Inhalt

HBFI - Überblick

Schulform/Bildungsgang: Höhere Berufsfachschule
Fachrichtung: Informationstechnik
Aufnahmevoraussetzung: Qualifizierter Sekundarabschluss I (Mittlere Reife)
Ziel: „Staatlich geprüfter Technischer Assistent(in) für Informationstechnik"
Dauer: 2 Jahre im Vollzeitunterricht

Höhere Berufsfachschule (Informationstechnik)

Informatik, Computer, Internet, Laptop-Netz-Verbindung, Mobiltelefon, Surfen, Googeln, Chatten, Mailen, Peer-to-peer, Java, Algorithmus, Testen, Programmdesign, UML, Objektorientierung, Datenbanken, SQL, Router, Server, Mainboard, DRAM, Cache, S-DIE, Flash-Speicher, USB, Northbridge, Southbridge, PCI-Bus, Bit, URL, ASCII, ANSI, pull, push, host, client, LiFo, FiFo, tunnel, queue, overflow ... Keine Sorge, wir wollen der Bahn keine Konkurrenz machen. Das ein oder andere englisch klingende Wort gehört in der Welt der IT einfach dazu.

Wir wollen ORDNUNG in die Dinge bringen.

Fast jedes Unternehmen braucht heutzutage Computer. Im Zentrum des rasanten Wandels unserer Zeit steht die Informatik. Sie ist Kern und Motor von Weiterbewegung und Innovation. Die HBF-IT ist der Einstieg in die Welt von morgen.

Wir beschäftigen uns

  • mit der Planung von IT-Systemen
  • mit der Einführung und Einbettung von IT-Systemen
  • mit der Betreuung von IT-Systemen
  • mit deren Wartung und Nutzung sowie
  • mit den damit verbundenen organisatorischen Herausforderungen.

Lernfelder

LF1: Sich in beruflichen Handlungssituationen zurechtfinden & engagieren

LF2: IT-Systeme aufbauen, konfigurieren & administrieren

LF3: Strukturiert programmieren

LF4: Computernetze planen, realisieren & administrieren

LF5: Anwendungen objektorientiert entwickeln

LF6: IT-Sicherheit gewährleisten

LF7: IT-Systeme für hardwarenahe Anwendungen entwickeln

LF8: Eine Datenbank mit Benutzerschnittstelle entwickeln

Die Note für das Fach Beruflicher Unterricht wird aus den in Lernbereichen erzielten Einzelnoten unter Berücksichtigung der vorgesehenen Stundenzahl ermittelt. Die Note wird für die Versetzung doppelt gewichtet. Achtung: Der Berufliche Unterricht muss mit mindestens ausreichend abgeschlossen werden!

Die Praktika

Die SchülerInnen leisten innerhalb der zwei Jahre mindestens drei jeweils vierwöchige Praktika ab. Diese sollen in geeigneten Betrieben geschehen, also entweder bei IT-Dienstleistern oder IT-Anwendern. Zusätzlich ergänzt ein Praktikum in unseren Laboren und Werkstätten die praktische Ausbildung.

Das Abschlussprojekt

Die Projektarbeit beginnt frühestens sechs Monate vor Beendigung des Bildungsganges. Das Projekt ist zu planen, durchzuführen und zu dokumentieren. Es wird in einem beruflichen Handlungsfeld durchgeführt, das heißt, im IT-Umfeld. Das kann z. B. die Planung, Installation und Dokumentation eines kleineren Netzes sein oder die Planung, Installation und Dokumentation eines Software-Rollouts. Mit dem Abschlussprojekt soll eine typische berufliche Handlungskompetenz bewiesen werden. Das Projekt ist ohne fremde Hilfe zu erledigen, benutzte Hilfsmittel sind aufzuführen.

Während der Projektarbeit werden die SchülerInnen von einem Lehrer oder Lehrerteam betreut. Das Ergebnis des Projekts ist in einer Präsentation vorzustellen, der sich ein Kolloqium anschließt. Thema und Ergebnis der Projektarbeit werden im Abschlusszeugnis festgehalten.

Die Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung ist schriftlich und mündlich durchzuführen.
Schriftliche Prüfung: Je eine Arbeit im Fach Beruflicher Unterricht

(Sich in beruflichen Handlungssituationen zurechtfinden & engagieren, IT-Systeme aufbauen, konfigurieren & administrieren, Strukturiert programmieren, Computernetze planen, realisieren & administrieren, Anwendungen objektorientiert entwickeln, IT-Sicherheit gewährleisten, IT-Systeme für hardwarenahe Anwendungen entwickeln, Eine Datenbank mit Benutzerschnittstelle entwickeln)


Mündliche Prüfung: Sie kann in jedem erteilten Fach durchgeführt werden.

