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Abitur 2016

50 junge Menschen schafften am Technischen Gymnasium der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen den Abschluss

Betzdorf. Große Freude in der Stadthalle Betzdorf: Am Freitag nahmen die Abiturienten des Technischen Gymnasiums der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen ihr Abizeugnis entgegen. 50 junge Menschen, darunter neun Frauen, feierten sich und die vergangenen drei Jahre, in denen sie erfolgreich an ihrer Zukunft gearbeitet haben. Das Technische Gymnasium feierte mit mehr als 200 Gästen zum ersten Mal in der Stadthalle, und das liege daran, so Schulleiter Michael Schimmel, dass es „in diesem Jahrgang so viele Abiturienten gibt wie noch nie“. Wenn wichtige Weichen gestellt werden wie hier, dann ist es Zeit für Dank und Anerkennung, aber zugleich für den zuversichtlichen Blick in die Zukunft gekommen. Beides drückte der Leiter des Beruflichen Gymnasiums Technik, Christoph Tietz, aus, aber auch Landrat Michael Lieber, auch im Namen von Bürgermeister Bernd Brato, schloss sich an, nicht ohne den jungen Leuten zuzurufen: „Bleiben Sie hier!“ Schließlich fand auch Stammkursleiter Burkhard Hensel – angelehnt an Harpe Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ – Gedanken zum Thema, bevor er mit seinem Kollegen Thorsten Schneider die Zeugnisse überreichte.

Mit kurzweiligen Betrachtungen aus der Perspektive der Schüler unterhielten Daniel Kaiser, Felix Wagner, Bastian Korth und Harkan Serin die Gäste. Simon Wardein begleitete am Klavier. Durch das Programm führten in munterer Weise Mejra Avdic und Enes Balci.

Für seine vorbildliche Haltung und den beispielhaften Einsatz an der Schule erhielt Max Ebener einen Buchpreis des Landes Rheinland-Pfalz. Den Buchpreis des Landrats nahm Felix Wagner für sein soziales und gesellschaftliches Engagement entgegen. Beste Absolventen des Jahrgangs sind Max Ebener und Bastian Korth mit einem Notendurchschnitt von 1,0.

Kfz-Azubis lernen Hybridtechnik kennen

Gespannt riskieren die Kfz-Azubis einen Blick unter die Motorhaube. Es lohnt sich. Denn der weiße BMW 330 E-Performance ist mit neuester Hybridtechnik ausgestattet. Das Fahrzeug, Baujahr 2014, ist ein Geschenk der BMW AG an die Berufsbildende Schule Betzdorf-Kirchen. Lucia Knebel, Gebietsleiterin für die Region Mittelhessen, war extra aus Frankfurt angereist. Sie überreichte Michael Schimmel, Schulleiter der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen (BBS), bei der Übergabe gestern Vormittag symbolisch die Autoschlüssel.

„Es ist ein besonderer Tag für unsere Schule“, freut sich Schimmel. Ziel der Ausbildung ist es, Theorie mit angewandter Technik zu verbinden. „Da ist so ein Fahrzeug Gold wert.“ Auch Andreas Müller freut sich. Der Lehrer für Fachpraxis im Bereich Fahrzeugtechnik hat bei einem Besuch des BMW-Werks in Unterschleißheim vor zwei Jahren vor Ort den Wunsch geäußert, dass die Schule in Betzdorf-Kirchen ein Fahrzeug mit Hybridtechnik für die Ausbildung gebrauchen könnte. So kam die BBS auf eine Warteliste. Und seit gestern hat das Warten ein Ende. „Ich freue mich, dass es so gut und schnell geklappt hat“, sagt Müller.

In der Hybridtechnik wird der Verbrennungs- mit dem Elektromotor kombiniert. Und die Verantwortlichen sind sich darin einig, dass die künftigen Kfz-Mechatroniker – 90 Jungen und auch Mädchen werden derzeit in der BBS ausgebildet – mit dieser Technik vertraut gemacht werden müssen.

„Das ist auch in unserem Interesse“, betonen Michael Jeske, Spartenleiter Service der Wahl-Gruppe und Reinhard Weeser, Filialleiter im Autohaus Wahl in Betzdorf. Die Anforderungen im Kfz-Handwerk werden immer komplexer, weiß auch Karlheinz Latsch, der stellvertretende Obermeister. Landrat Michael Lieber bedankte sich im Namen des Schulträgers für das großzügige Geschenk: „Das ist für uns sehr wichtig und zeigt auch die Verbundenheit der lokalen Wirtschaft mit der Schule.“

Schüler besuchen DEKRA Prüfstelle

Wie auch schon in den letzten Jahren lud Herr Markus Kunz, zuständiger Dienststellenleiter der DEKRA, am 24.06.2016 die Auszubildenden für Kfz- Mechatronik des 3. Lehrjahres und ihren Lehrer A. Müller in die Prüfstelle nach Wissen ein. Schwerpunktthemen waren diesmal Abgasuntersuchungen an Schüler Pkw mit Benzin- und Dieselmotoren nach alter und neuer Messmethode bzw. gesetzlichen Vorgaben. Insbesondere wurde auf die Notwendigkeit und Wichtigkeit des seit letztem Jahr bereits eingeführten HU-Adapters hingewiesen. Eine Lackschichtdickenmessung wurde ebenso an den Fahrzeugen durchgeführt wie auch ein Stoßdämpfertest mit anschließender Auswertung am Computer. Zuletzt demonstrierte der Prüfingenieur an einem Pkw eine Verschränkung in dem er den Wagen diagonal aufbockte. Mit diesem Verfahren soll sichergestellt werden, dass insbesondere Veränderung des Fahrwerks ( Tieferlegung, Breitreifen ) kein Kontakt von Fahrzeugteilen die Reifen im Fahrbetrieb beschädigen können. Die Berufsbildende Schule Betzdorf/Kirchen bedankt sich bei der DEKRA und insbesondere bei Herrn Kunz für die Möglichmachung dieser Exkursion.

Gastronomisch voneinander lernen

Die Berufsbildende Schule Betzdorf-Kirchen hat eine neue Kooperation. So arbeitet der Fachbereich Gastronomie zukünftig verstärkt mit dem französischen Lycée Le Castel in Dijon zusammen. Davon profitieren diejenigen, die im Landkreis Altenkirchen eine Ausbildung zum Koch oder zur Hotel- und Restaurantfachkraft machen.

Zum Auftakt besuchten im April zwölf Azubis die renommierte Hotelschule in der Region Burgund und bekamen ein umfangreiches und sehr interessantes Programm geboten

Wohl kaum ein zweites Land steht so für hochwertige Speisen, Esskultur und Genuss wie Frankreich. Insofern war das Interesse beim Gastronomie-Nachwuchs in Betzdorf-Kirchen groß, mit einem fünftägigen Besuch der Hotelschule in Dijon neue Erfahrungen in ihren Berufsfeldern zu sammeln. Auch die Ausbildungsbetriebe zogen sofort mit und ermöglichten ihren jungen Mitarbeitern den Austausch mit Fortbildungscharakter. Umgekehrt waren die französischen Schüler und Ausbilder neugierig auf die Gäste und den Austausch von Informationen zur beruflichen und schulischen Praxis. Schließlich ist die in Deutschland übliche duale Ausbildung, also die enge Verzahnung der Vermittlung von Wissen über die Berufsschule und die Ausbildungsbetriebe, in Frankreich unbekannt. Dort folgt auf eine rein schulische Ausbildung während Praktika das Sammeln von Praxiserfahrung.

Nach dem herzlichen „Bienvenue“ der Gastgeber nahmen die deutschen Azubis gleich an mehreren praktischen Unterrichtsstunden teil, unter anderem zu den Themen Kochen, Backen, Service und Weinkunde. Die Besichtigung des Imaginariums in Nuits-Saint-Georges und des Hospizes in Beaune rundeten das fachlich orientierte Programm ab.

Die Vielzahl der angebotenen Käse-, Wurst- und Brotspezialitäten der Region beeindruckten die Westerwälder. Trotz anfänglicher Sprachbarrieren war das Eis zwischen den deutschen und französischen Berufsschülern schnell gebrochen. Der gemeinsame Beruf ergab eine tolle Verbundenheit.

Den Austausch hat Abteilungsleiterin Ulrike Peters organisiert. Die Gruppe wurde von dem  Etzbacher Küchenmeister Uwe Steiniger begleitet. Er stieß mit seiner Auszubildenden Sara Daugs allerdings erst zwei Tage später dazu. Daugs nahm zuvor noch erfolgreich an der DEHOGA-Jugend-Landesmeisterschaft in Ludwigshafen-Altrip teil, wo sie sich gegen sämtliche Jugend-Regionalmeister aus ganz Rheinland-Pfalz behaupten musste und einen vierten Platz erzielte.

 Den krönenden Abschluss des Schüleraustausches in Dijon bildete ein 4-gängiges Menü für rund 50 Gäste. Gemeinsam mit den französischen Kollegen zauberte man in Küche und im Service. Für das Freundschaftsmenü gab es Ovationen der begeisterten Gäste. „La cusine et la  table sont des lieux d'amitié et de paix – Küche und Tafel sind Orte der Freundschaft und des Friedens“, hob Uwe Steiniger das Leitmotiv für die junge Kooperation zwischen der BBS Betzdorf-Kirchen und der Académie Dijon hervor. „Wir haben Eure Freundschaft sehr genossen.“ Der Gegenbesuch der französischen Nachwuchs-Gastronomen im Landkreis Altenkirchen ist bereits für diesen Herbst geplant.

Berufliches Gymnasium der BBS Betzdorf-Kirchen feilt an der „Technik“

Für die 11. Jahrgangsstufe des Beruflichen Gymnasiums Technik der BBS Betzdorf-Kirchen ging die diesjährige Skifahrt nach Kals- Matrei in Osttirol. Bei optimalen Schneebedingungen und durchweg sonnigem Wetter wurden aus 50 blutigen Anfängern innerhalb einer Woche sichere Pistenfahrer. Auf dem Tagesplan standen neben der Verbesserung der individuellen Skitechnik jedoch ebenfalls gruppendynamische Aspekte, da die Schülerinnen und Schüler noch weitere 2 ½ Jahre an der BBS miteinander arbeiten. Trotz körperlicher Erschöpfung waren die Abende mit Musik, Karaoke, Tischtennisturnieren, kleinen Spielen und vor allem guter Laune verbunden. So wurde diese Klassenfahrt von allen Schülerinnen und Schülern und von den begleitenden Lehrern zwar als anstrengend, aber als ein wichtiger und positiver Beitrag zur persönlichen und sozialen Entwicklung gesehen.

Etzbacherin kocht am besten

Sara Daugs belegt beim Regionalwettbewerb des Dehoga in Betzdorf den ersten Platz

Sara Daugs vom Cateringservice Uwe Steiniger in Etzbach hat beim Jugendregionalwettbewerb des Hotel- und Gaststättenverbands Rheinland-Pfalz den ersten Platz belegt. Die angehende Köchin hat sich mit diesem Erfolg für die Landesmeisterschaften im Steigenberger Grand Hotel auf dem Petersberg in Königswinter qualifiziert. Der Jugendregional-Wettbewerb wurde am Sonntag im Hotel Breidenbacher Hof in Betzdorf ausgetragen.

Michael Helling ist Fachgruppenleiter Jugend & Ausbildung des Dehoga-Verbands Rheinland Pfalz. Er begleitete die zehn angehenden Hotelfachleute sowie fünf angehende Köche, unter anderem aus dem Westerwaldkreis, dem Raum Mainz, Trier, Bad Neuenahr und Unkel den Wettbewerbstag über. Unter den Teilnehmern war mit Kochlehrling René Hoheisel vom Hotelpark „Der Westerwald Treff“ in Oberlahr ein weiterer Teilnehmer aus dem Kreis Altenkirchen dabei.

Die Zugangsvoraussetzungen für die Teilnahme an dem Wettbewerb haben sich gegenüber den Vorjahren verändert, berichtet Helling. Bislang mussten die Auszubildenden eine schriftliche Prüfung bestehen. Doch dies bevorzuge die in der Theorie besonders starken Lehrlinge, so Helling. Für die Teilnahme mussten die angehenden Hotelfachleute und Köche nun ein Empfehlungsschreiben ihres Ausbildungsbetriebs sowie Zwischenzeugnisse von IHK und Berufsschule vorlegen. „Damit haben wir alle Partner in diesen Wettbewerb mit eingebunden“, sagt der Verbandsvertreter. Und so werden auch beide – die Theoretiker und die Praktiker – abgeholt.

Die Aufgaben lehnen sich an die Abschlussprüfung an. So dient der Wettbewerb als gute Vorbereitung aufs Examen. Die Köche müssen aus einem vorgegebenen Warenkorb ein mehrgängiges Menü kochen. Die Auszubildenden im Hotelfach erhalten praxisnahe Aufgaben mit dem Themenschwerpunkt Marketing. „Die Köche, das sind die kreativen Köpfe und die Hotelfachleute die Generalisten“, sagt Helling. Im Hotelfach hat Daria Petrenko vom Hotel Moselpark in Bernkastel-Kues Platz eins belegt. Auch in diesem Jahr fehlten, wie schon 2015, erneut Teilnehmer aus dem Restaurantfach. „Wir haben im Servicebereich zu wenig Auszubildende“, bedauert der Verbandsvertreter. Der Beruf mit seinen Möglichkeiten werde von jungen Leuten unterschätzt: „Man ist nicht nur Kellner.“

Claudia Geimer (RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Dienstag, 2. Februar 2016)

Zwei Gesellen aus dem AK-Kreis sind Kammersieger

Zwei junge Gesellen aus dem Kreis Altenkirchen haben jetzt auf Ebene des Kammerbezirks Koblenz beachtliche Erfolge erzielen können: Svenja Röttgen aus Wissen gewann den Leistungswettbewerb der Maler und Lackierer; Jan Michel Fröhlich aus Güllesheim ist Kammersieger bei den Kfz-Mechatronikern.

