Selbstverteidigungs-Workshop „Selbstbewusstsein stärken - Grenzen setzen“
Im Leben kommt es nur sehr selten zu Situationen, in denen wir uns körperlich verteidigen müssen. Wenn aber solch ein Fall eintritt, sollte man vorbereitet sein. Und genau darauf lag jetzt der Fokus in einem Workshop für eine Lerngruppe der BF2.
Statt einer langwierigen Kursreihe gab es jetzt an der BBS Betzdorf-Kirchen ein 3-stündiges Intensivtraining in einem geschützten Rahmen, um auch physische Grenzerfahrungen zu erproben. Der Workshop verschob den Fokus weg von der rein reaktiven Gewaltabwehr hin zu einer proaktiven Vorbereitung. Das Training stützte sich dabei auf drei Säulen, die das Auftreten der Schülerinnen und Schüler nachhaltig transformieren können:
Säule 1 - Wahrnehmung: Die Sensibilisierung für Distanzzonen und das frühzeitige Erkennen von Gefahrenpotentialen stärkte die situative Aufmerksamkeit der Teilnehmenden.
Säule 2 - Kommunikative Grenzziehung: Hier wurde die Kunst des sicheren Auftretens vermittelt. Durch verbale Klarheit und eine präsente Körpersprache lernten die Schülerinnen und Schüler, ihre Autorität in Konfliktsituationen deutlich zu steigern.
Säule 3 - Physische Kompetenz: Für den Ernstfall wurden hocheffiziente, einfach strukturierte Techniken vermittelt. Unkomplizierte Bewegungsabläufe garantieren, dass die Lernenden auch unter Stress handlungsfähig bleiben.
Organisiert wurde die Veranstaltung von unserer Kollegin Rebecca Rödder, die als externe Expertin und Workshopleiterin Alina Berg vom „Soziokulturellen Zentrum Haus Felsenkeller e. V.“ (www.haus-felsenkeller.de) gewinnen konnte. Frau Berg praktiziert bereits seit 2014 Wing Tsun und ist seit 2018 auch tragendes Mitglied des Ausbilderteams im Dojo Wing Tsun Dynamics Hannover. Ihr Leitbild – „Selbstverteidigung erfordert keine komplizierten Techniken, sondern einen klaren Blick und ein sicheres Ziel“ – prägte die gesamte Dynamik des Workshops.
Die Veranstaltung als Teil der Unterrichtsreihe zum Thema „Stark sein - meine Grenzen setze ich!" im Fach Ethik war für die Lerngruppe ein voller Erfolg! Die Rückmeldungen der Teilnehmenden verdeutlichen, dass solche Formate nicht nur eine Ergänzung zum Unterricht darstellen, sondern als wertvoller Baustein einer modernen Schulentwicklung dienen können. Die Teilnehmenden verlassen dieses Training gestärkt und mit der Erkenntnis, dass ihre eigene Präsenz und die Klarheit über ihre Grenzen ihre wirkungsvollsten Schutzmechanismen sind.