Das Ziel:

Staatlich geprüfte(r) Assistent(in) für Informationstechnik

Fachhochschulreife: SchülerInnen können zur Fachhochschulreife zugelassen werden, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen (vgl. Landesverordnung über die duale Berufsoberschule und den Fachhochschulreifeunterricht in der gültigen Fassung).

Ehrgeiz wird belohnt

„Andere befinden sich in eurer Situation schon im „chill-mode“, aber ihr seid nochmal angetreten“, „Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun“ oder „Eure Zielstrebigkeit neben der Ausbildung hat euch ans Ziel gebracht.“ Diese und viele andere Aussagen und Zitate in den Abschiedsreden der jeweiligen Klassenlehrer hatten eins gemeinsam: Den hohen Respekt vor den Leistungen aller Absolventen der unterschiedlichen Wahlschulen an der BBS Betzdorf-Kirchen.

Die Schülerinnen und Schüler der Berufsoberschule I (BOS I) waren ein Jahr lang gemeinsam “Auf dem Molzberg” unterwegs, bei der Dualen Berufsoberschule (DBOS) und der Höheren Berufsfachschule für IT-Systeme (HBFI) waren es zwei und die Fachschüler im Bereich Technik (FSTM, Maschinenbau und Mechatronik) drückten sogar noch einmal vier Jahre die Schulbank. Am Ende hatten sie eins gemeinsam: Die Fachhochschulreife - und das insgesamt gleich 57-mal. „Mit diesem Schulabschluss haben Sie hervorragende Voraussetzungen, die Veränderungen der Zukunft mitgehen zu können“, formulierte es Schulleiter Michael Schimmel in seiner Begrüßungsrede. „Lebenslanges Lernen und Weiterbildungen werden immer wichtiger. Sie haben eine Investition in sich selbst getätigt“, bekräftigte er anschließend.

Ob sich diese Investition schon unmittelbar oder erst in zehn Jahren auszahlt, hängt sicherlich von den unterschiedlichen Biografien und Situationen der einzelnen Individuen ab. Fest steht aber, dass sie alle an diesem Tag mit Recht stolz auf sich sein können.

Die Zeugnisausgabe an die – nun ehemaligen – Schülerinnen und Schüler erfolgte durch die jeweiligen Klassenleiter Katrin Odendahl (DBOS), Oliver Rademacher und Kerstin Mohr (BOS I, HBFI) sowie Michael Hofmann und Silke Groß (FSTM).

Neben den schulischen Leistungen gab es in diesem Jahr erstmalig auch eine Ehrung für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz in der Schule. Dieser ging in Form eines Buchpreises vom Bildungsministerium an BOS-Schüler Sezer-Ahmet Bayrak.

Die Lehrerband PädPur umrahmte die abendliche Feierstunde wieder einmal mit insgesamt fünf ausgewählten Stücken ihres umfassenden musikalischen Repertoires und trug damit ebenfalls zu einem schönen Schulabschluss von 57 gereiften Persönlichkeiten bei.

Alle Absolventinnen und Absolventen im Überblick:

Berufsoberschule I Technik und Höhere Berufsfachschule:

Tobias Aman (Betzdorf), Nico Jung (Kirchen), Jonas Heuzeroth (Marzhausen), Sezer-Ahmet Bayrak, Julian Solbach (beide Scheuerfeld), Jens Schneider, Niklas Scholz (beide Wissen), Justin Langenbach (Bitzen), Fynn Benoît (Kreuztal).

Duale Berufsoberschule I Technik:

Lena Freund (Burbach), Aaron Aurand (Derschen), Nils Becker (Friedewald), Jann-Philipp Schröder (Haiger), Till Klein (Hamm), Moritz Jung (Harbach), Maurice Fey (Herdorf), Juliane Wöhrmann(Katzwinkel), Fritz-Julius Ebener, Jan Silas Schmidt, Ralf Christian Seibel (alle Neunkirchen), Daniel Gergel, Till Schütz (beide Niederdreisbach), Sarah Lehmkuhl (Wallmenroth), Hannah Porr (Wilnsdorf).

