszubildenden beider Nationen ein mehrwöchiges Praktikum im jeweils anderen Land zu ermöglichen. Als erste nutzen nun Yasemin und Nesrin Sezer (Klostergastronomie Marienthal) sowie Tim Zantis (Hotel Hammermühle, Mudenbach) die Möglichkeit. Renaud Mourgues und François Stragier haben hierfür renommierte Vorzeigebetriebe gewinnen können. Nach anfänglicher Nervosität bestätigen bereits die Nachwuchs-Gastronomen in einem Zwischenfazit, dass sie bestens aufgenommen wurden, schon einiges dazulernen durften und sicherlich ihre Erfahrungen weitergeben können.

Vor Praktikumsbeginn erkundeten 12 Azubis aus dem Kreis Altenkirchen eine Woche lang die Bezugsquellen der Gastronomie von Dijon: Eine Weinbergschnecken-Farm, eine Käserei sowie eine „Kulinarische Stadt-Rallye“ zeigten die Vielfalt regionaler Erzeuger auf. Die deutschen Schüler nahmen zudem am Unterricht der französischen Fachschüler teil. Aber auch die Freizeit wurde gemeinsam verbracht, was erneut Möglichkeiten „en masse“ bot, besondere Kulinarik zu erleben. Jean-Luc Dereclenne, der Leiter der Hotelfachschule im „Lycée Le Castel“, lud beispielsweise alle Projektbeteiligten ins Restaurant „Villa Vauban“ zum Dîner ein. Neben dem Genuss französischer Gaumenfreuden wurde viel erzählt und viel gelacht. Höhepunkt war einmal mehr der deutsch-französische Abend im „Salon Gustave Eiffel“. Hierbei zeigten die Auszubildenden, zu was sie gemeinsam im Stande sind: ein vortreffliches Vier-Gänge-Menü samt herausragendem Service. Zu den Gästen zählten der stellvertretende Bürgermeister Dijons, Patrice Chateau, die Direktorin des Lyzeums, Françoise Tancogne-Riviere, sowie Bernhard Schaupp vom „Haus Rheinland-Pfalz“.

Die Grußworte machten deutlich, welch hohe Wertschätzung dieser Austausch erfährt. Als Schirmherr des Projekts erinnerte Uwe Steiniger an Zeiten von Grenzkontrollen, Geldumtausch und gegenseitigem Misstrauen: „Es klingt verrückt, aber es gibt tatsächlich Leute, die wollen dahin zurück. Unsere Jugend aber lässt sich nicht beirren, sie lernen zusammen und sie lachen zusammen. All das ist viel stärker als die seltsamen Ideen solcher komischen Leute“. Den Beweis dafür erbrachten die deutsch-französischen Schüler die gesamte Woche über und wurden mit viel Applaus dafür bedacht. Ulrike Peters bedankte sich bei den Ausbildunsgsbetrieben im Landkreis Altenkirchen, ohne die das nicht möglich sei. Im kommenden Jahr erwartet man nicht nur den Gegenbesuch, sondern ebenso einige französische Schüler, welche die Westerwälder Gastronomie im bis zu 4 monatigen Praktikum kennen lernen wollen. „Es bleibt spannend, vor allem aber lebendig. Hiervon profitieren wir letztlich alle“, so Ulrike Peters.


Mopedparkplatz 2.0

Dunkel, grau und komplett ideenlos – so ließ sich der Ist-Zustand des BBS-Zweiradunterstandes bis Anfang September 2018 beschreiben. Drei Wochen später erstrahlt der generalüberholte „Mopedparkplatz“ in neuem Glanz.

Verantwortlich für den Wandel und den neuen Namen sind Lehrkraft Monika Pisalla und ein achtköpfiges Schülerteam aus dem Berufsvorbereitungsjahr (BVJ). Emre, Marc, Phillipp, Tom, Yalcin, Hawra, Linda und Melina nahmen den Wunsch von Schulleiter Michael Schimmel nach einem hellen und geordneten Erscheinungsbild des Zweiradunterstandes als Herausforderung an und starteten ihr gemeinsames Projekt.

Insgesamt 36 Schulstunden verbrachte die engagierte Crew damit, den alten Parkplatz zu säubern, zu grundieren, neu zu streichen, Markierungen zu setzen und kreative Motive anzumalen. Auf den nun weißstrahlenden Wänden der reformierten Unterstellmöglichkeit sind ab sofort u. a. zwei unterschiedliche Endurofahrer-Szenen zu bewundern. Die Entscheidungen über die Motive und deren Anordnung wurden stets gemeinsam in getroffen. Auch bei den Entwürfen dazu war Zusammenarbeit gefragt. „Wir haben gelernt, konzentriert im Team zu arbeiten“, hieß es aus den Reihen der Schüler. „Außerdem hat uns dieses Projekt viel Spaß gemacht das Ergebnis gefällt uns sehr“, ergänzten sie.

Diesen Worten schloss sich Initiatorin Monika Pisalla an. Neben dem fachlichen Know-How im Bereich Farbtechnik und Raumgestaltung war auch ihr der Teamgedanke besonders wichtig. „Ich habe mich gewundert, wie außerordentlich gut die Arbeit geklappt hat“, bilanzierte sie zufrieden.

Die Schulgemeinschaft sagt Danke für Euren Einsatz!


Klimatechnik vs. Klimaerwärmung

Einer der besten Sommer in den letzten zehn Jahren liegt hinter uns. Durch seine hohen Temperaturen hat er den durchschnittlichen Grillfleischverbrauch in deutschen Haushalten sicherlich gesteigert. Aber gleichzeitig wohl auch die Nachfrage nach Klimaanlagen.

„Das Thema Kältetechnik wird immer wichtiger“, fasst es André Kraft, Lehrer an der BBS Betzdorf-Kirchen zusammen. Grund genug für ihn, nach einem externen Fachmann auf diesem Gebiet zu suchen, durch den seine Schüler wertvolle Impulse aus der Praxis bekommen können. Mit Ausbilder Werner Hutner, der einen erfolgreichen Familienbetrieb in Windeck leitet, war der gesuchte Experte schnell gefunden. Hutner erklärte sich ohne Zögern bereit, an die BBS Betzdorf-Kirchen zu kommen, um dort eine Schulung mit den angehenden Anlagentechnikern im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik durchzuführen.

Mit Hilfe eines praktischen Versuchs über Kältetechnik demonstrierte Hutner den interessierten Zuhörern dabei den Aufbau und die Funktionsweise von Kälteanlagen. Diese hatten zusätzlich die Möglichkeit, alle relevanten Bauteile während des Versuchs auch einmal anzufassen. Somit konnte das theoretische Wissen über den Hauptsatz der Thermodynamik und der damit verbundenen Energiekreislauf auch einmal direkt gefühlt werden. Kurz gesagt: Wenn es irgendwo kalt wird, wird es woanders heiß.

Darüber hinaus beinhaltete das dargestellte Experiment auch eine Fehlersimulation, bei der die damit verbundene Systemveränderung beobachtet werden konnte. Hier wurde den Azubis dann auch deutlich, wie wichtig eine regelmäßige Wartung und Reinigung der Anlagen ist. Zu guter Letzt wurde die Geschichte der Kältetechnik besprochen. Diese reicht bis zur industriellen Revolution ins Jahr 1870 zurück und entwickelte sich seitdem zu einem umfangreichen und sensiblen Aufgabengebiet. Bis heute liegt der Schwerpunkt dieses Bereiches in der Suche nach neuen innovativen und umweltschonenden Technologien für hohe Wirkungsgrade und eine optimale Energieeffizienz.

„Ich habe meine Schüler als sehr aufmerksam wahrgenommen“, bilanzierte André Kraft am Ende des Tages. „Der Exkurs mit Werner Hutner ergänzt das Lernfeld 14 „Klimatechnik“ ideal und wir werden diese Schulung in Abstimmung mit Herrn Hutner nun jährlich in den Unterricht integrieren“, ergänzte Kraft rundum zufrieden.

Die nächsten heißen Sommer können also kommen!


DGB-Mobil an der BBS

Welche Rechte habe ich als Azubi? Was ist ein Tarifvertrag? Wozu sind Gewerkschaften eigentlich gut und wie läuft das mit dem streiken ab? Fragen, mit denen sich jeder Auszubildende mindestens einmal im Sozialkundeunterricht der Berufsschule befasst.

Nicole Platzdasch von der IG Metall nimmt sie als Aufhänger, um mit den Schülerinnen und Schülern der BBS Betzdorf-Kirchen ins Gespräch zu kommen. Für insgesamt eine Woche hat sie das Infomobil des Deutschen Gewerkschaftsbundes gemietet, um an den Schulen vor Ort den direkten Dialog mit dem Nachwuchs zu suchen. Dabei ist es der politischen Sekretärin vor allem wichtig, dass die jungen Menschen Umstände und Zusammenhänge der aktuellen Arbeitswelt verstehen. „Viele Rechte und Privilegien von Arbeitnehmern kommen nicht von ungefähr und sie bleiben auch nicht automatisch erhalten. Es ist wichtig, dass starke Solidargemeinschaften unter den Arbeitnehmern bestehen, um als Gewerkschaft gemeinsam mit den Arbeitgebern faire Lösungen in Streitfragen zu finden“, erklärt sie.

Doch die seit 2009 durchgeführte Roadshow der DGB wird nicht ausschließlich wegen der Aufklärung betrieben. Durch einen Fragebogen, den alle anwesenden Schülerinnen und Schüler für eine neue rote Tasse gerne ausfüllten, wird deutschlandweit evaluiert, welche Fragestellungen die jungen Auszubildenden aktuell am meisten umtreiben. Von einem zukunftssicheren Rentenmodell über bessere persönliche Aufstiegschancen bis hin zur Vereinbarkeit vom Familie und Beruf ist hier das vorgegebene Spektrum breit gefächert. „Es ist für uns sehr wichtig, Tendenzentwicklungen deutschlandweit zu erkennen, um daran weiterarbeiten zu können“, bekräftigt Platzdasch.

Die Schülerinnen und Schüler, aber auch der eine oder andere Lehrer, der seine Unterrichtsstunde auf den Schulhof verlagert hatte, erhielten also neben vielen interessanten Informationen und spannenden Einblicken in die Vielfalt der Gewerkschaftsarbeit auch die Möglichkeit, die Zukunft zumindest ein wenig mitzugestalten.


Pascal Pult ist bester Azubi im Kammerbezirk

Platz 1 von 5451! Die Krone für die beste Abschlussprüfung im IHK-Bezirk Koblenz ging in diesem Jahr an Pascal Pult von der BBS Betzdorf-Kirchen.

Insgesamt 421 frisch ausgebildete junge Menschen wurden am 19.09. in der Rhein-Mosel-Halle Koblenz vor über 1.200 Gästen für hervorragende Leistungen in ihren Abschlussprüfungen geehrt. Einer davon ist der jetzt ausgelernte Verkäufer Pascal Pult, der seine Ausbildung im Rewe XL in Herdorf absolviert hat und seit zwei Jahren Schüler der BBS Betzdorf-Kirchen ist. 99,65 von möglichen 100 Punkten erzielte Pult in seiner Prüfung und legte damit das beste Ergebnis aller angetretenen Teilnehmer in diesem Herbst hin. Ein Traumresultat, das jedoch nicht vom Himmel fällt. „Man muss schon sein Zeug machen“, erklärte Pult und erinnerte damit an Skispringer Sven Hannawald, der damals diesen Satz beim Gewinn der Vierschanzentournee berühmt machte. Neben Fleiß und Ehrgeiz haben aber auch die Schule und der Ausbildungsbetrieb einiges zu seinem Erfolg beigetragen, ergänzte er. Grundlegend für diese Leistung sei aber das Interesse an seinem Beruf!

Als IHK-Azubibotschafter wird Pult demnächst versuchen, gerade dieses Interesse bei potenziellen Nachwuchsverkäufern in den Sekundarstufen der umliegenden Schulen zu entfachen, indem er sein Berufsbild vorstellt.

„Mit den hervorragenden Prüfungsergebnissen haben Sie die Basis für Ihren zukünftigen beruflichen Erfolg gelegt“, prophezeite IHK-Präsidentin Frau Szczesny-Oßing den Geehrten im Rahmen der Feierlichkeiten. Die Zukunft von Pascal Pult mündet zunächst einmal im dritten Lehrjahr, das mit dem Abschluss des Kaufmanns im Einzelhandel im Juni 2019 endet. Mittelfristig strebt Pult eine Position in der Marktleitung an. Das Zeug dafür hat er, weiß auch sein Klassenlehrer an der BBS, Andreas Kinkel, der ihn zwei Jahre lang eng begleitete. „Pascal war immer ein sehr leistungsstarker und an den Lehrinhalten interessierter Schüler. Gerne übernimmt er Führungsaufgaben und ist bestrebt, die Karrierechancen im Einzelhandel wahrzunehmen“, beschrieb Herr Kinkel seinen Schüler gerne auf Nachfrage.

Nächster Stopp: Berlin! Denn dort findet am 3. Dezember die Bundesbestenfeier aller Bundesländer statt. Und wer weiß, ob 99,65 % nicht sogar für noch mehr als den „IHK-Rheinlandmeistertitel“ reichen.


Interaktion schafft Zusammenhalt

Einen halb mit Wasser gefüllten Becher von A nach B zu transportieren, ist normalerweise nicht sonderlich herausfordernd. Wenn sich der Becher allerdings in der Mitte einer 16 Quadratmeter großen Plane befindet, wird es schon etwas kniffliger.

Die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule I lösten nicht nur diese Aufgabe bravourös. Im Rahmen des von Studienrätin Rebecca Rödder durchgeführten Interaktionstages war Zusammenarbeit und Kommunikation gefordert. Mindestens ein Jahr miteinander liegt nun vor der frisch zusammengestellten Klasse. Um dafür eine gemeinsame Grundlage zu schaffen und die Zeit mit den bestmöglichen Startbedingungen zu beginnen, nahmen sich die insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrerin Frau Rödder einen kompletten Schultag Zeit. Zunächst wurde der Fokus dabei mithilfe von Alliterationsspielen und Wollknäuelwerfen auf das Lernen der Namen untereinander gelenkt, bevor die Gruppe anschließend in Viererteams eine Schulrally absolvierte, die zu einer besseren Orientierung im und um das Gebäude verhalf. Anschließend erarbeiteten die 15 – 16-Jährigen dann Hand in Hand ihre eigenen Klassenregeln und vereinbarten dabei gleichermaßen, auf welche Weise Verstöße gegen selbige geahndet werden sollen. Danach standen dann final die Teamspiele auf dem Programm. Neben geführten Interviews und dem Lösen des sogenannten gordischen Knotens stand das eingangs erwähnte Spiel mit dem Bechertransport an. Beherzt, positiv, konzentriert, aber vor allem gemeinsam gingen die „BFler“ diese Challenge an. Sie transportierten den Becher ohne große Probleme über Mülltonnen und Grünanlagen an die selbst vorgegebenen Ziele.

„So ein Tag am Anfang des Schuljahres hilft wirksam beim Abbau von etwaig bestehenden Vorurteilen. Es ist ein bemerkenswert schneller Zusammenhalt in der Klasse entstanden“, erklärte Frau Rödder im Nachgang zufrieden. „Anstrengend, aber sehr effektiv und gut“, lautete das Fazit der Schülerinnen und Schüler. Die Voraussetzungen sind also geschaffen, einen halbgefüllten Becher zukünftig als halbvoll zu betrachten und eine ertragreiche Zeit miteinander zu verbringen.


Läuft - bei den Abiturienten

Nach insgesamt drei Jahren im Beruflichen Gymnasium der BBS Betzdorf-Kirchen erhielten am vergangenen Freitag insgesamt 42 junge Menschen ihre allgemeine Hochschulreife in der Betzdorfer Stadthalle.

Dennis Padovano, der im Rahmen der Abiturfeier stellvertretend für alle seine Mitschülerinnen und Mitschüler zum Publikum sprach, verglich den höchstmöglichen Schulabschluss als Tür zu einem neuen Lebensabschnitt. Ihre Aufgabe sei es nun, durch diese Tür zu gehen. Den Schlüssel dafür hätten sie von ihren Lehrern in den vergangenen drei Jahren erhalten. Doch Padovanos Resümee umfasste nicht nur die Zeit des Unterrichts. Es habe einen großen Zusammenhalt innerhalb der Stufe gegeben, der auch zu neuen Freundschaften führte.

Der Rückblick von Schulleiter Michael Schimmel ging sogar noch ein Jahr weiter in die Vergangenheit. Vor vier Jahren, als sich die jetzigen Abiturienten zwischen der 9. und 10. Klasse befanden, war „Läuft bei dir“ das Jugendwort des Jahres. Für die 42 Absolventinnen und Absolventen lief einiges in diesen vier Jahren. In insgesamt 12 verschiedenen Realschulen schafften sie ihre Zugangsberechtigung für die Oberstufe und durchliefen diese anschließend erfolgreich. In den nächsten vier Jahren werden sich weitere Chancen und Perspektiven für jeden Einzelnen ergeben. „Nutzt diese bitte!“ appellierte Schimmel an die ausgesprochen schick gekleideten Alumni.

Dass sie das Zeug dafür haben, konnte auch der Rede von Christoph Tietz, Leiter des Beruflichen Gymnasiums, entnommen werden. Er attestierte seinen Schülerinnen und Schülern Mut und Ausdauer. Außerdem dankte er ihnen für eine „interessante Zeit“, in der ein deutlicher Reifeprozess zu erkennen gewesen sei.

Über die Frage „Was ist Reife?“ sinnierte ebenfalls Stammkursleiter André Kraft. Er verband sie mit den individuellen Kompetenzen und der Selbstbestimmheit eines Jeden und rief im Zuge dessen dazu auf, diese auch zu nutzen und zukünftig Verantwortung zu übernehmen.

Anschließend kam es zum Höhepunkt der Veranstaltung. Nach drei Jahren Blut, Schweiß und Tränen, wie die Moderatoren Matthis Strunk und Franziska Eggert im Kampe es mit einem Augenzwinkern formulierten, wurden nun die Zeugnisse ausgegeben und stolz unter den metergroßen goldenen Lettern „ABI 2018“ in Empfang genommen.

Zwei Abgänger mussten die Treppe auf die Stadthallenbühne aber noch einmal erklimmen: Pascal Sachtleben und Henry Adorf erhielten von ihrem Physiklehrer Matthias Meyer-Krügel Buchpreise für besondere Leistungen in diesem Fach. Sachtleben bekam vom Vertreter des Landrats, Konrad Schwan, sogar noch ein weiteres Präsent für seinen sozialen Einsatz innerhalb und für die Schulgemeinschaft.

Neben der Lehrerband Pädpur, die mit Gesellschaftskundelehrer Marco Orthen teilweise frenetisch gefeiert wurde, sorgte Sophie Eggert mit ihrem Song „Castle on the hill“ für einen musikalischen Meilenstein in der Abifeier-Geschichte der BBS. Diese schreibt sich nächstes Jahr fort. Dann wird Sophie selbst das Abitur in der Tasche haben und es bleibt zu hoffen, dass sie mit ihrem Gesang auch 2019 zu einem schönen Fest beiträgt.


„Wer was erreichen will, sucht Wege.“

Diese Weisheit beschrieb Dr. Michael Hoffmann in seiner Rede im Rahmen der diesjährigen Abschlussfeier für die Absolventinnen und Absolventen dreier Wahlschulen an der BBS Betzdorf-Kirchen.

Im Gegenzug suchen diejenigen, die etwas vermeiden wollen, Gründe. Für die insgesamt 48 Schülerinnen und Schüler der Berufsoberschule I (BOS I), der Höheren Berufsfachschule (HBFI) und der Fachschule Technik (FSTM) hätte es seiner Zeit mit Sicherheit genug unterschiedliche Gründe dafür gegeben, sich nach erfolgreichem Realschulabschluss und teilweise einer anstrengenden Ausbildung nicht noch einmal für weitere ein, zwei bzw. vier Jahre auf die Schulbank zu setzen. Der Lohn dafür ist nun aber nicht nur die Fachhochschulreife, sondern auch die Erweiterung der beruflichen Perspektiven, wie Schulleiter Michael Schimmel in seiner Begrüßungsrede hervorhob. Man wisse nie, welche Herausforderungen die Arbeitswelt in zehn oder zwanzig Jahren bereithielte. Umso wichtiger sei es, sich durch Weiterqualifikationen zukunftssicherer aufzustellen, ergänzte Herr Schimmel.

Genau dieses Vorhaben beinhaltete sicherlich die eine oder andere Hürde, wie in den anschließenden Worten der verantwortlichen Klassenleitern Oliver Radermacher (BOS I) und Thomas Schmidt (HBFI) deutlich wurde. „Es war bestimmt nicht immer einfach, meinen Ausführungen in Mathe zu folgen“, gestand Herr Radermacher. Aber genau deswegen verdienen die erbrachten Leistungen und erfolgreichen Abschlüsse hohen Respekt. Herr Schmidt schloss sich mit seinen lobenden Worten an und nannte die nun frisch gebackenen staatlich geprüften Technischen Assistenten für IT-Systeme „13 besondere Jungs“, denen er in den vergangenen Jahren gerne auch bei außerunterrichtlichen Fragestellungen beistand.

Für die musikalische Untermalung des Abends war wieder einmal die Lehrerband „Pädpur“ verantwortlich, deren letzter Titel „Save tonight“ hoffentlich positiv konnotiert bleibt. Viele Gespräche im Anschluss an den offiziellen Teil lassen jedoch den Schluss zu, dass sowohl die nun ehemaligen Schülerinnen und Schüler als auch ihre Lehrer gerne auf die gemeinsame Zeit zurückblicken.

Abschluss 2018 BBS Betzdorf-Kirchen

Höhere Berufsfachschule (13 Schüler/innen)

Bad Marienberg: Michel Zöllner Elkenroth: Kevin Weber Freudenberg: Bernard Largin Hasselbach: Andre-Gabriel Gritschke Hennef: Konstantin Zakirov Herdorf: Ardijan Ferizi Kausen: Dustin Simon Josef Weber Kirchen: Bastian Mankel, Ümit Tezcan Molzhain: Luca Brenner Rosenheim: Joey-Justin Hombach, Kilian Krieg Weitefeld: Marvin Lichtenthäler

Berufsoberschule I (6 Schüler/innen)

Kirchen: Saffet Sak, Mörlen: Moritz Alt Stockhausen-Illfurth: André Müller, Matthias Prüfert Streithausen: Manuel Mies Weitefeld: Jan Dielmann

Den Buchpreis des Landes Rheinland-Pfalz für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz in der Schule erhält Herr André Müller.

Fachschule Technik (29 Schüler/innen)

Alsdorf: Mario Weis Altenkirchen: Lukas Andres, Marcel Born, Chris Kraemer, André Rehmet Bachenberg: Kevin Kempf Bad Marienberg: Kathrin Flick, Sven Klöckner, Andreas Kohl Betzdorf: Markus Hoffmeister, Marvin Schultz Derschen: Manuel Meyer Freudenberg: Patrice Jazbinsek, Felix Lanio Gebhardshain: Julian Imhäuser Herdorf: Nico Höfer, Timm Leukel Kirchen: Tobias Baumeister, Maik Panthel, Jan Rübsamen Malberg: Martin Weller Mudersbach: Michael Spies Nisterberg: Bastian Lepack Pracht: Tobias Rödder Rosenheim: Alexander Hombach Siegen: Malte Krügel, Patrick Neumann, Oliver Wagner Wenden: Sascha Rokitte


500 Brote für Betzdorf

Zum insgesamt 6. Mal wurde am 15. Mai 2018 der Tag des Deutschen Brotes bundesweit gefeiert. Das Besondere am Bäckereihandwerk ist, dass es ihm - trotz einer über 8000-jährigen Geschichte – fortwährend gelingt, die Brotbackkunst neu zu interpretieren. „Ob Klassiker wie Roggenmischbrot, regionalspezifische Rezepturen oder spannende Kreationen wie ein Maronen-Trüffel-Baguette – Brot ist einfach in aller Munde“, beschreibt Michael Wippler, Präsident des Deutschen Bäckerhandwerks seine Zunft.