"Gestalten Sie den Besprechungsraum für die Anwaltskanzlei Schmidt": So lautete die Aufgabe beim Leistungswettbewerb der Maler und Lackierer. Auf der mittleren Wand sollte ein vorgegebenes Motiv aufgezeichnet und mit Pastelltönen farbig angelegt werden. Das Wort "Anwaltskanzlei" mussten die Teilnehmer mithilfe von Schablonenfolien übertragen und farblich entsprechend gestalten. Die restlichen Wandflächen waren harmonisch abgestimmt zu tapezieren.

Svenja Röttgen aus Wissen meisterte die Aufgabe im Leistungswettbewerb der Maler und Lackierer am besten. Die Gesellin nimmt jetzt am Wettbewerb auf Landesebene in Kaiserslautern teil. Fotos: HwK Koblenz

Svenja Röttgen aus Wissen meisterte die Aufgabe nach Ansicht der Jury mit Bravour. Vor allem mit Grau- und Rottönen arbeitete die 19-Jährige, die ihr Handwerk beim Katzwinkeler Malermeister Peter Ortel gelernt hat und anschließend von ihm als Gesellin übernommen wurde. Svenja Röttgen hat sich noch weitere Ziele gesteckt: Sie möchte später auch ihren Meisterbrief erwerben. Jetzt aber bereitet sie sich nach ihrem Erfolg auf Kammerebene auf den rheinland-pfälzischen Wettbewerb vor, der am 17. Oktober in Kaiserslautern über die Bühne geht.

Der zweite erfolgreiche Geselle aus dem Kreis Altenkirchen ist Jan Michel Fröhlich. Der Güllesheimer Kfz-Mechatroniker hatte beim Leistungswettbewerb ebenfalls eine schwierige Aufgabe zu lösen: Er bekam vier Werkstattaufträge mit Kundenaussagen vorgelegt. Da ging es beispielsweise darum, Beleuchtungsprobleme zu beheben oder zu klären, warum der Motor nicht mehr anspringt. Der 22-Jährige beeindruckte die Fachjury beim Lokalisieren und Dokumentieren der elektronischen Fehler in den unterschiedlichen Fahrzeugtypen. Und im Fachgespräch stellte der junge Fachmann die Fehlersuche dar und erklärte routiniert die weitere Vorgehensweise bei der Reparatur.

Jan Michel Fröhlich hat sein Handwerk beim Autohaus Schug in Oberlahr gelernt. Seine Ausbildung schloss er als Prüfungsbester im Kammerbezirk ab (die RZ berichtete). Zum Beruf fand er übrigens durch eine Autopanne während seines einjährigen Australienaufenthalts. "Ich musste das Auto in der Wüste zusammenflicken und dachte, dass Kfz-Technik etwas für mich ist." Ein Praktikum im Autohaus bestärkte ihn dann in der Absicht, nach dem Abitur dieses Handwerk zu erlernen.

Seine hervorragenden Leistungen in der Gesellenprüfung haben ihn motiviert: Er hat sich vorgenommen, die Meisterschule zu besuchen. Als Fernziel gibt er an, ein Studium der Fachrichtung Fahrzeugtechnik absolvieren zu wollen. Doch auch für Jan Michel Fröhlich hat in den nächsten Tagen erst einmal die Vorbereitung auf den Leistungswettbewerb auf Landesebene in Kaiserslautern Priorität.

Informationen zum Leistungswettbewerb bei der HwK unter Telefon 0261/398 419 oder per E-Mail an gesellenpruefung@ hwk-koblenz.de

Kleine Monster für Kinder in Not

Wir, die Maßschneiderklasse BFMS13 der BBS Betzdorf-Kirchen, haben an der Aktion "Tribute to Bambi Stiftung" teilgenommen. An einem Vormittag haben wir mit viel Freude und Fantasie verrückte, bunte Stoffmonster genäht, die im Oktober beim "Tribute to Bambi" -Charity"- Ereignis verkauft werden sollen. Der Erlös geht an alle Kinderhilfsprojekte in ganz Deutschland. Zu Beginn hat jede Auszubildende ein fantasievolles Schnittmuster entworfen und sich fröhlich bunte Stoffe, Bänder, Knöpfe und Borten ausgesucht. So wurden die kleinen Stoffmonster zum Leben erweckt. Nachdem die "Ugly Dolls" noch für ein kurzes Fotoshooting mit unserer Klasse zur Verfügung standen, haben sie sich mittlerweile auf den Weg nach München gemacht, um schon im Oktober ihren Weg in deutsche Kinderzimmer zu finden.    Wir wünschen der Stiftung beim Verkauf viel Erfolg und den kleinen Monstern viele große Abenteuer!

(Magali, Angelika, Alina, Anjes)

Mit dem Klapphocker aufs Siegertreppchen

Scheuerfeld. Sein Klapphocker überzeugte: Tischlergeselle Christian Leonhardt aus Scheuerfeld ist der erste Kammersieger im diesjährigen Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks. Sein Sitzmöbel überzeugte sowohl in Maßgenauigkeit und Funktion als auch in der Gestaltung. Der 19-Jährige hat sein Handwerk im elterlichen Betrieb, der Schreinerei Leonhardt, gelernt. Er möchte den Meisterbrief erwerben und später einmal den 1990 gegründeten Betrieb übernehmen.

Jetzt konzentriert sich Christian erst einmal auf den Landeswettbewerb in seinem Handwerk am 17. Oktober in Kaiserslautern. Der Wettbewerb auf Kammerebene war für ihn ein optimales Training. Gern nimmt er die Tipps von Tischlermeister Christoph Wolf an. Er arbeitet bei der Handwerkskammer (HwK) Koblenz als Ausbilder und hat es selbst einmal im Wettbewerb bis zur Bundesebene geschafft. Beide haben vereinbart, sich vor dem Wettstreit der besten Tischlergesellen in Rheinland-Pfalz noch einmal zu treffen.

Den Wettbewerb gibt es bereits seit 1951. Er wird auf Innungs-, Kammer-, Landes- und Bundesebene durchgeführt. Seit 1988 gibt es parallel dazu auch den Gestaltungswettbewerb "Die gute Form im Handwerk - Handwerker gestalten". Die Erst- bis Drittplatzierten auf Bundesebene können in die Stiftung Begabtenförderung aufgenommen werden. Die Bundeswettbewerbe organisiert die Kammer Frankfurt-Rhein-Main. Sie beginnen im November an verschiedenen Orten.

Informationen: Tel. 0261/398-419, E-Mail: gesellenpruefung@hwk-koblenz.de

Reise in die Modemetropole Paris

Am 14. Juni 2015 machten wir, die angehenden Modenäherinnen unter Leitung von Frau Staß und Frau Momper, uns mit dem Zug auf den Weg in die Modemetropole Paris.

Dort angekommen stellten wir unser Gepäck im Hotel ab und besuchten zuerst die Ausstellung von Jeanne Lanvin über Mode im 20. Jahrhundert.

Von dort konnten wir schon den Eiffelturm sehen, den wir gleich darauf aus der Nähe bewunderten. Nach einer kurzen Pause ging es weiter zur Ausstellung von Yves Saint Laurent. Am Abend besuchten wir mit knurrenden Mägen ein kleines Restaurant in Montmartre und genossen dort die gute französische Küche. Anschließend besichtigten wir die Kirche Sacré Coeur von wo aus wir eine wunderbare Aussicht über Paris hatten.
Den 15. Juni begannen wir mit einem typischen französischen Frühstück und machten uns dann auf den Weg zum Grand Palais, wo wir die Ausstellung von Jean Paul Gaultier besichtigten. Die Vielfalt der unterschiedlichen Modestile beeindruckte uns zutiefst. Anschließend besuchten wir noch einige Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel den Jardin des Tuileries und das Louvre. Am Nachmittag erkundeten wir in Grüppchen die Läden und kleinen Boutiquen und traten kurz darauf die Heimreise an.

KFZ – Mechatroniker beim Safety - Check in Wissen

Am 10.7.2015 besuchte das dritte Ausbildungsjahr der Kfz – Mechatroniker unserer BBS mit ihrem Klassenleiter Andreas Müller die DEKRA-Prüfstelle und den Kfz- Fachbetrieb Micha Hachenberg in Wissen.

Der Prüfstellenleiter Markus Kunz nutzt die Gelegenheit und untersuchte einige Fahrzeuge der angereisten Schüler auf Verkehrs- und Betriebssicherheit. Außerdem  demonstrierte er in diesem Zusammenhang auch den neu eingeführten HU – Adapter. Mit diesem Adapter können Funktionsprüfungen, Wirkungsprüfungen, Zustandsprüfungen sowie Prüfungen auf Ausführung und Verbau von serienmäßigen, sicherheits- u. umweltrelevanten Systemen des Fahrzeugs schnell und zuverlässig durchgeführt werden.

Parallel zur Fahrzeugüberprüfung bei der DEKRA unternahm Micha Hachenberg mit einigen Schülern eine Achsvermessung auf einem modernen Achsmessstand seiner Firma. Hierbei erfuhren die Auszubildenden, wie wichtig eine eingehende und genaue Überprüfung des Fahrwerks vor der Durchführung einer Achsvermessung ist. Herr Hachenberg vermisste zusammen mit den angehenden Kfz-Mechatronikern  zwei Schülerfahrzeuge und korrigierte deren Spur.

Die Berufsbildende Schule Betzdorf-Kirchen bedankt sich bei den beiden Veranstalter M. Kunz u. M. Hachenberg für die gelungene Exkursion.

( Im Bild v.l.: Klassenleiter A. Müller, DEKRA Prüfstellenleiter M. Kunz,
KFZ – Betriebsinhaber M. Hachenberg und die Schüler des dritten Ausbildungsjahres
für Kfz – Technik )

 

Angehende Bäcker und Bäckereifachverkäuferinnen unterstützen Jugendliche in Brasilien

Einen Tag lang übernahmen junge Auszubildende im Bäckerhandwerk den Kiosk der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen, um an der „Solibrot-Aktion“ des Hilfswerks MISEREOR teilzunehmen, einer Solidaritätsaktion für die Armen der Welt.

Die Bäcker stellten schmackhafte Dinkelvollkornbrote her, die von den Bäckereifachverkäuferinnen kreativ belegt wurden und als „Soli-Dongen“ an die Schüler- und Lehrerschaft verkauft wurden. Auch die eigens gefertigten „Soli-Schnecken“ aus Brotteig fanden guten Absatz. Insgesamt erwirtschafteten die Auszubildenden 300€, eine stattliche Spende, die die Akteure persönlich bei MISEREOR in Aachen übergaben.

Johannes Schaaf, zuständig für die Spenderkontakte bei MISEREOR, freute sich sehr über die Solidarität der jungen Auszubildenden für die Armen der Welt. Er berichtete über das Partnerschaftsprojekt COMVIVA in Brasilien, wohin das gespendete Geld fließen soll.

Obwohl Brasilien längst nicht mehr zu den armen Ländern der Welt zählt, lebt immer noch ein gutes Drittel der 190 Millionen Einwohner in bitterer Armut. In den Großstädten gibt es eine große Zahl von Kindern, die auf der Straße aufwachsen. Es sind Kinder, die sich ihren Lebensunterhalt im günstigsten Fall durch Schuhe putzen oder betteln, im schlimmsten Fall durch Prostitution oder als Drogenkuriere verdienen müssen. Der tägliche Überlebenskampf dieser Kinder ist geprägt von Gewalt und da der Staat sich nicht um sie kümmert, bleibt es weitgehend den nichtstaatlichen Organisationen überlassen, ihnen Halt zu geben und Zukunftschancen zu eröffnen. Das Projekt „COMVIVA“ ermöglicht den Jugendlichen z.B. den Zugang zu Ausbildungsstätten, in denen sie in einer einfachen Grundbildung Bäcker oder Besenbinder werden können. Schaaf zeigte den Auszubildenden Bilder von einer zu COMVIVA gehörenden Ausbildungsstätte, die sich aufgrund der technischen Gegebenheiten stark von modernen deutschen Backstuben unterscheidet, aber die typischen handwerklichen Fertigkeiten der Bäcker sind in Brasilien und Deutschland gleich. Die angehenden Auszubildenden aus dem Westerwald waren beeindruckt und zeigten sich sehr erfreut darüber, dass ihre Spende ohne Verlust für Verwaltungsstrukturen direkt in das Hilfsprojekt fließt.

 

PFM

 

Angehende Kfz-Mechatroniker gewannen interessante Eindrücke vom Betriebsalltag der Fa. Jürgen Alzen Motorsport

Die Schüler des 3. Ausbildungsjahres der Kfz–Mechatronik unserer Schule besuchten mit ihrem Klassenleiter A. Müller die Firma Jürgen Alzen Motorsport in Betzdorf/ Dauersberg.

Für die Auszubildenden war diese Exkursion nicht nur eine Abwechslung zum Schulalltag, sondern Inhalte wie z.B. Fahrwerk und Motortuning sind wichtige Lernbereiche in der Kfz-Mechatronik. Und so lag der Schritt nahe, den ortsansässigen Betriebsinhaber und Rennfahrer Jürgen Alzen anzusprechen und ihn zu fragen, ob er bei einer Betriebsbesichtigung in seinem Haus den Auszubildenden zu diesen Themen Rede und Antwort steht.

