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Berufsfachschule mit berufsqualifiziertem Abschluss – Maßschneider/in

Schulform/Bildungsgang: Berufsfachschule mit berufsqualifiziertem Abschluss – Maßschneider/in
Aufnahmevoraussetzung: Mindestens Hauptschulabschluss oder gleichwertig
Ziel: Gesellenbrief als Maßschneider/in (Qualifizierter Sekundarabschluss I oder Fachhochschulreife je nach Vorbildung und Ergänzungsunterricht)
Dauer: 3 Jahre im Vollzeitunterricht

FachbereichTextiltechnik/Bekleidung - Maßschneiderinnen

Einleitung
Die dreijährige Berufsfachschule für MaßschneiderInnen mit Schwerpunkt Damenoberbekleidung wurde 1998 an der BBS Betzdorf-Kirchen ins Leben gerufen.
Sie soll handwerklich begabten und an der Schneiderei interessierten jungen Menschen die Möglichkeit geben eine Ausbildung wohnortnah zu absolvieren.
Von vielen jungen Menschen wird dieses Bildungsangebot auch zum Erwerb von grundlegenden fachlichen Fertigkeiten für ein vorgesehenes Studium der Richtung „Mode und Design“ genutzt. Hierzu kann mit dem Sekundarabschluss I parallel zum 1. und 2. Ausbildungsjahr die Fachhochschulreife erworben werden.

Was macht man in diesem Beruf?
MaßschneiderInnen stellen nach eigenen oder vorgegebenen Entwürfen Damenkleider, Kostüme, Mäntel, Röcke, Anzüge oder Freizeitkleidung in Maßarbeit her. Sie beraten ihre Kundinnen bei der Auswahl von Stoffen, Farben und Bekleidungszubehör sowie hinsichtlich der Schnittführung.
Schnitte werden kundinnengerecht hergestellt und Stoffe mustergerecht zugeschnitten.
Die Näharbeiten führt die Maßschneiderin mit verschiedenen Nähmaschinen und von Hand aus.

Worauf kommt es an?
Sorgfalt
und Genauigkeit sind bei der vorsichtigen Behandlung und Verarbeitung von empfindlichen Stoffen erforderlich. Kreativität wird für das Entwerfen von Kleidungsstücken benötigt.
Kenntnisse im Werken bzw. Textilen Gestalten sind nötig, da z. Bs. Stoffe für ein Bekleidungsstück exakt nach Schnittschablonen zugeschnitten und die einzelnen Teile passgenau zusammengenäht werden müssen. Das Anfertigen von Skizzen und der Entwurf eigener Kreationen setzen voraus, dass man freihändig zeichnen und verschiedene Maltechniken anwenden kann. Wer über Kenntnisse in Kunst verfügt, ist daher im Vorteil.

Zugangsvoraussetzungen:
Mindestens das Abschlusszeugnis der Hauptschule oder ein mindestens gleichwertiges Zeugnis.


Maßschneiderinnen in der Siegerlandhalle

Tausende junge Menschen, die sich beruflich orientieren, an einem Ort - da darf das Team der Maßschneiderinnen von der BBS Betzdorf-Kirchen nicht fehlen.

Am 20./21. Juni 2018 fand zum wiederholten Male die von der IHK Siegen organisierte Ausbildungsmesse in der Siegerlandhalle statt. Diese bot eine wunderbare Möglichkeit, die vielen interessierten Nachwuchskräfte der Region über die Berufsausbildung zum/zur Maßschneider/in zu informieren.

Diese Gelegenheit nutzten tatsächlich zahlreiche Besucher und sprachen mit Ausbilderin Susanne Romanski und deren aktuellen Azubis, die sich dankenswerterweise ebenfalls dazu bereit erklärten, den Messestand der BBS Betzdorf-Kirchen zu unterstützen.

In vielen Gesprächen konnte den Standgästen die Einzigartigkeit, die Vielfalt, aber auch die zu erlernenden Fähigkeiten des Nischenberufes erklärt und demonstriert werden.

Insgesamt war es eine schöne Veranstaltung und hoffentlich auch der Startschuss einiger Maßschneiderkarrieren.