Für die angehenden Bäcker und Bäckereifachverkäuferinnen an der BBS Betzdorf-Kirchen sollte dieser Tag auch nicht alltäglich werden. Insgesamt 16 Schülerinnen und Schülern des zweiten Ausbildungsjahres machten sich, gemeinsam mit ihrer Lehrerin Marion Pfeiffer, auf den Weg in die Betzdorfer Innenstadt. Dort wartete Bäckermeister Dirk Müller mit seinem mobilen Holzbackofen auf die Verstärkung der BBS. Über 500 Brote backte er an diesem Tage vor Ort. Diese wurden dann durch die 16 Azubis auf dem Betzdorfer Wochenmarkt an die Marktbesucher verschenkt, die im Gegenzug gerne eine Spende für die Betzdorfer Jugendhilfe gaben. Diese Vorgehensweise hatte die Bäckerinnung so beschlossen.

Doch für die angehenden Fachkräfte blieb es nicht beim Verteilen der Brote. Sie hatten sich im Vorfeld intensiv auf die Aktion vorbereitet und u. a. einen Flyer über ihre Ausbildung entwickelt, den sie auf diesem Wege ebenfalls unter die Leute brachten. Außerdem nutzten sie die Chance, mit Hilfe eines eigens entworfenen Fragebogens, das Essverhalten und die Konsumgewohnheiten der Betzdorfer bezüglich des Grundnahrungsmittels Brot zu erkunden. Dabei erhielten sie umfassende Informationen darüber, wo der Kunde sein Brot kauft, zu welcher Tageszeit er es verzehrt, welches Brot er am liebsten isst und vieles mehr. Die Auswertung der Befragung soll in den nächsten Unterrichtsstunden erfolgen und die Ergebnisse an die Bäckerinnung weitergegeben werden.

Neben Motivation und Durchhaltevermögen bewiesen die Schülerinnen und Schüler auch ihre Talente im kreativen Bereich. Während einige Bäckereifachverkäuferinnen die frischen Brote mit einem selbst gefertigten Dipp zum Verzehr anboten, sorgten die beiden Azubis Jacqueline und Melissa mit einem Kinderschminken für ein schönes Rahmenprogramm, welches dankend angenommen wurde. Die baldigen Bäckergesellen Matthis und Steven sorgten gleichzeitig dafür, dass der mobile Holzbackofen noch mobiler wurde.

Sie nahmen sich kurzerhand einen Brotkorb zwischen sich und liefen damit über den gesamten Markt.

Zusammengefasst sprach die verantwortliche Lehrerin, Frau Pfeiffer, von einem guten Tag für die Marktbesucher, für das deutsche Bäckerhandwerk und natürlich auch für ihre Schülerinnen und Schüler.


BBS in neuem Gewand

„Festivalatmosphäre“ nannte die Rhein-Zeitung ihre Eindrücke. Als „fantastische Räumlichkeiten“ beschrieb Reinhard Baumgarten, der Vorsitzende des DLRG-Ortsverbandes, die BBS Betzdorf-Kirchen, die vier Tage lang als Heimstätte für rund 1000 Personen wurde.

Grund dafür waren die 37. DLRG-Landesjugendmeisterschaften, die dieses Jahr erstmalig seit den 80er-Jahren wieder auf dem Molzberg ausgetragen wurden. Neben dem klassischen Zeitschwimmen maßen sich insgesamt 700 Starterinnen und Starter von 9 – 16 Jahren in zahlreichen weiteren Disziplinen, wie z. B. dem Flossenschwimmen, dem Dummy-Abschleppen oder dem Gurtretten. Als Lohn für ihre bemerkenswerten Leisten winkten ihnen nicht nur die üblichen Medaillen, sondern auch die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft in Leipzig.

Aber es ging an diesem langen Wochenende nicht ausschließlich um Spitzenleistungen, es ging auch um das gegenseitige Kennenlernen und den gemeinsamen Austausch des DLRG-Nachwuchses, wie deren Landesvorsitzender Christian Düber der Presse gegenüber erklärte. Für die Umsetzung dieses Zieles verwandelte sich sowohl das Gebäude als auch das Gelände der BBS Betzdorf-Kirchen binnen weniger Stunden am Mittwochnachmittag zusehends und offenbarte dabei ungeahnte Potenziale. Unter anderem wurden die Klassenräume zu Schlafräumen für die unterschiedlichen DLRG-Ortsverbände umfunktioniert und aus dem Foyer der Schule wurde kurzerhand ein Kino gestaltet. Außerdem schufen die Organisatoren dieser Tage vom Kicker bis zur Hüpfburg unzählige weitere Unterhaltungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen. Des Weiteren befanden sich auf dem Schulhof nicht wie üblich Schüler und Pausenaufsichten, sondern Getränkewagen und Verpflegungszelte.

Doch auch der soziale Aspekt im Rahmenprogramm sollte nicht zu kurz kommen. In der Molzberghalle wurde ein Blindenparcours mit den zur Verfügung stehenden Matten und Geräten aufgebaut, der über die gesamte Zeit von zahlreichen Sportlern rege genutzt wurde.

Der Schulleiter der BBS, Michael Schimmel, erkannte seine Schule kaum wieder, war aber von der Verwandlung positiv überrascht. Für ihn war es insgesamt eine tolle Veranstaltung, die beeindruckend organisiert war.

Das im Vorfeld eingereichte überzeugende Konzept für die Durchführung dieses Großereignisses war es auch, das Landrat Michael Lieber in Absprache mit Herrn Schimmel die Zusage zu diesem Event nicht schwer machte. Er fungierte letztendlich sogar als Schirmherr und sollte nicht enttäuscht werden. „Auf das Team Baumgarten und Schimmel kann man sich verlassen. Nicht immer haben wir so gute Erfahrungen in Bezug auf die Unterbringung einer Vielzahl von Gästen in Schulen gemacht“, bilanzierte er im Rahmen einer Pressekonferenz.

Reinhard Baumgarten selbst betonte ebenfalls, dass es nicht selbstverständlich sei, eine Schule so nutzen zu dürfen.

Wenn sich am Ende dieser sehr intensiven Tage jeder der Beteiligten in dieser Art und Weise äußert, ist das sicherlich noch einmal ein aussagekräftiger Beweis dafür, dass man das nicht selbstverständliche Ehrenamt, welches bei diesen DLRG-Landesjugendmeisterschaften vorbildlich gelebt wurde, immer so gut es geht fördern und unterstützen sollte.


BBS-Schüler machen Fernsehen und Radio

Ein Blick hinter die Kulissen einer Fernseh- und Radioanstalt ist sicherlich nicht nur für die Regisseure der Republik interessant. Doch nur bei einem Blick sollte es am 17.04. für 50 angehende Abiturienten der BBS Betzdorf-Kirchen in den Kölner WDR-Arkaden nicht bleiben.

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums machten sich gemeinsam mit ihren Deutschlehrern Klaus Arnold, Rebecca Rödder und Silke Groß auf den Weg in die Domstadt, um eine eigene TV- und Radiosendung zu produzieren. Im Rahmen der Unterrichtsvorbereitungen auf den Lernbereich 14 des Deutschlehrplans „Medialisierung von Gesellschaft und Literatur bewerten und Medienprodukte gestalten“ stieß Frau Rödder auf ein Angebot des WDR, das sie nicht ausschlagen konnte. Sogar ein halbes Jahr Wartezeit wurde seitens der Betzdorfer Delegation in Kauf genommen, um diese wertvollen und äußerst interessanten Erfahrungen zu sammeln.

Der Tag startete beim WDR jedoch zunächst einmal mit einer Vorstellung des Senders und Hintergrundinformationen dazu, wie TV- und Radiosendungen hergestellt werden. Außerdem wurde den Schülerinnen und Schülern die Funktion der sogenannten „Green Box“ erklärt und veranschaulicht. So dauerte es mit der entsprechenden Technik augenscheinlich nur wenige Sekunden, einen Zwölftklässler von Köln in die Wüste zu beamen.

Anschließend ging es dann aber richtig los. In eingeteilten Gruppen begannen die neuen TV-Praktikanten damit, einen insgesamt 15-minütigen Fernseh- oder Radiobeitrag zu produzieren. Dazu recherchierten sie zunächst nach Hintergründen zu einem aktuellen Thema (z. B. die Antisemitismusdebatte um Kollegah und Farid Bang). Danach verteilten sie Verantwortlichkeiten, indem sie in die jeweils unterschiedlichen Berufe/Rollen des WDR schlüpften. Unabhängig davon, ob sie dabei innerhalb der Regie, der Kameratechnik, der Tontechnik oder des Maskenbildes agierten; die Mitarbeiter der Fernsehanstalt mussten nur selten eingreifen und lobten anschließend die bemerkenswerte Eigenständigkeit und Kreativität ihrer Besucher von der BBS Betzdorf-Kirchen. Am Ende standen mehrere eigene Magazinsendungen, die sowohl Einspieler als auch Korrespondentenschaltungen, Studiogespräche und/oder Show-Einlagen enthielten.

Alle Beteiligten waren im Nachgang mächtig stolz auf ihre Leistungen und das positive Feedback des Senders für ihre Arbeit. Auch Frau Rödder zog eine positive Bilanz: „Es war eine tolle Sache in einem modernen Studio. Außerdem wurde der Tag sehr schülernah aufgezogen. Wir kommen gerne wieder.“

Für die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Deutsch war die Zeit in Köln nun aber immer noch nicht vorbei. Es stand zusätzlich noch eine Führung im benachbarten Gebäude des erfolgreichen WDR-Radiosenders EinsLive auf dem Programm. Neben weiteren wichtigen Impulsen im Bereich Mediengestaltung aus erster Hand, erhielten sie hier auch gleich mehrfach die Möglichkeit, persönlich mit den Stars des Senders zu sprechen. Zusammenfassend kann auch hier von einprägsamen Impressionen gesprochen werden – und wer weiß, vielleicht werden ja die O-Ton-Charts in wenigen Jahren von einem jetzigen BBS-Schüler anmoderiert.


Maßschneiderinnen unterstützen den Kinderschutzbund

Selbst entworfene Kinderkochschürzen, die aus alten Textilien genäht wurden und gegen eine Spende für den Kinderschutzbund in dessen Betzdorfer Geschäft erworben werden können – so sieht kreative Hilfe aus!

Diese fand Mitte April in der Form erstmalig durch die Auszubildenden des 2. Lehrjahres der dreijährigen Berufsfachschule für Maßschneider/innen an der BBS Betzdorf-Kirchen statt. Die Regie des Projektes „Selbstgefertigtes für den Kinderschutzbund“ übernahm dabei Andrea Staß, die Lehrerin für Fachtheorie in jenem Bereich. Im Rahmen eines Ökoprojektes, welches in der Ausbildung Pflicht ist, werden die Auszubildenden für den Umstand sensibilisiert, alte Kleidung recyceln zu können. „Man muss getragene Kleidung nicht gleich auf den Müll werfen“, brachte es Frau Staß auf den Punkt – und an nicht mehr gebrauchten Textilien mangelt es unserer Gesellschaft beileibe nicht.

Außerdem verriet die Oberstudienrätin, dass die Aktion sehr erfolgreich angenommen wurde und damit schon jetzt eine Wiederholung im nächsten Schuljahr geplant sei.


Girls´ Day an der BBS

Der eine Beruf gehört zur Kategorie „Männerberuf“, ein anderer wird als „Frauenberuf“ deklariert. Eine Einteilung, die nicht nur die vergangenen Jahrhunderte betrifft, sondern auch das Jahr 2018.

Eine Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, diese gewohnten Muster aufzulösen, ist der jährlich bundesweit stattfindende Girls´ Day. Bereits zum fünften Mal beteiligte sich die BBS Betzdorf-Kirchen an dieser Veranstaltung und stellte dabei dieses Jahr das mit Abstand größte Angebot im Landkreis Altenkirchen dar, verriet Marion Pfeiffer, Lehrerin an der BBS und Organisatorin des Tages. Insgesamt 57 Schülerinnen aus den umliegenden Realschulen pilgerten am 26. April pünktlich um 8:30 Uhr auf den Molzberg, um größtenteils erstmalig in ihrem Leben mit technischen Berufen in Berührung zu kommen. Der stellvertretende Schulleiter Jürgen Strüder orakelte jedoch bereits eingangs in seiner Begrüßung, dass er sicherlich in naher Zukunft die eine oder andere Besucherin auch als Berufsschülerin an der BBS wiedersehen werde. Anschließend übergab er das Wort an Frau Pfeiffer, die alle Acht- und Neuntklässlerinnen in die folgenden sechs Workshops verteilte, welche im Vorfeld von den Schülerinnen selbst gewählt werden konnten:

„Mädchen erleben raffinierte Technik“

In diesem Workshop standen die Mädels - gemeinsam mit Betreuerin Beate Schmidt - vor der Aufgabe, einen Trinkwasserverteiler zu installieren. Dabei musste sowohl gelötet als sich auch mit relevanten Verbindungstechniken auseinandergesetzt werden. Tätigkeiten, die dem Berufsfeld der Anlagenmechanikerin zuzuordnen sind.

„Mädchen schreinern ein Insektenhotel“

Holz zuschneiden, Verbindungen anreißen, Löcher bohren, Gitter zuschneiden – Aufgaben einer Schreinerin, die Herr Thomas Staß den Nachwuchskräften näherbrachte und dabei ein Insektenhotel mit ihnen herstellte.

„Mädchen erobern die Technik des Autos“

Wenn man weiß, wie man Reifen montiert und demontiert und wie man die Öl-, Kühlwasser-, und Bremsflüssigkeitsstände kontrolliert, sind das nicht nur Basiselemente in der täglichen Arbeit von KFZ-Mechatronikerinnen, sondern auch im Alltag einer jeden Autofahrerin hilfreich, erklärte Tim Boersch, der diesen Workshop leitete.

„Mädchen lernen Produktdesign per CAD und CNC“

Einmal selbst ein Produkt am Computer designen und anschließend durch die CAD bzw. CNC-Maschine entstehen lassen. Schritte, die den Berufen der Industriemechanikerin und der Zerspanungstechnikerin zuzuordnen sind. Timo Heine ermöglichte diese den insgesamt acht Mädels in seinem Workshop, der mit acht hergestellten Herzen endete.

„Mädchen üben sich in Farben- und Spachteltechnik“

„Demnächst möchte ich mein Zimmer tapezieren und neu gestalten. Da kann ich einiges von heute anwenden“, lautete das Zwischenfazit einer jungen Teilnehmerin, die sowohl Kenntnisse in der Rastervergrößerung, dem Anstreichen und der Sprenkel- und Folientechnik erlangte. Frau Claudia Böhm und Frau Monika Pisalla hoffen außerdem, die Begeisterung für die Berufe Malerin und Lackiererin entfacht zu haben.

„Mädchen stellen Superfood für Supergirls her“

Beim insgesamt mit 16 Teilnehmerinnen größten Workshop wurde gemeinsam mit den Azubis der Mittel- und Oberstufe ein mehrgängiges Menü zubereitet und angerichtet. Die beiden betreuenden Lehrerinnen Frau Astrid Fischer und Frau Marion Pfeiffer versuchten in diesem Zusammenhang, den Beruf der Köchin attraktiver zu machen.

Anlässlich des Girls´ Day führte das Bundesinstitut für Bildung unlängst eine Analyse durch, die ergab, dass sich die Zahl der weiblichen Auszubildenden in eigentlich männerdominierenden Berufen zwischen den Jahren 2004 und 2015 stark vergrößert hat. Aber nicht nur deswegen ist der Girls` Day so enorm gewinnbringend. „Es ist generell wichtig für junge Leute, in ihrem Werdegang mit unterschiedlichen Berufen in Berührung zu kommen; auch wenn sie anschließend entscheiden, dass sie sich in eine andere Richtung orientieren wollen“, erklärte Marion Pfeiffer, die insgesamt sehr zufrieden mit dem diesjährigen Girls´ Day war. Außerdem sei es ein enormer Vorteil für 14 – 15-Jährige, diese ersten beruflichen Erfahrungen im „Schutzraum Schule“ machen zu können, den sie gewohnt sind und in dem sie sich auskennen, ergänzte Frau Pfeiffer.


Neue Techniken für die Werkzeugmechaniker

„Viele Wege führen nach Rom“, lautet ein allseits bekanntes Sprichwort. Wer gerade eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker absolviert, könnte völlig berechtigt annehmen, dass dieser Spruch für ihr Berufsbild formuliert wurde. Es ist jedenfalls die Quintessenz eines extrem beeindruckenden Exkursionstages eines Dutzend Schülerinnen und Schüler der BBS Betzdorf-Kirchen.

Gemeint ist das zweite und dritte Ausbildungsjahr der Werkzeugmechaniker. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Andreas Müller tauschten sie an einem Tag ihr Klassenzimmer gegen die Werkshallen gleich zweier namhafter Unternehmen der Region. Ihr erstes Ziel am frühen Morgen war die Firma Werit in Altenkirchen. Hier zeigte sich Ausbildungsleiter Volker Müller dafür verantwortlich, dass das zweieinhalbstündige Zeitfenster effektiv genutzt wurde. Nach einer kurzen Firmenvorstellung des Betriebes, der seinen Schwerpunkt in der Kunststoff-, Spritz- und Blastechnik hat, ging es für die Auszubildenden direkt in die Praxis. Unter den Spezialmaschinen der jeweiligen Techniken ist dabei vor allem eine Senkerodiermaschine zu erwähnen, die nur sehr wenige Unternehmen besitzen und die den Schülerinnen und Schülern aus Betzdorf-Kirchen perfekt erklärt und anschließend in Aktion vorgeführt wurde. Außerdem lernten die angehenden Werkzeugmechaniker dabei auch den Werkzeugbau der Firma kennen, der eine gewichtige Rolle in Ausbildungsordnung und Lehrplan darstellt. Abschließend nahm sich Herr Volker Müller von Werit noch einmal Zeit, um im Besprechungsraum die gewonnenen Eindrücke reflektieren zu lassen und alle offenen Fragen zu klären.

Danach ging es ohne große Pause weiter nach Eichelhardt zur Firma Gebrüder Schumacher. Betriebsleiter Jörg Puttkereit, der die jungen Nachwuchskräfte gegen Mittag im firmeneigenen Konferenzraum begrüßte, nutzte in Absprache mit deren Lehrer, Herr Müller, stets die Fachsprache in seinen Ausführungen. Das Unternehmen aus Eichelhardt ist vornehmlich auf die Agrartechnik spezialisiert und zeichnet sich vor allem durch einen hohen Grad an Automation aus. Außerdem nutzt es eine fünfachsige Fräsmaschine mit insgesamt über 60 Werkzeugen. Darüber hinaus verfügt der mittlerweile international agierende Betrieb eine Drahterodiermaschine, die ein berührungsloses Ausschneiden von Profilen ermöglicht.

Das auch hier zum Ende hin stattfindende Gespräch mit den Auszubildenden fasste den Tag treffend zusammen. Sie meldeten zurück, sehr viel Neues und vor allem Interessantes gesehen zu haben. In ihren Betrieben kommen sie häufig nur mit der Schneidtechnik oder mit der Spritzgießtechnik in Kontakt. Durch die zwei Betriebsbesichtigungen konnten sie wertvolle Impulse aus beiden Technikarten sammeln.

Herr Müller konnte das positive Feedback seiner Schülerinnen und Schüler nur bekräftigen und hob zusätzlich das freundliche Entgegenkommen der Verantwortlichen beider Firmen hervor. Vielen Dank dafür!


Praktikum bei Sterneköchin Julia Komp

Gute Leistungen zahlen sich aus! Nachdem Yasemin Sezer, Auszubildende zur Köchin und Schülerin an der BBS Betzdorf-Kirchen, in den vergangenen Jahren gleich an mehreren regionalen und überregionalen Wettbewerben erfolgreich teilgenommen hatte, geriet sie immer weiter ins Blickfeld der Spitzengastronomie. Dort ist auch Julia Komp aktiv. Die 28-Jährige hat jetzt schon eine beeindruckende Karriere hinter sich, ist Deutschlands jüngste Sterneköchin und war schon etliche Male im TV zu sehen. Unbestritten gehört sie zu den Besten ihres Fachs und fungiert aktuell als Küchenchefin auf Schloss Loersfeld in Kerpen. Genau dorthin lud sie Yasemin Sezer zu einem kostenlosen Praktikum ein. Sogar die Unterkunft wurde durch den Patron des Schlosses, Thomas Bellefontain, zur Verfügung gestellt. Also zusammengefasst: Ein Angebot, das man nicht ausschlagen kann.

Das tat Yasemin Sezer auch nicht. Wissbegierig und voller Tatendrang startete sie in das nächste Abenteuer ihrer noch jungen Laufbahn. „Ich war direkt mittendrin! Das Team nahm mich sehr kollegial auf“, berichtete Sezer von ihrem ersten Eindruck. „Auch Julia Komp nahm sich viel Zeit für mich, obwohl das Restaurant stets gut gefüllt war. Sie ließ keine Frage unbeantwortet, brachte mir etliche neue Fingerfertigkeiten bei und zeigte mir Tricks und Kniffe“, ergänzte die Schülerin.

Die Wertschätzung sollte indes nicht auf Einseitigkeit beruhen. Julia Komp attestierte Uwe Steiniger, dem Ausbilder von Yasemin Sezer im Kloster Marienthal, dass diese einen sehr guten Job gemacht habe und jederzeit gerne auf Schloss Loersfeld wiederkommen dürfe. Die Frage, ob sich Steiniger Sorgen machen müsse, seine engagierte Nachwuchsköchin zu verlieren, wimmelte diese jedoch ab: „Ich arbeite mit meinem Chef an einem ganz tollen Projekt, das hat nach der Prüfung absolute Priorität. Ich möchte auf jeden Fall weiter in der gehobenen Gastronomie arbeiten und wer weiß, vielleicht schaffe ich es eines Tages auch ganz nach oben?! Jetzt muss ich aber erst einmal meine Abschlussprüfung bestehen“


Tapetenwechsel mit Feuereifer

„Eine sehr gute Truppe, die interessiert und diszipliniert mitgearbeitet hat.“ So beschrieb Jörg Karthaus, Referent der A.S. Création AG, die Klasse BS ML 15A+.

Hinter dieser Bezeichnung verbergen sich die angehenden Maler und Lackierer des 2. und 3. Lehrjahres an der BBS Betzdorf-Kirchen. Die A.S. Création AG ist aktuell der jüngste Tapetenhersteller in Deutschland und heute einer der Marktführer in ganz Europa. Aus dieser entstand im Jahr 2000 die gemeinnützige A.S. Création Tapetenstiftung, welche abseits des alltäglichen Tapetengeschäfts Aktivitäten initiiert und unterstützt, die das Image und die öffentliche Wahrnehmung des Produktes „Tapete“ stärken. Beispiele dieser Aktivitäten sind die von Jörg Karthaus durchgeführten Tapeten-Verarbeitungsseminare. Sie werden für Schüler kostenlos in zahlreichen Berufsschulen angeboten und bieten einen enormen Mehrwert. Gründe genug für die beiden verantwortlichen Lehrerinnen Natalie Glenske und Claudia Böhm, die Offerte ihres Stammtapetenlieferantes anzunehmen.

In einem Zeitraum von insgesamt acht Schulstunden referierte Herr Karthaus zunächst über verschiedene Tapetenarten, Untergrundvorbereitungen, Tapetenverarbeitung und –symbole. An mitgebrachte Mustertapeten veranschaulichte er seine Ausführungen und gab den einen oder anderen wertvollen Tipp aus seiner eigenen Erfahrung weiter. Anschließend begann die Praxisphase für die insgesamt 20 Azubis. Von der Papier- bis hin zur Metalltapete durften sich die angehenden Maler und Lackierer unter professioneller Anleitung ausprobieren. Dabei arbeiteten sie an denselben Arbeitskojen, die sie auch bei den unlängst anstehenden Zwischen- und Abschlussprüfungen nutzen werden. So erhielten sie neben dem beschriebenen fachlichen und methodischen Know-How auch noch eine bestmögliche Prüfungsvorbereitung zur richtigen Zeit.