Herr Alzen beantwortete nicht nur fachliche und persönliche Fragen, sondern demonstrierte in beeindruckender Weise sowohl an rennfertigen Fahrzeugen (Porsche und Ford) als auch an Aufbauten, die Fahrwerks – und Antriebstechnik.

Ein besonderes Highlight der 2-stündigen Betriebsbesichtigung dürfte der 1050 PS starke und 1100 Kg schwere Porsche gewesen sein, mit dem Herr Alzen eine Geschwindigkeit von über 400 km/h erreicht hat.

Die Berufsbildende Schule bedankt sich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich

bei Herrn und Frau Alzen für die schnelle und unkomplizierte Realisierung dieser beeindruckenden Exkursion.

 

Unser Tag in der Bücherei Betzdorf

Am 17.03.2015 trafen wir uns um 8:30 Uhr vor der Ökonomischen Stadtbücherei Betzdorf, wo wir dann von der Leiterin der Bücherei -Frau Klostermann - empfangen wurden. Sie erklärte uns die verschiedenen Fachgebieten der Bücherei, zum Beispiel: Krimi, Thriller, Fantasy, Sachbücher, Teen, Lernsoftware, Gesellschaftsspiele, Zeitschriftenabonnements, DVDs, CDs, Hörbücher.

Nachdem die Führung durch die Bücherei zu Ende war, gab uns unsere Deutschlehrerin Frau Odendahl einen Fragebogen. Unter anderem ging es in dem Fragebogen darum, sich in der Bücherei zurecht zu finden.

 

Wir fanden den Vormittag sehr abwechslungsreich. Einige Schüler unserer Klasse haben sich im Anschluss einen Büchereisausweis ausstellen lassen. Wir freuen uns darauf, die Bücherei noch öfters zu besuchen.

 

Dominic und Marcel (Schüler der BF1G14)

 

 

VW Golf GTE meets Berufsschule

Es war für die Schülerinnen und Schüler des 2. Ausbildungsjahres im KfZ-Bereich ein besonderer Tag: Herr Markus Wenzelmann vom Autohaus Roth aus Daaden kam bei uns in der KfZ-Werkstatt vorbei und stellte den Auszubildenden den neuen VW Golf GTE vor. Dieses Fahrzeug ist sowohl ein Plug-In als auch ein Parallelhybrid. Neben einem herkömmlichen Verbrennungsmotor ist in dem Golf GTE auch ein Elektromotor im Antriebsstrang verbaut. Eine weitere Besonderheit ist, dass der 120 kg Akku sich auch problemlos in einer herkömmlichen Steckdose aufladen lässt. Auch die maximale Leistung des Verbrennungsmotors kann sich mit 110 kW bei 1,4 l Hubraum sehen lassen. Der Elektromotor in diesem Fahrzeug leistet ganze 75 kW.

 

Für die Schülerinnen und Schüler beeindruckend war, dass dieses Auto in einer Reichweite von 50 km (laut Hersteller) auch rein elektrisch fahren kann. Der Verbrauch an Kraftstoff in Kombination Ottomotor und E-Motor liegt bei weniger als 3l. Alternative Antriebe sind die Zukunft. Diesem Trend will sich die Berufsbildende Schule Betzdorf-Kirchen nicht verschließen. So haben die Auszubildenden die Gelegenheit begeistert genutzt und Herrn Wenzelmann viele fachliche Fragen gestellt.

 

Wir danken der Firma Autohaus Roth für die Bereitstellung des Fahrzeugs und Herrn Wenzelmann für die gelungene Demonstration.

 

BBS Betzdorf-Kirchen begrüßt die neue Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums Technik

Für die 56 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums Technik an der BBS Betzdorf-Kirchen beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Sie haben einen bedeutenden Schritt für ihre private und berufliche Zukunft unternommen, der ihnen viele Perspektiven eröffnen wird. Das Berufliche Gymnasium Technik bietet die beiden Schwerpunkte Umwelttechnik und Maschinenbau an. Nach drei Schuljahren haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) zu erwerben und damit an jeder Universität jeden Studiengang studieren zu können.

Den Gesellenbrief in der Tasche: Große Freude bei 13 jungen Maßschneiderinnen

13 frischgebackene Maßschneiderinnen konnte Hiltrud Spenger, die Obermeisterin der Bekleidungs- und Schuhmacher-Innung Rhein-Westerwald, kürzlich in den Kreis der Gesellinnen aufnehmen. Bei der Freisprechungsfeier in Neuwied überreichte sie ihnen den Nachweis der Berufsreife. Dabei konnten sich Angehörige, Prüfungsausschuss und Berufsschullehrerinnen vom hohen Leistungsstand überzeugen, präsentierten doch Hiltrud Sprenger und Lehrerin Andrea Staß von jedem Prüfling hervorragend gestaltete Arbeiten, die vor Kreativität geradezu sprühten und spontanen Beifall auslösten. Prüfungsbeste war Stephanie Becker aus Nethpen, gefolgt von Esther Klein aus Freudenberg, Christina Leschnig aus Windeck und Simone Kraft aus Kreuztal. Weiter freuten sich über ihr Diplom Gül Altuntas (Siegen), Patricia Cook (Herdorf), Jana Kraus (Mammelzen), Giana Molly (Niedersteinebach), Maximiliane Reineck (Siegen), Nikola Saeger (Langenfeld), Katharina Schneider (Wenden), Saskia Wagner (Kirchen) und Aljona Woronzew (Gebhardshain). 

 RZ vom 26.07.2014

Die Berufsbildende Schule Betzdorf-Kirchen wird EQuL-Schule

Im Schuljahr 1914/15 wird die BBS Betzdorf-Kirchen EQuL-Schule. Bei einer Veranstaltung, am 10. Juli 2014, im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur wurde bekannt gegeben, dass die BBS Betzdorf-Kirchen zum nächsten Schuljahr an dem Projekt "Weiterentwicklung des eigenverantwortlichen Handelns in Schule" teilnehmen kann.

In einem Bewerbungsverfahren hatte sich die Schulgemeinschaft der BBS Betzdorf-Kirchen um Teilnahme an diesem Projekt bemüht. Durch die Teilnahme an EQuL erhält die BBS Betzdorf-Kirchen ab dem kommenden Schuljahr ein Budget als schulisches Steuerungsinstrument zur gezielten und individuellen Verbesserung der Unterrichtsversorgung sowie zur Durchführung schulinterner Maßnahmen im Rahmen der Unterrichtsentwicklung, Organisationsentwicklung und Personalentwicklung.

Fachabi neben der Arbeit – Die DBOS macht es möglich!

 

Zunächst einmal ein paar Fakten zur Dualen Berufsoberschule (DBOS):

Schulform/Bildungsgang:

Duale Berufsoberschule (berufsbegleitend), Fachhochschulreife-Unterricht (ausbildungsbegleitend)

Aufnahmevoraussetzung:

Duale BOS: qualifizierter Sekundarabschluss I und eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung

Fachhochschulreife-Unterricht: qualifizierter Sekundarabschluss I und Nachweis einer begonnen Berufsausbildung oder Besuch einer Fachschule oder einer höheren Berufsfachschule

Ziel: Fachhochschulreife

Dauer: in der Regel 2 Jahre im Teilzeitunterricht

Doch was ist für junge Menschen, die sich für diese Schulform interessieren, mindestens ebenso wichtig wie die puren Fakten? Richtig - Erfahrungswerte anderer junger Menschen, die diesen Weg bereits eingeschlagen haben. Wir haben den Schülern der aktuellen Unterstufe dieses Bildungsganges drei Satzanfänge gegeben, welche fortgeführt werden sollten. Das Ergebnis sehen Sie hier: Ich habe mich für den Bildungsgang der DBOS entschieden, weil…

…ich anschließend studieren gehen möchte.

…man es parallel zur Berufsausbildung/Arbeit machen kann.

…ich die Fachhochschulreife für meine Ziele brauche und trotzdem Geld verdienen muss.

…ich meine beruflichen Chancen verbessern möchte.

…sich die Berufe im Wandel befinden und eine breitere schulische Ausbildung immer wichtiger wird.

…ich einfach Zeit spare!

Ich empfinde die Lernatmosphäre in der DBOS als…

…angenehm.

…niveauvoll.

…zielstrebig.

…strukturiert.

…entspannt.

…fördernd.

…offen.

…teamorientiert.

Die Doppelbelastung Arbeit / Schule kann man schaffen, wenn…

…man Ziele im Leben hat.

…man sich die Zeit gut einteilt.

…man am Ball bleibt.

…man Spaß dabei hat.

…man sich etwas anstrengt.

…man sich gegenseitig motiviert.

Wir hoffen, Sie konnten einen ersten Einblick erhalten. Wenn Sie nun immer noch interessiert sind, sprechen Sie uns an! Wir freuen uns auf Sie!

Juni 2014, GRS

Zu Besuch in der Bäckerei „Laib und Seele“ in Bonn

Angehende Bäckerinnen und Bäcker der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen machten ihre ersten praktischen Backerfahrungen mit Bio-Backwaren in der Bonner Demeter-Bäckerei „Laib und Seele“.  Die Auszubildenden waren ziemlich erstaunt, als ihnen Bäckermeister Michael Flohe den zum Lagerraum umfunktionierten Gärunterbrecher zeigte, denn diese Technik der zeitgenauen Führung von Hefeteigen gehört in herkömmlichen Bäckereien mittlerweile zur Grundausstattung. Anders in der Biobäckerei, hier hat alles seine Zeit!
Das Prinzip lautet: Erstklassige Zutaten in Demeter- oder Bioqualität, keine Backmischungen oder Backmittel und viel Zeit!
So begann für die Auszubildenden die Herstellung von Vollkornbrot nicht mit dem Kneten der Zutaten, sondern mit dem Mahlen von Getreide. Besonders Marvic hatte es die alte Getreidemühle mit Vulkanstein aus Tirol angetan. Sabrina hingegen war vom „lebendigen“ Wasser fasziniert, mit dem alle Rohstoffe geknetet wurden und das dem Brot mehr Frische und Geschmack verleiht. Der von der Bonner Bäckerei selbst hergestellte 3-Stufen-Sauerteig war den jungen Handwerkern zumindest aus der Theorie bekannt, denn die meisten Betriebe nutzen heute eher in 2 Stufen hergestellten Sauerteig oder andere Kurzzeitsauerteige. Nach der Teigherstellung ging es ans Aufmachen und Formen der Brote. Hier war „echte“ Handarbeit gefragt, die den Auszubildenden aber leicht von der Hand ging, da sie diese Fertigkeiten in ihren Ausbildungsbetrieben täglich anwenden. Während die Brotteiglinge im Gärschrank aufgingen, wurde über Arbeitszeiten gesprochen. Bäckermeister Flohe berichtete, dass sein Betrieb ein 2-Schichten-Betrieb sei und jeder Arbeitnehmer alle 14 Tage ein komplettes Wochenende frei hätte, ein Zustand der unter den Teilnehmern großes Lob fand. Nach dem „Schießen“ der Brote in den Ofen stellten die angehenden Bäckerinnen und Bäcker süße Walnussschnecken her. Johanna und Theresa wollten alle Details über die Zutaten der Feinen Backware wissen. Kein Problem für Meister Flohe, denn in der Demeter-Bäckerei müssen alle Zutaten aufgelistet und gekennzeichnet sein und bis auf das letzte Gramm dokumentiert werden. Das erschien Lars doch sehr aufwändig, doch Bäckermeister Flohe veranschaulichte ihm den hohen Anspruch der Demeter-Kundschaft.
Die gebackenen Ergebnisse der jungen Handwerker konnten sich sehen lassen und schmeckten vorzüglich!
Auf dem Bild zu sehen:
Theresa, Johanna, Sabrina, Lars, Marvic, Bäckermeister Michael Flohe und Lehrerin Marion Pfeiffer

Juni 2014 PFM

 

 

Ein Hauch von Haut Couture in der BBS Betzdorf-Kirchen

Angehende MaßschneiderInnen stellen ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vor

Die Schülerinnen der Maßschneiderklasse an der BBS Betzdorf-Kirchen fiebern dem großen Tag entgegen. Am Mittwoch, 07.05.2014, findet von 13.00 Uhr -15.00 Uhr die diesjährige Modenschau statt. Motto der Veranstaltung ist: „Farbenspiel mit Stil“. Bei dem Event sind erstmalig die Berufsschulklassen aus den Bereichen Gastronomie sowie Farbe und Raum aktiv beteiligt. Bis zum großen Tag gibt es noch jede Menge zu tun. Bei der Generalprobe wurden die letzten Abstimmungen getroffen und der Catwalk ausprobiert. Die angehenden MaßschneiderInnen hatten im Vorfeld der Modenschau nach vorgegebenen Entwürfen gearbeitet. Diese wurden im fachpraktischen Unterricht in der Schneiderei-Werkstatt unter Anleitung der  Ausbilderinnen Susanne Romanski, Linda Zantis und Mirjam Schmidt umgesetzt.
Die Ausbildung zum/r Maßschneider/in findet in einem dreijährigen Bildungsgang an der BBS Betzdorf-Kirchen in Vollzeitunterricht statt. Neben der Vermittlung von handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten steht die Entwicklung der Kreativität im Mittelpunkt. Am Ende der Ausbildungszeit legen die Schülerinnen und Schüler eine Gesellenprüfung zum/r Maßschneider/in Fachrichtung Damenoberbekleidung ab. Außerdem bietet ihnen die BBS die Möglichkeit – je nach Zugangsvoraussetzung – den Sekundarabschluss I bzw. die Fachhochschulreife zu erlangen. Maßschneider/innen können nach ihrer Ausbildung u.a. in Kostümwerkstätten, beim Musical oder der Oper arbeiten.