Fachschule Technik:

Thomas Parker (Altenkirchen), Steffen Hirsch (Dreisbach), Minh Phuc Tran (Eichen), Marvin Brenner (Fensdorf), Thomas Weber (Friedewald), Lars Dietershagen (Friesenhagen), Johannes Brenner (Gebhardshain), Artem Borisov, Tim Kämpf (beide Hachenburg), Alexander Eickhoff, Florian Höfer, Mirko Muhl (alle Herdorf), Marcel Stähler, Jonas Wagner (beide Irmtraut), Sven Kölzer (Katzwinkel), Alexander Klose, Alexander Kohlhaas (beide Kirchen), Kamil Jaworski (Mittelhof), Andreas Neumann (Morsbach), Caine Wolf (Neunkhausen), Nico Majert (Obererbach), Andreas Wiebe (Roth), Jonas Metzger, Maxim Nowokowski (beide Siegen), Patrick Uwe Unger (Steinebach), David Vor (Steineroth), Jonas Dielmann, Maurice Gläser, Woldemar Heinrich, René Schmidt (alle Weitefeld), Marvin Pletz (Wilnsdorf), Stefan Brenner (Wissen)


BBS-Schüler beweisen Börsenhändchen

Handelskrieg zwischen China und Amerika, bevorstehender Brexit, Reduzierung der Erdölförderung oder Dieselskandal – die Liste von Gründen für eine nervöse DAX-Entwicklung war lang. Zwei Teams der BBS Betzdorf-Kirchen widersetzten sich dem allgemeinen Negativtrend beim Planspiel Börse 2018/19 allerdings mit Bravour.

Nur acht von insgesamt 110 teilnehmenden Schülerteams im Geschäftsgebiet der Sparkasse Westerwald-Sieg hatten es in der diesjährigen Ausgabe des Planspiels überhaupt geschafft, mit ihrem virtuellen Startkapital von 50.000 € Gewinn zu erwirtschaften. Eines davon nannte sich „HAAAA“ und bestand aus Tobias Schneider, Kai Bechheim, Jan Erlenbusch, Enrico Fischer und Clarissa Angermüller aus der Höhere Berufsfachschule für Informationstechnik (HBFI) an der BBS Betzdorf-Kirchen. Ihr Depotkonto wies am Ende des Planspiels einen Betrag von 50.735,09 € auf. Über die Spieldauer von elf Wochen hatte das Quintett ihre Wertpapiertransaktionen vorgenommen und landete damit in der Gesamtwertung auf dem dritten Platz, der mit einem Gewinn von 150 € verbunden war.

Andreas Kinkel, BWL-Lehrer der angehenden IT-Spezialisten, hatte die Teilnahme seiner Schüler an dem jährlich stattfindenden Planspiel in diesem Schuljahr bereits zum 25. Mal initiiert. Er verbindet mit dieser Unterrichtssequenz allerdings nicht nur die betriebswirtschaftlichen Elemente von Aktiengesellschaften, sondern auch das immer wichtiger werdende Thema „private Altersvorsorge“. Fast alle Teilnehmer kamen diesbezüglich mit den Optionen des Wertpapiergeschäfts im Planspiel Börse erstmalig in Kontakt. „Für das Handeln mit den Aktien hatten die Schülerinnen und Schüler nur drei Doppelstunden während des Unterrichts Zeit. Den Rest haben sie von zu Hause aus gemacht“, freute sich Andreas Kinkel. „Die mittlerweile eingeführte Möglichkeit, auch über eine App seine Börsengeschäfte vorzunehmen, wurde dabei von den Schülern sehr gut angenommen und war dem privaten Engagement sicherlich zuträglich“, ergänzte er.

Neben den gewonnenen Erfahrungen und dem geweckten Interesse durch das Planspiel Börse, bei dem dieses Jahr weltweit knapp 30.000 Teams am Start waren, sprang sogar noch ein zweiter Gewinn für die Schüler der BBS heraus. Leonie Bender, Melanie Ermert und Miriam Ruß sind angehende Einzelhändlerinnen. Ihr BWL-Lehrer heißt ebenfalls Andreas Kinkel, auch sie nahmen am Planspiel teil und auch sie belegten einen dritten Platz. Unter dem Teamnamen „FlashMLM“ waren sie in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ erfolgreich. Hier fließen ausschließlich Erträge von nachhaltig eingestuften Wertpapieren in die Wertung mit ein. 100 Euro wurden dabei für den Bronzerang von der Sparkasse ausgelobt.