Maßschneiderinnen unterstützen den Kinderschutzbund

Selbst entworfene Kinderkochschürzen, die aus alten Textilien genäht wurden und gegen eine Spende für den Kinderschutzbund in dessen Betzdorfer Geschäft erworben werden können – so sieht kreative Hilfe aus! Diese fand Mitte April in der Form erstmalig durch die Auszubildenden des 2. Lehrjahres der dreijährigen Berufsfachschule für Maßschneider/innen an der BBS Betzdorf-Kirchen statt. Die Regie des Projektes „Selbstgefertigtes für den Kinderschutzbund“ übernahm dabei Andrea Staß, die Lehrerin für Fachtheorie in jenem Bereich. Im Rahmen eines Ökoprojektes, welches in der Ausbildung Pflicht ist, werden die Auszubildenden für den Umstand sensibilisiert, alte Kleidung recyceln zu können. „Man muss getragene Kleidung nicht gleich auf den Müll werfen“, brachte es Frau Staß auf den Punkt – und an nicht mehr gebrauchten Textilien mangelt es unserer Gesellschaft beileibe nicht. Außerdem verriet die Oberstudienrätin, dass die Aktion sehr erfolgreich angenommen wurde und damit schon jetzt eine Wiederholung im nächsten Schuljahr geplant sei.


Weihnachtsmarkt der BBS sorgt für besondere Atmosphäre

Von „Fruity Christmas Cocktails“ über Weihnachtslieder-Karaoke bis hin zu einer Winterolympiade – der diesjährige Weihnachtsmarkt an der BBS Betzdorf-Kirchen beeindruckte durch Vielfältigkeit und gute Stimmung. Die Grundidee dieser mittlerweile fest im Schulkalendar verankerten Veranstaltung gibt es schon länger, doch für die konkrete Umsetzung sind jedes Jahr neue Lerngruppen in einem hohen Maße an Eigenverantwortung beteiligt. Genau das macht jeden Weihnachtsmarkt so einzigartig. Dieses Jahr gestalteten die jeweils ersten Lehrjahre der Maßschneiderei und des Gastgewerbes das Event. Neben den oben genannten Aktionen fehlte es auch nicht an den üblichen Klassikern zur Weihnachtszeit. Ob schokoladenüberzogene Fruchtspieße, gebrannte Mandeln, heißer Kakao mit Marshmallows, Waffeln und Bratäpfel – es blieben keine kulinarischen Schlemmerwünsche offen. Zusätzlich boten die Maßschneider/innen eine große Auswahl an möglichen Weihnachtsgeschenken zum Verkauf an. Darunter befanden sich u. a. selbst hergestellte Gesellschaftsspiele, Nikolausmützen, Mäppchen, Handyhüllen und vieles mehr. Die beiden betreuenden Lehrerinnen der Veranstaltung, Frau Ulrike Peters und Frau Susanne Romanski, waren sich unabhängig voneinander in der Rückbetrachtung einig: „Die Motivation aller beteiligten Schülerinnen und Schüler war enorm hoch.“ Es wurden eigene Verkaufsstrategien entwickelt und schon vor Ort analysiert, wie man die vielen Standbesucher am besten anspricht. Neben dem Erwerb zahlreicher fächerübergreifender Kompetenzen, hob Frau Romanski außerdem noch einmal die Stärkung des Gruppengefüges während der Vorbereitung und Durchführung des Weihnachtsmarktes hervor. Auch wenn es nur ein Tag sei, werde die Atmosphäre des Schullebens durch diese Aktion in besonderer Weise positiv beeinflusst, ergänzte Frau Peters. Last, but not least gilt der Haustechnik ein ganz großes Lob dafür, dass sie die Umsetzung der diesjährigen Weihnachtsfeier in diesem Rahmen ermöglichte.


Maßschneiderin Jana Thomas als Prüfungsbeste geehrt

„Den Absolventinnen und Absolventen stehen nun alle Türen für eine gute und glückliche Zukunft offen – sowohl beruflich als auch privat“, sagte Dr. Andreas Reingen, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westerwald-Sieg in seiner Rede beim 15. Empfang des Handwerks, in dessen Rahmen die Prüfungsbesten des Jahres 2017 in einem feierlichen Rahmen geehrt wurden. Achim Schwickert, der Landrat des Westerwaldkreises schloss sich an und hob vor allem die Eigeninitiative, die praktische Begabung und die Motivation der Junghandwerker hervor.

Unter den Geehrten befand sich auch Maßschneiderin Jana Thomas von der BBS Betzdorf-Kirchen. Sie erreichte im Juni 2017 als Jahrgangsbeste mit der Prüfung vor der Bekleidungs- und Schuhmacherinnung Rhein-Westerwald den Gesellenbrief.

„Ihr besonderer Wille, ihr Durchhaltevermögen, ihre Wissbegierde, ihre Vorstellungskraft und der Umstand, dass Jana für ihren Beruf brennt, waren der Schlüssel zum Erfolg“, fasste Linda Zantis, die Ausbilderin von Frau Thomas, zusammen. Doch nicht nur ein Gesellenbrief, die Ehrung und viel Lob waren der Lohn ihrer guten Arbeit, sondern zusätzlich eine Festanstellung in einem auch im TV bekannten Modeatelier.