Im letzten Abschnitt des Seminares teilte Herr Karthaus als Ergebnissicherung jedem Schüler sorgfältig zusammengestellte Arbeitsblätter aus, die gemeinsam ausgefüllt wurden und fortan als Nachschlagewerk dienen können. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmer eine Urkunde, die jede Bewerbung aufwerten wird.

Lehrerin Frau Glenske nahm ihre Schüler an diesem Tag ebenfalls sehr interessiert wahr und bescheinigte ihnen, mit Feuereifer dabei gewesen zu sein. Außerdem erklärte sie, dass viele Auszubildenden mit den teilweise sehr hochwertigen und besonderen Tapeten in ihren Betrieben noch nicht in Berührung gekommen seien und sich somit durch dieses Seminar eine perfekte Verknüpfung von Theorie und Praxis in Lernfeld 8 (Oberflächen und Objekte bearbeiten und gestalten) ermöglichen ließ. Herr Karthaus stellte neben dem Eifer aller Teilnehmer abschließend auch die hohe Qualität der Arbeitsergebnisse hervor.


„Über den Tellerrand hinausgeschaut“

Insgesamt fünf Tage verbrachten die Freunde der Gastronomiefachschule „Le Castel“ aus Dijon in Deutschland – und dabei drehte sich nicht alles um das, was sich auf dem Teller befindet.

Bereits zum zweiten Mal besuchte eine französische Delegation aus der Region Burgund die BBS Betzdorf-Kirchen. Jeweils ein halbes Jahr später erfolgt dann regelmäßig der Gegenbesuch in Frankreich. Dieses partnerschaftliche Verhältnis hatte seinen Ursprung 2016 in Prag. Dort trafen Ulrike Peters, die zuständige Abteilungsleiterin der BBS Betzdorf-Kirchen und ihr Pendant aus Dijon, Renaud Mourgues, das erste Mal im Rahmen eines vom rheinland-pfälzischen Ministeriums mitorganisierten Kooperationstreffen verschiedener Regionen aufeinander. Hier entstand die Idee, künftig gemeinsam zu arbeiten. Eine wunderbare Idee, wie sich auch in der letzten Schulwoche vor den Osterferien wieder bestätigte.

Die insgesamt 14-köpfige Gruppe aus dem Nachbarland fand während ihres Aufenthaltes Unterschlupf im Kloster Marienthal, deren Inhaber Uwe Steiniger einer der Mitorganisatoren des Austausches ist und viele Aktionen auch direkt betreut. Der leidenschaftliche Koch sorgte also nicht nur regelmäßig für volle Mägen bei seinen Gästen, sondern auch dafür, dass sie ihren straffen Terminkalendar ausgeruht wahrnehmen konnten.

Los ging es am Dienstag zunächst mit ihrem „ersten Schultag“ an der BBS. Dort wartete zunächst ein von Schulleiter Michael Schimmel durchgeführter Schulrundgang auf die französischen Schülerinnen und Schüler. Da sie in Frankreich ein komplett anderes Schulsystem gewohnt sind, waren diese Einblicke in den Wochenablauf einer deutschen Schule umso interessanter, erklärte ihr mitgereister Deutschlehrer Francois Stragier. Im Anschluss wurde endlich das erste Mal gekocht. Zusammen mit den Schülern des ersten Ausbildungsjahres der verschiedenen Gastronomieberufe, die an der BBS gelehrt werden, wurde ein gemeinsames Mittagessen vorbereitet. Zusätzlich wurde der mobile Backes von Bäckermeister Dirk Müller genutzt. Am Nachmittag stand dann eine Betriebsbesichtigung der Hachenburger Brauerei an. Diese verdient den Titel „hautnah erleben“, da man direkt an den Braukesseln vorbeiläuft, berichtete Frau Peters.

Am Mittwoch starteten die Besucher nach Koblenz durch. Hier nahmen sie nach einer Koblenzer Stadtbesichtigung an einer Kräuterwanderung mit dem Sinziger Spitzenkoch Jean-Marie Dumaine teil. Dieser beeindruckte durch seine Leidenschaft und sensibilisierte für den Umstand, dass man beim Essen eine Geschichte über die Produkte erfahren sollte. Wahrscheinlich flossen nicht zuletzt jene Impulse in die Arbeit des Folgetages. Für den waren ein Fünf-Gang-Menü und eine Küchenparty an der Berufsbildenden Schule mit dem Titel „Himmel und Erde“ geplant. Dabei stand konsequenterweise das Kochen mit regionalen Produkten im Vordergrund. Ein Motto, das nicht zufällig gewählt wurde, wie Lehrerin Astrid Fischer erklärte: „Die Nachfrage in der Spitzengastronomie nach regionalen Produkten steigt stetig. Das Thema Nachhaltigkeit wird den Menschen in ganz Europa immer wichtiger. Außerdem wird auch der Stolz auf die Region positiv beeinflusst.“ Die insgesamt 30 Schülerinnen und Schüler aus Frankreich und Deutschland setzten das Motto jedenfalls exzellent um – und das blieb nicht unbemerkt. Landrat Michael Lieber, die beiden VG-Bürgermeister Bernd Brato und Mail Köhler, IHK-Geschäftsstellenleiter Oliver Rohrbach sowie Thomas Raabe von der ADD und zahlreiche Vertreter regionaler Betriebe waren gekommen, um sich die vielen kulinarischen Kreationen schmecken zu lassen. Ihr ausgesprochen positives Feedback war da sicherlich ein schöner Lohn für die handelnden Akteure. „Ihr habt sehr gut gekocht und der Landkreis wird dieses gelungene Projekt gerne auch weiterhin unterstützen“, sagte Michal Lieber. „Ich würde mich freuen, wenn ihr wiederkommt und wenn ich dann wieder eingeladen werde“, ergänzte Bernd Brato.

Auch die direkt Beteiligten zogen ein zufriedenes Resümee. „Es war wieder einmal schön zu sehen, dass Sprachbarrieren beim Kochen nicht unüberwindbar sind“, waren sich die betreuenden Lehrer Uwe Schmegner, Astrid Fischer, Marion Pfeiffer und Markus Becker unabhängig voneinander einig. Weiterhin lobten sie die bemerkenswerte Selbstständigkeit und die Disziplin der Nachwuchsköche. Frau Peters freute sich außerdem sehr darüber, dass auch ehemalige Schüler freiwillig den Weg zurück in die Schule fanden und tatkräftig mithalfen.

„Die Jugendlichen beider Länder waren jeweils sehr offen für die Kultur ihres Nachbarlandes“, beschrieb Francois Stragier seine Eindrücke. Man sei „begeistert aufeinander zugegangen.“ Außerdem merkte er an, dass nicht nur verschiedene Kulturen, sondern auch verschiedene Generationen erfolgreich miteinander gearbeitet haben.

Ein gemeinsamer Abend im Kloster Marienthal rundete den Aufenthalt der französischen Freunde im Westerwald schließlich ab und war gleichzeitig Startplatz der Planungen für September, wenn es für die Betzdorf-Kirchener wieder nach Frankreich geht.


Freunde aus Dijon zu Gast an der BBS Betzdorf-Kirchen

Die letzte Woche vor den Osterferien ist eine ganz besondere. Denn bereits zum zweiten Mal besuchen Schülerinnen und Schüler der befreundeten Hotelschule Lycée Le Castel aus Dijon die BBS Betzdorf-Kirchen. In einem umfangreichen 5-Tage-Programm warten auf die Besucher aus Frankreich - zusammen mit den angehenden Köchen der BBS - zahlreiche gemeinsame Aktionen, bei denen sowohl die französischen als auch die deutschen Gastronomie-Azubis sicherlich wieder viele wertvolle Impulse für ihr weiteres Handwerk bekommen werden. Ein ausführlicher Bericht folgt...


Über 19 Brücken musst du gehen…

Die Aussage aus Peter Maffays abgewandeltem Liedtext lässt sich mit den von Schülern erstellten Papierbrücken zwar nicht wortwörtlich realisieren, aber mit Traglasten von bis zu 28 Kilo bei einem maximal vorgegebenen Eigengewicht von nur 300 Gramm wurden dennoch beachtliche Werte erreicht.

Zum 15. Mal hatte die naturwissenschaftlich-technische Fakultät der Universität Siegen im Herbst 2017 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 13 dazu aufgerufen, Brücken aus Papier zu bauen. Erstmalig nahmen dabei auch Schülerinnen und Schüler des beruflichen Gymnasiums der BBS Betzdorf-Kirchen teil. Betreut und unterstützt wurden sie dabei von ihrem Techniklehrer Thomas Bredenbröker. Die Herausforderung beim Bau der Papierbrücken bestand darin, mit einer vorgegebenen Menge Papier eine Konstruktion zu erstellen, die bei möglichst geringer Verformung möglichst viel Last aufnehmen kann.

Die angehenden Abiturienten der BBS Betzdorf-Kirchen stellten sich dieser Aufgabe in zwei Gruppen. Während sich in der Jahrgangsstufe 12 Jan Althoff, Jonas Gelhausen, Marlon Radermacher, Daniel Schmidt und Niclas Woelki relativ selbstständig in die Gefilde von Statik und Baukonstruktion begaben, suchten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 in mehreren Kleingruppen im Rahmen des Technikunterrichtes nach Lösungen. Hier wurden mehrere Prototypen gebaut und erst einmal auf der schuleigenen Prüfmaschine getestet. Die dabei erlangten Erkenntnisse halfen im finalen Stadium dann beim Bau der „Best-of“-Konstruktion, die schlussendlich nicht enttäuschen sollte.

Diese Brücke schaffte es am 1. März im Hörsaal des Paul-Bonatz-Campus in der Gesamtwertung auf Platz 5 und erzielte mit 25,55 Kilo sogar die zweithöchste aufgenommene Last unter insgesamt 19 Papierbrücken. Das entspricht einem Sack Zement. Für eine Konstruktion, die selbst nur 218 Gramm wiegt, ist das beachtlich.

Auch die Brücke der Jahrgangsstufe 12 landete im soliden Mittelfeld. Bei einer ganzen Reihe von Erzeugnissen führten die miteingerechnete Verformung der Brücken und das Verhältnis von getragener Last zu Eigenlast zu Abstrichen in der Wertung. Das bedeutete: Eine schwere Brücke musste auch viel aushalten und sollte sich dabei möglichst wenig durchbiegen, sonst hatte sie keine Chance. Dieses gewonnene Know-How wird sicherlich in die nächste Papierbrücke an der BBS und vielleicht eines Tages auch einmal in eine echte Brücke mit einfließen.


Auf Skiern zu guten Noten

Wenn blutige Skianfänger nach teilweise drei Tagen eine rote Piste in Carving-Technik herunterfahren oder den im Schnee angelegten Parcours des Snowparks bezwingen, dann spricht auch nichts mehr gegen hervorragende Sportnoten für die jeweiligen Schülerinnen und Schüler.

Bereits zum zweiten Mal in Folge lautete das Ziel der Jahrgangsstufe 11 Sedrun in der Schweiz. 1,40 Meter Schneehöhe im Ort und satte 5 Meter Schnee im Skigebiet warteten dort auf die insgesamt 26 angehenden Abiturienten der BBS Betzdorf-Kirchen, ihre Lehrer Christoph Tietz, Timo Kötting und Natalie Glenske sowie Lehramtsstudent Dennis Ferfort. Eine Woche vor dem Start der Stufenfahrt am 2. Februar hätten diese unglaublichen Schneeverhältnisse gar zu einer ungeplanten Verlängerung des Aufenthaltes geführt, da der besagte Skiort komplett eingeschneit und dadurch nur noch mit Helikoptern zu erreichen war.

Einen Tag nach Ankunft ging es dann für die Schülerinnen und Schüler erstmals auf die Piste. Die meisten Akteure bewegten sich hierbei auf absolutem Neuland. Umso höher ist es den 16 – 18-Jährigen anzurechnen, mit welcher Motivation sie die Mission „Skifahren lernen in einer Woche“ angingen. In jeweils zwei Einheiten am Tag erlernten sie in vorher eingeteilten Leistungsgruppen vom Schließen der Skibindung bis zu einer dynamischen Abfahrt in der korrekten Körperhaltung alles was sie brauchen, um zukünftig eigenständig den Skisport ausüben zu können. Sportlehrer Herr Kötting stellte noch einmal explizit die bemerkenswerten Lernfortschritte heraus, aufgrund derer er ausschließlich sehr gute bis gute Noten vergeben konnte.

Neben den tagtäglichen Skikursen hielt die Stufenfahrt aber noch einige andere Highlights für die Schülerinnen und Schüler bereit. Dabei ist vor allem die Fahrt mit der Gotthardbahn zu nennen, die durch ein wunderschönes Alpenpanorama an den Fuß eines 3.000 Meter hohen Gletschers führt, der anschließend per Gondel erreicht wurde. Außerdem nahmen die Betzdorfer Besucher die Möglichkeit der „Sedruner Snownight“ wahr, bei der es bis nachts möglich ist, unter Flutlicht Ski zu fahren. Darüber hinaus wurde der Altweiberabend dazu genutzt, sich mit den Eigenheiten des Schweizer Faschings vertraut zu machen. „Es herrschte vom ersten bis zum letzten Tag eine super Stimmung innerhalb der Gruppe“, berichtete der Leiter des beruflichen Gymnasium Christoph Tietz, der sich über den Zusammenhalt seiner Schüler freute. Auch aus deren Reihen erhielt die Stufenfahrt auf Skiern eine tolle Rückmeldung. Schon jetzt sind private Skiausflüge in naher Zukunft geplant.


Tiefe Einblicke in die „Teekanne“

Teekarten erstellen oder die Gäste bei der Teeauswahl beraten - das sind nur zwei Beispiele von Aufgaben, die tagtäglich auf Bäckereifachverkäufer und Hotelfachleute zukommen.

Die beiden Lehrerinnen der BBS Betzdorf-Kirchen Astrid Fischer und Ulrike Peters nahmen diesen Umstand zum Anlass - neben den Impulsen in Schule und Betrieb - nach einer weiteren Möglichkeit zur Professionalisierung ihrer Schülerinnen und Schüler zu suchen. Diese fanden sie in einer Betriebsbesichtigung der „Teekanne“ in Düsseldorf. Das 1882 gegründete Unternehmen ist mit einem Nettojahresumsatz von über 220 Millionen und ca. 7,5 Milliarden jährlich verkaufter Teebeutel eines der Hauptanbieter für den Gastronomie- und Bäckereibereich.

Die Auszubildenden erhielten während der Betriebsbesichtigung Einblicke in die gesamte Produktionsstraße des Industriebetriebes. Außerdem sahen sie zwei Kurzfilme zu den Erntebedingungen und erfuhren Wissenswertes bzgl. der Geschichte des Tees, aber auch zum aktuellen Nachfrageverhalten. Derzeit beläuft sich beispielsweise der Marktanteil des Schwarztees auf gerade einmal 15 %, während die aromatisierten Teesorten und der Kräutertee den großen Rest darstellen. Beeindruckend für die Besucher der BBS war außerdem einmal zu sehen, wie hoch der Aufwand zur Kontrolle der Schadstoffbelastung ist und in welcher Weise die praktische Durchführung des Teeverkostens abläuft. Ein Teeverkoster kommt dabei auf eine durchschnittliche Prüfung von 300 unterschiedlichen Tassen am Tag.

Aber auch die Auszubildenden aus Betzdorf-Kirchen kamen bei den Teeproben nicht zu kurz. Schon bei ihrer Ankunft erhielten sie zwei verschiedene Sorten zur Begrüßung angeboten. Von dort an bis zum Ende der Veranstaltung attestierte die betreuende Lehrerin Frau Peters der Exkursion eine durchgängige Wohlfühlatmosphäre. Dazu trugen nicht zuletzt die mehr als 50 angehenden Hotelfachleute und Bäckereifachverkäufer bei, die nicht nur sehr interessiert und diszipliniert zuhören konnten, sondern auch ausgesprochen gute Fragen stellten, wie ihnen die Mitarbeiter der „Teekanne“ explizit bestätigten.


Fake oder war doch nur Spaß

„Cybermobbing“ und „Medienkompetenz“ – zwei Themenschwerpunkte, die bei Jugendlichen wohl noch nie relevanter waren als in dieser Zeit. Grund genug für die Schulsozialarbeiterin Christa Gürke, die Aufklärung in diesem Bereich anzugehen.

Nachdem in der Vergangenheit schon mit klassischen Unterrichtsmaterialien, Filmen und Vorträgen der ortsansässigen Polizei zum Thema agiert wurde, gelang es Frau Gürke diesmal, die Berliner Theatergruppe „Esemble Radiks“ an die BBS Betzdorf-Kirchen zu locken.

„Fake oder war doch nur Spaß“ lautet der Titel ihres 60-minütigen Theaterstückes, das von der Schülerin Lea handelt. Lea möchte Sängerin werden und wird tatsächlich eines Tages von einer Casting-Agentur aufgenommen. Das weckt den Neid ihrer Mitschüler und die ersten Mobbing-Attacken, auch auf diversen Netzwerk-Portalen, weiten sich aus. Zunächst versucht sich Lea noch zu wehren, doch die Ausmaße des Mobbings, in das zwischenzeitlich auch Lehrer und ihr Freund involviert sind, werden immer verheerender. Am Ende steht gar ein Suizidversuch der jungen Schülerin.

Den Schauspielern des „Esemble Radiks“ gelang es in ihrer Aufführung, die unaufhaltsame Dynamik und die drastischen Folgen des Cybermobbings darzustellen, das anfangs nur mit vermeintlich harmlosen Späßen begann. Frau Gürke sprach ebenfalls davon, dass das Thema perfekt getroffen wurde und dabei viele Informationen herübergebracht wurden. Aber auch alle Schülerinnen und Schüler des Berufsvorbereitungsjahres und der Berufsfachschulen waren beeindruckt. In einer mehr als 30-minütigen Nachbesprechung wurden ihnen u. a. Wege aufgezeigt, wie sie aufkommendes Mobbing frühzeitg im Keim ersticken können.

Für Christa Gürke hat es sich gelohnt, in der Präventionsarbeit diesen neuen Weg gewählt zu haben. Die Schülerinnen und Schüler seien diesem Medium gegenüber aufgeschlossen gewesen und wurden emotional erreicht.


Von der Idee bis zum Patent

Die Projektpräsentationen im Foyer der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen ließen auch 2018 wieder einmal erkennen, welch enormes Potenzial der regionalen Arbeitswelt durch die angehenden Techniker zur Verfügung steht.

 

Insgesamt 30 Schülerinnen und Schüler der Fachschule Technik, die sie im Juni diesen Jahres nach vier Jahren abschließen werden, arbeiteten nun seit sechs Monaten an elf unterschiedlichen Projekten. Diese Projekte konnten nur durch die wachsamen Augen und die hinterfragenden Charaktere der Fachschüler in der Praxis entstehen. Sie beobachteten in ihren Unternehmen Arbeitsprozesse, die für sie Optimierungspotenzial aufwiesen und nahmen die Herausforderungen an, durch selbst entwickelte Verbesserungen oder gar Innovationen effizientere Abläufe zu ermöglichen. Somit endet dann die ganze Arbeit auch nicht ausschließlich mit einer guten Schulnote, sondern teilweise sogar mit einem angemeldeten Patent.

 

Michael Schimmel, Schulleiter der BBS Betzdorf-Kirchen, betonte in seinem Grußwort ebenfalls noch einmal explizit, dass die Projektarbeiten der Schülerinnen und Schüler den industriellen Alltag der Region beeinflussen und nicht für die Galerie entwickelt wurden. Außerdem bedankte er sich bei den Unternehmen für die gute Zusammenarbeit und Kooperation während der Projektphase.

 

Der Kreisbeigeordnete des Landkreises Altenkirchen, Günther Knautz, sprach in seiner Rede von einem wichtigen Etappenziel der Fachschüler und betonte, dass diese ihre Projekte völlig zu Recht stolz präsentieren können. Außerdem dankte er den verantwortlichen Lehrern für ihr Engagement und versprach im Namen des Kreises, weiterhin die baulichen Grundlagen für eine gute Ausbildung an der BBS Betzdorf-Kirchen zu gewährleisten.

 

Harald Alzer, Leiter der Fachschule Technik, hatte die Projekte von Anfang bis Ende betreut und hob in seinen Worten an die Besucher die beachtenswerte Detailarbeit in den Projekten hervor. Anschließend übergab er an das Schüler-Trio Katrin Flick, Kevin Kempf und Bastian Lepack, die dem prominent besetzten Publikum ihre Konstruktion und Weiterentwicklung eines 2-Takt-Boxermotors in einer Präsentation vorstellten. Der Kooperationspartner „Thiel Modelltechnik“ aus Lautzert gab der Gruppe im Vorfeld insgesamt zehn Auflagen vor, die sie dabei in der Entwicklungsphase einhalten musste. Da sie das - von der Hubraumgröße über eine drehmomentstarke Auslegung bis hin zu Maximalgewicht und Preis - in beeindruckender Art und Weise schafften, wird ihr Prototyp KOENIG 170 nun in Serie gehen.

 

Alle Besucher nutzten im Anschluss an diese Präsentation die Möglichkeit, sich an den aufgebauten Messeständen bei den verantwortlichen Schülern über die weiteren Projektthemen zu informieren und sich auszutauschen. 

 

Übersicht aller Gruppen mit ihren Projektthemen:

 

 

 

 

Katrin Flick, Kevin Kempf, Bastian Lepack

Konstruktion und Weiterentwicklung eines 2-Takt-Boxermotors, Thiel Modelltechnik, Lautzert

 

Alexander Hombach, Manuel Meyer, Maik Panthel, Oliver Wagner

Ausarbeitung der Konstruktion einer elektromechanischen Verschleißnachstellung für Industriebremsen PINTSCH Bubenzer GmbH, Wehbach

 

Lukas Andres, Sven Klöckner, Chris Kraemer

Automatische Druckdichtheitsprüfanlage für 300 l BC (Compaktlinie) WERIT Kunststoffwerke W. Schneider GmbH & Co. KG, Altenkirchen

 

Marcel Born, André Rehmet

Verbesserte Qualitätsprüfung der Mähfingeroberteile Gebr. Schumacher GmbH, Eichelhardt Martin Weller, Sascha Rokitte, Andreas Kohl Optimierung der Längstrenneinrichtung einer Blech-Spaltanlage Schlebach Maschinen GmbH, Friedewald

 

Patrice Jazbinsek, Felix Lanio

Aufbau und Inbetriebnahme eines Prozessüberwachungssystems an einer Warmformlinie BENTELER Automobil

technik GmbH, Siegen-Weidenau

Marvin Schultz, Nico Höfer

Optimierte Neukonstruktion einer Leckageprüfvorrichtung Thomas Magnete GmbH, Herdorf Markus Hoffmeister, Julian Imhäuser Zylinderoptimierung Handschweißzange NIMAK Gm

bH, Wissen

Mario Weis, Jan Rübsamen

Entwicklung und Aufbau einer Anlage zur automatisierten Prüfung der Funktionen der Software des Reglers der KTS-ThermoStation Gebr. Kemper GmbH & Co. KG, Olpe

 

Malte Krügel, Timm Leukel

Schall-Emissionsminderung an einer hydraulischen Versorgungseinheit Johannes Schäfer GmbH, Haiger

 

Michael Spies, Tobias Baumeister, Tobias Rödder, Patrick Neumann

Prozessoptimierung - Erhitzung und Abkühlung von Radsätzen und Radkomponenten Bombardier Transportation GmbH, Siegen


174 „besondere Leistungen“

„Es ist ein Ziel, ein Endpunkt, aber auch die Basis für den Berufseinstieg.“ So beschrieb Michael Schimmel, Schulleiter der BBS Betzdorf-Kirchen, die über 170 erfolgreichen Abschlüsse der Berufsausbildung. Die insgesamt 21 verschiedenen Ausbildungsgänge, in denen die Ex-Azubis dabei unterwegs waren, verdeutlichten außerdem die Vielfalt der Berufsausbildung im Landkreis, ergänzte er. Dazu zählen die Metallberufe, Lagerberufe, Elektroberufe, IT-Berufe, das Gastgewerbe, die zeichnerischen Berufe, Technische Produktdesigner und Sytemplaner, sowie die kaufmännischen Berufe. In diesem Zusammenhang unterstrich Herr Schimmel auch noch einmal die Erfolgsgeschichte der dualen Ausbildung - sowohl für die Betriebe als auch für die Auszubildenden.