Im September, zu Beginn des neuen Schuljahres, startet wieder eine Klasse in diesem Ausbildungsberuf. Es sind noch wenige Plätze frei. Interessierte können sich an das Sekretariat der BBS Betzdorf-Kirchen wenden.
Mai 2014 GRS/PEU

 

 

 

Ehemalige Schülerin gibt praktische Tipps

Die Schüler im 3. Ausbildungsjahr haben zur Prüfungsvorbereitung verschiedene Anrichteweise eines 3-Gang- Menüs geübt. Angeleitet wurden sie in dem ganztägigen Workshop von der Köchin Julia Wannenmacher. Sie war von 2006-2009 Schülerin der BBS Betzdorf-Kirchen und ist nun Studentin der Oecotrophologie  an der Fachhochschule in Mönchengladbach. Während ihrer Ausbildung und darüber hinaus sammelte sie Wettbewerbserfahrung in ihrem Beruf. Julia Wannenmacher arbeitete u.a. im „Restaurant Wielandshöhe“ in Stuttgart, das mit 1 Michelin Stern ausgezeichnet ist.
Auf den Fotos sind die Vorspeisen zu sehen:
Möhren-Ingwer Suppe mit Kokosschaum und gebratenen Tiger prawns

Weibliche Verstärkung für die Schulleitung der BBS Betzdorf-Kirchen

Ulrike Peters ist das neue Mitglied der Schulleitung. Am 02.04.2014 wurde sie von Herrn Dietmar Hilb von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Koblenz kommissarisch berufen. Mit Ulrike Peters kommt erstmals ein weibliches Mitglied in die Schulleitung der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen.

Der Bereich der Nahrung lag und liegt ihr schon immer am Herzen. So absolvierte sie nach ihrem Abitur eine Ausbildung zur Köchin in einem renommierten Hotel in Köln. Sie nahm in dieser Zeit an zahlreichen Azubi-Wettbewerben teil und erreichte dabei u.a. den Titel der Stadtmeisterin von Köln. Während der Lehrzeit fasste sie den Entschluss Fachtheorie und –praxis im Bereich Nahrung unterrichten zu wollen. Sie studierte im Anschluss an ihre Ausbildung Lehramt für die Berufsschule in Bonn und machte anschließend ihr Referendariat in Düsseldorf. Seit 2000 unterrichtet Ulrike Peters an der BBS Betzdorf Kirchen im Bereich Nahrung.

Schülerinnen und Schüler, die ihren Unterricht erleben, beschreiben sie als eine Lehrerin, die sie immer in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung unterstützt und die Freude daran hat, Lerninhalte den Auszubildenden näher zu bringen. Aufgrund der positiven Erfahrung in der eigenen Lehrzeit trainiert sie ihre Auszubildenden im Kochhandwerk für die Teilnahme an Wettbewerben. In diesem Zusammenhang baute Ulrike Peters über den Verband der Köche Deutschlands ein Netzwerk auf, das Wettbewerbe für Auszubildende ausrichtet. Zugleich ist sie Mitglied der Jury der Jugendmeisterschaften der gastgewerblichen Ausbildungsberufe in Rheinland-Pfalz.

Mit ihrer neuen Aufgabe als Studiendirektorin und Mitglied der Schulleitung kommen weitere Herausforderungen auf Ulrike Peters zu. Sie ist die neue Abteilungsleiterin eines  Bereiches, der Textil, Nahrung, Einzelhandel und den Bildungsgang Berufsfachschule vereint. Ulrike Peters hat klare Ziele vor Augen, die sie im Rahmen ihrer neuen Tätigkeit verwirklichen will. Bei Problemen will sie als Ansprechpartnerin vermitteln und auch die pädagogische Arbeit an der BBS weiterentwickeln.

April 2014 GRS

 

 

70 Mädchen schnupperten beim „Girls’ Day“ in „Männerberufe“

CNC-Maschine unter die Lupe genommen

Statt Auszubildende im Metallhandwerk schauten gestern junge Mädchen aus den achten Klassen aufs Schaltpult der CNC-Maschine von Fachlehrer Timo Heine: An der BBS Betzdorf-Kirchen zeigte er beim Girls' Day, wie man ein Werkstück am Computer plant und an der CNC-Maschine fertigt. Der Aktionstag möchte Mädchen die guten Berufsperspektiven vorwiegend im naturwissenschaftlich-technischen Bereich aufzeigen. Mädchen der Klassen 8 und 9 konnten unter fachlicher Anleitung an der BBS Betzdorf-Kirchen in die Welt vieler Berufe hineinschnuppern.

Die meisten Anmeldungen der „Girls“ konzentrierten sich auf die Bereiche Gastronomie (Beruf Koch), Farbe und Gestaltung (Maler und Lackierer) und Apps programmieren (Informatiker), sagte die Gleichstellungsbeauftragte der Schule, Marion Pfeiffer, im RZ-Gespräch. Andere Berufsfelder wie Anlagenmechanikerin, Sanitär- oder Industriemechanikerin seien dagegen kaum gefragt gewesen.

Schulleiter Michael Schimmel begrüßte die Mädchen im Foyer der Schule, die dann nach ihren Interessen in Fachgruppen aufgeteilt wurden. „In Zusammenarbeit mit den Jobfüxinnen der Realschulen des Kreises Altenkirchen, Katharina Aulmann, Anja Ruthemeyer und Nadine Manz von der Neuen Arbeit (MINT-Projekt), haben wir ein zielgerichtetes Angebot erstellt, das allen Mädchen die Möglichkeit gibt, theoretische, vor allem aber praktische Inhalte verschiedener Berufe zu zeigen“, so Pfeiffer. Beim zweiten Girls' Day an der BBS gehe es darum, sich im geschützten Rahmen mit Spaß auszuprobieren. Noch mehr als 2013 stand deshalb die Praxis im Vordergrund.

Nach der Begrüßung ging es gleich los. Unter Anleitung erfahrener Berufsschullehrer wurde geschraubt, gefeilt und gelötet. So zeigte Lehrer Heine, wie man ein Werkstücke für eine CNC-Maschine programmiert. Claudia Böhm führte neun Mädchen anschaulich vor, wie aus verschiedenen Farben neue Farbtöne entstehen. Dabei diente ein Farbkreis als Orientierungshilfe.

Weitere Berufsbereiche, die nach Interesse gewählt werden konnten, waren unter anderem Holz schleifen und sägen (Beruf Schreinerin), Leitungen zusammenstellen und erproben (Beruf Elektrikerin) oder Fehlerdiagnose beim Auto stellen (Kfz-Mechatronikerin).

Die Anmeldung für den Aktionstag erfolgte in diesem Jahr über die Realschulen und die Integrierten Gesamtschulen des Kreises, die alle von Schulleiter Michael Schimmel informiert worden waren. Für die Verpflegung aller Mädchen war übrigens bestens gesorgt. Dafür wurde eigens ein „Girls' Café“ eröffnet. Das betreuten in gelben T-Shirts Bäcker und Restaurantfachleute der Schule unter der Leitung von Astrid Fischer.

Die Zahl der Anmeldungen zeige, dass Interesse da ist. Initiatorin Marion Pfeifer ist mit der Resonanz auf den zweiten Mädchenaktionstag in der BBS Betzdorf-Kirchen sehr zufrieden.

RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Freitag, 28. März 2014, Seite 23

 

 

 

Zweiter Girls Day an der BBS Betzdorf-Kirchen

Im Bild von links: Alissa Schmitz und Mejra Avdic im Mechatroniklabor der BBS Betzdorf-Kirchen

Viele Mädchen stellen sich am Ende ihrer Schulzeit die schwierige Frage nach der richtigen Berufswahl. Selten jedoch berücksichtigen sie bei dieser Entscheidung die ausgesprochen attraktiven beruflichen Perspektiven für Mädchen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Um diesbezüglich fachlich qualifizierte Orientierungshilfen zu geben, bieten Lehrerinnen und Lehrer der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen am 27. März 2014, dem bundesweiten Girls´Day, einen Einblick in die spannende Welt technischer Berufe.

„In Zusammenarbeit mit den Jobfüxinnen der Realschulen des Kreises Altenkirchen (Frau Aulmann, Frau Ruthemeyer) und Frau Manz von der „Neuen Arbeit“ haben wir ein spezielles und zielgerichtetes Angebot erstellt, das 100 Mädchen die Möglichkeit gibt, theoretische, aber vor allem praktische Kerninhalte verschiedener Berufe kennen zu lernen“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Schule, Marion Pfeiffer. Unter Anleitung und begleitet von Fachlehrerinnen und Fachlehrern werden Mädchen der Klassen 8 und 9 feilen, schrauben, löten, Maschinen programmieren, Schaltpläne erstellen, spachteln und malern und vieles mehr, ganz nach Interessenlage.

Die Anmeldung für den Aktionstag erfolgt in diesem Jahr über die Realschulen und die Integrierten Gesamtschulen des Kreises, die alle von Schulleiter Michael Schimmel informiert wurden. Er erklärt: „Wir freuen uns auf viele junge Menschen. Ich denke, wir haben für sie  ein breites und interessantes Angebot!“

Selbstverständlich ist auch für die Verpflegung der Mädchen durch ein eigens eingerichtetes Girls´Café gesorgt.

 

 

 

Lukas Hüsch: Mit Doradenfilet an die Spitze gekocht

Bei der Siegerehrung: In der Mitte der beste Koch: Lukas Hüsch

Meisterschaft: Auszubildender aus Weyerbuscher Hotel / BBS Betzdorf-Kirchen gewinnt

Dieser junge Mann versteht es, den Kochlöffel zu schwingen: Lukas Hüsch vom Hotel Sonnenhof in Weyerbusch ist bei den Regionalmeisterschaften des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) am Sonntagabend als bester Koch in Betzdorf ausgezeichnet worden. Der Auszubildende im dritten Lehrjahr hat sich mit diesem Erfolg für die Landesmeisterschaften des Dehoga Rheinland-Pfalz am 27. Mai im Favorite-Parkhotel in Mainz qualifiziert.

Die RZ bekam das Kochtalent gestern an seinem freien Tag ans Telefon. Der 18-jährige Altenkirchener kann den Erfolg noch gar nicht glauben: „Ich bin überwältigt und muss das erst sacken lassen.“ In den Wettbewerb, der im Hotel Breidenbacher Hof in Betzdorf ausgetragen wurde, ist er ohne große Erwartungen gegangen, wie der junge Mann erzählt: „Ich wollte wissen, wo ich stehe und auf einem höheren Level kochen.“ Sein Erfolgsrezept lautete: „Ich gehe dahin, gebe mein Bestes und schaue, was dabei herauskommt. Einen Sieg habe ich gar nicht erwartet.“ Lukas wäre auch schon mit Bronze, also einem dritten Rang, zufrieden gewesen: „Als ich hörte, dass ich den ersten Platz gemacht habe, konnte ich es gar nicht fassen.“ Nach der Lehre möchte der 18-Jährige noch ein Jahr in der Heimat bleiben und dann in die weite Welt ziehen, „um Erfahrungen zu sammeln“.

Neben den Köchen wurden bei den Regionalmeisterschaften des Dehoga in Betzdorf auch die besten Auszubildenden in den Berufen Hotelfachmann/-frau und Restaurantfachmann/-frau ermittelt. Im Hotelfach belegte Jenny Schulze den ersten Platz. Im Restaurantfach kam Janine Zimmermann auf Rang eins. Die beiden jungen Frauen gehen beide im Steigenberger Hotel in Bad Neuenahr-Ahrweiler in die Lehre. Auch sie haben sich für die Landesmeisterschaften qualifiziert.

Madline-Maria Harms (Hotelpark Der Westerwaldtreff, Oberlahr) belegte im Wettbewerb der Hotelfachleute den dritten Rang. Aus dem Kreis Altenkirchen und dem Siegerland hatten sich auch noch folgende Auszubildende für die Dehoga-Regionalmeisterschaften qualifiziert: Hotelfachfrau Lara Buchen und Koch Christian Weiß,(beide Hotel Zum weißen Stein, Kirchen), Hotelfachfrau Janina Wlotzka und Köchin Bianca Schneider (beide Hotel Breidenbacher Hof, Betzdorf), Marina Klein (Restaurantfachfrau, Bäckerei Köhler, Kirchen), Jannik Oßa (Koch, Hüttenhaus Herdorf) sowie Juliane Kovacski (Hotelfachfrau, Hotel Hellertal, Neunkirchen). Insgesamt gingen sechs Köche, sechs Hotelfachleute und sechs Restaurantfachleute an den Start. Sie kommen alle von den Berufsbildenden Schulen in Betzdorf, Bad Neuenahr und Linz. Regionalmeisterschaften finden neben Betzdorf auch in Trier, Mainz, Bad Sobernheim, Kaiserslautern, Manderscheid und Koblenz statt. Neben theoretischem Wissen wird auch das praktische Können auf die Probe gestellt. Die Azubis aus dem Hotelfach erhalten praxisnahe Aufgaben mit dem Schwerpunkt Marketing. „Wir versuchen hier, immer aktuell zu sein“, erläutert Dirk Melsheimer, Jugendbeauftragter des Dehoga Rheinland-Pfalz. In diesem Jahr mussten die Teilnehmer die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien verkaufsfördernd in den Ausbildungsbetrieb integrieren. „Die Ideen reichten von einem Public Viewing bis hin zu einem VIP-Menü mit einem prominenten Fußballer.“ Die angehenden Köche mussten ein dreigängiges Menü zaubern – in sechs Stunden. „Eine angemessene Zeit“, so Lukas. Der Altenkirchener punktete bei der Jury unter anderem mit gebratenem Doradenfilet mit Salbei im Speckmantel als Vorspeise, gebratener Maishähnchenbrust, gefüllt mit Spinat-Champignon-Farce sowie als Nachtisch, Cranberrymuffin mit weißem Schokoladenmousse und Cranberrykompott.