Nach drei abwechslungs- und lehrreichen Jahren beginnt die frisch gebackene Maßschneiderin nun ein neues Kapitel. Dennoch möchte sie potenziellen Nachahmern noch etwas Mut machen, ebenfalls den Weg über diesen dreijährigen Vollzeitbildungsgang zu gehen:

„Wenn du dich für Mode interessierst – ob klassisch oder ausgefallen – ist der Beruf Maßschneider/in das Richtige für dich. Hier kannst du dich kreativ entfalten und an vielen Werkstücken ausprobieren. Du fertigst individuelle Bekleidungsstücke statt Klamotten von der Stange. Die Kleidung wird je nach Figur und Wunsch der Kundin/des Kunden angepasst. Du erwirbst in der Ausbildung hervorragende Materialkenntnisse, entwickelst Kompetenzen bei der Stilberatung und Geschick bei der Wahl von Stoffen und Design. Außerdem wird ein flinkes Händchen für die perfekte Ausführung geschult.“

Das Ausbilderteam der BBS Betzdorf-Kirchen bedankt sich für den Einsatz und die netten Worte von Frau Thomas und wünscht ihr alles Gute auf ihrem weiteren Werdegang. Gleichzeitig freuen sie sich auf neue Nachwuchskräfte in ihrem Bereich!


Mit Kreativität zum Gesellenbrief

Drei abwechslungs- und lehrreiche Jahre liegen hinter den frisch gebackenen Maßschneiderinnen der BBS Betzdorf-Kirchen. „Wille, Durchhaltevermögen, Wissbegierde und Vorstellungskraft“ bedarf es für das Absolvieren des dreijährigen Vollzeitbildungsgangs, heißt es aus den Reihen der nun ehemaligen Schülerinnen. Im Gegensatz zu vielen betrieblichen Ausbildungen in diesem Bereich erhalte man dafür aber die Möglichkeit, sich kreativ zu entfalten und sich an vielseitigen Werkstücken auszuprobieren, berichteten die beiden Prüfungsbesten Jana Thomas und Ruth Stücher. „Es werden ausnahmslos alle Grundlagen der Damenoberbekleidung vermittelt“, ergänzte ihre Ausbilderin Susanne Romanski. Doch bevor das erlernte Know-How in „Haute Couture-Ateliers“ eingesetzt werden kann, standen zunächst einmal die Abschlussprüfungen an. Neben dem Theorieteil galt es hierbei, Prüfstücke nach vorgegebenen Richtlinien zu entwerfen und zu fertigen, erklärte Klassenleiterin Linda Zantis. Insgesamt acht Gesellenbriefe der Handwerkskammer wurden in dieser Woche dafür vergeben. Hiltrud Sprenger, die Prüfungsvorsitzende, attestierte den Absolventinnen dieses Jahrgangs eine weitere Niveausteigerung im Vergleich zu früheren Stufen. Alle Inhalte seien gelernt worden und es wurde vor allem breitgefächert präsentiert. Eine Redewendung besagt, dass häufig der Weg das Ziel sei. Am Tag der Freisprechung zur Maßschneiderin erscheint diese Aussage wohl eher fehl am Platz, da in diesem Moment ein Ziel auch einfach mal erreicht wurde. Dennoch blickt Lehrerin Andrea Staß auf eine schöne Zeit zurück, die trotz einer enorm heterogenen Lerngruppe vor allem durch eine „super Klassengemeinschaft“ geprägt gewesen sei. Neben den herzlichen Glückwünschen geht daher auch ein Dankeschön an... Katharina Hinck Christine Laß Angelina Linz Ruth Stücher Vanessa Teschendorf Jana Thomas Luisa Zimmermann und Nadine Mücke (externe Prüfungskandidatin) Viel Erfolg für die Zukunft und viel Spaß beim Feiern in der Gegenwart!