 

„Dafür beneidet uns die ganze Welt“, bekräftigte diesbezüglich Christoph Böhmer, Beiratsvorsitzender der IHK-Geschäftsstelle Altenkirchen, in seinen Worten an die jungen Berufseinsteiger. Die IHK-Ausbildung, die sie nun geschafft hätten, sei anspruchsvoll und qualitativ hochwertig. Damit hätten sie bewiesen, dass sie engagiert, belastbar und leistungsfähig sind. Nun seien sie ausgebildete Fachkräfte mit exzellenten Karrierechancen im Landkreis Altenkirchen. Zuletzt dankte Herr Böhmer noch den beiden Berufsschulen in Betzdorf-Kirchen und Wissen, allen ausbildenden Unternehmen sowie den über 80 Personen, die allein im Kreis Altenkirchen als ehrenamtliche Prüfer im Einsatz waren. Nach dem Song „Stand by me“ von der Lehrerband Pädpur, die dem Abend einen ansprechenden musikalischen Rahmen verliehen, erfolgte schlussendlich der eigentliche Höhepunkt der Veranstaltung – die IHK-Zeugnisvergabe durch Silke Baudendistel. Berufsschul- und IHK-Abschlusszeugnisse erhielten:

 

Kaufmännische Ausbildungsberufe Bankkaufleute: Fabian Broich, Tanja Landskron, Andreas Müller, Isabella Krah, Ricarda Schmalzbauer (alle Westerwald Bank, Volks- und Raiffeisenbank, Hachenburg), Jana Buchen, Larissa-Adriana Errico, Lena Grabowsky, Dominik Mohr, Angelina Pfeifer, Rebecca Röttgen, Tobias Schmitz, Philipp-Bernd Weber (alle Sparkasse Westerwald-Sieg, Bad Marienberg), Laura Larissa Laszlo, Marius Mertens (beide Volksbank Daaden). Fachinformatiker: Claudia Schwab (externe Anmeldung), Daniel Stünn (Thomas Magnete, Herdorf), Artur Wedel (externe Anmeldung). Fachkräfte für Lagerlogistik: Sebastian Knaup (Medica-Technik, Brachbach), Timo Pauls. Fachpraktiker Küche (Beiköche): Florian Schlawin (CJD Jugenddorf Wissen im Verbund NRW Süd/Rheinland, Wissen) Industriekaufleute: Niklas Bastisch (Becker Profile, Friedewald), Niklas Becker (Kleusberg, Wissen), Carolin Dieckmann (Roth+Weber, Niederdreisbach), Michelle Ecke (Walter Henrich, Daaden), Beate Freier, Elisa Henrichs (beide DC-Datacenter-Group, Wallmenroth), Paul Fronk, Miriam Melzbach (beide Kölner Wirtschaftsfachschule für theoretische und angew. Betriebswirtschaft, Altenkirchen), Jacqueline Henkes, Marvin Hornickel (beide Alho Systembau, Friesenhagen), Laura Kühnel (MSP Druck und Medien, Mudersbach), Maxine Pritz (Maschinenbau Böhmer, Steinebach), Carolin Rzatkowski (DAA, Betzdorf), Martin Schneider (Werit Sanitär- und Kunststofftechnik, Buchholz) Karina Tullius (Werit-Kunststoffwerke W. Schneider, Altenkirchen), Christian Wienand (Durel, Neitersen). Kaufleute für Büromanagement: Petra Barbu, Jessica Limbach, Sigrid Müller (alle Kölner Wirtschaftsfachschule für theoretische und angew. Betriebswirtschaft, Altenkirchen), Sara Hecht (Sachverständigenbüro Bergk, Altenkirchen). Kaufleute im Einzelhandel: Dana Hochhardt (Sandra Arndt, Elkenroth), David Oberender (R-Kauf Märkte, Elkenroth). Kaufleute im Groß- und Außenhandel: Anna Maria Haas, Kim-Sophie Wilhelm (beide Troika Germany, Müschenbach), Philipp Maurice Hauck (Unimet Zentrallager West , Hachenburg), Fabian Hergesell (Weller, Altenkirchen). Verkäufer: Jessica Rößner (KiK Textilien und Non-Food GmbH, Bönen), Franziska Hüsch Gewerblich-technische Ausbildungsberufe Anlagenmechaniker: Niklas Aroldt, Dominik Hofmann, Ferris Kurz-Wollenhaupt, Yannick Leon Weber (alle Tube-Tec, Nistertal), Fabio Petermann (Stadtwerke Wissen), Moritz Hoffmann, Jan-Niclas Keßler, Collin Okuonghae (alle WEW Container Systems, Weitefeld). Bauzeichner: Robin Graf, Marie Schönborn (beide Kleusberg, Wissen). Elektroniker für Betriebstechnik: Alexander Hachenberg (Georg Maschinentechnik, Neitersen), Felix Hammer (Krifft & Zipsner Maschinenbau, Steinebach), David Mroz (Faurecia, Scheuerfeld), Jan Janssen, Nicolas Treu (beide Elektrosteuerungsbau Fries, Niederfischbach), Justin Leicher (Rikutec, Altenkirchen), Rudolf Leischmidt, Jan-Lucas Schwinn, Alexander Zöller (alle ROX Klimatechnik, Weitefeld), Philipp Leneke (Muhr & Bender, Daaden), Christian Schäfer (AKL-tec, Alsdorf), Leon Sebastian Wieler, Florian Wydra (beide TMD Friction, Hamm). Fachkräfte für Metalltechnik: Robin-Maurizio Nowak (Tube-Tec, Nistertal). Industriemechaniker: Julian Becker (Becker Profile, Friedewald), Julian Berglesow (Werit-Kunststoffwerke, Altenkirchen), Tobias Braun (Nimak, Wissen), Jonas Gehlen (Walter Th. Hennecke, Neustadt/Wied), Lucas Donath, Pascal René Lenz, Jonas Müller, Philipp Wiederstein (alle Muhr & Bender, Daaden), Tobias Franken, Robin Pletz, Alex Ernst Schweizer (alle TMD Friction, Hamm), Leon Jung (Georg Maschinentechnik, Neitersen), Rudi Löwen (Schelhaas & Edl, Steinebach), Daniel Müller, Marvin Panhaus (beide ATM, Mammelzen), Moritz Müller, Valentin Richter (beide Federal-Mogul, Herdorf). Konstruktionsmechaniker: Marvin Benner, Maximilian Hüsch (beide AMS, Elkenroth), Dennis Kaiser (Aldorf Maschinenbau, Linden), Jannik Kranz (Krifft & Zipsner, Steinebach), Dennis Neugebauer, Jonas Retz (beide STA, Hamm), Marcel Rath (Alho, Friesenhagen), Steffen Riewe (Treif, Oberlahr), Matthias Urban (K.L.P. Metall-Innovationen, Roth), Philipp Heinz-Helmut Weber (Kleusberg, Wissen), Lukas Engelbert. Maschinen- und Anlagenführer: Felix Rothe (Tube-Tec, Nistertal) Mechatroniker: Brian Bartels, Niklas Höbel (beide Gestamp Griwe Westerburg), Dennis Braun (ATM, Mammelzen), Christian Karmann (AVX Interconnect Europe), Marcel Reinhardt (Muhr & Bender, Daaden), Philip Schepp (Pintsch Bubenzer, Kirchen), Michael Lopez Selles (Bartolosch, Friedewald), Janosch Taxacher (AMI Förder- und Lagertechnik, Luckenbach), Adrian Ueckerseifer, Jenny Weinbrenner (beide Thomas Magnete, Herdorf), Jürgen Utsch (F.A.T. Förder- und Anlagentechnik, Niederfischbach). Technische Produktdesigner: Marcel Birk (Tube-Tec, Nistertal), Lena Marie Fuchs (Munsch-Chemie-Pumpen, Ransbach-Baumbach), Darlene Hammen, Lara Denise Wessler (beide AVX Interconnect Europe), Benedikt Hartmann (Gebr. Schumacher, Eichelhardt), Philip Hering, Timo Rusert, Sina Schüchen (alle Vecoplan, Bad Marienberg), Marcel Jung, Simeon Urschel (beide Rudnick & Enners Maschinen- und Anlagenbau, Alpenrod), Tim Leichsenring (CMI UVK, Montabaur), Julian Mönch (Accuride International, Diez), Artur Penner (Rikutec, Altenkirchen), Anita Rempel (Schütz, Selters), Patric Seiler (ZENO, Norken), Julian Weddy-Poenicke (romwell, Breitscheidt), Kim-Laura Zimmermann (Karl Georg, Ingelbach-Bahnhof). Technische Systemplaner: Janosh Hering (Zoth, Westernohe), Angelina Lemmer (Ebener, Bad Marienberg), Andreas Pleis (STA, Hamm), Leon Schmidt (Säbu, Morsbach). Werkzeugmechaniker: Dmitrij Dil, Aaron Alexander Giebeler (beide AVX Interconnect Europe), Lukas Halbe (Muhr & Bender, Daaden), Robin Strauch (Walter Henrich, Daaden), Julian Stünn (Thomas Magnete, Herdorf), Tobias Vohl (Stanztechnik Schulte, Altenkirchen), Robin von Weschpfennig (Rexnord, Betzdorf). Zerspanungsmechaniker: Patrick Bangel (Feckler, Mudersbach), Leon Bläcker (EWM, Eichelhardt), Julian Eichelhardt (ATM, Mammelzen), Guiliano Errico, Hans-Peter Wienand (Karl Georg, Ingelbach-Bahnhof), Marcel Flemming (DAA, Betzdorf), Maximilian Groos (Pintsch Bubenzer, Wehbach), Andre Hensel (Ising Mechanische Bearbeitung, Kirchen), Luis Kipping, Fabian Stolz (beide Thomas Magnete, Herdorf), Dennis Krämer (Treif, Oberlahr), Dominik Noll, Fabian Schulz, Shannon Tamara Sehring (alle Jankowski, Horhausen), Gero Rosenkranz, Jan-Lukas Traut (beide Bartolosch, Friedewald), Robin Schütz (Federal-Mogul, Herdorf), Luca-Maurice Wirges (Ernst Berger & Söhne Juwel-Schraubtechnik, Wissen), Daniel Wolf (KAT, Schutzbach).


BBS-Schüler nehmen erfolgreich an DEHOGA-Wettbewerb teil

Gold, Silber und Bronze gehen an die Schülerinnen und Schüler der BBS Betzdorf-Kirchen. Sie haben in Betzdorf bei den Regionalmeisterschaften des „Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Rheinland-Pfalz“ der Köche und Hotelfachleute im Hotel „Breidenbacher Hof“ teilgenommen. DEHOGA-Landespräsident Gerion Haumann betonte allerdings bei der Preisverleihung mit Nachdruck, dass die Veranstaltung ausschließlich Sieger hervorgebracht hat. Der Wettbewerb ist nämlich sowohl bei den Köchen als auch bei den Hotelfachleuten eng an den Ablauf der praktischen Abschlussprüfung angelehnt. Damit dient er als perfekte Vorbereitung für die Auszubildenden im letzten Lehrjahr. Die Köche erhalten hierbei einen bestimmten Warenkorb, aus dem sie ein vorgegebenes 3-Gänge-Menü für 10 Personen kochen müssen. Dabei werde auf eine wirtschaftliche Planung und Umsetzung geachtet, erklärte Markus Becker, Studienreferendar an der BBS und ehrenamtlich im Prüfungskomitee tätig. Des Weiteren spiele am Ende natürlich der Geschmack, das Anrichten auf dem Teller sowie der Umgang mit Hygienerichtlinien eine wichtige Rolle im Bewertungsverfahren, fügte Becker hinzu. Die Hotelfachleute wurden am selben Abend ebenfalls in einer Vielzahl von Bereichen geprüft. Astrid Fischer, Lehrerin an der BBS und ebenfalls ehrenamtlich im Prüfungsausschuss tätig, brachte hierbei Licht ins Dunkel. Sie beschrieb, dass die engagierten Teilnehmer - neben den Arbeiten im Hintergrund (z. B. Menükarten erstellen, Weine abstimmen, Rechnungen kalkulieren) - mit Argusaugen beim Service am Kunden beobachtet wurden. „Fühlen die Gäste sich wohl?“, „Werden die Gänge jeweils korrekt erklärt und ggfs. Nachfragen richtig beantwortet?“ stellen dahingehend wichtige Fragestellungen dar. Nach insgesamt mehr als 10 Stunden Arbeit, von denen die zufriedenen Gäste am Abend nur die letzten 3 live mitbekamen, stand dann das Endergebnis fest. Für die Schülerinnen und Schüler der BBS war dieses sehr erfreulich. Yasemin Sezer, deren Ausbildungsplatz sich an der Klostergastronomie Marienthal befindet, belegte Platz 3 bei den Köchen. Jasmin-Somaya Windhagen vom Sporthotel Glockenspitze siegte bei den Hotelfachleuten knapp vor ihrer Kollegin Lea Ajnik, die Platz 2 holte. Timo Bauer vom Wildparkhotel Bad Marienberg sicherte sich neben den wichtigen Erfahrungen der Veranstaltung einen geteilten vierten Platz. „Die guten Platzierungen sind vor dem Hintergrund, dass die Konkurrenz dieses Jahr sehr groß war, umso aussagekräftiger“, erklärte Frau Fischer. Einig war sie sich mit ihrer Abteilungsleiterin UIrike Peters, dass die angetretenen Schülerinnen und Schüler dieses tolle Feedback durch ihre Leidenschaft für den Beruf verdient haben.


Schüler lassen Lehrern keine Chance

„Loco Squad“ nennen sich die Sieger des diesjährigen Völkerballturniers der BBS Betzdorf-Kirchen. Die Mannschaft der Höheren Berufsfachschule (HBFI 17) setzte sich zuvor in insgesamt 38 Spielen gegen 17 andere Teams durch, die sich aus allen Vollzeitbildungsgängen der Schule zusammensetzten. Im Finale des Schülerwettbewerbs verwiesen sie die Gruppe „Here for beer“ des beruflichen Gymnasiums nach einer packenden Partie auf Platz 2. Den 3. Platz belegten „Die Schwarzköpfe“ aus der Berufsfachschule II. Die zweite Auflage dieses von der SV organisierten Turniers beinhaltete 2018 eine Neuheit. Die Siegermannschaft der Schüler trat im Anschluss des Wettbewerbs gegen ein „Allstar-Team“ der Lehrer an. In diesem wurde schnell klar, wie die Rollen verteilt waren. Vor einer tollen Zuschauerkulisse spielte die Schülermannschaft Katz und Maus mit den stets bemühten Lehrern. Für diese gilt es nun, bis nächstes Jahr jeden Stein umzudrehen, um 2019 die sogenannten „unforced errors“ geringer zu halten und konkurrenzfähiger aufzutreten.


Ministerin Bätzing-Lichtenthäler zu Gast auf dem Molzberg

„Es ist schön, einmal zu erleben, welche Vielfalt diese Schule abbildet und wie die Leitideen durch ein engagiertes Kollegium umgesetzt werden.“ Wenn ein Besuch mit solchen Worten endet, dann hat sich dieser Vormittag sicherlich für alle Beteiligten gelohnt. Der Kontakt zur Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland Pfalz kam Anfang 2017 durch Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums zu Stande, die Frau Bätzing-Lichtenthäler für die Vorbereitung des Projektes „Schülerlandtag“ in Mainz als Expertin engagierten. Das Interesse an der beruflichen Bildung und der BBS Betzdorf-Kirchen seitens der Ministerin bestand schon zu diesem Zeitpunkt. Doch jenen Besuch widmete sie damals ausschließlich den angehenden Abiturienten, die somit aus erster Hand Tipps und Informationen zur Frage „Wie finde ich eine Mehrheit für meinen Gesetzesentwurf?“ erhielten. Schulleiter Michael Schimmel ergriff allerdings im Anschluss die Gelegenheit, um die Landtagsabgeordnete ein weiteres Mal an die BBS Betzdorf-Kirchen einzuladen. Offen, engagiert und positiv eingestellt – so kann auch bei diesem Besuch wieder die Art von Frau Bätzing-Lichtenthäler beschrieben werden. In knapp 2,5 Stunden zeigte sie sich sehr interessiert an der Struktur einer Berufsbildenden Schule, der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler, aber auch an den Herausforderungen der beruflichen Bildung und der geografischen Lage. Speziell bezogen auf ihre Verantwortungsbereiche in Mainz unterstrich sie die von Herrn Schimmel beschriebene wichtige Sozialarbeit an Schulen im Besonderen. Davon könne man keine Schulart ausschließen. Jede Altersgruppe bringe ihre eigenen Probleme mit sich. Die Tatsache, dass die BBS jährlich ca. 400 Schülerinnen und Schüler für den Arbeitsmarkt des Landkreises aus ihren Vollzeitbildungsgängen entlässt, freute die Arbeitsministerin indes sehr. Während eines umfassenden Rundganges sammelte die SPD-Abgeordnete dann zahlreiche Eindrücke aus den unterschiedlichen Bereichen der größten Schule im Kreis Altenkirchen. Dass sich die Technik im CNC-Labor und den KFZ-Werkstätten auf dem neuesten Stand befindet, beschrieb Frau Bätzing-Lichtenthäler dabei als enorm wichtig im Zuge der Digitalisierung und den damit verbundenen schnellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, aber auch, weil die Schüler dadurch besser erkennen, wofür sie in der Schule lernen. Die nächste Station des Rundgangs führte in die Werkstätten des Berufsvorbereitungsjahres. Hier nutzte die Ministerin die lockere Atmosphäre zu einem kurzen Smalltalk mit den Schülerinnen und Schülern, die auf dem Weg zu ihrer Berufsreife gerade im Praxisunterricht dabei waren, kleine Ascheschaufeln für den Ofen zu fertigen. Nach Besichtigung der Heiztechnikräume und der Hotelküche verabschiedete sich Frau Bätzing-Lichtenthäler dann wieder Richtung Folgetermin. Allerdings nicht, ohne dankenswerterweise von sich aus anzubieten, gerne mit der Schule in Kontakt zu bleiben, um ggfs. diesbezüglich als Bindeglied für ihren Wahlkreis Betzdorf/Kirchen fungieren zu können.


Gerret Pieck besucht seine alte Schule

Mittlerweile ist er stellvertretender Küchenleiter im DRK Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg. Bis vor vier Jahren war der damals angehende Koch noch Schüler der BBS Betzdorf-Kirchen. Ein Zeitungsartikel über ihn brachte seine ehemalige Klassenleiterin Ulrike Peters auf die Idee, noch einmal Kontakt zu Herrn Pieck aufzunehmen. Aus der Idee der Kontaktaufnahme wurde schnell ein Besuchstermin an seiner alten Wirkungsstätte – und dieser sollte bestmöglich genutzt werden. Gerret Piecks Nachfolger, die jetzigen Auszubildenden im Gastgewerbe, erstellten im Vorfeld dieses Treffens einen langen Fragekatalog und waren gespannt auf die Antworten des Experten. Insgesamt drei volle Stunden nahm sich der mittlerweile gestandene Koch Zeit, um alles zu beantworten, was ihn seine interessierten Zuhörer fragten. Da Herr Pieck neben seinem Hauptberuf im DRK Krankenhaus auch noch in einem À-la-carte-Restaurant arbeitet, konnte er seine Erfahrungen mit Problemen und Herausforderungen aus mehreren Bereichen des Gastgewerbes in das Gespräch einfließen lassen. „Frau Müller möchte Pommes, weil sie keine Kartoffeln mag“, stand sinnbildlich für die vielen Sonderwünsche der Gäste, aber auch für die unumstößliche Tatsache, dass Geschmäcker eben einfach verschieden sind. Ob Hygiene, Bezahlung, Arbeitszeiten, Kochkleidung, Betriebsblindheit oder die Organisation im Einkauf - die Fachsimpelei tangierte so ziemlich jedes Thema der Branche. Herr Pieck verstand es dabei in schülergerechter Ansprache auf der einen Seite rechtliche Grundlagen kompetent zu erklären und auf der anderen Seite wertvolle Tipps für die Arbeit in der Praxis weiterzugeben. Seine Zuhörer an diesem Tage beschrieb Gerrit Pieck als sehr motiviert und interessiert, was man auch daran sehen könne, dass sie die Pausen durchgemacht hätten. Im Gegenzug stellten die Schülerinnen und Schüler Herrn Pieck ebenfalls ein sehr gutes Zeugnis für seinen Besuch aus. Nicht nur sein Wissen, sondern auch seine Art und seine Begeisterung für den Beruf zeichneten ihn dabei aus. Es bleibt abzuwarten, welche Geschichten die gegenwärtigen Azubis in den nächsten Jahren schreiben. Die BBS Betzdorf-Kirchen würde sich jedenfalls freuen, davon zu erfahren.


Unterricht im Umspannwerk

29 Millionen Menschen von Niedersachsen bis zu den Alpen werden mit Hilfe von ca. 11.000 Kilometer Stromleitungen versorgt! Bei diesen Größenordnungen ist es umso erwähnenswerter, wenn sich einer der wichtigsten Knotenpunkte dieses Netzes direkt vor der Haustür der BBS Betzdorf-Kirchen befindet. Studienrat Markus Löcherbach erkannte darin für seine Schülerinnen und Schüler der BSTZ 15 (Techn. Produktdesigner, drittes Lehrjahr) eine Fülle von Lernchancen im Bereich der elektrotechnischen Funktionseinheiten. Also kontaktierte er die Firma Amprion, welche als Übertragungsnetzbetreiber für eine zuverlässige und kosteneffiziente Stromübertragung verantwortlich ist. Dankenswerterweise entsendete Amprion ihren Pressesprecher Dr. Andreas Preuß, der extra aus Dortmund anreiste, um den jungen Auszubildenden einen wertvollen Einblick hinter die Kulissen dieses imposanten Umspannwerkes zu geben. „Früher war die Stromversorgung einfacher. Die Stromspitzen waren immer in den Halbzeitpausen von Länderspielen der deutschen Fußballnationalmannschaft. Da wurde der Kühlschrank geöffnet oder die Toilettenspülung betätigt“, erklärte Dr. Preuß. Heute stelle sich die Versorgung etwas komplizierter dar. Der Strom werde meist in den großen Wind- und Solarparks im Norden produziert, aber in den weitläufigen Industrieregionen im Süden benötigt und genau an dieser Stelle käme dann die Firma Aprion ins Spiel, fügte er hinzu. Neben den sehr interessanten Ausführungen von Dr. Preuß waren es aber auch die Dimensionen des Umspannwerkes, die bei allen Besuchern Eindruck hinterließen. Vor allem der 300 Tonnen schwere und mit 80 Tonnen Öl befüllte Transformator sind hier als Herzstück der Anlage zu nennen. Die Schülerinnen und Schüler werden ihre jeweiligen Beifahrer in Zukunft jedenfalls sicherlich alle mit Informationen versorgen, wenn sie die Steinerother Straße entlang des Umspannwerkes befahren.