Quelle: Claudia Geimer für die RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Dienstag, 18. Februar 2014, Seite 17

 

 

Präsentation Fachschule für Technik 2014

Ein gutes Zeichen für die Region gesetzt

18 Schüler der Fachschule für Technik der BBS Betzdorf-Kirchen stellten ihre Projekte vor

Kirchen. 18 Schüler der Fachschule Technik FSTM 10 an der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen stellten jetzt ihre Abschlussprojekte vor, die in Zusammenarbeit mit Unternehmen und Betrieben aus der Region entstanden waren. „Das hier ausgestellte technische Know-How, macht uns stolz“, sagte Schulleiter der BBS Betzdorf-Kirchen, Michael Schimmel. Die Fachschule, die mit dem Abschluss des staatlich geprüften Technikers, Fachrichtung Maschinentechnik, Schwerpunkt Maschinenbau, abschließt, wird rege frequentiert. „Die Anzahl der Schüler ist auf jeden Fall da; das zeigt, wie viel Interesse vorhanden ist.

Der Abschluss liefert einen Beitrag zu qualifizierten Arbeitern in und für die Region“, so Schimmel. Er nannte die Projektvorstellung eine „Leistungsschau mit Messecharakter.“ Die Projekte zeigen Innovationskraft, Kreativität und interessante Möglichkeiten für Unternehmen und Betriebe.

Landrat Michael Lieber sieht Bildung und Ausbildung als entscheidende Standortfaktoren: „Die Technikerklasse der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen setzt mit ihrem hervorragenden Ausbildungsstand ein gutes Zeichen für die Region.“

Harald Alzer, Leiter der Fachschule Technik, verglich die vierjährige Ausbildung mit einer Bergsteigung: „Das Ziel ist ähnlich; es ist eine gewaltige Herausforderung, und die Schüler sind manches Mal an ihre Grenzen gestoßen. Aber sie sind aber auch darüber hinaus gewachsen.“ Mit wie viel Detailliebe und Kreativität die Schüler an ihr Projekt herangingen, zeigen zum Beispiel Patrick Pfeiffer (24, Weitefeld), Jeannette Kemper (25, Betzdorf) und Christian Seiler (25, Neunkhausen), die zusammen mit ihrem Kooperationspartner WEW Westerwälder Eisenwerke, Weitefeld eine Bodenmessplatte eines Tankcontainers neu konstruierten. Der Boden des Tankcontainers muss exakt vermessen werden und bisher dauerte dieser Vorgang anderthalb Stunden und benötigte drei Arbeiter. Pfeiffer, Kemper und Seiler kamen auf die Idee, den Mess- und Markiervorgang auf eine Umdrehung zu kürzen. Das spare Zeit und optimiere den Arbeitsprozess. Pfeiffer arbeitet bei WEW, Kemper bei Thomas Magnete in Herdorf und Seiler bei Tube-Tec in Nistertal. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Projekt zu entwerfen“, erklärte Pfeiffer. Stefan Gillung, Sergej Stobbe und Christian Strauch erklärten in einer Präsentation die universelle Spannvorrichtung für Kleinserien.

Jetzt steht für die 17 Schüler und eine Schülerin die Abschlussprüfung im Mai auf dem Programm. „Sie sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Ingenieuren und der praktischen Umsetzung“, bemerkte Dr. Ing. Ralf Polzin des Technologie-Instituts für Metall und Engineering in Wissen.

Die Projekt-Kooperationen

Ihre Projekte stellten vor: Patrick Pfeiffer, Jeannette Kemer, Christian Seiler (Kooperationspartner Westerwälder Eisenwerke, Weitefeld), Jerome Wengenroth, Daniel Stahl (Partner Firma Schütz, Selters), Kevin Heinz, Ronny Gutmann (Partner Muhr und Bender, Daaden), Stefan Gillung, Sergej Stobbe, Christian Strauch (Kooperationspartner WPS Zerspanungstechnik Wiehl), Florian Seifer, Wladimir Fischer, Maik Schnell (Kooperationspartner Schaeffler Friction Products Hamm), Oliver Hof, Lars Schmitt (Kooperationspartner Bender Automobile Siegen) und Immanuel Ulm, Michael Buchner, Philip Solbach (Kooperationspartner Firma Vecoplan Bad Marienberg).

Sabrina Fuchs, RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Donnerstag, 13. Februar 2014, Seite 22

 

 

 

BBS will Windkraft auf dem Molzberg nutzen

Schüler der BBS Betzdorf-Kirchen mit einigen Modellteilen zum Bau der Windkraftanlage erst einmal in einem kleineren Maßstab. Aufmerksame Zuhörer waren auch Landrat Michael Lieber und Schulleiter Michael Schimmel. Foto: Andreas Neuser

Projekt der Berufsbildenden Schule nimmt Gestalt an

Ein Windrad kommt bestimmt

Projekt an der BBS geht in die entscheidende Phase / Eigene Konstruktion

Kirchen. Nach der Entscheidung des Bundesumweltministeriums zum Stegskopf und möglichen Kürzungen bei der Förderung ist derzeit fraglicher denn je, ob sich im Kreis Altenkirchen in naher Zukunft neue Windräder drehen werden. Das gilt für den Giebelwald, das gilt für den Höhwald – das gilt aber nicht für den Molzberg. In wenigen Monaten wird dort eine Windkraftanlage Strom erzeugen. Und trotzdem wird der Proteststurm diverser Bürgerinitiativen ausbleiben, handelt es sich hier doch um ein viel beachtetes Projekt der Berufsbildenden Schule Betzdorf/Kirchen: Das Modell wird klein, aber fein. Wie berichtet, tüfteln dort seit geraumer Zeit Schüler an einer eigenen Anlage.

Inzwischen wurde ein wichtiges Etappenziel erreicht: „Wir können jetzt eine Konstruktion vorstellen, die realisierbar ist“, sagte gestern ein durchaus stolzer Schulleiter Michael Schimmel. Nachdem ein kleiner Prototyp entwickelt wurde, kann es jetzt an den Bau der eigentlichen Windkraftanlage gehen. Mit dabei waren gestern Landrat Michael Lieber, die Beigeordneten Rainer Kipping (Kirchen) und Bernd Rödder (Betzdorf), Nadja Lätsch (MINT) und Dr. Ralf Polzin vom TIME-Institut in Wissen, das neben der Universität Siegen zu den Projektpartnern zählt.

Die Leistungsfähigkeit der Kleinanlage werde bei rund 1,2 kW liegen, berichtete Schimmel. Das würde ausreichen, um ein E-Auto mit Strom zu betanken. Insgesamt wird die Anlage rund 5 Meter hoch sein, wobei man sich kein klassisches Windrad mit den gewohnten Rotoren vorstellen darf. Es wird ein vertikales Modell mit sogenannten Lance-Rotoren sein, die – etwa 2,60 Meter hoch – wie ein Korb funktionieren und den Wind „einfangen“. Projektleiter Burkhard Hensel erläuterte, dass es für die klassischen Rotoren keinerlei Konstruktionspläne gebe, das Ziel sei aber, möglichst viel selbst zu bauen. Das ist auch das Novum: Laut Hensel haben schon andere Schulen vor der BBS Betzdorf/Kirchen kleine Windräder gebaut, aber stets nach genauer Vorlage. Auf dem Molzberg aber habe man es mit einer eigenen Entwicklung zu tun.

Schimmel erinnerte noch einmal daran, worum es bei dem Projekt eigentlich geht, denn die Energieerzeugung ist schließlich nur ein netter Nebeneffekt. „Wir wollen Synergien im eigenen Haus bilden und unterschiedliche Kompetenzen verknüpfen“, sagte der Schulleiter mit Verweis darauf, dass hier Schüler des Beruflichen Gymnasiums mit denen der Fachschule Technik Hand in Hand arbeiten. Zweiter wichtiger Aspekt ist die Verzahnung von Theorie und Praxis, so bieten die Konstruktion und der Bau der Anlage den Jugendlichen die optimale Möglichkeit, ihre eigenen Fähigkeiten zu entdecken, betonte Dr. Polzin.

Entstanden war die Idee vor einigen Jahren beim „Antrittsbesuch“ von Schimmel bei Maschinenbau-Professor Dr. Bernd Engel an der Uni Siegen, Der, selbst aus der Automobil-Zuliefererbranche kommend, hatte damals den gemeinsamen Bau eines E-Mobils angeregt – was für einen leichten Schrecken beim Schulleiter gesorgt hatte. So entschied man sich dafür, sich zunächst einmal den Themen Energiegewinnung und -speicherung zu widmen. Da lag es nahe, mit einem eigenen Windrad Energie zu erzeugen. „Das ist kein politisches Projekt“, stellte Schimmel angesichts der gesellschaftlichen Pro-und-Contra-Diskussion klar. „Wir wollen technisches Verständnis anschaulich und nachvollziehbar vermitteln.“

In kleinen Präsentationen erklärten die Schüler der Fachschule und des Gymnasiums ihren Gästen den derzeitigen Stand der Dinge und warum welche Entscheidungen getroffen wurden, z. B. bei der Materialauswahl. Die gewonnene Energie wird in einem Bleiakku gespeichert (die Lithium-Ionen-Variante ist schlicht zu teuer) und zudem wird die Anlage mit einem Solar-Panel ausgestattet. Der genaue Standort steht noch nicht fest, optimal wäre sicherlich das Dach der Schule, aber Schimmel möchte das Windrad gerne weiterhin als Anschauungsobjekt im Unterricht nutzen: „Es geht ja auch nicht um den letzten Peak.“

Nicht unbedingt muss der Strom künftig für das Aufladen von E-Mobilen oder auch E-Bikes verwendet werden. Eine „Vision“ von Schimmel ist nach wie vor, eine Art Tankstelle für Smartphones einzurichten – denn von diesen habe er an seiner Schule „gefühlt 2500“.

Wenn die Anlage steht, werden sich die Schüler einer neuen Herausforderung widmen: der Speicherung der Energie. Und damit werden sie nach Einschätzung von Burkhard Hensel noch in den nächsten Jahren beschäftigt sein.

aus Siegener Zeitung (thor) vom 04. Februar 2014, AK-Seite 9

--> zum ganzseitigen Sonderbericht in der Rheinzeitung am Samstag, 29. März 2014, Seite 24

 

 

 

 

IHK Zeugnisübergabe Januar 2014

Das Fundament für den beruflichen Erfolg gelegt

Zeugnisübergabe IHK sowie die beiden BBS Betzdorf-Kirchen und Wissen verabschieden Auszubildende

Kirchen. Das Fundament für den beruflichen Lebensweg haben sie nun gelegt: 145 junge Frauen und Männer aus dem gesamten Kreisgebiet erhielten am Freitag in einer Feierstunde an der BBS Betzdorf-Kirchen ihre Berufsschul- und IHK-Zeugnisse. Die Berufsneulinge absolvierten erfolgreich ihre Prüfung in neun gewerblich-technischen Ausbildungsberufen und in zehn kaufmännischen Ausbildungsberufen.

Schulleiter Michael Schimmel begrüßte Absolventen, Lehrer und Vertreter der Ausbildungsbetriebe im Foyer der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen auf dem Molzberg. „Sie haben mit der Abschlussprüfung ein Fundament für das gesamte Berufsleben gelegt“, gratulierte der Oberstudiendirektor den Absolventen.

Er unterstrich unter anderem den Vorteil der praxisnahen Ausbildung im dualen Ausbildungssystem. Oliver Rohrbach, Regionalgeschäftsführer der IHK-Geschäftsstelle Altenkirchen, lobte die Berufsneulinge: „Sie haben es geschafft, ein großes persönliches Ziel zu erreichen“. Rohrbach bedankte sich bei den Berufsbildenden Schulen Betzdorf-Kirchen und Wissen sowie den Unternehmen, bei denen Teile der Abschlussprüfung durchgeführt werden konnten. Er hob dabei die Prüfer hervor. „Allein in der Winterprüfung sind im Kreis Altenkirchen über 80 Personen ehrenamtlich als Prüfer, zum Teil über mehrere Tage im Einsatz gewesen“, verdeutlichte Rohrbach.

„Machen Sie das, was sie machen, mit dem Herzen“, gab Reinhold Krämer, Schulleiter der Berufsbildenden Schule Wissen, den Absolventen mit auf den Weg. Und er empfahl, sich stets um Weiterbildung zu kümmern. Für die technischen Zeichner war es quasi die letzte Abschlussprüfung unter dieser Bezeichnung, sagte IHK-Mitarbeiterin Silke Baudendistel bei der Überreichung der Zeugnisse. Die technischen Zeichner heißen zukünftig „technische Systemplaner“ und „Produktdesigner“.