Maßschneiderinnen der BBS schauen über den Tellerrand hinaus

Kreativität und Fantasie – das sind für die Maßschneiderinnen grundlegende Eigenschaften, um erfolgreich arbeiten zu können. Diese Parameter zu fördern, ist ein wesentlicher Bestandteil der dreijährigen Ausbildung an unserer Schule und dafür hilft es auch einmal, die vier Klassenwände zu verlassen. Die beiden verantwortlichen Lehrerinnen Frau Susanne Romanski und Frau Linda Zantis ermöglichten ihrer sogenannten „3BFMS“ binnen sechs Wochen den Besuch von insgesamt drei wichtigen Fachmessen aus ihrem Bereich. Die 3BFMS ist ein schulischer Vollzeit-Bildungsgang, der mit dem Gesellenbrief für Maßschneider und unter Umständen parallel noch dem qualifizierten Sekundarabschluss I oder der Fachhochschulreife endet. Er bildet meist die Grundlage für eine Ausbildung in diesem Bereich oder gar einem Fashiondesign-Studium. Am 31. März diesen Jahres besuchten die jungen Auszubildenden zunächst die „h + h cologne“, eine Fachmesse für Handarbeiten. Hier erhielten sie in vielfältigen Vorträgen, kreativen Workshops und Modenschauen einen umfassenden Überblick über die neuesten Materialien, Trends, Kreationen, Techniken und Werkzeugen der Branche. Vor allem die aufwändig inszenierten Modenschauen imponierten dem Betzdorfer Modenachwuchs dabei. Aber an diesem Tag in Köln war es nicht nur wichtig, die Eindrücke der dort eingerichteten Trendwelten aufzusaugen, sondern zusätzlich den Kontakt bzw. Austausch mit jungen, innovativen Unternehmen und Modedesigner zu nutzen, um Impulse und Know-How für die eigene Karriereplanung im textilen Bereich zu erhalten. Anfang Mai wurde es dann international. Alle zwei Jahre trifft sich die Modewelt in Frankfurt zu den beiden Leitmessen „Techtextil“ und „Texprocess“. Auch hier durften die Schülerinnen der BBS nicht fehlen. Sie erlebten das gesamte Spektrum der Einsatzmöglichkeiten textiler Technologien bei Kleidung, Schuhanfertigung, der Automobilproduktion, der Land- und Forstwirtschaft und vielen weiteren Bereichen. Frau Romanski sprach diesbezüglich von „einem Blick über den Tellerrand des Handwerks in maßgeschneiderte Businesslösungen der gesamte Branche.“ Den Schülerinnen imponierten außerdem die neuesten Maschinen, Produktionsanlagen und -verfahren, welche die Anbieter vor Ort präsentierten. Als Beispiel ist dabei das CAD/CAM-Verfahren zu nennen, das Schnittkonstruktionen am PC auf eine neue Ebene hebt. Sofern weiterhin der nötige Rahmen geschaffen werden kann, wird die Modedelegation vom Molzberg auch zukünftig die Chancen in Köln und Frankfurt nutzen, um Impressionen für die Ausbildung, aber auch die Karriere im Anschluss zu sammeln. Und wer weiß, wen wir dann irgendwann statt in Grünebach in Mailand, New York oder Paris antreffen.


Gesellenprüfung 2013

Im Sommer 2013 legten die Auszubildenden der dreijährigen Berufsfachschule für MaßschneiderInnen erfolgreich ihre Gesellenprüfung ab. Die bereits Prüfungsbeste des Jahrgangs, Laura Spieß aus Waldbröl, wurde zugleich im Herbst 2013 zur Prüfungsbesten der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald im Ausbildungsberuf MaßschneiderIn mit Schwerpunkt Damenoberbekleidung prämiert.

Hier der Empfang der Ehrenurkunde am 23.11.2013 in Neustadt/Wied

 

 

 

 

Hier mit Ihrer Ausbilderin S. Romanski


Interview - Laura Spieß

Laura Spieß im Interview: „Vor dem Hintergrund meines Zieles Modedesignerin zu werden, begann ich an der BBS Betzdorf-Kirchen meine Ausbildung zur Maßschneiderin, die ich als Prüfungsbeste abschloss. Zeitgleich besuchte ich zwei Jahre lang die Abendschule an der BBS Betzdorf-Kirchen um zur Fachhochschulreife zu gelangen.

Im November 2013 wurde ich von der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald  eingeladen und erhielt eine Ehrenurkunde zur Prüfungsbesten des Jahres 2013 im Ausbildungsberuf: Maßschneiderin mit Fachrichtung Damenoberbekleidung.

Nach Erwerb des Gesellenbriefs und der Fachhochschulreife arbeitete ich als Maßschneiderin in einem handwerklichen Modeatelier zur Herstellung von Damenoberbekleidung. Ein Jahr sammelte ich Berufserfahrung, bis ich mich entschloss nun mein Studium zu beginnen. Zurzeit studiere ich internationales Fashiondesign, im dritten Semester, in Düsseldorf.  

 Um mehr über mich zu erfahren, besucht mich auf meiner Facebook-Seite, Laura Spieß (Designerin).“