Weihnachtsmarkt der BBS sorgt für besondere Atmosphäre

Von „Fruity Christmas Cocktails“ über Weihnachtslieder-Karaoke bis hin zu einer Winterolympiade – der diesjährige Weihnachtsmarkt an der BBS Betzdorf-Kirchen beeindruckte durch Vielfältigkeit und gute Stimmung. Die Grundidee dieser mittlerweile fest im Schulkalendar verankerten Veranstaltung gibt es schon länger, doch für die konkrete Umsetzung sind jedes Jahr neue Lerngruppen in einem hohen Maße an Eigenverantwortung beteiligt. Genau das macht jeden Weihnachtsmarkt so einzigartig. Dieses Jahr gestalteten die jeweils ersten Lehrjahre der Maßschneiderei und des Gastgewerbes das Event. Neben den oben genannten Aktionen fehlte es auch nicht an den üblichen Klassikern zur Weihnachtszeit. Ob schokoladenüberzogene Fruchtspieße, gebrannte Mandeln, heißer Kakao mit Marshmallows, Waffeln und Bratäpfel – es blieben keine kulinarischen Schlemmerwünsche offen. Zusätzlich boten die Maßschneider/innen eine große Auswahl an möglichen Weihnachtsgeschenken zum Verkauf an. Darunter befanden sich u. a. selbst hergestellte Gesellschaftsspiele, Nikolausmützen, Mäppchen, Handyhüllen und vieles mehr. Die beiden betreuenden Lehrerinnen der Veranstaltung, Frau Ulrike Peters und Frau Susanne Romanski, waren sich unabhängig voneinander in der Rückbetrachtung einig: „Die Motivation aller beteiligten Schülerinnen und Schüler war enorm hoch.“ Es wurden eigene Verkaufsstrategien entwickelt und schon vor Ort analysiert, wie man die vielen Standbesucher am besten anspricht. Neben dem Erwerb zahlreicher fächerübergreifender Kompetenzen, hob Frau Romanski außerdem noch einmal die Stärkung des Gruppengefüges während der Vorbereitung und Durchführung des Weihnachtsmarktes hervor. Auch wenn es nur ein Tag sei, werde die Atmosphäre des Schullebens durch diese Aktion in besonderer Weise positiv beeinflusst, ergänzte Frau Peters. Last, but not least gilt der Haustechnik ein ganz großes Lob dafür, dass sie die Umsetzung der diesjährigen Weihnachtsfeier in diesem Rahmen ermöglichte.


Impressionen Weihnachtsmarkt


Neuer Achsmesscomputer an der BBS

Die Verzahnung zwischen Theorie und Praxis funktioniert am besten, wenn professionelle Originalgeräte vor Ort zur Verfügung stehen. Deswegen ist es sehr erfreulich, dass es der BBS Betzdorf-Kirchen gelungen ist, seine Lehrwerkstatt um ein CCD-Achsmessgerät zu ergänzen. Dieses ist mit der neuesten Technik ausgestattet und ermöglicht eine menügeführte elektronische Achsvermessung, automatische Soll-Ist-Vergleiche, die Möglichkeit Kundenstämme anzulegen sowie eine Ergebnisdokumentation und -speicherung.

Für die angehenden Kraftfahrzeugmechatroniker an der BBS stellt die Neuanschaffung einen signifikanten Mehrwert da. Die Berufsschüler führen mit dem Gerät technische Übungen im prüfungsrelevanten Lernfeld „Fahrzeugvermessung“ durch, analysieren ermittelte Daten und leiten daraus die nötigen Konsequenzen ab. Ihr Lehrer Andreas Müller, der die Neuausstattung des Achsmesscomputers organisiert und koordiniert hatte, zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden: „Das Gerät enthält alle Funktionen, die es haben muss, um den Schülern ein praxisnahes Arbeiten zu ermöglichen. Es wird exakt in dieser Form in Werkstätten genutzt.“ Außerdem lobte Herr Müller noch einmal explizit den reibungslosen Ablauf bei Transport, Montage und Einweisung durch Herrn Thorsten Gepardi von der Firma Twinbusch.

Maßschneiderin Jana Thomas als Prüfungsbeste geehrt

„Den Absolventinnen und Absolventen stehen nun alle Türen für eine gute und glückliche Zukunft offen – sowohl beruflich als auch privat“, sagte Dr. Andreas Reingen, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westerwald-Sieg in seiner Rede beim 15. Empfang des Handwerks, in dessen Rahmen die Prüfungsbesten des Jahres 2017 in einem feierlichen Rahmen geehrt wurden. Achim Schwickert, der Landrat des Westerwaldkreises schloss sich an und hob vor allem die Eigeninitiative, die praktische Begabung und die Motivation der Junghandwerker hervor.

Unter den Geehrten befand sich auch Maßschneiderin Jana Thomas von der BBS Betzdorf-Kirchen. Sie erreichte im Juni 2017 als Jahrgangsbeste mit der Prüfung vor der Bekleidungs- und Schuhmacherinnung Rhein-Westerwald den Gesellenbrief.

„Ihr besonderer Wille, ihr Durchhaltevermögen, ihre Wissbegierde, ihre Vorstellungskraft und der Umstand, dass Jana für ihren Beruf brennt, waren der Schlüssel zum Erfolg“, fasste Linda Zantis, die Ausbilderin von Frau Thomas, zusammen. Doch nicht nur ein Gesellenbrief, die Ehrung und viel Lob waren der Lohn ihrer guten Arbeit, sondern zusätzlich eine Festanstellung in einem auch im TV bekannten Modeatelier.

Nach drei abwechslungs- und lehrreichen Jahren beginnt die frisch gebackene Maßschneiderin nun ein neues Kapitel. Dennoch möchte sie potenziellen Nachahmern noch etwas Mut machen, ebenfalls den Weg über diesen dreijährigen Vollzeitbildungsgang zu gehen:

„Wenn du dich für Mode interessierst – ob klassisch oder ausgefallen – ist der Beruf Maßschneider/in das Richtige für dich. Hier kannst du dich kreativ entfalten und an vielen Werkstücken ausprobieren. Du fertigst individuelle Bekleidungsstücke statt Klamotten von der Stange. Die Kleidung wird je nach Figur und Wunsch der Kundin/des Kunden angepasst. Du erwirbst in der Ausbildung hervorragende Materialkenntnisse, entwickelst Kompetenzen bei der Stilberatung und Geschick bei der Wahl von Stoffen und Design. Außerdem wird ein flinkes Händchen für die perfekte Ausführung geschult.“

Das Ausbilderteam der BBS Betzdorf-Kirchen bedankt sich für den Einsatz und die netten Worte von Frau Thomas und wünscht ihr alles Gute auf ihrem weiteren Werdegang. Gleichzeitig freuen sie sich auf neue Nachwuchskräfte in ihrem Bereich!


Die Mischung macht´s - Auszubildende des Bäckerhandwerks besuchen die Michelbacher Mühle

Theoretisch ist ihnen klar, wie sie Maltosezahlen bestimmen oder was sich hinter einem Amylogramm verbirgt. Die praktische Bedeutung dieser Parameter und deren unmittelbaren Einfluss auf die Verarbeitungseigenschaften von Mehl sahen sich ca. 35 Berufsschüler der BBS Betzdorf-Kirchen dann aber auch einmal direkt am Tatort an.

Gemeinsam mit ihren beiden Lehrern Marion Pfeiffer und Johannes Faber machten sie sich auf den Weg nach Michelbach. Dort befindet sich die aktuell größte Mühle im ganzen Landkreis. „Über 100 Tonnen Getreide fallen hier jeden Tag an“, erklärten die sachkundigen Müllermeister Herr Schumacher, Herr Hähre und Herr Gibhardt, während sie den Auszubildenden das über 100 Jahre alte Bauwerk zeigten.

Doch die alten Mauern sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Mühle technisch auf dem neuesten Stand befindet und mittlerweile komplett computergesteuert wird. Allerdings komme es beim Vermahlen von Getreide weiterhin auf die Sensorik an und für eine gleichbleibende Weizenkleberqualität sei nach wie vor die Mischung entscheidend, erläuterte Herr Schumacher auf Nachfrage der interessierten Besucher. Abschließend werde die Qualität dann zusätzlich noch im hauseigenen Labor auf die nötige Lockerheit und Stabilität für ein Brotgerüst überprüft.

Die angehenden Bäcker erlebten dabei den gesamten Aufenthalt mit allen Sinnen. Sie durften die verschiedenen Getreide- und Mehlproben riechen, fühlen und schmecken. Dass am Ende des Tages gleich mehrere Auszubildende kiloweise Mehl mit nach Hause nahmen, ist wohl der beste Beweis für eine überzeugende Darstellung der Michelbacher Mühle. Sie ist außerdem ein schönes Beispiel für ein Unternehmen mit regionalem Charakter. Besitzer Eckhard Hassel kennt fast jeden Landwirt, Getreidehändler und Bäcker hier im Umkreis persönlich.

Die meisten der Betzdorfer Schüler kannten bisher nur das Michelbacher Mühlenlogo aus ihrem Betrieb. Das änderte sich an diesem erlebnisreichen Tag, den auch die beiden betreuenden Lehrer Marion Pfeiffer und Johannes Faber als sehr gelungen beschrieben. Außerdem dankten sie der Bäckerinnung Rhein-Westerwald, mit deren finanzieller Förderung diese Exkursion überhaupt erst möglich wurde.


Mathematik mit Hand, Kopf und Herz

Eine Seifenblase in Lebensgröße, der Beweis für den "Satz des Pythagoras", knifflige Anordnungen von geometrischen Figuren, das Erlaufen von Funktionen und die Optimierung von Verkehrswegen waren eine kleine Auswahl an mathematischen Aufgaben, die 15 Schüler der Höheren Berufsfachschule (HBFI 16) einmal außerhalb ihres Klassenraumes lösen mussten. Die angehenden technischen Assistenten erlebten gemeinsam mit ihrem Mathematiklehrer Markus Löcherbach einen besonderen Schultag. Sie besuchten die Sonderausstellung "Mathematik zum Anfassen" des Gießener Mathematikums, welche in Zusammenarbeit mit der Universität Siegen in den Räumen des Technikmuseums in Freudenberg stattfand. In der interaktiven Ausstellung konnten die Schüler erleben, dass die Mathematik glücklich macht. Zum einen, weil sie eine der ältesten Wissenschaften überhaupt und damit unverzichtbar in unserer heutigen digitalisierten Welt ist und zum anderen, weil Mathematik vor allem dann große Freude bereitet, wenn sie - anders als meist im Schulunterricht - mit Hand, Kopf und Herz entdeckt und verstanden werden kann. So konnten viele Antworten auf die Frage "Wofür brauche ich das alles?" gesammelt und nebenbei die Kompetenzen im Fach Mathematik erweitert werden.


Vorleser der BBS Betzdorf-Kirchen begeistern

In jeder fünften Familie mit Kindern in Deutschland ist noch nie vorgelesen worden! Eine traurige Bilanz die sich tendenziell fortsetzen wird, denn Kinder brauchen Vorbilder und Leser brauchen Vorleser. Gründe genug für die Initiatoren „Die Zeit“, „Stiftung Lesen“ und die „Deutsche Bahn Stiftung“, einen bundesweiten Vorlesetag ins Leben zu rufen. Dieser fand nun insgesamt zum 14. Mal statt und war mit 173.628 Vorlesern der bislang mit Abstand erfolgreichste. Ein Teil dieser Vorleser entsandte die BBS Betzdorf-Kirchen. Das SV-Team um die beiden Verbindungslehrer Timo Kötting und Lena Momper sowie den Schülersprechern Jonas Gelhausen und Pascal Sachtleben entzündeten bei insgesamt 19 ihrer Mitschüler aus der Berufsfachschule II und dem Beruflichen Gymnasium die Lese- bzw. Vorleselust. Die Frage, wem vorgelesen werden soll, war schnell geklärt. Mit Herrn Höse von der benachbarten Grundschule Kirchen war ein unkomplizierter Kooperationspartner gefunden und so konnte der Tag starten. Nach Ankunft der Kinder des Standorts Herkersdorf/Offhausen und einer Begrüßung durch Herrn Lamowski, den Schulleiter der Grundschule, verteilten sich alle Vorleser in die Klassenzimmer der Jahrgangsstufen 1 bis 4. Ob „Kokosnuss“, „Drachenzähmen 1 + 2 + 3“, „Die Zauberkugel“ oder die „Rollstuhlprinzessin“ - die Bandbreite an literarischen Perlen war groß und wurde im Vorfeld mit den Grundschülern abgestimmt. Dadurch war es möglich, die angehenden Nachwuchsleser aktiv in die Inhaltsbesprechungen vor den Lesesequenzen miteinzubeziehen. Anschließend begann das eigentliche Vorlesen. Herr Kötting attestierte den Grundschülern dabei einen sehr hohen Aufmerksamkeitsgrad. „Alle waren voll bei der Sache und konnten problemlos jegliche Nachfragen beantworten“, führte er aus. Auch beim gemeinsamen Basteln und Gestalten von eigenen Lesezeichen seien die 6 – 10-Jährigen extrem motiviert gewesen. Nicht zuletzt diese Begeisterung war es, die das SV-Team der BBS schon jetzt zu dem Entschluss brachte, den Vorlesetag fortan fest in eigenen Jahresterminkalendar zu integrieren. Aber nicht nur für die Grundschüler war es eine einprägsame Aktion. „Ich möchte selbst einmal in diesem Bereich arbeiten und von daher ist es eine schöne Erfahrung“, gab Matthis Strunk aus der Oberstufe des Beruflichen Gymnasiums zu Protokoll. Die Frage seiner Mitvorleser, wann dieser Tag denn wiederholt werden könne, ist wohl ebenfalls positiv zu bewerten. Außerdem gibt es darauf bereits eine Antwort: Am 23.11.2018 findet der nächste bundesweite Vorlesetag statt – und zwar definitiv mit den Schülerinnen und Schülern der BBS.


Von der Schulbank auf die Schleuderplatte

Im dritten Lehrjahr zum KFZ-Mechatroniker oder zum Zerspanungsmechaniker ist die Hürde „Ausbildung“ noch nicht ganz genommen, aber dafür in den meisten Fällen eine andere – der 18. Geburtstag! Endlich darf man Auto fahren! In der Regel wird die Führerscheinprüfung jedoch abgelegt ohne auch nur einmal in eine Extremsituation gekommen zu sein. Diese sind dann dem Alltag vorbehalten und endet – vor allem bei Fahranfängern ohne Erfahrung – häufig mit dem ersten Unfall.

Eine Möglichkeit, diesem Szenarium vorzubeugen, ist ein Fahrsicherheitstraining. Aber das ist nicht billig und die wenigsten 18-Jährigen kommen auf die Idee einer solchen Investition. Ihr Lehrer Christoph Tietz jedoch schon. Bereits zum wiederholten Male verlagerte er den Unterricht vom Klassenzimmer auf den Verkehrssicherheitsplatz in Olpe. Diese Aktion wird dankenswerterweise von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall finanziert, sodass der gesamte Tag für die Schüler kostenlos blieb. Auch ihre Betriebe unterstützen den Tag gerne und stellten ihre Azubis frei.

Nach einer kurzen Erwartungsabfrage durch die Trainer des betreibenden Vereins ging es dann auch schon los. Insgesamt neun Stunden gaben die angehenden Gesellen Gas. Eine Schleuderplatte, Wasserfontänen und weitere Hindernisse sorgten für unterschiedliche Parcours. Diese galt es, mit verschiedenen Anweisungen zu befahren. So erhielten die Fahranfänger wichtige Informationen zu Bremstechniken und Fahrphysik, entdeckten die Fliehkräfte auf eine neue Art, erprobten Gegenmaßnahmen beim Über- bzw. Untersteuern des Fahrzeugs und testeten verschiedene Bremsmethoden auf glatten Fahrbahnen. Kurzum – alles, was man außerhalb eines entsprechenden Übungsplatzes besser nicht trainiert. Im Anschluss an jedes Manöver wurde das Verhalten der jeweiligen Fahrer fachmännisch analysiert und reflektiert.

Das Fazit der BBS-Schüler fiel äußerst positiv aus. Sie alle sahen eine hohe Relevanz in diesem Tag und bewerteten die Simulation von Extremsituation als immens hilfreich. Außerdem habe es enorm viel Spaß gemacht. Auch Herr Tietz, der selbstverständlich ebenfalls am Steuer saß, war sehr zufrieden mit dem Tag. „Die Schüler werden für potenzielle Gefahren sensibilisiert und zum Nachdenken gebracht. Eine 30er-Zone hat schon seine Berechtigung“, bilanzierte er. Des Weiteren sprach er von einer schönen Gelegenheit, die Schüler auch einmal außerhalb des Klassenzimmers kennenzulernen.

Das Training für 2018 ist bereits in Planung.


Mainzer Landtag veröffentlicht Video zum Projekt „Schülerlandtag“

Im vergangenen Schuljahr nahm der Gemeinschaftskundekurs unseres Beruflichen Gymnasiums an dem Projekt „Schülerlandtag“ teil (siehe Berichte weiter unten). Es wurde ein Gesetzesentwurf vorbereitet, der anschließend in einer Plenarsitzung im echten Mainzer Landtag mit drei weiteren Schulklassen diskutiert und verabschiedet wurde. Dazu hat der Landtag nun einen Film bei YouTube veröffentlicht. Dieser ist unter folgendem Link zu finden:

https://www.youtube.com/watch?v=qZa2PVNIFqw


Team der Schulleitung komplettiert

Durch das Verabschieden gleich mehrerer Studiendirektoren in den vergangenen Jahren entstand etwas Bewegung im Bereich der Schulleitung. Durch die Beauftragung von Studienrat Peter Eisel durch den ADD-Präsidenten Thomas Linnertz hat diese nun vorerst ein Ende. Mit dem insgesamt neunten Mitglied ist die Schulleitung der BBS Betzdorf-Kirchen nun erstmalig seit 15 Jahren vollständig. Herr Eisel ist fortan für die Bereiche „Kommunikation“ und „Haushalt“ verantwortlich und freut sich sehr auf eine herausfordernde Tätigkeit und gute Zusammenarbeit. Schulleiter Michael Schimmel begrüßte den BWL- und Ethiklehrer mit den besten Wünschen des Referats und einem Strauß Blumen vom Kollegium.


Theologischer Dreisprung führt bis nach Köln

Kirche, Moschee, Synagoge – das sind die drei Gotteshäuser der in Europa hauptsächlich vertretenen großen Weltreligionen. Jeder kennt sie, doch die wenigsten haben mehr als eines davon betreten. Genau das sollte sich für die Schüler der Unterstufe unseres Beruflichen Gymnasiums Ende Oktober ändern. Die drei parallel laufenden Kurse „Katholische Religion“, „Evangelische Religion“ und „Ethik“ starteten einen gemeinsamen „Theologischen Dreisprung“. Um 8 Uhr morgens trafen sich zunächst alle Schüler an der evangelischen Kirche in Betzdorf. Da der Hauptorganisator Hansjörg Weber nicht nur Lehrer, sondern auch evangelischer Pastor ist, erhielten die angehenden Abiturienten ihre Informationen dort aus erster Hand. Herr Weber berichtete über die spannende Geschichte der Kirche, über Ausrichtung, Aufbau, Sakralbereich und Fenstergestaltung, aber auch über die Liturgie selbst und die Bedeutung der Musik in einem Gottesdienst. Da die Arbeitsaufträge der Schüler unterschiedliche Akzente beinhalteten, war die Aufmerksamkeit hoch. Herr Weber beantwortete alle Nachfragen und gab den Schülern anschließend die Möglichkeit, die Kirche auf eigene Faust zu erkunden und ggfs. Fotos für ihre Recherchen zu schießen. Gegen 10 Uhr traf die gesamte Unterstufe, die neben Herr Weber auch von Herrn Schneider (Kursleiter Katholische Religion) und Herrn Eisel (Kursleiter Ethik) begleitet wurden, an der Betzdorfer Moschee ein. Murat Gültekin, Vorstandsmitglied der muslimischen Gemeinde, empfing die Besucher sehr freundlich und sprach offen über die Besonderheiten und das Wirken in einer Moschee. Gemeinsam mit seinem Imam, der sich ebenfalls Zeit für den Besuch nahm, wurden auch hier alle Nachfragen der Schüler ausreichend beantwortet. Außerdem bekamen die Besucher eine Kost- bzw. Hörprobe eines Gebetrufes durch den Imam. Abschließend erfolgte der dritte Sprung an diesem Tag. Wie in der Leichtathletik war auch das der Weiteste, doch anders als dort landeten die Schüler nicht in einer Sandgrube, sondern in der Kölner Synagoge. Das im Jahre 1899 erbaute Gotteshaus ist das größte religiöse und kulturelle Zentrum der jüdischen Gemeinde in Köln. Ein kontroverser, ehrlicher und fruchtbarer Austausch zwischen einem sehr sympathischen jüdischen Gemeindemitglied und den „Betzdorfern“ rundete diesen ertragreichen Tag mit vielen wertvollen Impressionen ab. Neben den drei Kursleitern zogen auch die mitgefahrenen Schüler ein positives Resümee und somit wird diese „theologische Disziplin“ mit Sicherheit auch im nächsten Schuljahr wieder durchgeführt werden.


Voneinander lernen heißt, einander verstehen!

Betzdorfer Berufsschüler zu Gast bei Freunden in Dijon

Wie kocht und backt man im Burgund, wie im Westerwald? Welche Produkte prägen die Speise- und Getränkekarten? Wo liegen die Unterschiede der jeweiligen Techniken und wie wird eigentlich in Frankreich serviert? Das sind nur einige von vielen Fragen, denen die Auszubildenden der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen in Dijon nachgingen.

Bereits im vergangenen Jahr wurde ein Austausch mit der französischen Partnerschule Lycée Le Castel im Fachbereich Gastronomie und Bäckerei vereinbart. Zu seiner Zeit besuchten die französischen Jugendliche Betzdorf. Nun reisten zwölf Auszubildende für fünf Tage nach Dijon. Begleitet wurden sie von ihren Fachlehrerinnen Astrid Fischer und Marion Pfeiffer sowie dem Küchenmeister Uwe Steiniger aus dem Kloster Marienthal, der sich als Ausbilder sehr für das Projekt engagiert.

Obwohl gleiche Bildungsabschlüsse angestrebt werden, unterscheiden sich die Ausbildungsverläufe erheblich: Während man in Deutschland auf das „Duale Ausbildungssystem“ mit den beiden Lernorten Betrieb und Berufsschule setzt, gibt es in Frankreich die vollschulische Ausbildung, in der man ganztägig die Fachschule besucht und Praktika in Betrieben der Umgebung absolviert.

In Dijon angekommen wurde den deutschen Schülern zunächst einmal ein interessanter Stadtrundgang in deutscher Sprache geboten. Der folgende Tag stand ganz im Zeichen des beruflichen Arbeitens, bei dem es keine Sprachbarrieren gab. Kommuniziert wurde in Deutsch, Französisch und auch in Englisch. Dennoch versicherten alle französischen und deutschen Auszubildende nach dem Besuch, zukünftig mehr Engagement beim Erlernen von Fremdsprachen zu zeigen. Lehrerin Marion Pfeiffer war von der Neugierde der Azubis aufeinander beeindruckt.

Neben gemeinsamem Unterricht und Praxisstunden, kam auch die kulturelle Seite nicht zu kurz. Die Gruppe besuchte eine Firma, die den traditionellen Cassis und andere Fruchtliköre herstellt und nahm an einer Verkostung teil. Frau Astrid Fischer sprach an dieser Stelle sogar von einem Highlight der ganzen Fahrt. Auf dem Programm standen ebenfalls klösterliche Weingüter, sowie die Stadt Beaune mit dem historischen Hospiz (siehe Bild). Ein weiterer Höhepunkt des Besuchs war ein französisch-deutscher Abend, bei dem der Nachwuchs aufzeigte, wie gut er zusammenarbeitet. Mit einem anspruchsvollen Menü wurde dabei einiges verlangt: „Mittelmaß: Non, merci!“.

So applaudierten rund 50 geladene Gäste nach dem Genuss der französisch- deutschen Gaumenfreuden, als die Jugendlichen Seite an Seite nach getaner Arbeit in den Saal marschierten. Grußworte machten deutlich, dass man den Austausch der französisch-deutschen Jugend außerordentlich begrüßt. Küchenmeister Steiniger bemerkte, dass dieser Austausch auch eine gesellschaftliche Aufgabe erfülle, „Das Zusammenstehen der Mitte Europas: Apprendre les uns des autres, signifie se comprendre – Voneinander lernen, heißt einander verstehen!“

Der Erfahrungsaustausch zeigte viele Gemeinsamkeiten auf. Aufgrund des tollen Miteinanders und der hervorragender Teamarbeit der Auszubildenden beider Länder, steht diese Partnerschaft mittlerweile für mehr als gegenseitige Besuche; vielmehr für gemeinsame Potenziale.