Im Anschluss an die Zeugnisübergabe gab es einen Stehem-pfang. Die Feierstunde wurde musikalisch von der Schulband der BBS Betzdorf-Kirchen „Paedpur“ begleitet.
Markus Döring, RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Samstag, 1. Februar 2014, Seite 20

 

 

 

Deutschlands bester Teilezurichter

Betzdorf / Kirchen. Unser Berufsschüler Waldemar Peil, Auszubildender der Firma Rexnord, stellt im Ausbildungsberuf Teilezurichter in diesem Jahr bundesweit den besten Auszubildenden. Um das zu werden, bedarf es großer Anstrengungen. Waldemar Peil (21) aus Siegen hat es geschafft. In Theorie und Praxis gab es jeweils ein „sehr gut“ auf dem Zeugnis. Bundesweit glänzten mit solchen Noten unter 812 Teilezurichtern insgesamt zehn junge Menschen. Aber bei den Noten gibt es noch Punktzahlen. Ab 92 Punkten gibt es ein „sehr gut“. Peil hatte aber mit 94 Punkten bundesweit schließlich das beste Ergebnis,was nicht zuletzt auch auf die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der Berufsbildenden Schule und dem Ausbildungsbetrieb zurückzuführen ist.
(Foto, Text auszugsweise: Andreas Neuser, Rheinzeitung v. 13.12.2013)

Personelles - Herr Peter, Frau Imhäuser

Im Rahmen einer Dienstbesprechung wurde das langjährige Schulleitungsmitglied Michael Peter (links) zum zweiten stellvertretenden Schulleiter der BBS Betzdorf-Kirchen ernannt.

Frau Michaela Imhäuser (Mitte)  verstärkt seit dem 1. Dezember 2013 unser Team in der Schulverwaltung.

Die Ernennungen wurden vom stellvertretenden Schulleiter, Jürgen Strüder (rechts), vorgenommen.

Infoabend am Montag, 16.12.2013

Mit dem beruflichen Gymnasium Umwelttechnik oder Metalltechnik interessante und vielfältige berufliche Perspektiven eröffnen

Kaum ein Wirtschaftszweig in der Bundesrepublik Deutschland wächst so dynamisch und bietet so vielfältige berufliche Möglichkeiten wie die Umwelttechnik oder die Metalltechnik. Diese beiden Branchen bieten ein breit gefächertes Angebot an hoch qualifizierten und interessanten Arbeitsplätzen. Während die Zahl der Ingenieure allein im Bereich Maschinenbau inzwischen ein neues Rekordhoch von 860000 Erwerbstätigen erreicht hat (Tendenz steigend), rechnet man im Bereich der Umwelttechnik bis zum Jahr 2025 mit bis zu einer Million Beschäftigten.

Das berufliche Gymnasium Technik bietet Jugendlichen mit qualifiziertem Sekundarabschluss I (mittlerer Reife) die Möglichkeit, sich bereits während der gymnasialen Oberstufe mit Themen aus den Bereichen Umwelt- und Metalltechnik zu beschäftigen. Auf diese Weise wird eine solide Basis für ein späteres ingenieur- oder naturwissenschaftliches Studium an einer Universität gelegt. Aber auch denjenigen, die sich für ein Studium in einer anderen Fachrichtung oder für eine Ausbildung interessieren, bietet die vermittelte allgemeine Hochschulreife eine gute Ausgangslage.

Allen Interessierten bietet die Berufsbildende Schule Betzdorf-Kirchen am Montag, 16.12.2013 um 18.00 Uhr an der BBS Betzdorf-Kirchen, Auf dem Molzberg 14, 57548 Kirchen eine Informationsveranstaltung zu Inhalten und Arbeitsweisen des beruflichen Gymnasiums Technik an.

 

 

STJ am 05.12.2013

 

Studiendirektor Georg Koch wird nach 32 Jahren an unserer Schule in den Ruhestand verabschiedet

Am 24.07.2014 wurde Georg Koch feierlich in den Ruhestand entlassen. Seit 1982 war er an der BBS Betzdorf-Kirchen tätig und seit 2007 Mitglied der Schulleitung. Georg Koch hat sich in besonderer Weise für unsere Schule engagiert. Dabei lag ihm der IT-Sektor besonders am Herzen. Unter seiner Federführung wurde die BBS u.a. „MOODLE-Schule“ und „CISCO-Network-Academy“. Neben diesen Schwerpunkten im IT-Bereich liegt seine zweite Leidenschaft in der Musik. So war und bleibt er einer der führenden Köpfe unserer Kollegium-Musikgruppe PAEDPUR. Auf der Verabschiedungsfeier ließ Schulleiter Michael Schimmel die einzelnen Lebensstationen Georg Kochs Revue passieren und dankte ihm für seine besondere Leistung und seinen jahrelangen Einsatz für diese Schule. Gemeinsam mit dem Schulleiter wünscht auch das Kollegium Georg Koch alles nur erdenklich Gute für die Zukunft.

Klaus Rathke geht in den Ruhestand - Jürgen Strüder neuer ständiger Vertreter des Schulleiters

Der Stabwechsel von Rathke zu Strüder erfolgte zum 1.8.2013. Studiendirektor Klaus Rathke (im Bild links), langjähriger ständiger Vertreter des Schulleiters, trat am 1. August 2013 in den wohlverdienten Ruhestand. Seinem Kollegen, Studiendirektor Jürgen Strüder (rechts im Bild) wurde diese Funktionsstelle an unserer Schule zum gleichen Zeitpunkt übertragen.

Berufsoberschüler bestehen erfolgreich Abitur

Betzdorf-Kirchen / Wissen.
Die Berufsbildenden Schulen Wissen und Betzdorf-Kirchen haben zum Ende des Schuljahres 2012/13 die Absolventen der Berufsoberschule I, II und der Dualen Berufsoberschule entlassen. In einer gemeinsamen Feierstunde im Foyer der BBS Wissen, die von der Lehrer/Schüler-Band PaedPur beider Schulen musikalisch umrahmt wurde, erhielten 51 junge Frauen und Männer ihre Zeugnisse der Allgemeinen beziehungsweise der Fachhochschulreife überreicht. Die jungen Frauen und Männer zählen nun zu den 280 Studienberechtigten des abgelaufenen Schuljahres an beiden berufsbildenden Schulen. In seiner Abiturrede hob Oberstudiendirektor Michael Schimmel (BBS Betzdorf-Kirchen) hervor, dass das abgelaufene Schuljahr ein gutes Investment in die berufliche Zukunft der jungen Absolventen gewesen sei. Angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland stünden den Abiturienten der Berufsoberschulen viele Möglichkeiten offen, sie befänden sich, so Schimmel, in einer sehr komfortablen Situation: „Alles kann, aber nichts muss.“ Seitens der Abiturienten der Berufsoberschule II gaben Sarah Weib-Höfer und Wilhelm Gros einen ebenso humorvollen wie kurzweiligen Rückblick auf das zurückliegende Schuljahr. Ihr ganz besonderer Dank galt den Lehrkräften für ihre Begleitung und Unterstützung auf dem Weg zum schulischen Erfolg. Sichtlich gerührt und stolz auf diesen Erfolg ihrer Schüler, überreichten die Klassenleiter die Abschlusszeugnisse an die Absolventen der Berufsoberschule I, II und der Dualen Berufsoberschule. Wilhelm Gros wurde für seine vorbildliche Sozialkompetenz und beispielhaften Einsatz in der Schule mit einem Buchpreis des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums ausgezeichnet. Außerdem erhielten Simon Schneider, Sarah Weib-Höfer, Benjamin Henrich und Jaqueline Hans für ihren hervorragenden Notendurchschnitt einen Buchgutschein des jeweiligen schulischen Fördervereins. Berufsoberschule I Technik – Fachhochschulreife: Niclas Barthel (Betzdorf), Silas Becker (Altenkirchen), Leon Bresnik (Hattert), Manuel Dening (Helmenzen), Jarno-Maximilian Feckler (Friedewald), Nils Nicolai Gilg (Friedewald), Yusuf Güles (Herdorf), Benjamin Henrich (Daaden), Marc Idelberger (Racksen), Paul Leicher (Astert), Kevin Krämer (Gieleroth), Pascal Mast (Bruchertseifen), David Metz (Daaden), Kolja Müller-Delin (Kundert), Christian Schumacher (Helmenzen), Joshua Weller (Daaden), Björn Wiedemann (Alsdorf), Sven Wiedemann (Alsdorf). Berufsoberschule I Wirtschaft und Verwaltung – Fachhochschulreife: Artur Gruschewski (Gehlert), Samuel Kuhn (Norken), Thanesh Pathmanathan (Hahn), Lars Schumacher (Waldbröl), Adrian Schumann (Norken), Anton Schroeder (Hachenburg). Duale Berufsoberschule – Fachhochschulreife: Jan Michael Bördgen (Birnbach), Markus Buchner (Niederdreisbach), Alexander Eickhoff (Herdorf), Steffen Eckhardt (Neunkirchen), Fynn Gotthardt (Herdorf), Jan-David Held (Friedewald), Marcel Kienle (Stein-Wingert), Samuel Müller-Späth (Siegen), Patricia Schuchmann (Bad Marienberg). Berufsoberschule II Technik – Allgemeine Hochschulreife: Wilhelm Johannes Gros (Rennerod). aus RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Montag, 8. Juli 2013, Seite 20 Erfolg an der BBS Betzdorf-Kirchen Zeugnisse für Informatiker, Damenschneider, Hauswirtschafter und Techniker überreicht Betzdorf-Kirchen. Zahlreiche Abschlüsse erlangten Schüler an der BBS Betzdorf-Kirchen. Jetzt erhielten sie die Zeugnisse: Höhere Berufsfachschule Informatik: Die Abschlusszeugnisse der Höheren Berufsfachschule für Informatik wurden an der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen (BBS) Betzdorf-Kirchen von Schulleiter Michael Schimmel überreicht. Die erfolgreichen Schüler wurden zum „Staatlich geprüften Assistenten für Informatik mit Fachrichtung IT-Systeme“ ausgebildet und haben im Rahmen einer zusätzlichen Ergänzungsprüfung die Fachhochschulreife erlangt: Florian Monius (Betzdorf), Gerrit Schöler (Derschen), Marcel Köhler (Friedewald), Benedikt Weidenbruch (Gebhardshain), Michael Murgot (Hamm), Tim Heuer, Tobias Krakor, Jan Leicher, Sven Straub (alle Kirchen), Sebastian Braß (Mudersbach), Michel Heinemann (Obererbach), Daniel Umstädter (Oberirsen), Manuel Wall (Roth), Bastian Stephan Albrecht (Scheuerfeld), José Pascal Fernandez Gomez (Steineroth). Berufsfachschule Maßschneider: Ihre Abschlusszeugnisse der Berufsfachschule für Maßschneider bekamen ferner nach einer dreijährigen Berufsfachschulausbildung überreicht. Folgende Schülerinnen haben vor dem Prüfungsausschuss der Schneiderinnung ihre Prüfung abgelegt und konnten ihren Gesellenbrief entgegennehmen: Josefine Tun (Altenkirchen), Andrea Schneider, Ronja Chantal Maria Schmidt (beide Betzdorf), Leona Yvette Stein (Freudenberg), Deborah Schneider (Herdorf), Sarah Grendel, Lisa-Marie Buchholz (beide Kirchen), Angelika Epp (Nauroth), Laura Spieß (Waldbröl), Jana Mareike Pöstges (Wenden). Berufsfachschule Hauswirtschaft und Sozialwesen: Nach dem Besuch der Berufsfachschule II erlangten beim Schwerpunkt Hauswirtschaft und Sozialwesen den qualifizierten Sekundarabschluss I: Nigar Aydin, Anja Bächler, Kristina Bösherz, Jasmina Speicher (alle Betzdorf), Aylin Dogru (Daaden), Jule Josefine Runkel, Lorena Zavalis (beide Derschen), Isabell Marczak (Emmerzhausen), Hüseyin Kalayci, Paula Roth (beide Friedewald), Lisa Denise Dörner, Jannica Mulas, Theepika Sivanantharajah (alle Herdorf), Tanja Drews, Andrea Haupt, Anna Katharina Schumacher (alle Malberg), Alice Maag (Nauroth), Clarissa Schönborn (Niederfischbach), Ceydan Ecem Icli (Scheuerfeld), Sara Kerschbaum (Wallmenroth). Beim Schwerpunkt Technik machten ihren Abschluss: Levent Haciamet, Robin Horn (Betzdorf), Jan-Niclas Weller (Fluterschen), Muhammed Filiz (Gebhardshain), Leonid Pluskow (Hamm), Michel René Illian (Herdorf), Kevin Antonow (Ingelbach), Welat Yalak (Nauroth), Fabian Andreas Schäfer (Niederfischbach), Robin Reiter, Jördis Karoline Scharfenberg (beide Pracht), Sergej Ilin (Roth), Umut Bahadir (Wissen). Staatlich geprüfte Techniker: Das Abschlusszeugnis zum „Staatlich geprüften Techniker“ überreichte Schulleiter Schimmel an Fabian Hammer, Daniel Schmidt (beide Betzdorf), Christian Ersfeld (Birken-Honigsessen), Stefan Gauernack, Steven Jung (beide Daaden), Marc Wiederstein (Derschen), Markus Bläcker, Marcel Ludwig (Elkenroth), Marcus Osinski (Fensdorf), Christian Droste (Freudenberg), Tobias Bröhl (Gebhardshain), Kevin Dietz, Stefan Euteneuer (Herdorf), Maik Philipp, Frank Philipp (Höhn), Tobias Holschbach, Tim Kwiatkowski (Katzwinkel), Zaneta Lagiewka (Kettenhausen), Benjamin Löwen (Niederdreisbach), Anna-Lena Arndt, Christian Hornickel (Nisterberg), Christina Hubmayer (Olpe), Dirk Meier (Weitefeld), Boris Martin, Christian Rüth (Wissen). RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Mittwoch, 10. Juli 2013, Seite 26