Am 11.03.19 fand dann schlussendlich die Siegerehrung im Tertiärum des Stöffelparks statt. Die beiden Studienreferendare der BBS Steffen Plicht und Isabell Rosenbauer, die das Projekt ebenfalls mitbetreuten, waren als Vertreter der Schule vor Ort und nahmen die Urkunden und Geldpreise entgegen. (siehe Foto)


Heißer Draht zur und an der Uni Siegen

Mitte der 90er Jahre wurde erstmalig in der Samstagabendunterhaltung auf ein Geschicklichkeitsspiel gesetzt, bei dem eine Drahtöse so schnell wie möglich über einen gebogenen Draht zu führen ist, ohne diesen dabei zu berühren: Der heiße Draht.

Beim Exkursionstag der Höheren Berufsfachschule für IT-Systeme (HBFI) sollte dieser Miniwettbewerb noch einmal im Fokus stehen. Insgesamt acht Schülerinnen und Schüler der BBS Betzdorf-Kirchen hatten sich gemeinsam mit ihren begleitenden Lehrern Herr Radermacher und Herr Schneider auf den Weg an die Universität Siegen gemacht. Dort trafen sie sich mit Dr. Steffen Jaschke und drei seiner studentischen Hilfskräfte vom Lehrstuhl für die „Didaktik der Informatik“, die im Rahmen eines Projektes einen „heißen Draht“ aus Blech in der Form der Siegener Skyline gelasert hatten.

Um dieses Kunstwerk allerdings in einen spielbereiten Zustand zu versetzen, brauchte es noch eine Auswertungseinheit, die es ermöglicht, die benötigten Zeiten der Spieler aufzunehmen und zu speichern. Bei dieser Aufgabe zeigten sich die angehenden Informatiker aus Betzdorf-Kirchen dann in ihrem Element. In relativ kurzer Zeit fanden und programmierten sie die dementsprechenden Softwarelösungen, um anschließend alle einmal die schnellste und ruhigste Hand untereinander ermitteln zu können.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es dann weiter zu den nächsten Terminen. Neben dem Lehrstuhl für die „Didaktik der Informatik“ wurden nämlich zusätzlich auch die Labore der Steuer- und Regelungstechnik sowie der „Medizinischen Informatik“ besichtigt. Die Vielzahl neuer Impulse an beruflichen und universitären Möglichkeiten beeindruckte die Schülerinnen und Schüler der HBFI sehr. Gleichermaßen wurde ihr Interesse am sogenannten eLab geweckt. Hierbei handelt es sich um ein elektronisches Labor von Studierenden für Studierende, das innerhalb einer Initiative für mehr Praxis in der Universitätsausbildung entstanden ist und in dem technikinteressierte Tüftler ihre eigenen Projekte umsetzen können.

Doch bis zu einer eventuellen Hochschulzeit wollen die Betzdorfer Besucher damit nicht warten. Gerade ein eigener „heißer Draht“ mit der im Schullogo integrierten Skyline der BBS muss schneller realisiert werden, lautete der Tenor der Schüler.

Am Ende des Tages wurde jedenfalls wieder einmal auf unterschiedliche Weise unter Beweis gestellt, wie wichtig, vielseitig und gewinnbringend der gute Draht zur Universität Siegen ist.



Mathematik mit Hand, Kopf und Herz

Eine Seifenblase in Lebensgröße, der Beweis für den "Satz des Pythagoras", knifflige Anordnungen von geometrischen Figuren, das Erlaufen von Funktionen und die Optimierung von Verkehrswegen waren eine kleine Auswahl an mathematischen Aufgaben, die 15 Schüler der Höheren Berufsfachschule (HBFI 16) einmal außerhalb ihres Klassenraumes lösen mussten. Die angehenden technischen Assistenten erlebten gemeinsam mit ihrem Mathematiklehrer Markus Löcherbach einen besonderen Schultag. Sie besuchten die Sonderausstellung "Mathematik zum Anfassen" des Gießener Mathematikums, welche in Zusammenarbeit mit der Universität Siegen in den Räumen des Technikmuseums in Freudenberg stattfand. In der interaktiven Ausstellung konnten die Schüler erleben, dass die Mathematik glücklich macht. Zum einen, weil sie eine der ältesten Wissenschaften überhaupt und damit unverzichtbar in unserer heutigen digitalisierten Welt ist und zum anderen, weil Mathematik vor allem dann große Freude bereitet, wenn sie - anders als meist im Schulunterricht - mit Hand, Kopf und Herz entdeckt und verstanden werden kann. So konnten viele Antworten auf die Frage "Wofür brauche ich das alles?" gesammelt und nebenbei die Kompetenzen im Fach Mathematik erweitert werden.