So erwarten die deutschen Auszubildenden freudig den nächsten Gegenbesuch der Franzosen im Frühjahr 2018!


BBS Betzdorf-Kirchen meets IAA

Ob Dieselskandal, mögliche Fahrverbote oder die Entwicklung der alternativen Antriebe - insgesamt 73 Schülerinnen und Schülern des Beruflichen Gymnasiums Technik (Jahrgangsstufe 11 und 12), unterstützt durch Auszubildende aus dem KFZ Bereich, machten sich am 20.09. selbst ein Bild. Gemeinsam mit ihren Lehrern Patrick Saul, Burkhard Hensel und Markus Löcherbach ging es zur IAA - der weltgrößten Automobilmesse in Frankfurt. Dort konnten rund 1000 Aussteller aus 39 Ländern besichtigt und fotografiert werden. Die beliebtesten Messestände waren die der großen deutschen Automobilhersteller BMW, Mercedes und der VW Gruppe. Das befand auch Herr Löcherbach, der die Performances dieser Stände noch einmal hervorhob. Bei den Schülern stand außerdem noch die französische Marke „Bugatti“ hoch im Kurs. Außerdem lobten sie die gut aufgeteilten Räumlichkeiten der Messe, die jedem Besucher eine gute Sicht auf alle interessanten Stände ermöglichte. Alle Besucher der BBS waren sich am Ende des Tages einig darüber, dass sie bei ihrer Ankunft in Kirchen zwar müde, aber um viele interessante Impressionen und tolle Erlebnisse reicher waren.


Team BBS Betzdorf-Kirchen läuft...

...mit Technik ans Ziel - lautete das Motto der neun Lehrer, die in diesem Jahr erstmalig am Westerwälder Firmenlauf in Betzdorf teilnahmen. Mit einheitlichen T-Shirts und guter Laune traf sich das aus fast allen Bereichen unserer Schule bestehende Laufteam am 15.09. vor dem Betzdorfer Rathaus. Von dort aus mussten ab 19 Uhr insgesamt 5 Runden á 1,1 km durch die Betzdorfer Innenstadt zurückgelegt werden. Tausende Zuschauer, Bühnen, Musik, Trommeln und vieles Weitere machten dieses Event zum Erlebnis für alle Teilnehmer. Auch das Fazit des BBS-Teams lautete – nach dem Luftholen im Zielbereich – einhellig: „Es hat uns Spaß gemacht und wir kommen nächstes Jahr definitiv wieder!“ 


„Haben Sie unbenutzte Handys zu Hause?“

Diese Frage wird wohl fast jeder Deutsche mit „Ja“ beantworten. Insgesamt 120 Millionen aussortierte Mobiltelefone und Smartphones liegen nach einer repräsentativen Studie nutzlos in unseren Schubladen. Grund genug für Biologie-Lehrer Johannes Faber, gemeinsam mit seinem Leistungskurs die Ursachen und Auswirkungen dieses Umstandes zu beleuchten. Warum ist Recycling in diesem Bereich überhaupt wichtig? Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang Nachhaltigkeit? Was können wir tun? Das waren nur einige der Fragestellungen, denen die angehenden Abiturienten nachgingen. Dabei fanden sie zunächst einmal heraus, dass die aktuellen Handys und Smartphones neben Kunststoffen, Metallen und Keramik, auch aus Gold, Kupfer und Eisen bestehen. Viele Metalle gehören zu den sogenannten „seltenen Erden“. Diese werden in Ländern wie Kongo und Tansania abgebaut und sind absolut notwendig für elektronische Bauteile. Über die Art und Weise informierte sich eine weitere Gruppe. „Kinderarbeit“, „geringer Lohn“, „keine Sicherheitsmaßnahmen“ lauten diesbezüglich nur einige Schlagwörter, die das Thema immer wichtiger erscheinen lassen. Eine angebotene Lösung auf die ganzen Probleme stellt das „Fairphone“ da. Seine wesentlichen Merkmale sind eine lange Haltbarkeit, jederzeit erhältliche Ersatzteile, konfliktfreie Rohstoffe und faire Fabriken. Dass sich darauf die großen Globalplayer des Elektronik-Marktes einlassen, wäre wohl zu idealistisch gedacht. Aber dass diese Thematik mehr Aufmerksamkeit braucht, wurde allen teilnehmenden Schülern schnell klar. Im Kleinen angefangen bedeutete das konkret eine Ausstellung mit anschaulichen Plakaten in der Aula unserer Schule. Somit wurden immerhin 1.800 Schüler und über 100 weitere Bedienstete erreicht. „Es war eine gute Idee. Die Umsetzung hat gestimmt und die Projektziele wurden erreicht. Außerdem haben wir sehr viel gelernt“, bilanzierten Bilal Karaloyunlu und Emran Öcal aus der Jahrgangsstufe 13 des Beruflichen Gymnasiums. Beide Schüler ergänzten allerdings, dass sie weiterhin wenig Interesse der Öffentlichkeit für dieses Thema wahrnehmen. Darin sieht auch ihr Lehrer, Herr Faber, das Hauptproblem: „Es wird einfach zu wenig publik gemacht!“ Seinen Schüler hingegen bescheinigte er ein fokussiertes Arbeiten: „Ihnen wurden viele Zusammenhänge klar. Es ist einfach ein Bewusstwerdungsprozess.“ Vielleicht trägt die aktuelle Ausstellung dazu bei, dass genau diesen auch noch viele weitere Smartphonebesitzer erleben.


Erste Abschlussklasse der dualen Studenten erhält Zeugnisse

Mit tollen Leistungen und guten Zeugnissen schloss die Pilotklasse der dualen Studenten im Bereich Metalltechnik den ersten Teil der Abschlussprüfung in ihrem Ausbildungsberuf ab. Die jungen Erwachsenen dürfen völlig zu Recht stolz auf sich sein und sich über die vielen Gratulationen zu diesem ersten großen Meilenstein freuen. Doch schon in wenigen Wochen beginnt der zweite spannende Abschnitt ihrer Ausbildung: Das Studium „Maschinenbau“ an der Hochschule Koblenz. Aber auch diese Herausforderung können die zehn dualen Studenten optimistisch angehen. „Sie haben durch ihre berufliche Ausbildung Vorteile ab dem ersten Studientag“, hob Michael Schimmel, Schulleiter der BBS Betzdorf-Kirchen, in seiner Rede noch einmal hervor. Für die Schule ginge ein lang vorbereitetes Projekt zu Ende, ergänzte er und dankte auch allen beteiligten Lehrkräften, die den Unterricht für diese Klasse und dieses Zeitfenster entwickelt haben. Nach nur knapp 15 Monaten ist der Berufsschulteil beendet und das Studium kann beginnen. Dies ist einer von mehreren Faktoren, die dazu führen, dass sich die gesamte Ausbildungszeit von sechs Jahren (Ausbildung mit anschließendem Studium) auf nur vier Jahre und neun Monate verkürzt. Auch Tim Kraft von der Wirtschaftsförderung des Kreises Altenkirchen betonte im Rahmen der Zeugnisverleihung noch einmal die Relevanz des Dualen Studiums. Es ermögliche eine frühe Verbindung der Betriebe mit den jungen Erwachsenen und sei damit eine wichtige Option, um dem bestehenden Fachkräftemangel in der Region zu begegnen. Sowohl Herr Kraft als auch alle Verantwortlichen der BBS wünschten den dualen Studenten alles Gute für ihren weiteren Weg und appellierten dazu, in Kontakt zu bleiben, um hilfreiches Feedback für die ständige Weiterentwicklung dieser wichtigen Ausbildungsform zu bekommen.


3D-Druck bietet Chancen – auch für die BBS

„China druckt mittlerweile ganze Dörfer aus“, war einer von vielen Sätzen, die bei den Schülern und Lehrern der BBS Betzdorf-Kirchen haften blieb. Eine ganze Delegation aus verschiedenen Voll- und Teilzeitklassen hatte sich am 14.09. auf den Weg von der Schule in die Betzdorfer Stadthalle gemacht, um der Infoveranstaltung zum 3D-Druck beizuwohnen, welche die Wirtschaftsförderung des Kreises initiiert hatte. Und das war definitiv eine gute Idee! In nahezu perfekt aufbereiteten Präsentationen erklärten die Referenten aus Wirtschaft und Hochschule die Vorteile und Verfahren der sogenannten „additiven Fertigung“. Neben den genannten Dörfern ist es gegenwärtig möglich, so ziemlich alles in 3D zu drucken. Richtig interessant wurde es für die BBS-Schüler allerdings, als der Fokus auf die Potenziale für kleine und mittelständische Unternehmen gelegt wurde. Vor allem bei geringen Stückzahlen oder komplexen Bauteilen kann enorm viel Geld und Zeit mit der neuen Technik gespart werden. Sowohl bei Werkzeugen und Montagehilfen als auch bei Prototypen kann innerhalb weniger Stunden - praktisch „on demand“ - aufgerüstet werden. Damit erhöht sich die so wichtige Flexibilität für der Vielfalt der Kundenwünsche exponentiell. Außerdem ist es mittlerweile möglich, in fast allen benötigten Materialien zu drucken. Stefan Theiss, Lehrer an der BBS, zeigte sich von dem, was heute alles möglich ist, beeindruckt. Seine Kollegin Beate Schmidt lobte im Nachgang noch einmal explizit den Aufbau der Veranstaltung und auch Harald Alzer nutzte die Chance zum intensiven Austausch mit den Referenten an den mit zahlreichen Exponaten aufbereiteten Messeständen der jeweiligen Firmen und Universitäten. Aber nicht nur die Lehrer der BBS sammelten wichtige Impulse, sondern auch die mitgefahrenen Schüler zogen ein positives Feedback. Vor allem der letzte Vortrag, der von den vielseitigen Möglichkeiten der Materialverwendungen im 3D-Druck handelte, sprach die beiden angehenden „Technischen Systemplaner“ Necati Aksac und Sebastian Gras an, die hier auch zukünftige Optionen für ihre Branche erkannten. Alles in allem war es eine sehr ertragreiche Veranstaltung, deren Eindrücke und Informationen prägend für alle Teilnehmer wirken und auch im schulischen Kontext zur Anwendung werden kommen.


Großes Völkerballturnier an der BBS

Im Jahre 1780 erfunden und immer noch „in“. Das können nur wenige Ballsportarten von sich behaupten – vielleicht sogar nur eine: Völkerball! Grund genug für Verbindungs- und Sportlehrer Timo Kötting, gemeinsam mit seinem SV-Team um Felix Räder, Lukas Schug (beide BOS I) und Jonas Gelhausen (BGYT16), die Spielidee zum Jahresabschluss in den Schulkalender zu übertragen.

„Etwas Sportliches sollte es sein, bei dem jeder mitmachen kann“, erklärte Herr Kötting die Völkerballwahl. Genau dieser Plan ging auf. Insgesamt 14 Teams mit jeweils 6 Schülern aus nahezu allen Vollzeitklassen traten an, um sich neben Ruhm und Ehre die erste Gravur auf einem schönen Wanderpokal zu sichern. Ihre Klassenkameradinnen und Kameraden unterstützten sie lautstark von den Rängen, sodass die nötige Wettkampfatmosphäre gewährleistet war. Trotz des nötigen Ehrgeizes und des damit verbundenen hohen Engagements, das Herr Kötting allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern attestierte, blieben die Spiele zum Glück weit von ihrem ursprünglichen Kriegscharakter entfernt und liefen ausgesprochen fair ab.

In einem spannenden und knappen Finale setzte sich am Ende das Team „die Königlichen“ aus der BFI16M gegen das „Team KÖT“ aus der BFII16B durch.

Wenn in der letzten Schulwoche vor den Ferien noch einmal solche Höchstleistungen abgerufen werden, ist das das schönste Feedback für eine solche Veranstaltung und spricht sicherlich dafür, dass in der Molzberghalle noch nicht der letzte Ball „heiß“ war.


Ein roter Teppich für die Abiturienten

Das Berufliche Gymnasium Technik an der Berufsbildenden Schule (BBS) Betzdorf-Kirchen verabschiedete am Freitagabend 44 Abiturienten – 7 Damen und 37 Männer. Um die prachtvolle Garderobe der Schulabgänger gekonnt in Szene zu setzen, wurde an der Stadthalle Betzdorf der rote Teppich ausgerollt.

Der Abend wurde von den Abiturienten Sabrina Pfeifer und Nico Wendig moderiert. Noah Rosenkranz und Lukas Mann sowie Michalis Porfyris unterhielten gemeinsam mit der Schülerband die Gäste mit musikalischen Einlagen.

Schulleiter Michael Schimmel ist der Erste, der das Wort an seine ehemaligen Schüler richtet. In seiner Rede bezieht er sich auf den gegenwärtigen Vorwurf, es gebe zu viele Abiturienten und das Abitur sei nichts mehr wert. Seine Antwort darauf ist eindeutig: „Komplexe Zeiten wie diese erfordern qualifizierte junge Menschen.“ Diese jungen Männer und Frauen hätten vollen Einsatz für ihre Zukunft gezeigt und wüssten ganz genau, was ihr Abitur wert ist.

Stellvertretend für das gesamte Kollegium ermunterte Stammkursleiter Michael Hofmann zum Mut zur Reife und zur Unreife und spielte dabei auf die bestandene Reifeprüfung wie auch auf den Abi-Streich der Absolventen an.

Der Leiter des Beruflichen Gymnasiums, Christoph Tiez, sagte, er werde sich an die Schulabgänger als „freundliche, engagierte junge Menschen mit ganz viel Lebenslust“ erinnern. Landrat Michael Lieber beglückwünschte ebenfalls die Abiturienten. Er legte ihnen nahe, mit der Region in Verbindung zu bleiben. Den Buchpreis des Landrats für besonderes soziales und gesellschaftliches Engagement in der Schule erhielt Martin Remhof. Remhof hat die Allgemeine Hochschulreife zudem als Jahrgangsbester mit einem Notendurchschnitt von 1,2 abgeschlossen. Einen Buchpreis für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz in der Schule erhielt Michel Winkel. Mit der Zeugnisvergabe und einer anschließenden Feier mit Freunden und Familie wurden der Fleiß und die harte Arbeit der Abiturienten belohnt.

RZ Kreis Altenkirchen vom Montag, 26. Juni 2017


Mit Kreativität zum Gesellenbrief

Drei abwechslungs- und lehrreiche Jahre liegen hinter den frisch gebackenen Maßschneiderinnen der BBS Betzdorf-Kirchen. „Wille, Durchhaltevermögen, Wissbegierde und Vorstellungskraft“ bedarf es für das Absolvieren des dreijährigen Vollzeitbildungsgangs, heißt es aus den Reihen der nun ehemaligen Schülerinnen. Im Gegensatz zu vielen betrieblichen Ausbildungen in diesem Bereich erhalte man dafür aber die Möglichkeit, sich kreativ zu entfalten und sich an vielseitigen Werkstücken auszuprobieren, berichteten die beiden Prüfungsbesten Jana Thomas und Ruth Stücher. „Es werden ausnahmslos alle Grundlagen der Damenoberbekleidung vermittelt“, ergänzte ihre Ausbilderin Susanne Romanski.

Doch bevor das erlernte Know-How in „Haute Couture-Ateliers“ eingesetzt werden kann, standen zunächst einmal die Abschlussprüfungen an. Neben dem Theorieteil galt es hierbei, Prüfstücke nach vorgegebenen Richtlinien zu entwerfen und zu fertigen, erklärte Klassenleiterin Linda Zantis. Insgesamt acht Gesellenbriefe der Handwerkskammer wurden in dieser Woche dafür vergeben. Hiltrud Sprenger, die Prüfungsvorsitzende, attestierte den Absolventinnen dieses Jahrgangs eine weitere Niveausteigerung im Vergleich zu früheren Stufen. Alle Inhalte seien gelernt worden und es wurde vor allem breitgefächert präsentiert.

Eine Redewendung besagt, dass häufig der Weg das Ziel sei. Am Tag der Freisprechung zur Maßschneiderin erscheint diese Aussage wohl eher fehl am Platz, da in diesem Moment ein Ziel auch einfach mal erreicht wurde. Dennoch blickt Lehrerin Andrea Staß auf eine schöne Zeit zurück, die trotz einer enorm heterogenen Lerngruppe vor allem durch eine „super Klassengemeinschaft“ geprägt gewesen sei.

Neben den herzlichen Glückwünschen geht daher auch ein Dankeschön an:

Katharina Hinck, Christine Laß, Angelina Linz, Ruth Stücher, Vanessa Teschendorf, Jana Thomas, Luisa Zimmermann und Nadine Mücke (externe Prüfungskandidatin)

Viel Erfolg für die Zukunft und viel Spaß beim Feiern in der Gegenwart!


133 Mal Hochschulreife

„Never give up“ war der Titel des ersten Songs, mit dem die Lehrer-Schüler-Band PAEDPUR den Abend begann. Diesen Appell haben die 89 Schüler unserer Bildungsgänge der „Berufsoberschule 1“ (BOS 1), der „Dualen Berufsoberschule“ (DBOS), der „Höheren Berufsfachschule Informatik“ (HBFI) und der „Fachschule Technik“ (FSTM) für sich schon länger beherzigt (44 Schüler des Beruflichen Gymnasiums erhalten ihr Zeugnis einen Tag später). Sie alle haben sich vor einem, zwei oder vier Jahren nicht mit dem Erreichten zufriedengegeben, sondern teils neben dem eigentlichen Job, eine Weiterqualifizierung im Kontext der beruflichen Bildung absolviert. Gerade in der heutigen Zeit und einer sich stetig veränderten Arbeitswelt ist dieses Investment in die eigene Person viel Wert, wie auch Schulleiter Herr Michael Schimmel in seiner Begrüßungsrede betonte.

Im zweiten Lied von PAEDPUR hieß es dann „Ich hab soviel gehört, doch es kam niemals etwas an...“.  Es bleibt zu hoffen, dass diese Zeile weniger auf die Schulzeit der Absolventen übertragen werden kann. Den Eindruck haben sie jedenfalls nicht hinterlassen. Das ging auch aus den Abschiedsreden ihrer jeweiligen Klassenleiter hervor. Silke Groß beschrieb ihre BOS 1 als fröhliche und lebendige Klasse. Diese Attribute sollten sie auch auf ihren zukünftigen Wegen beibehalten. Umwege seien dabei ausdrücklich erlaubt. Auch Katrin Odendahl ermutigte ihre DBOS-Schüler dazu, in ihrem weiteren Leben Risiken in Kauf zu nehmen. „Wer wagt, gewinnt“ lautete ihr Credo. HBFI-Leiter Gunter Aust bedankte sich ebenfalls bei seinen Schülern und zitierte dabei die alte Fußballerweisheit „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. Die HBFI ist geschafft, aber es geht weiter. Abschließend sprach Dr. Michael Hofmann für die FSTM. Er wies darauf hin, dass die hiesigen Firmen Topleute und Spezialisten suchen. All diejenigen, die neben dem Beruf vier Jahre durchgehalten haben und nun staatlich geprüfte Techniker sind, hätten die Eigenschaften bewiesen, die es braucht, um sich genau so nennen zu dürfen.

„Yeah, your kingdome come“ sang PAEDPUR in einem weiteren Song. Das wünschen wir unseren Absolventen von Herzen! Im Einzelnen sind das:

Höhere Berufsfachschule (11 Schüler/innen)

Betzdorf: Nils Heuer, Furkan Kilic Daaden: Marisa Meißner Etzbach: Thomas Haus Herdorf: Jan-Silas Motzkuhn Kirchen: Maximilian Graf, Ron Colin Latsch, Louis Lenz Mudersbach: Sarah Hussing Neunkirchen: Kaan Salih Siegen: Marcel Klinger

Berufsoberschule I (17 Schüler/innen)

Alsdorf: Fabian Schneider Betzdorf: Janik Poll, Christian Stracke Birken-Honigsessen: Niklas Koch Daaden: Julian Schumann Elkenroth: Martin Richter Emmerzhausen: Jonas Wagner Friedewald: Julian Mudersbach Gebhardshain: Benedikt Hoffmann Hövels: Harun Korkmaz Katzwinkel: Tammo Hoffmann Kirchen: Friedrich Daniel Kreutz Malberg: Christopher Mockenhaupt Obererbach: Felix Räder Oberlahr: Patryk Motz Rosenheim: David Robert Seidel Streithausen: Lukas Schug

Duale Berufsoberschule (10 Schüler/innen)

Burbach: Nick Marvin Werner Neuser Freudenberg: Carina Weniger Katzwinkel: Dominik Thiele Kirchen: Franziska Krummenerl Michelbach: Florian Durkowitzer Niederdreisbach: Jonas Müller Niederfischbach: Melissa Basar Racksen: Maurice Bauseler Unnau: Philipp Wiederstein Wallmenroth: Tobias Bröhl

Fachschule Technik (49 Schüler/innen)

Almersbach: Julian Klein Bad Marienberg: Patrick Kindling Betzdorf: David Groß, Fadil Himaj, Daniel Kohlhas, Adem Parmak, Tihomir Poljak, Thorben Strehlow Birken-Honigsessen: Riccardo Brock Brachbach: Daniel Dörner Burbach: Kevin Harder Daaden: Kevin Frei Derschen: Artur Heidebrecht, Andreas Heß Elkenroth: Tobias Pfeiffer Freilingen: Alexander Licht Friedewald: Michèle Lisa Cuso Hachenburg: Ihsan Sönmez Hamm: Daniel Krieger Hattert-Hütte: Christian Paul Herdorf: Simon Lück, Jaroslaw Paul Nierle Katzwinkel: Jan Grossert, Tim Kölzer Kirchen: Stefan Grimmig, Emre Iyicaliskan, Jan Christopher Treude Langenbach: Tobias Fischbach Luckenbach: Daniel Menches Malberg: Lisa Artz Mudersbach: Sebastian Zopf Nauroth: Christian Becker, Tobias Quetscher Neitersen: Hakan Kaya Neunkirchen: Pia Eleonore Sanner, Marcel Seibel Nistertal: Arton Sinani Roth: Matthias Sowa, Viktor Wall Selbach: Marc Hombach Siegen: Artjom Laubenstein, Perparim Olluri Steineroth: Markus Mohr Weitefeld: Kevin Herz, Jan Philipp Langenbach Weyerbusch: Artjom Bessel Wissen: Tim Bauer, Vitali Bernhardt, Philipp Orthen


BBS Betzdorf-Kirchen bleibt vom Modell „Duales Studium“ überzeugt

In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit ca. 1.700 duale Studenten, in Baden Württemberg sind es bereits 36.000. Die beiden benachbarten Bundesländer lassen sich zwar nicht Eins zu Eins vergleichen, dennoch lässt sich vermuten, dass sich die rheinland-pfälzische Zahl wohl in Zukunft noch nach oben korrigieren wird. Dafür spricht ebenfalls die Tendenz zu vermehrt höheren Abschlüssen in den letzten Jahren.

Aktuell bleiben die dualen Studenten im Kreis allerdings noch die Ausnahme. Die BBS Betzdorf-Kirchen kann für das kommende Schuljahr nur wenige Neuanmeldungen verzeichnen. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass die BBS vom dreigleisigen Weg (Betrieb, Schule, Universität)  absolut überzeugt ist - ganz im Gegenteil! Die Schulleitung, inklusive aller verantwortlichen Lehrer, nahm sich einen kompletten Tag dafür Zeit, die Konzepte für die schulische Umsetzung des dualen Studiums zu individualisieren und zu optimieren. Dieser Bildungsweg ist in vielen unterschiedlichen Ausbildungs- und Studienrichtungen möglich und trifft dort bei der Abstimmung zwischen Betrieb, Universität und Schule auf diverse Herausforderungen. Transparenz, Kommunikation, Flexibilität, aber vor allem eine individuelle und schülergerechte Begleitung sind hierbei essentiell.