Abi am Beruflichen Gymnasium Technik

24 Absolventen mit allgemeiner Hochschulreife
„Grand Technical Abilities – Abitur nach Maß“: Diesen Slogan hat der kleine noch ganz frische Abiturjahrgang des Beruflichen Gymnasiums Technik an der BBS Betzdorf-Kirchen für sich gewählt. Gestern verabschiedete man sich im Kreise der Lehrer, Eltern, Geschwister und Mitschüler im Rahmen einer Feierstunde von der Schule. 24 junge Damen und Herren müssen nun Entscheidungen treffen, wie es weitergehen soll, brachte es der Leiter des Gymnasiums, Jürgen Strüder, in seiner Rede auf den Punkt. Es gelte stets, Entscheidungen zu treffen, leichte, schwere, weitreichende und kurzfristige, im Sommer wie im Winter. Wie viel in drei Jahren passiert, das zeigte er anhand vieler Beispiele aus den Epochen der Weltgeschichte. Im Mittelalter habe sogar einmal eine Papstwahl so lange gedauert. Ob man nun ein Studium wähle oder eine Ausbildung. „Ihr fühlt euch mit Recht gut gerüstet“, gab der Studiendirektor den Schülern mit auf den Weg. Thorsten Schneider, der mit Burkhard Hensel zu den Stammkursleitern der Abiturientia 2013 zählt, skizzierte die erstaunliche Karriere des Schauspielers Bad Spencer, der noch als halbes Kind das Abi machte, der auch Musiker, Jurist und Pilot war und nebenbei Olympionike im Schwimmen. Der habe keine Herausforderung ausgelassen. Und so sei auch die Entscheidung, das Abitur zu machen, für manchen eine Herausforderung gewesen, sicherlich die größte Herausforderung der letzten Jahre, schätzte Schneider. Die Oberstufe sei auch Zeit des persönlichen Wachstums. „Ihr habt heute einen ganz anderen Horizont“, betonte er. 1. Kreisbeigeordneter Konrad Schwan überbrachte die Grüße des Landrats. Er lobte die Vielfalt der Bildungsangebote in Deutschland. Wegen dieses guten Systems sei das Land gut durch die Krise gekommen. Erschreckend hoch sei die Jugendarbeitslosigkeit in etlichen Ländern Europas; in Griechenland über 60 Prozent, in Italien und Spanien etwas darunter. „In vielen Ländern erleben wir, wie Menschen für Freiheit und damit auch für Bildung kämpfen.“ Er bat die Abiturienten, davon etwas der Allgemeinheit zurückzugeben, vielleicht indem man die heimische Wirtschaft im Landkreis unterstütze oder sich ehrenamtlich betätige. Schulleiter Michael Schimmel schließlich erörterte die Begriffe Bildung und Erziehung und ihre Bedeutung im 21. Jahrhundert. Was Bestand habe, das müsse stets aufs Neue diskutiert werden. Die eine Bildung gebe es nicht mehr, sondern viele Formen, zugeschnitten auf die unterschiedlichen Talente. Der technologische Wandel unserer Zeit sei ungeheuerlich. Soziale Netzwerke böten Chancen und Risiken zugleich: Sie könnten Revolutionen ermöglichen und dem Einzelnen, durch Mobbing etwa, schwer schaden. Die Gesellschaft unterhielt die Band „Paedpur“ mit einer interessanten und gut arrangierten Mischung aus Pop- und Rocksongs. Die Feier endete mit einem Sommerfest und einem in der Küche der BBS zubereiteten Festessen. Das Abitur haben folgende Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Technik bestanden: Katrin Steup, Alsdorf; Pascal Bischoff, Altenkirchen; Maike Jacobi, Altenkirchen; Lydia Jacqueline Aman, Jonas Hammer, Jan-Simon Schukowski, Dominik Wagner (alle Betzdorf); Steven Jonas Rausch, Daaden; Kaltrim Dukaj, Freudenberg; Arnold Schulz, Gebhardshain; Nils Stammel, Hamm; Jonas Aach, Herdorf; Fabian Bachmann, Sven Schneider, Serpil Usta (alle Kirchen); Alexander Tscherwin, Malberg; Timo Hahn, Marvin Pfeifer (beide Mudersbach); Lars Binscheck, Neunkirchen; Orhan Ekiz, Lukas Gerhardus (beide Niederfischbach); Davide Speranza, Siegen; Maximilian Carl Korb, Wahlrod, und Tobias Schmidt, Wissen. goeb   ■ SZ vom 29. Juni 2013

Vorstellung neuer Ausbildungsberuf „Fachkraft für Metalltechnik“

Am 11.Juni 2013 fand in der BBS Betzdorf- Kirchen eine Info-Veranstaltung für den neuen Ausbildungsberuf „Fachkraft für Metalltechnik“ statt.Bei dem neuen Ausbildungsberuf handelt es sich um eine zweijährige Berufsausbildung, der 11 alte Berufe ersetzt,  u.a. den des Teilezurichters.

Es wurden Informationen zur Verordnung und Struktur der Berufsausbildung, dem betrieblichen Ausbildungsrahmenplan  sowie dem Rahmenlehrplan der Berufsschule durch die  Vertretervon IHK und BBS gegeben.

Zu der Veranstaltung  kamen mehr als 30 Ausbilder, Vertreter der Berufsbildenden Schule sowie der IHK Koblenz/Altenkirchen  in die BBS Betzdorf-Kirchen.
Kirchen im Juni 2013

BBS Betzdorf-Kirchen gewinnt 1. Preis bei "Jugend will sich-er-leben"

BBS Betzdorf-Kirchen gewinnt 1. Preis
bei "Jugend will sich-er-leben"

In der Berufsbildenden Schule Agrarwirtschaft in Oppenheim konnte Christoph Moog, Sicherheitsbeauftragter der BBS Betzdorf-Kirchen, den 1. Preis für eine hohe Schülerbeteiligung am Wettbewerb Jugend will sich-er-leben entgegennehmen. Das diesjährige Aktionsthema des DGUV  war Check 5 --- die Checkliste für Arbeitssicherheit. 5 Fragen, die alle mit einem W beginnen, helfen den Schülern, versteckten Gefährdungen auf die Schliche zu kommen.

Herr Schimmel, Schulleiter der BBS Betzdorf-Kirchen, dankt noch einmal allen Schülern und auch Lehrern für ihr hohes Engagement und freut sich über diesen Erfolg

Jugend will sich-er-leben

Unfallversicherer zeichnet Schüler und Schulen bei Abschlussveranstaltung in Oppenheim aus Sicherheit am Arbeitsplatz, darum ging es bei dem Wettbewerb „Jugend will sich-er-leben“, der bereits zum 41. Mal von der Unfallversicherung ausgerichtet wurde. Zehn Berufsschulen und zehn Schüler wurden bei der Abschlussveranstaltung im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Oppenheim mit den Hauptpreisen ausgezeichnet. Sie alle haben einen Fragebogen zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz ausgefüllt. Von den landesweit 77 angesprochenen Berufsschulen haben 62 an der Aktion teilgenommen, von  67785 Schülern machten  33288 mit. Da zu den Siegern zu zählen, ist ein riesen Erfolg. Damit die Arbeitssicherheit am Arbeitsplatz keine Glüchssache, sondern planbare Realität ist, wurde den teilnehmenden Schulen ein multimediales Unterrichtskonzept zur Verfügung gestellt, anhand dessen die Schüler umfangreich über das Thema informiert werden. Im Kern stand ein Katalog mir 5 Fragen: Was soll ich tun, wer arbeitet mit mir, wie soll ich die Arbeit durchführen, wo soll ich arbeiten und wozu soll ich den Auftrag durchführen? Wenn man alle diese fünf Fragen vergegenwärtigt hat, sollte die sichere Durchführung einer Tätigkeit gewährleistet sein.

Bei der 42. Auflage, im kommenden Jahr , soll das Thema gesunder Rücken im Mittelpunkt stehen.

Kirchen im Mai 2013


BBS Betzdorf-Kirchen macht erstmals beim Girls' Day mit

Mädchen schauen beim Motor mal genauer hin

Betzdorf/Kirchen. Über mangelnde Aufmerksamkeit kann sich Manuel Winkel nicht beschweren. Während der selbstständige Kfz-Meister das Innenleben eines Motors erläutert, hat er motivierte Zuhörer um sich versammelt. Junge Mädchen schauen dem Fachmann neugierig über die Schulter.

Und das hat seinen guten Grund: Zum ersten Mal beteiligte sich die Berufsbildende Schule Betzdorf-Kirchen (BBS) am gestern bundesweit veranstalteten Girls' Day.

In der Kfz-Lehrwerkstatt der Schule im Untergeschoss nehmen anstelle von Azubis des Kfz-Handwerks dieses Mal Schülerinnen von weiterführenden Schulen aus der Region einen Motor nach allen Regeln der Kunst auseinander – zumindest in der Theorie. Winkel erklärt, wie er bei einem Auto mithilfe von Prüfgeräten auf Fehlersuche geht.

Auch Thomas Leiner hört interessiert zu. Er ist Ausbildungsberater bei der Handwerkskammer Koblenz und zur Premiere des Girls' Day extra auf den Molzberg in die BBS gekommen. Er begrüßt die Initiative: „Ich finde es sehr gut, dass die Schule sich beteiligt.“ Winkel hofft, dass das Interesse an handwerklichen Berufen durch so eine Veranstaltung geweckt wird.

Das wünscht sich auch Initiatorin Marion Pfeiffer. Als Gleichstellungsbeauftragte der Schule liegt es ihr natürlich besonders am Herzen, dass Mädchen „einen Eindruck davon bekommen, was für sie möglich ist“. Und die BBS bietet sich als Veranstaltungsort für den Girls' Day gerade zu an: „Hier können die Schülerinnen praktische und theoretische Erfahrungen sammeln“ und so die Hemmschwelle in Sachen Männerberufe wie eben Kfz-Mechatroniker überwinden, hofft sie. Denn noch immer trauen sich nur wenig Mädels an Technik und Elektronik heran. So diente der Girls' Day in der BBS dazu, den Schülerinnen die Scheu vor den entsprechenden Berufsfeldern zu nehmen.

Dass Interesse da ist, zeigt die Zahl von 70 Anmeldungen. Marion Pfeifer ist mit der Resonanz auf den ersten Mädchenaktionstag in der BBS mehr als zufrieden: „Ich bin erstaunt und erfreut über die große Nachfrage.“ Mitmachen konnten Schülerinnen ab der achten Klasse. Die Schulen im Kreis Altenkirchen waren vorab über den Aktionstag informiert worden. Besucherinnen kamen aber auch aus dem benachbarten Sieger- und Sauerland.

Die Teilnehmer konnten neben dem Einmaleins des Automobils weitere, verschiedene Angebote nutzen. Handwerk und Technik präsentierten sich ebenso wie Informatik und Naturwissenschaften. Auch modernes Produktdesign lernten die Mädchen in einer Schulungseinheit kennen. Sie fertigten am Computer eine Zeichnung an und steuerten eine Fräsmaschine, die das Produkt fertigt. Sogar die Bundeswehr nutzte die Gelegenheit, um die Schülerinnen über eine berufliche Laufbahn in der Armee zu informieren.

Im Rahmenprogramm stand die Frauenbeauftragte des Kreises Altenkirchen, Julia Bieler, Rede und Antwort und das internationale Frauenfrühstück aus Betzdorf warb mit türkischem Tee für ein interkulturelles Miteinander.

RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Freitag, 26. April 2013, Seite 23 von Claudia Geimer

Absolventen der Fachschule stellten an der BBS ihre Arbeiten vor

Techniker statt Theoretiker

Betzdorf/Kirchen. Ihr Zertifikat haben sie noch nicht ganz in der Tasche, aber das, was die 23 angehenden Techniker ausgetüftelt haben, wird in den kommenden Wochen und Monaten den Weg in die Produktionen ihrer Betriebe finden: Am Dienstag stellten die Schüler der Fachschule für Technik an der Berufsbildenden Schule (BBS) Betzdorf-Kirchen ihre Projekte vor.
Benjamin Löwen und Daniel Schmidt erläutern ihre Projektarbeit für eine automatisierte Prägestation

Im Foyer waren die einzelnen Stände aufgebaut worden, mit Zeichnungen, Modellen, Anschauungsobjekten und ganzen Apparaturen. Schulleiter Michael Schimmel sprach von einem Messecharakter, der die Leistungsfähigkeit der Technik in der Region und im Landkreis Altenkirchen widerspiegelt. „Das ist eine interessante Sache“, kommentierte Schimmel in seiner Begrüßung.

Er skizzierte kurz den Bildungsgang, der die Absolventen zu staatlich geprüften Technikern machen soll. In diesem Zusammenhang erwähnte der Schulleiter die Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, dem Time-Institut in Wissen, der Universität Siegen und natürlich den begleitenden Betrieben, in denen die Schüler weiterhin parallel zur schulischen Ausbildung tätig sind. Vor vier Jahren mit 30 Teilnehmern gestartet, sei mit 23 Leuten immer noch eine hohe Zahl dabei. Seit dem Sommer sei die Fachschule sogar zweizügig, und das bleibt in der nächsten Einschulungsrunde bestehen.

Den großen Zuspruch, den die Präsentation erfahre, strich Landrat Michael Lieber heraus. Bildung mache an den (Kreis-)Grenzen nicht Halt. In der metall- und technikorientierten Region seien es die familiengeführten und mittelständischen Unternehmen,die auch schwierige Zeiten gemeistert hätten. Lieber betonte auch die notwendige Unterstützung durch die Uni Siegen, denn: „Für unsere Region ist ein hoher Stand der Ausbildung wichtig, und was daraus wird, das sehen wir hier.“ Die gut ausgebildeten Fachkräfte in der Region zu halten, erreiche man nur, wenn Arbeitsplätze vorhanden seien und es den Betrieben gut gehe. „Das ist unser Ziel, daran arbeiten wir“, sagte Lieber.

Vier Jahre seien eine lange Zeit, sagte einer, der es wissen muss: Peter Quast (Thomas Magnete, Herdorf) hat selbst die Fachschule durchlaufen und ist seit 2003 Techniker. Aber: Er habe nie den Praxisbezug verloren, zog er einen Vergleich zur Berufsschule in Vollzeitform. Die Schüler hätten Durchhaltevermögen und Leistungsfähigkeit bewiesen. Für Quast sind die Absolventen Bindeglied zwischen Theorie und Praxis. Aus seiner Sicht entziehe die Vollzeitform Fachkräfte, und der demografische Wandel führe ohnehin schon zu einem Mangel. Für ihn steht fest, dass Unternehmen, die diese Teilzeitausbildung unterstützen, dem Fachkräftemangel entgegenwirken können.

Etwa drei Monate lang hatten die Schüler in Gruppen an den jeweiligen Aufgabenstellungen gearbeitet, berichtete der zuständige Lehrer Michael Peter: „Die erworbenen Kompetenzen sollten lernmodulübergreifend über selbstständiges Bearbeiten, Dokumentieren und Präsentieren in Kooperation mit Schule und Unternehmen angewendet und vertieft werden.“

Stellvertretend für alle Projektgruppen stellten Benjamin Löwen (Niederdreisbach) und Daniel Schmidt (Betzdorf) ihre Arbeit vor. Eine bislang manuell betätigte Prägestation für Hülsen optimierten die zwei, indem sie den Ablauf automatisierten. Die künftigen Techniker schilderten den Werdegang vom Problem über die Lösung bis hin zur fertigen Apparatur. Auch die Budgetierung war Thema – und am Ende blieben sie 20 Prozent unter dem Ansatz. Der Automat kommt bei der Firma Becker Hydraulik in Herdorf zum Einsatz.

Schüler erarbeiten derzeit ein Konzept für ein eigenes Windrad

Strom tanken an der BBS Giebelwald?

Ungewiss. Stegskopf? Steht in den Sternen. An der BBS Betzdorf-Kirchen hingegen soll schon bald ein Windrad Strom erzeugen.Noch ist es ein Modell; Nesrin, Andreas und Janina stellten ihr Konzept für ein Windrad mit Stromtankstelle vor Wenn in naher Zukunft ein kleines Windrad auf dem Dach der Berufsbildenden Schule (BBS) Betzdorf-Kirchen vielleicht ein Handy mit Strom speist, dann ist das nicht nur ein energetischer Erfolg. Es ist auch ein Ausdruck der Verquickung von Theorie und Praxis: Seit dem Sommer arbeiten Schüler der Fachschule Maschinentechnik und des Technischen Gymnasiums an einem solchen Projekt – und spätestens in zweieinhalb Jahren soll die kleine Anlage auf dem Schuldach montiert sein. Je eine Gruppe der jeweiligen Bildungsgänge stellte ihre Planungen nun bei einem Pressetermin vor. Es soll demnach nicht nur eine MiniWindkraftanlage entstehen, sondern auch eine Stromzapfstelle. Konkrete Vorstellungen haben die Schüler jedenfalls schon. Die Planung sieht eine Anlage mit einer Nabenhöhe bis zu drei Metern und mit einer Leistung von 1,5 bis 3 Watt vor. Wie mit welchem Know-how das geschehen soll, zeigte sich bei der Präsentation: Die technischen Gymnasiasten Janina Niedermark (Freusburg), Nesrin Ekiz (Niederfischbach), Julia Werthebach (Kirchen) und Andreas Bläßer (Nauroth) haben sich auch überlegt, wie der nachts erzeugte Strom gespeichert werden kann, nämlich über eine Brennstoffzelle, wie der 16-jährige Andreas Bläßer erläuterte. Über diese kann, auch wenn tagsüber kein Wind weht, Strom abgegeben werden. Bei den angehenden Technikern wurde das Projekt von Denny Göttert (Höhn), Marco Hombach (Katzwinkel), Dirk Vansteenkiste (Goesenbach), Sebastian Framke (Bad Marienberg) und Lars Koch (Dreisbach) vorgestellt. Statt für eine horizontale entschieden sie sich für eine vertikale Drehachse, weil diese einfacher und kostengünstiger herzustellen sei, schilderten Göttert und Hombach. Das Ganze möchte man mit einem Solarpanel kombinieren. Das Projekt wird Strom erzeugen, aber vor allem die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis verzahnen, denn: Systematisch erworbenes Wissen sei anders strukturiert, organisiert und abrufbar, als es die meisten praktischen Anwendungssituationen erfordern würden, hieß es bei der Präsentation. Verwirklichen ließen sich diese in einem problemorientierten Unterricht, der zum Beispiel der Leitprojektmethode „Windrad mit Stromzapfstelle“ folge. „Schüler lernen von Schülern“, so der betreuende Lehrer Burkhard Hensel. Von einer einzigartigen Geschichte sprach Schulleiter Michael Schimmel: „Es wird hier nicht nur im Labor gearbeitet, sondern ein konkretes Projekt gestartet, dessen energetischer Erfolg sich am Zähler ablesen lässt.“ Der Oberstudiendirektor skizzierte die Intention für das Projekt, bei dem die BBS mit der Uni Siegen, dem Technologieinstitut für Metall und Engineering (TIME) in Wissen und Braun Energieanlagen Nauroth kooperiert. Aus dem gemeinsamen Wirken habe sich ein „schönes Netzwerk“ gebildet – zwischen den Schülern der Fachschule und dem Technischen Gymnasium, aber auch mit den übrigen Beteiligten. Ein zentrales Anliegen der Kooperation sei die Vernetzung vorhandener Kompetenzen, um den aktuellen Erfordernissen in der schulischen, betrieblichen und universitären Ausbildung besser gerecht werden zu können. Die langfristig angelegte Zusammenarbeit ermögliche wechselseitige Impulse und wirke sich nutzbringend und anregend auf alle am Prozess beteiligten Personen, Institutionen und auch auf die Wirtschaft und Bevölkerung in der Region aus, hieß es. Eine konkrete Anwendung für die Energieanlage hat der Schulleiter bereits vor Augen: Vielleicht könne man auf diese Weise einmal an der Schule alle Smartphones oder ein E-Bike über diese erneuerbare Energie mit Strom speisen, meinte Schimmel.

Kinderheim-Projekt der BBS Betzdorf-Kirchen auf den Philippinen vollendet

Wenn kleine Kinder Fleischreste sammeln, die wir wegwerfen würfen, und Reiskörner auf einer Müllhalde vom Boden sammeln, dann ist das schon eine schreckliche Erfahrung. „Da können wir alle froh sein, dass wir in Europa leben“, findet Can Cantürk, Schülersprecher der Berufsbildenden Schule (BBS) Betzdorf-Kirchen, einer der Teilnehmer, der vom Kinderheim-Projekt der BBS auf den Philippinen zurückkehrte.

Der Besuch bei Kindern auf der Müllhalde in Cebu auf den Philippinen hinterlässt bei den Schülern der BBS einen bleibenden Eindruck.


Nicht nur Cantürk war von dem Besuch bei den Müllkindern in Cebu auf den Philippinen erst einmal geschockt. Schüler Jan Schneider findet, dass dieser Besuch „eine Erfahrung ist, die einen die Welt aus einem anderen Blickwinkel sehen lässt“. Dem pflichtet auch Schüler Robin Kleine bei. Alle drei erzählten am Freitag gemeinsam mit Projektleiter Norbert Rink und Lehrer Jürgen Nocker von dem neuen Arbeitseinsatz für das Kinderheim (32 Plätze). Von der BBS aus waren 15 Personen vom 17. Januar bis 4. Februar auf den Philippinen, um das Kinderheim fertigzustellen. Das ist auch gelungen. Ab Sommer, so Rink, können eventuell die ersten Kinder einziehen. Der Lehrer der BBS wird dann noch einmal dort sein, um Details zu klären. Im Sommer sind auch noch Restarbeiten zu erledigen. Aber für die Schüler der BBS ist das Projekt abgeschlossen. Seit 2010 wurde daran gearbeitet und es bei mehreren Aufenthalten gemeinsam mit philippinischen Arbeitskräften vollendet. Es ist das zweite Projekt, das von der BBS und vor allem durch das Engagement von Norbert Rink, stets unterstützt durch Jürgen Nocker, umgesetzt wurde. Erstes Projekt war eine Schule in Kenia. 80 Kinder werden dort heute unterrichtet. „Diese Hilfsaktionen sind ein Tropfen auf den heißen Stein“, findet Rink. Beim Blick auf das Leben der Menschen auf der Müllhalde könne gesagt werden, dass es keine Hoffnung gebe. Doch dem wird entgegengesetzt: „Wir geben nicht auf.“

So setzten sich die Schüler der BBS auch stark bei beiden Projekten ein. Diese sind eine wichtige Erfahrung für die Schüler der BBS. Sie wurden für die Entwicklungsländer sensibilisiert, sie leisteten einen Beitrag zur Völkerverständigung und in den Projekten einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen.

„Wir müssen unbedingt ein weiteres Projekt anstoßen“, sagten die drei Schüler später auf dem Schulhof – das beste Lob für Rinks Engagement. Ob es ein nächstes Projekt gibt, ist offen. Nun soll erst einmal das Kinderheim ans Laufen gebracht werden. Klaus Rathke, stellvertretender Schulleiter der BBS, dankte Schülern und Lehrern für das Engagement.

Andreas Neuser, RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Samstag, 9. Februar 2013, Seite 14

 

Neue Kräfte für die Wirtschaft

173 Schüler haben bei den Winterprüfungen die IHK-Abschlussprüfung bestanden. In kaufmännischen, kaufmännisch-verwandten sowie gewerblich-technischen Berufen wurden gestern in der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen die Zeugnisse während einer Feierstunde überreicht. Unterrichtet wurden die erfolgreichen Schüler auch in der Berufsbildenden Schule Wissen. In beiden Schulen zusammen werden rund 4000 Schüler unterrichtet, darunter 2000 im Berufsschulbereich.

Schulleiter Michael Schimmel (BBS Betzdorf-Kirchen) begrüßte die Schüler und hob hervor, wie wichtig eine regionale Ausbildung für das AK-Land ist: „ Wenn wir über Fachkräftemangel bei uns sprechen, müssen wir auch über die regionale Ausbildung reden – und da waren wir in diesen Jahren wieder erfolgreich.“ Er forderte dazu auf, Voraussetzungen zu schaffen, die Vielfalt der Ausbildung in der Region zu gewährleisten.An der BBS Betzdorf-Kirchen wurden gestern morgen wieder Zeugnisse verteilt. Gratulationen kamen vom Betzdorfer BBS-Rektor Michael Schimmel (links), seinem Wissener Kollegen Reinhold Krämer Rechts) und von Dr. Sabine Dyas (vorne), Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Altenkirchen.Foto: Peter Seel „Sie sind die Fachkräfte, die die Wirtschaft braucht.“, sagte Dr. Sabine Dyas, Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Altenkirchen, in ihrer Ansprache an die BBS-Absolventen. Und einmal mehr lobte sie das Erfolgsmodell der Dualen Ausbildung von Berufsschule und Arbeitsplatz. In Ländern ohne diese Kombination liege die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen erschreckend hoch. Dyas weiter: „In Deutschland werden Fachkräfte gesucht, und die Zeit für Sie ist günstig.“ Fachkräfte seien nach wie vor das Rückgrat der Wirtschaft. Und sie vergaß auch nicht, all den Ausbildern in den Betrieben und bei der IHK zu danken. Allein in der Winterprüfung seien im AK-Land 100 Personen ehrenamtlich als Prüfer – zum Teil über mehrere Tage – im Einsatz gewesen Wenn auch gestern ein Tag zum Feiern war und diese Zeugnisübergabe den Schülern in guter Erinnerung bleiben soll, so blickte Dyas doch auch weiter nach vorn. Mit dem Zeugnis habe man ein Fundament fürs Berufsleben, doch wichtig sei die stetige Weiterbildung und berufliche Entwicklung. Reinhold Krämer, Leiter der BBS Wissen, lobte ebenso die Schüler: „Sie haben was, Sie können was, Sie sind was.“ Damit meinte er das Zeugnis, das die Absolventen in der Tasche, die umfassenden beruflichen Kenntnisse, die sie im Kopf und die guten Chancen, die sie als hoch qualifizierte Arbeitskräfte auf dem Markt nun haben. Dabei zitierte er Bundespräsident Joachim Gauck, der in seiner Weihnachtsansprache davon gesprochen hatte, wie wichtig darüber hinaus aber Tüchtigkeit und Engagement seien, um unsere Gesellschaft „schöner, liebenswerter und menschlicher“ zu machen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Lehrer-Schüler-Band Paed Pur.

Peter Seel, RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Freitag, 1. Februar 2013, Seite 21