Die BBS Betzdorf-Kirchen hat dahingehend sprichwörtlich ihre Hausaufgaben gemacht und möchte gerne ihrer Verantwortung als schulischer Partner dieses Modells gerecht werden. Für die jungen ambitionierten Menschen in der Region bleibt zu hoffen, dass auch immer mehr betriebliche Partner für sich die Chancen dieser Ausbildung antizipieren.


Abiturienten erobern die BBS Betzdorf-Kirchen

Nach den schriftlichen Prüfungen ist vor den mündlichen Prüfungen – aber nicht nur das! Viele Tage und Wochen des Lernens lagen hinter der Oberstufe unseres Beruflichen Gymnasiums und der mit dem Fachabitur abschließenden Berufsoberschule. Grund genug, den Stress mal für einen Tag auszublenden und den Kugelschreiber durch eine Trillerpfeife zu ersetzen.

Morgens um 4 Uhr hatten sich die ersten Schülerinnen und Schüler bereits auf dem Schulhof der BBS getroffen, um die entsprechenden Maßnahmen für ihren „Abisturm“ einzuleiten. Der Parkplatz wurde gesperrt und jeder Lehrer musste sich an diesem Tag ein Weiterkommen mit PKW erkaufen. Außerdem wurde der Schulhof, so gut es möglich war, mit Flatterband versorgt. Wer es dann jedoch trotz der Widrigkeiten bis zum Schulgebäude geschafft hatte, war immer noch lange nicht in seinem Klassenraum. Insgesamt 3.000 Luftballons bildeten eine bunte Barriere im und um den Eingangsbereich. Das beweist nicht nur Kreativität der baldigen Abgänger, sondern auch einen langen Atem.

Dieser kann nie schaden, aber für den ersten Abisturm in dieser Form an unserer Schule war er besonders gut eingesetzt!


BBS-Schüler rocken Mainzer Landtag

Wenn die „echten“ Politiker am Ende des Tages davon sprechen, dass sie viel von den angehenden Abiturienten lernen konnten und wenn ein im Gemeinschaftskunde-Unterricht entstandener Gedanke demnächst im zuständigen Fachausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags besprochen wird, dann hat sich monatelange Arbeit ausgezahlt.

Im Dezember des vergangenen Jahres bewarb sich die Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums der BBS Betzdorf-Kirchen gemeinsam mit ihrer Lehrerin Natalie Glenske erfolgreich für die Teilnahme am Schüler-Landtag - einer Initiative des Ministeriums, die in diesem Jahr zum 32. Mal durchgeführt wird. „Den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagern“ lautete der Antrag der Westerwälder, den es am 9. Mai in Mainz „durchzuboxen“ galt. Dass dieses Vorhaben allerdings nicht mal eben mit links zu erledigen ist, war eine von vielen wichtigen Erfahrungen in der Vorbereitung daraufhin. Die eigens benannte Pro-Bahn-Fraktion (PB) bekam es nämlich mit drei weiteren Schulklassen aus Rheinland-Pfalz zu tun, die an besagtem 9. Mai mit insgesamt 100 Schülern den Landtag für mehrere Stunden bildeten. Schon im Vorfeld setzten die drei anderen Fraktionen sich mit dem Antrag aus Betzdorf auseinander und formulierten Gegenanträge dazu. Diese brachten die Pro-Bahner aber nicht aus dem Konzept, sondern motivierten sie zusätzlich. Akribisch wurden Für und Wider getauscht sowie Recherchen in die unterschiedlichsten Richtungen betrieben, damit auch auf jede eventuelle Rückfrage eine überzeugende Antwort geliefert werden konnte. Mit der Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und dem rheinland-pfälzischen Landtagspräsidenten Hendrik Hering holte man sich außerdem im Vorfeld einen immens hilfreichen Support ins Haus. Beide Politiker besuchten die BBS und standen dem Gemeinschaftskundekurs jeweils 90 Minuten Rede und Antwort.

All die Mühen sollten sich auszahlen. Der 32. Schüler-Landtag wurde zum Erfolg für die Elftklässler. Vor etlichen Berufspolitikern, darunter auch Herr Wäschenbach und Frau Bätzing-Lichtenthäler aus dem Wahlkreis Betzdorf/Kirchen, vor TV-Kameras, Radiosendern, zahlreichen Fotographen und eingeschalteten Mikrophonen standen die „Neu-Abgeordneten“ ihren Mann bzw. ihre Frau. Die Klasse um ihren „Präsidenten“ Sören Budenbender, „Vizepräsident“ Jan Althoff, „Fraktionsvorsitzenden“ Jonas Gelhausen und den „stellv. Fraktionsvorsitzenden“ Lukas Kleinfeld brachte ihren Antrag nach einstündiger souverän geführter Diskussion mit deutlicher Mehrheit durch. Das gelang außer ihnen nur noch einer weiteren „Fraktion“.  Dieser Umstand hat zur Folge, dass es noch einen Ausflug nach Mainz geben wird. Auf Einladung des Landes werden die BBS-Schüler dem echten Fachausschuss des Landtags beiwohnen, wenn dieser im Juni tatsächlich und in ernster Absicht über die Frage beratschlagt, ob der Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden sollte. Wer weiß, wie weit es die Idee aus einem Betzdorfer Klassenzimmer noch bringen wird...

Unabhängig davon fällt das Fazit uneingeschränkt positiv aus. Frau Glenske sprach nicht nur von einer gelungenen Veranstaltung, sondern auch von einer maximalen Förderung der Urteils- und Handlungskompetenz im Politikunterricht. Den Schülern war der Stolz anzusehen, alle Fragen, die auf sie zukamen, hinreichend beantwortet zu haben. Außerdem fiel ihnen das gute Klima zwischen den Parteien und der disziplinierte Diskussionsverlauf positiv auf. Dafür erhielten sie sogar Lob von den Berufspolitikern. Die Art des Gemeinschaftskundeunterrichts beschrieben sie als praxisbezogen und abwechslungsreich. Ferner empfanden sie die intensive Gruppenarbeit als Stärkung ihrer Klassengemeinschaft. Es spricht also unter dem Strich nicht allzu viel gegen eine erneute Bewerbung im Jahr 2018.


Maßschneiderinnen der BBS schauen über den Tellerrand hinaus

Kreativität und Fantasie – das sind für die Maßschneiderinnen grundlegende Eigenschaften, um erfolgreich arbeiten zu können. Diese Parameter zu fördern, ist ein wesentlicher Bestandteil der dreijährigen Ausbildung an unserer Schule und dafür hilft es auch einmal, die vier Klassenwände zu verlassen.

Die beiden verantwortlichen Lehrerinnen Frau Susanne Romanski und Frau Linda Zantis ermöglichten ihrer sogenannten „3BFMS“ binnen sechs Wochen den Besuch von insgesamt drei wichtigen Fachmessen aus ihrem Bereich. Die 3BFMS ist ein schulischer Vollzeit-Bildungsgang, der mit dem Gesellenbrief für Maßschneider und unter Umständen parallel noch dem qualifizierten Sekundarabschluss I oder der Fachhochschulreife endet. Er bildet meist die Grundlage für die Arbeit in Maßateliers, Kostümwerkstätten, Musicals, Opern, Theatern oder gar einem Fashiondesign-Studium.

Am 31. März diesen Jahres besuchten die jungen Auszubildenden zunächst die „h + h cologne“, eine Fachmesse für Handarbeiten. Hier erhielten sie in vielfältigen Vorträgen, kreativen Workshops und Modenschauen einen umfassenden Überblick über die neuesten Materialien, Trends, Kreationen, Techniken und Werkzeugen der Branche. Vor allem die aufwändig inszenierten Modenschauen imponierten dem Betzdorfer Modenachwuchs dabei. Aber an diesem Tag in Köln war es nicht nur wichtig, die Eindrücke der dort eingerichteten Trendwelten aufzusaugen, sondern zusätzlich den Kontakt bzw. Austausch mit jungen, innovativen Unternehmen und Modedesigner zu nutzen, um Impulse und Know-How für die eigene Karriereplanung im textilen Bereich zu erhalten.

Anfang Mai wurde es dann international. Alle zwei Jahre trifft sich die Modewelt in Frankfurt zu den beiden Leitmessen „Techtextil“ und „Texprocess“. Auch hier durften die Schülerinnen der BBS nicht fehlen. Sie erlebten das gesamte Spektrum der Einsatzmöglichkeiten textiler Technologien bei Kleidung, Schuhanfertigung, der Automobilproduktion, der Land- und Forstwirtschaft und vielen weiteren Bereichen. Frau Romanski sprach diesbezüglich von „einem Blick über den Tellerrand des Handwerks in maßgeschneiderte Businesslösungen der gesamte Branche.“ Den Schülerinnen imponierten außerdem die neuesten Maschinen, Produktionsanlagen und -verfahren, welche die Anbieter vor Ort präsentierten. Als Beispiel ist dabei das CAD/CAM-Verfahren zu nennen, das Schnittkonstruktionen am PC auf eine neue Ebene hebt.

Sofern weiterhin der nötige Rahmen geschaffen werden kann, wird die Modedelegation vom Molzberg auch zukünftig die Chancen in Köln und Frankfurt nutzen, um Impressionen für die Ausbildung, aber auch die Karriere im Anschluss zu sammeln. Und wer weiß, wen wir dann irgendwann statt in Grünebach in Mailand, New York oder Paris antreffen.


Wenn in der Heizung Lernchancen sitzen...

Wie die Holzhackschnitzel aussehen, die das im vergangenen Dezember eröffnete neue Heizsystem der BBS Betzdorf-Kirchen am laufen halten, war bereits hinlänglich bekannt. Aber wie sehen die Unterrichtsmöglichkeiten aus, die diese Anlage bietet?

Diese Frage stellte sich Metalltechnik-Lehrer Andre Kraft und fand die Antwort in Lernfeld 9 des Lehrplans für Anlagenmechaniker. „Trinkwassererwärmungsanlagen installieren“ lautet der Name dieses Lernfelds, das den Schülerinnen und Schülern die Kompetenz ermöglichen soll, Warmwassersysteme nach energetischen Gesichtspunkten auszuwählen und zu installieren. Da bietet es sich an, die schuleigene Anlage, die ebenfalls aus energetischen Gründen ausgewählt wurde, unter die Lupe zu nehmen. Zu den interessierten Zuhörern zählten dabei erstmals die angehenden Anlagenmechaniker des zweiten Lehrjahres.

Zusammen mit Hausmeister Herr Manfred Theis erläuterte Herr Kraft den Auszubildenden den Aufbau, die Sicherheitsvorrichtungen, den Transportfluss sowie jegliche Sensoren und Bauteile zur sauberen Verbrennung direkt vor Ort. Nun wissen mindestens 20 junge Menschen mehr, auf welche Weise die Klimaziele des Landkreises Altenkirchen eingehalten werden. Und diese 20 haben im Anschluss die Aufgabe, dieses Wissen über selbsterstellte Präsentationen zu multiplizieren.

Doch die Arbeit lohnt sich. Die wenigsten Schüler haben im Rahmen ihrer Ausbildung eine derart dimensionierte Anlage bislang zu Gesicht bekommen und dementsprechend begeistert zeigte sich der Nachwuchs auch. Für Lehrer Andre Kraft war nicht zuletzt deswegen jetzt schon klar, dass die „Unterrichtseinheit in der Heizung“ zum festen Bestandteil der Ausbildung wird.


Landtagspräsident Hering im Dialog mit BBS-Schülern

Nachdem der Gemeinschaftskundekurs von Lehrerin Natalie Glenske bereits Anfang April die Möglichkeit hatte, mit Staatsministerin Frau Sabine Bätzing-Lichtenthäler zu sprechen, war nun sogar der Präsident des rheinland-pfälzischen Landtages, Herr Hendrik Hering, zu Gast an der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen.

Die Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums werden in wenigen Tagen nach Mainz reisen, um im Rahmen des Projekts „Schülerlandtag“ eine eigene Plenarsitzung mitzugestalten. Drei weitere Schulklassen bzw. Fraktionen werden dabei sein, um über insgesamt vier Anträge zu debattieren und am Ende zu entscheiden. Der Antrag der Betzdorfer sieht vor, den Güterverkehr in Rheinland-Pfalz immer weiter von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

Während sich die jungen „Nachwuchspolitiker“ vor drei Wochen bei Frau Bätzing-Lichtenthäler den Feinschliff bzgl. ihrem Auftreten, ihrer Taktik und dem Umgang mit den Abläufen im Parlament bekamen, wurden die 90 Minuten mit Herrn Hering, der unter Kurt Beck und Malu Dreyer u. a. als Verkehrsminister fungierte, fast ausschließlich dazu genutzt, über den eigentlichen Inhalt des Antrages zu diskutieren.

Der gelernte Jurist war bestens vorbereitet und nahm bereits in seinem Anfangsstatement vorweg, dass er den Antrag „mit Herzblut“ befürworten würde. Ein 40-Tonner belaste die Straßen und Brücken soviel wie 12.000 – 20.000 PKWs. Dieser Umstand widerlege gleichzeitig auch alle möglichen Gegenargumente bzgl. der Kosten, die eine Umverteilung der Güter von der Straße auf die Schiene mit sich bringen würde. Zusätzlich sieht Herr Hering in den ökologischen Aspekten starke Rechtfertigungsgründe für den Antrag des Gemeinschaftskundekurses. Sowohl Lärm als auch die Umweltverschmutzung würden reduziert. Diese Schlagworte griffen die Schüler prompt auf, um über den aktuellen Stand in der Zugentwicklung und auch über den immer intensiver werdenden Luftverkehr zu sprechen. Ohnehin war den Elftklässlern anzumerken, dass sie den vor drei Wochen von Frau Bätzing-Lichtenthäler erhaltenen Tipp, sich mit den Argumenten der potenziellen politischen Gegnern auseinanderzusetzen, sehr beherzten. Werden nicht zu viele LKW-Fahrer durch die geplante Umverteilung arbeitslos, war in diesem Zusammenhang eine weitere Frage. Herr Hering konnte diese Befürchtung allerdings nicht teilen, da sich aktuell auf dem Markt eher ein starker Nachfrageüberhang an Berufsfahrern darstelle. Für diese Branche wäre eher die Entwicklung des „fahrerlosen Steuerns“ ein Problem. Das Schweizer Modell, in dem der Güter- mit dem Personenverkehr zusammengelegt wird, konnte sich der Landtagspräsident für Rheinland-Pfalz nicht vorstellen, da damit die Koordination zu komplex würde und die Qualität in den Bereichen Zeit und Lärmbelastung eher abnehme.

Es blieb allerdings nicht bei den Fragen der Kategorie „Wie sehen sie das?“. In einem immer leidenschaftlicher werdenden Dialog fragten die Jugendlichen auch einmal kritisch nach, warum in diesem Bereich bei den aktuellen Problemen bislang so wenig investiert und umgesetzt worden ist, wenn doch soviel dafür spreche und ob eine mögliche Umsetzung auch Steuererhöhungen mit sich bringe. Die zweite Befürchtung konnte der in Hachenburg lebende Berufspolitiker den Schülern nehmen. Es gehe in der Politik um Prioritätensetzung und dann müsse eben eine Umverteilung stattfinden. Den Vorwurf, dass bisher nicht genug in dieser Richtung unternommen wurde, konnte Herr Hering verstehen und sprach auch davon, dass die Bundesregierung teilweise Kosten an der falschen Stelle gescheut habe. Ebenso stimmte er den Schülern zu, dass mehr gegen die osteuropäischen Dumpinglöhne der LKW-Fahrer getan werden muss, damit der Schienenverkehr für die Unternehmen attraktiver wird.

Abschließend bekräftigte der Landtagspräsident noch einmal, wie wichtig es gerade in diesen Zeiten sei, dass sich junge Menschen mit gelebter Demokratie auseinandersetzen. Die Schüler des Beruflichen Gymnasiums lobte er dabei als sehr informiert und engagiert. Es habe Spaß gemacht mit dieser gut vorbereiteten Gruppe zu diskutieren.


„Sie müssen die Gegenargumente zerpflücken“

Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler berät Schüler der BBS Betzdorf-Kirchen bei der Vorbereitung einer Plenarsitzung im Mainzer Landtag

Der mittlerweile 32.  Schüler-Landtag in Rheinland-Pfalz steht kurz bevor. Landesweit bewarben sich unzählige Schulklassen, von denen insgesamt vier am 9. Mai in Mainz eine Plenarsitzung gestalten werden. Bis dahin wird jeweils ein Antrag zu einem selbst gewählten Thema eingereicht, um dort darüber zu debattieren und am Ende abzustimmen. Gleichzeitig galt es, sich im Vorfeld mit den Anträgen der anderen Klassen auseinanderzusetzen und ggfs. Änderungsanträge zu stellen – genau wie im wahren politischen Alltag.

Die Schüler des Beruflichen Gymnasiums (BG) aus Betzdorf-Kirchen entschieden sich im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts bei Frau Nathalie Glenske dazu, eine Umverteilung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schienen zu beantragen. Frau Bätzing-Lichtenthäler befürwortete diesen Ansatz grundsätzlich, verwies aber auf eine Vielzahl von Herausforderungen, die eine potenzielle Umsetzung mit sich bringen würde. Das aktuell vorhandene Schienennetzes müsse teilweise repariert, aber vor allem ausgeweitet werden. Außerdem dürfe man den Lärmschutz für die betroffenen Anwohner nicht vergessen. Neben Lärmschutzwänden und verbesserten Fenstern für die Betroffenen, gerieten Schüler und Ministerin dabei über die sogenannten „Flüsterbremsen“ an Zugwaggons ins Fachsimpeln. Der ökologische Aspekt spielte ebenfalls eine Rolle bei der Motivation, dieses Thema überhaupt zu besetzen. Jonas Gelhausen, BG-Schüler und Mitinitiator des Projektes, verwies auf das Ziel, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die Landtagsabgeordnete stimmte dem zu und nannte damit einhergehend das Vorhaben der Regierung, den Schienenverkehr bis ins Jahr 2025 komplett auf elektronischen Antrieb umzustellen. Gegenwärtig seien es 59 % und damit läge Deutschland europaweit im unteren Mittelfeld.

Trotz intensiver Recherchen der insgesamt 25 Schüler vor der Formulierung ihres Antrags, erhielten auch sie unlängst einen Änderungsantrag von einer der anderen am Schülerlandtag teilnehmenden Klassen. Spätestens jetzt wurde den Schülern bewusst, dass sie sich mit Frau Bätzing-Lichtenthäler genau die richtige Beratung ins Haus geholt hatten. Auf die Frage der Elftklässler, wie sie ihren Antrag denn doch noch „durchgeboxt“ bekommen, hagelte es wertvolle Tipps eines Profis aus der Praxis. Die Zeit der Antragsrede sei begrenzt und diese müsse man bestmöglich nutzen. Die Auseinandersetzung mit den Gegenargumenten bei der Vorbereitung sei dabei ganz entscheidend. Diese müsse man zerpflücken und das am besten untermauert mit Belegen oder durchgeführten Studien. Auf Zwischenrufe dürfe man nicht reagieren und sich aus dem Konzept bringen lassen. Ein Schmunzeln bei den Anwesenden rief die Antwort der Ministerin hervor, was man machen solle, wenn der Präsident des Landtags mittels Glocke auf das Ende der Redezeit verweist. Nach der Glocke müsse man relativ schnell die Worte „Ich komme jetzt zum Schluss“ sagen. Danach hätte man dann noch ein wenig Zeit bis zur nächsten Ermahnung.

Neben dem Fachlichen und den Profitipps beantwortete die gut gelaunte Abgeordnete auch jede andere Frage der Schüler, erzählte aus ihrem Alltag und ihrem Weg in die Politik. Am Ende des 90-minütigen Gesprächs bot Frau Bätzing-Lichtenthäler dann sogar noch an, dass man sie bei weiteren Fragen gerne per E-Mail oder Facebook kontaktieren könne. Außerdem werde sie versuchen, am 9. Mai in Mainz vor Ort zu sein. Ob dann die Betzdorfer Schüler ihren Antrag ohne Änderung „durchgeboxt“ bekommen, wird dabei zweitrangig sein. Manchmal ist auch der Weg das Ziel und nicht zuletzt der heutige Tag gab den Gemeinschaftskunde-Schülern wichtige Impulse, wie Politik funktioniert.


BBS-Schüler gehen den KlimaWandelWeg

„Macht doch nichts, wenn es zwei Grad wärmer wird.“
„Uns in Rheinland-Pfalz betrifft der Klimawandel sowieso nicht.“
„Man kann eh nichts gegen die aktuelle Entwicklung tun...“

Mit diesen - und noch viel mehr weiteren – Vorurteilen und Thesen räumte das Projekt „KlimaWandelWeg“ auf. Doch was verbirgt sich überhaupt dahinter? Der KlimaWandelWeg ist ein mobiles Lernszenario mit neun Stationen zu unterschiedlichen Aspekten der Klimawandelfolgen. Er wurde für weiterführende Schulen entwickelt und findet Anknüpfungspunkte in den Lehrplänen verschiedenster Unterrichtsfächer.

An der BBS Betzdorf-Kirchen organisierte die Lehrerin Frau Marion Pfeiffer das „Beschreiten“ des KlimaWandelWeges für insgesamt 18 Lerngruppen. Darunter befanden sich neben fast allen Vollzeitschulformen auch etliche Berufsschulklassen. Die Schülerinnen und Schüler verteilten sich in kleinen Teams nach Neigung auf die neun Stationen des Weges. Neben Aspekten des Klimawandels in der Vergangenheit oder Modellen für die Zukunft, zeigen die Stationen auch die unmittelbaren Folgen für Wald, Gesundheit, Wirtschaft und explizit die Auswirkungen für Rheinland-Pfalz auf. Station 9 nahm den Klimaschutz in den Fokus. Überall warteten individuelle Aufgabenstellungen auf die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Methodisch geschickt konzipiert, ermöglichten diese nicht nur die Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema, sondern auch die Reflexion des eigenen, zukunftsverantwortlichen Lernen, Denken und Handeln.

„Erstaunlich“ nannten die Schüler die Folgen des Klimawandels bis ins Jahr 2100. „Hilfreich“ beschrieben sie die Informationen darüber, wie sie sich persönlich schützen können. Dass der Landwirtschaft das Wasser fehle, hatten sie sich schon gedacht, aber dass der Städtebau in den nächsten Jahren für immer mehr Schattenplätze sorgen muss und dass es unerlässlich sein wird, dass Bürogebäude Klimaanlagen nachrüsten, war für die Teilnehmer ebenso neu wie das große Nadelwaldsterben, welches jetzt schon in Gang ist. Am Ende galt es, die gewonnenen Impressionen mit Hilfe eines persönlichen Medienbeitrages den Mitschülern zu präsentieren. Auch hier wurde kräftig weiter diskutiert. Frau Pfeiffer empfand das Ausleihen und Aufbauen der Stationen perfekt organisiert und leicht in der Handhabung. Der eigentlichen Durchführung verlieh sie im Nachgang das Prädikat „Absolut empfehlenswert“. Mit dieser Einschätzung ist sie nicht alleine. Der erfolgreiche Philosoph und Publizist Richard David Precht nannte den Klimawandel unlängst ein Paradebeispiel für fächerverbindenden kompetenzorientierten Unterricht, in dem die Schüler genau wissen, wofür sie beispielsweise eine Formel lernen. „Zwei Grad sind ganz schön viel. Der Klimawandel und seine Folgen sind längst in Rheinland-Pfalz angekommen und wir können sie beeinflussen“, so das Fazit von Lisa Schomber aus der Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums.


Abschlussprojekte der Fachschule Technik

Wenn zwei der insgesamt 17 Abschlussprojekte nicht ausgestellt werden dürfen, weil sie einen Wettbewerbsvorteil bringen und dem Betriebsgeheimnis unterliegen, beweist das den hohen Stellenwert der Projekte für die heimischen Unternehmen, wie Schulleiter Michael Schimmel sinngemäß in seiner Begrüßungsrede bemerkte.

Insgesamt 50 angehende Techniker der Fachrichtungen Maschinenbau und Mechatronik stellten am Dienstag, den 14.02.17, ihre Projekte in der Aula der BBS Betzdorf-Kirchen aus und sorgten damit wieder einmal für einen Höhepunkt im Jahreskalendar der Schule.

Der Kreisbeigeordnete Konrad Schwan stellte die Vielfältigkeit der heimischen Wirtschaft in seiner Rede in den Fokus und betonte ferner, dass der Landkreis Altenkirchen stark industriell geprägt sei und das auch bleibe. Dazu brauche es Fachkräfte und diese erhielten ihr nötiges Rüstzeug an der BBS.

Auch Harald Alzer, Leiter der Fachschule Technik, unterstrich die Bedeutung von Weiterqualifikationen, um sich auf Veränderungen in der Arbeitswelt einstellen zu können. Am Ende seiner Rede übergab er das Wort an Tim Kölzer, Philipp Orthen und Riccardo Brock. Sie stellten ihr Abschlussprojekt im Rahmen der Veranstaltung vor.

Für die Westerwaldwerkstätten der Lebenshilfe Flammersfeld konstruierten und bauten die drei Schüler der BBS eine teilautomatische Anlage zum Abwiegen und Abfüllen von Saatgut. Im Gegensatz zu den anderen Projekten stand dabei nicht die Erhöhung der Produktivität im Vordergrund, sondern die Schaffung eines Arbeitsplatzes. Großen Wert legten sie dabei auch auf das Thema Sicherheit. Am Ende ihrer souverän vorgetragenen Präsentation konnten sich dann auch die „freiwilligen“ Testpersonen Konrad Schwan, Michael Schimmel und VG-Bürgermeister Jens Stötzel von der Bedienung und Funktionalität der Anlage überzeugen, indem sie die Maschine ausprobierten.

Neben den Vertretern der Kommunen, der Uni Siegen, der Handwerkerschaft und der IHK, waren auch viele ehemalige Absolventen an diesem Tag gekommen, um sich die Präsentationen anzuschauen. Alle anderen Projekte wurden in Form eines Messestandes dargestellt. Folgende Entwicklungen gab es dabei zu bestaunen:

Kevin Harder, Hakan Kaya, Jaroslaw Nierle und Marcel Seibel stellten die Automatisierung eines Rollercontainers bei der Schaeffler Friction Products Hamm GmbH vor. Kevin Herz und Christian Becker entwickelten für die Kessler QMP GmBH in Friedewald eine Kalibrierungsvorrichtung zur Kalibrierung von Parallelendmaßnahmen bis 1000mm nach DAkkS-DKD-Richtlinie. Daniel Dörner, Daniel Menches und Lisa Artz konstruierten eine Stützachse für die Fahrzeugbau Kempf GmbH in Bad Marienberg.

Michèle Cuso, Jan Treude und Tihomir Poljak optimierten für die ELCO Europe GmbH in Betzdorf einen Stanzautomaten. Bei der gleichen Firma konzipierten Stefan Grimmig, Emre Iyicaliskan, Adem Parmak und Perparim Olluri eine automatische Granulatumfüllanlage. Für die CK Krüger GmbH & Co. KG in Mörsbach entwarfen Tobias Pfeiffer und Jan Philipp Langenbach ein Spänetrennsystem. David Groß, Artur Heidebrecht, Pia Sanner und Kevin Frei arbeiteten eine serientaugliche Verbindung zwischen Gerotor und Welle für die Thomas Magnete GmBH in Herdorf aus. Bei der gleichen Firma entwarfen Tim Bauer und Simon Lück eine Reinigungsstation für SaugventileAlexander Licht, Thorben Strehlow und Ihsan Sönmez schufen eine vollautomatische Qualitätsprüfung in der Serienproduktion im Auftrag der Gestamp Griewe Westerburg GmbH. Für die Firma Krause Gussprodukte in Hof entwarfen Tobias Quetscher und Andreas Heß einen Dichtheitsprüfstand für Aluminium-Gussprodukte.

Christian Paul, Markus Mohr und Julian Klein entwickelten selbstständig ohne ein Unternehmen einen Kettenentrinder. Daniel Kohlhas, Sebastian Zopf und Fadil Himaj konstruierten eine hydraulische Aufpressstation für die Rexnord Kette GmbH in Betzdorf. Artjom Bessel, Tobias Fischbach und Alexander Steinert erstellten eine mobile Einmessstation für servomotorische Schweißzangen bei der NIMAK GmbH in Wissen. Vitali Bernhardt und Viktor Wall erfanden auf eigene Faust eine Bienenwaben-Entdeckelungsmaschine.

Patrick Kindling, Arton Sinani, Artjom Laubenstein und Jan Grossert konzipierten ein Expertensystem zur automatischen parametrisierten 3D-Modellierung von Wellenölkesseln, das bei der Menk Apparatebau GmbH in Bad Marienberg seine Anwendung findet. Marc Hombach, Daniel Krieger, Matthias Sowa konstruierten eine Presse für das Einpressen von Gleitlagern in Zahnräder mit automatischer Zufuhr der Zahnräder für die Ernst Berger & Söhne Juwel Schraubtechnik GmbH in Wissen.


In sechs Tagen auf die „Schwarze Piste“

Wer sonntags das erste Mal in seinem Leben in einen Skischuh steigt und freitags eine „Schwarze Piste“ - also den steilsten und schwierigsten Teil eines Skigebiets – bezwingt, der kann zu Recht stolz auf sich sein!

Diese Erfahrung durften einige Schüler der Jahrgangsstufe 11 unseres Beruflichen Gymnasiums machen, nachdem sie eine knappe Woche täglich fleißig das Skifahren übten und dabei teilweise über sich hinauswuchsen. Das erste Jahr dieses dreijährigen Bildungsganges findet an der BBS noch im Klassenverband statt und zu einem Klassenverband gehört eine Klassenfahrt. Diese schafft für die Schüler – neben dem besseren Kennenlernen – die teambildende Grundlage der bevorstehenden 2,5 gemeinsamen Jahre. Bei zwei Klassen wird daraus eine Stufenfahrt und so machten sich in der Nacht zum 28.01.17 insgesamt 40 Schüler, 4 Lehrer und 2 Studenten auf den Weg nach Sedrun, einem kleinen Skisportort in der Schweiz nahe dem Gotthardpass.

Der erste Tag wurde für den Bezug der Zimmer und – wie sollte es anders sein -  der Theorie genutzt. Nachdem dann aber alle die Regeln der FIS (Fédération Internationale de Ski) kennengelernt hatten, wurde es endlich ernst. In fünf unterschiedliche Leistungsgruppen verteilten sich die Schüler in Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse auf Ski und Snowboard. Für die Skineulinge zeigten sich die beiden BBS-Lehrer Frau Natalie Glenske und Herr Timo Kötting verantwortlich, die erfahrenen Ski- und Snowboardfahrer schlossen sich Herrn Christoph Tietz an. Für die Snowboardbeginnerkurse konnten glücklicherweise die beiden Mainzer Lehramtsstudenten Felix Henke und Laura Gans gewonnen werden. Wer es aus gesundheitlichen Gründen einmal nicht mit auf die Piste schaffte, wurde von Herrn Burkhard Hensel, ebenfalls Lehrer an der BBS, betreut und – soweit möglich – mit einem Alternativprogramm versorgt. Herr Hensel erwähnte in diesem Zusammenhang positiv ein paar schöne Wanderungen durch tolle Landschaften.

Für alle übrigen Schüler war der Tag eng getaktet, schließlich sollten die guten Pistenverhältnisse genutzt werden. Sechs Stunden pro Tag verbrachten die Akteure auf Ski oder Snowboard und wurden dabei individuell angeleitet. Während es sich dabei für die „Könner“ in der Regel nur noch um das „Feintuning“ bzgl. der Technik oder Körperhaltung handelte, erlernten die blutigen Anfänger alles von der Pike auf. Das Stehen auf Skiern, der Scherenschritt und der Schneeflug bis hin zum Parallelfuß bildeten hierbei die Grundlagen. Bei diesen ersten Übungen hätten wohl die wenigsten Teilnehmer damit gerechnet, wenige Tage später einen engen Hang mit bis zu 40 Grad Gefälle heil hinunter zu gelangen. Umso stolzer waren sie am Ende auf sich - und das zu Recht, wie Herr Kötting bestätigte. Außerdem wurden die Aktivitäten auf der Piste mit dem Lehrplan verbunden und so konnte nicht nur das Selbstvertrauen, sondern auch die Sportnote verbessert werden.

Als ein weiteres Highlight der Fahrt wurde der knapp 3000 Meter hohe Gletscher in Andermatt-Gemsstock mit dem damit verbundenen Alpenpanorama von Herrn Tietz und Frau Glenske beschrieben. Außerdem ergab sich am Donnerstagabend die Gelegenheit eines Flutlichtrodelns, die natürlich ebenfalls genutzt wurde.

Außerhalb der Piste blieb den Schülern selbstverständlich auch immer noch genug Freizeit. Diese konnte u. a. im Ort Sedrun, der durch eine sehr freundliche Atmosphäre auffiel, genutzt werden.

Die Stufenfahrt fand in dieser Form nun zum siebten Mal statt. Die erste Fahrt 2009 brachte neue Skifahrer hervor, die sich seitdem auch privat zu gemeinsamen Skitouren verabreden. Eine bessere Rückmeldung kann es nicht geben. Auch dieses Jahr begannen einige – hoffentlich lange – Skikarrieren und so steht der nächsten Auflage einer Klassenfahrt auf Skiern 2018 nichts mehr im Wege. Die Planungen laufen bereits...


An der BBS rollt das runde Leder

Auch wenn Bundestrainer Jogi Löw sicherlich noch Optimierungsbedarf beim neuformierten Lehrerfußballteam der BBS Betzdorf-Kirchen erkennen würde, kann schon jetzt von einer gelungenen Variante des Gruppensports gesprochen werden.

Der Startschuss für das Unterfangen in kurzen Hosen erfolgte aufgrund einer Rundmail an die Schule, in der über die Rheinlandmeisterschaften im Lehrerfußball informiert wurde. Sportlehrer Timo Kötting ergriff die Initiative, sprach potenzielle Ballzauberer an und meldete die BBS beim Turnier auf Landesebene. Im Kreis Altenkirchen taten es ihm noch drei weitere Schulen gleich, aber nur insgesamt zwei Teams aus dem Kreis fahren zur Endrunde nach Koblenz. Es musste also ein Vorrundenspiel ausgetragen werden. Der Gegner war die Mannschaft des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums Betzdorf – Titelverteidiger und auch dieses Jahr wieder Topfavorit. Um es vorwegzunehmen: Das Gymnasium sollte seiner Rolle gerecht werden und setzte sich aufgrund seiner spielerischen Klasse und individuellen Stärke gegen die Mannen der BBS durch. Aber wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel! Das Team vom Molzberg traf sich in den vergangenen Monaten regelmäßig gerne zu gemeinsamen Einheiten und war mit Spaß dabei. Außerdem wurde sogar ein Vorbereitungsspiel gegen die Schüler der Berufsoberschule ausgetragen, das im Übrigen eindeutig gewonnen wurde. Weitere Schülerklassen haben bereits Interesse an einem Kräftemessen signalisiert und diesen Herausforderungen wird sich das Lehrerteam stellen.

Es sind also weitere Trainingseinheiten und Spiele geplant. Jeder Weltmeister hat einmal klein angefangen. Mit diesem Wissen, Spaß und einer kleinen Portion Selbstironie wird das Leder an der BBS also noch weiter rollen...


Popcorn statt Pausenbrot

Insgesamt fünf Klassen der BBS Betzdorf-Kirchen nehmen an der diesjährigen Schulkinowoche in Rheinland-Pfalz teil. Normalerweise setzen sich die Schüler des Beruflichen Gymnasiums, der Berufsoberschule und der Höheren Berufsfachschule um 9:45 Uhr zur dritten Stunde auf die Stühle ihrer Klassenräume. Am Montag, den 21.11., tauschten sie diese jedoch in die bequemen Kinosessel des Cinexx in Hachenburg ein.

„Der Staat gegen Fritz Bauer“ hieß der Film, den sich die drei Deutschlehrerinnen Kerstin Mohr, Silke Groß und Eva Fricke-Schmidt mit ihren Schülern ansahen. Der Polithriller basiert auf einer wahren Begebenheit und ließ seine Zuschauer in die Nachkriegszeit eintauchen. Dort werden sie Zeuge der Arbeit vom Frankfurter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, dessen Ziel es ist, die verantwortlichen Täter der NSVerbrechen im eigenen Land vor Gericht zu stellen. Die behördlichen und gesellschaftlichen Widerstände gegen diese Arbeit werden verwoben mit Schwierigkeiten im Bereich der Geschlechtsidentität und der sexuellen Orientierung.

„Spannend und informativ“ lautete das Credo der Schüler, die sich gerne auf ein Klassenzimmer mit Riesenleinwand einließen. Frau Mohr, Frau Groß und Frau Fricke-Schmidt, die das Hauptthema des Films geschickt in ihren Unterrichtskontext einbanden, zogen ebenfalls ein positives Resümee. Damit steht dem Besuch der Schulkinowoche 2017 nichts mehr im Wege.


Frankreichaustausch bricht mit Klischees

„Wir dachten, in Deutschland besteht Essen in erster Linie aus Wurst.“ Diese Einschätzung eines französischen Schülers wurde in der vergangene Woche auf vielfaltige Art und Weise widerlegt. Eine Delegation der französischen Hotelschule Lycée Le Castel aus Dijon war zu Gast an der BBS Betzdorf-Kirchen. Damit revanchierten sich die Nachwuchskräfte für den Besuch einer Abordnung aus Deutschland im April diesen Jahres.

Wie bringt man nun den Gästen aus unserem Nachbarland die deutsche Küche und Kultur in den wenigen Tagen etwas näher? Mit dieser Frage beschäftigten sich Abteilungsleiterin Ulrike Peters und die beiden Lehrkräfte der BBS, Uwe Schmegner und Astrid Fischer ganz genau. Sie arbeiteten ein – in jeglicher Hinsicht – beeindruckendes Programm heraus.

Nachdem die aus der Weinregion Burgund stammenden Austauschschüler zunächst unsere Schule in einem Rundgang mit Schulleiter Michael Schimmel kennenlernten, stand der erste Ausflug an. Ziel war die Birkenhof-Brennerei in Nistertal, welche die Besucher vor allem mit der großen Auswahl ihrer Destillate überraschte. Eine originale Westerwälder Brotzeit und ein Abendessen im Wildpark Hotel rundete den Besuch ab, bevor es zurück in die Unterkunft (Kloster Marienthal) ging. Kräfte sammeln für den nächsten Tag war angesagt, denn Köln wartete darauf entdeckt zu werden. Neben dem Kölner Dom, einer Altstadt-Tour und dem Schokoladenmuseum, kehrte die Reisegruppe in insgesamt drei Brauhäuser (Früh, Peters Brauhaus, Sion) ein. Hierbei überzeugte die dort „nahe“ und „freundliche“ Stimmung unsere französischen Gäste. Sie beschrieben diesen besonderen Flair sogar teilweise als ihr persönliches Highlight der Fahrt. Genau das können sie zukünftig noch intensiver erleben, denn es gelang tatsächlich, in „Peters Brauhaus“ einige Praktikumsplätze für die Nachwuchskräfte aus Frankreich zu vermitteln. Anschließend begab man sich auf die Rücktour und dieser ergiebige, aber anstrengende Tag fand ein Ende. Am nächsten Morgen gab es dennoch keine Verschnaufpause – und es schien, als hätte die auch niemand gebraucht. Pünktlich um 9:30 Uhr begann der Praxistag an unserer Schule. Die französischen Schüler erschienen, wie es für sie gewohnt ist, in ihren als  Arbeitskleidung dienenden Anzügen. Sie machten auf ihre deutschen Kollegen, die angehenden Köche und Hotelfachleute, mal wieder einen „ausgesprochen disziplinierten“, „höflichen“ aber vor allem „hoch motivierten“ Eindruck. Küchenmeister und Ausbilder Uwe Steiniger, der bereits die Fahrt nach Dijon begleitete, zeigte und erklärte live vor mindestens einem Dutzend laufender Smartphone-Kameras, wie ein Reh zerlegt und für die weitere Verarbeitung vorbereitet wird. Anschließend galt es, an verschiedenen Stationen selbst einmal aktiv zu werden. So groß die sprachlichen Barrieren auch waren, die Verständigung über das Handeln zwischen französischen und deutschen Schülern litt darunter nicht, wie Ulrike Peters und Uwe Schmegner unabhänig voneinander berichteten. Die gemeinsame Leidenschaft für das Kochen verbindet die jungen Auszubildenden. Und diese Verbindung soll bestehen bleiben. Weitere Besuche und die Kontaktpflege sind geplant, wie Astrid Fischer verriet. Darüber würden sich beide Seiten sicherlich freuen. Unsere französischen Gäste beschrieben den Deutschlandbesuch als „bereichernde Erfahrung“. Sie haben sich sehr über den „freundlichen Umgang“ und die „Wertschätzung, die ihnen entgegengebracht wird“ gefreut und waren positiv von der kulturellen Vielfalt überrascht. Umgekehrt zeigten sich die Schüler unserer BBS beeindruckt von den „feinen Geschmacksnuancen“ der Franzosen. Außerdem lernten beide Seiten die jeweils anderen Arbeitsmethoden kennen. Die anschließende Feedbackrunde stellte nicht zuletzt deswegen heraus, dass der Austausch für beide Seiten sehr gewinnbringend war. Mit einem Augenzwinkern lässt sich also zusammenfassen, dass in Deutschland doch nicht alles Wurst ist.

Zum Abschied am Freitagmorgen wurde es dann noch einmal emotional. Herr Schmegner, der sich insgesamt über die „starke Resonanz“ auf diese Tage freute, stimmte beim gemeinsamen Singen das Lied „Gute Nacht, Freunde“ an. In Gitarrenbegleitung sang er den Text abschließend in französischer Sprache. Dabei blieben nicht alle Augen trocken und das spricht für gelungene Tage und eine deutsch-französische Freundschaft, die es lohnt zu pflegen.


Schüler der BBS erleben Weltpremieren hautnah

Angehende Verfahrensmechaniker besuchen die Kunststoffmesse 2016 in Düsseldorf

230.000 Besucher aus 160 Ländern, 3.285 Aussteller, 174.000 qm Messegelände, um nur einige wenige Zahlen der Superlative zu nennen. Die sogenannte „K 2016“ ist die bedeutendste Messe der Kunststoff- und Kautschukindustrie dieser Zeit. Sie findet nur alle drei Jahre statt und deswegen ist ein Besuch der 19 restlos ausgebuchten Ausstellungshallen in Düsseldorf laut Fachlehrer Stefan Theiss „ein absolutes Muss“!
In dieser Einschätzung bestärkten ihn ohne Ausnahme alle seine Schüler der BSVK 14+. Das ist eine 16-köpfige Klasse, in der aktuell die drei Jahrgänge der Verfahrensmechaniker (Bereich Kunststoff- und Kautschuktechnik) unterrichtet werden. Die Lehrlinge zeigten sich beeindruckt von den Dimensionen der neuen Maschinen, den schnellen Zykluszeiten und den innovativen Techniken. Viele vorgestellte Weltneuheiten sind in der Branche für die Bereiche der Prozess-, Produkt und Problemlösungen richtungsweisend. Auch der Umweltaspekt kam in zahlreichen energie- und materialschonenden Produkten zum tragen. Die jungen Auszubildenden sammelten wertvolle Eindrücke und Ideen, die sie mit ihrem Arbeitsalltag verbinden können. Fachlehrer Bernd Imhäuser, der die Fahrt ebenfalls begleitete, erklärte, dass sich die Schüler entsprechend ihrer Fachrichtungen auf der Messe bewegten und die mit einem Tag knapp bemessene Zeit dadurch so effektiv wie möglich nutzten.
Eine wichtige Schlussfolgerung zogen die Nachwuchskräfte allerdings nach dem Besuch: Die Anforderungen an den Beruf werden höher. Die Branche boomt durch den weltweit wachsenden Endverbrauchermarkt. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Konkurrenten und somit bedeutet Stillstand gleich Rückschritt. Dieses Fazit lässt sich wohl in viele Berufszweige übertragen und sollte, wie in der BSVK14+, Motivation statt Angst hervorrufen.
Unter dem Strich war es ein tolles und prägendes Erlebnis für die Schüler, die „auf keinen Fall“ zum letzten Mal auf der „K-Messe“ waren.


Wie wird man einer der Besten?

17 der 26 IHK-ausgezeichneten Azubis aus dem Landkreis Altenkirchen besuchten die BBS Betzdorf-Kirchen – mit zwei von ihnen sprachen wir:

 „Natürlich ist man stolz...“ und „Dies war für mich sicherlich eine besondere Auszeichnung...“ antworteten die beiden ehemaligen Lehrlinge Jonas Wagner (Informations- und Telekommunikations-Elektroniker) und Julian Mudersbach (Industriemechaniker) auf die Frage, was ihnen die „Bestenehrung“ der IHK Koblenz bedeutet.

Die zwei ehemaligen Berufsschüler sind der BBS Betzdorf-Kirchen treu geblieben und besuchen dort gegenwärtig die BOS I, um sich die Möglichkeit eines Studiums zu schaffen. Beide Ehrenträger waren gerne bereit, ihren persönlichen Schlüssel zum Erfolg offen zu legen, aber auch einen allgemeinen „Top-Tipp“ für jeden angehenden Azubi zu formulieren.

Beide Schüler verwiesen auf ihren Glauben an Gott, aus dem sie ihre Kraft schöpfen. Ferner nannten sie die Attribute „Fleiß“ und „Vorbereitung“ als wichtige Faktoren für ihre Erfolgsformel. Wagner gab den Tipp, in der Ausbildung von Anfang an „am Ball zu bleiben“ und stetig gut für anstehende Klassenarbeiten zu lernen. Damit erspare man sich sehr viel Aufwand bei der Prüfungsvorbereitung und habe so mehr Zeit dafür, Themen zu vertiefen, bei denen noch Nachholbedarf besteht.


Unterricht auf dem MTB

Wenn den Schülern während dem Waldlauf auffällt, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, Natur mit Sport zu verbinden und wenn der „für alles zu habende“ Sportlehrer Timo Kötting heißt, dann finden sich pünktlich zur 5. Stunde eines warmen Septembertages 20 motivierte Schüler der Berufsoberschule auf den Satteln ihrer Mountainbikes wieder.

Wer kein eigenes Fahrrad besaß, der hat sich eins geliehen und wer keine Chance hatte, sein Bike mit dem Auto zu transportieren, der ist eben morgens damit zur Schule gefahren – teilweise sogar von Streithausen aus. Die Schüler hatten also Lust und sie sollten nicht enttäuscht werden. Auf der ca. 20 – 25 km-langen Strecke vom Molzberg aus nach Katzwinkel und über Wehbach wieder zurück, gab es die eine oder andere Herausforderung zu meistern. Neben engen Stellen und steilen Aufwärtspassagen, bildeten dabei vor allem die Downhill-Strecken die persönlichen Highlights der Schüler. Die Helme waren jedoch zum Glück umsonst. Niemand überschätzte sein Können und somit führte die 90-minütige Tour komplett ohne Sturz ins Ziel. Lediglich eine abgesprungene Kette musste bilanziert werden.

„Besser als Halle“ und „eine gelungene Abwechslung“ lautete das Fazit der begeisterten Klasse; „Wir wollen eine Wiederholung im nächsten Jahr!“ Dieser sollte nach dem Resümee von Herrn Kötting jedenfalls nichts im Wege stehen: „Es war ein tolles Gruppenerlebnis und hat die ohnehin schon gute Zusammenarbeit noch einmal gestärkt!“